
Ohne Licht geht’s nicht
Welche Geschichte Sie auch immer erzählen wollen, es ist das Licht, welches sie sichtbar werden lässt. So wie die Sonne die Welt zum Leben erweckt, bekommt ein Film erst durch das Licht Atem eingehaucht.
Während die Pioniere des Films ganz direkt auf die Sonne angewiesen waren (nicht ohne Grund wurden die amerikanischen Stummfilm-Studios im sonnigen Kalifornien angesiedelt und Dekors unter freiem Himmel aufgebaut und bei uns in Europa Glashäuser als Studios gebaut), sind wir heute durch die technische Entwicklung in der Lage, großen Einfluss auf die Art und Anwendung künstlichen Lichts zu nehmen. In diesem Bereich des Movie-College werden Sie wichtige Grundlagen über natürliches und künstliches Licht erfahren.
Erfahren Sie mehr über die Geräte, die Methoden und Tricks, Licht gezielt für die filmische Wirkung zu gestalten. Welche Geräte, welches Grip-Zubehör braucht man, um möglichst optimal arbeiten zu können?
Ausleuchten
Die Lichtführung hat heute unzählige Instrumente zur Verfügung. Aufgrund der verbesserten Filmmaterialien (höhere Empfindlichkeit bei kleinerem Korn) bzw. verbesserter Sensoren in den Videokameras sind auch die erforderlichen Scheinwerfer kompakter geworden. Sogar LEDs können heute die Leistungen von Halogen- und HMI- Scheinwerfern erreichen.
Sie liefern eine höhere Lichtausbeute, erzeugen weniger Hitze als frühere Versionen. Außerdem bieten sie konstante Farbtemperaturen und sind sogar (in Grenzen) in der Helligkeit regelbar.
Die bewährten Gesetze der Lichtführung, mit denen auch schon vor 70 Jahren erfolgreich gearbeitet wurde, haben auch in der heutigen Zeit noch ihre Gültigkeit. Sie haben mit dem natürlichen Sehempfinden, mit der alltäglichen Erfahrung des Sonnenlichtes und kulturellen Gegebenheiten zu tun.
Licht-Gestaltung

Wer offenen Auges durch die Welt geht, das natürliche Licht beobachtet und analysiert, der kann auch erlernen, es am Set mit Scheinwerfern nachzubilden und seinen Ausdruck zu steuern (s. Lebendiges Licht). Oft genug sehen Filme, die für das Fernsehen produziert werden, recht flächig und hell aus.
Das liegt daran, dass die Kameraleute bei Ausleuchten ängstlich mit den Kontrasten und der Dunkelheit umgingen. Sie haben vermutlich zu häufig von Produzenten und Redakteuren Beschwerden zu hören bekommen, die Darsteller seien ja kaum zu erkennen gewesen. Deshalb wird häufig alles gleichmäßig hell gemacht, auch wenn dabei jede Atmosphäre verloren geht. Im Kinofilm traut man sich viel mehr, Licht gehört dort selbstverständlich zur Filmsprache dazu.
Die Wahl der Mittel

Das Licht ist für den/die Kameramann/-frau wie die Farbe für Maler. Die Güte eines Filmes hängt ganz entscheidend von der Lichtgestaltung ab. Es lohnt sich unbedingt, hier tiefer in die Materie einzusteigen. Die neuen Entwicklungen in der Lichttechnik helfen bei der Lichtgestaltung ungemein, es wird immer leichter, die Lichtquellen klein und kompakt aufzubauen.
Auf die Wahl des Equipments hat nicht zuletzt auch das Budget Einfluss. Selbstverständlich erklären wir an dieser Stelle den Umgang mit Profi-Equipment aller Art. Unter dem Menüpunkt Licht finden Sie zahlreiche Artikel zu Technik und Gestaltung.
Doch nicht alles, was fein, klein und effektiv ist, kostet Unsummen. Mit etwas Geschick kann man sich auch für wenig Geld einen kleinen Licht-Park zusammenstellen, mit dem es sich drehen lässt. Selbst mit Reflektoren kann man bereits hervorragende Ergebnisse erzielen, auch ohne Licht-LKW. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
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