Überall in der digitalen Welt lauern moderne Zollkassierer, die Geld verlangen, wenn man ihre Wege nutzt. HDR droht die nächste Lizenzmauer, in Gestalt von "Dolby Vison", doch der koreanische Technikriese Samsung stellt ein alternatives System vor.

 

Es hat sich herumgesprochen, dass nicht die Auflösung, sondern der Dynamikumfang der nächste große Schritt zur Verbesserung der Fernseherlebnisse ist. Wenn Displays größere Kontraste abbilden können und die Inhalte dieses auch entsprechend liefern, dann werden deutliche Verbesserungen beim Kunden sichtbar. So kann die Dynamik eines Films praktisch Einzelbildweise oder auch pro Einstellung oder Szene von den Filmherstellern verändert werden.

 

Doch wie das so ist in der Welt der Großkonzerne, verlangt Dolby, wie schon in der Vergangenheit für seine Filmton-Systeme saftige Lizenzgebühren. Im Tonbereich mussten nicht nur die Consumer für die Dolby Profzessoren in Verstärkern etc. indirekt bezahlen, auch die Filmproduzenten, welche eine sogenannte Dolby Mischung für ihre Filme machten, zahlten ab 3000,- britische Pfund aufwärts nur für die Erlaubnis, dieses Verfahren zu nutzen.

 

Nun also zahlen Fernsehhersteller an Dolby für die Verwendung des Dolby Vision Standards, was die Geräte natürlich verteuert. Doch Samsung bietet mit seinem HDR10+ Standard eine gleichwertige, kostenfreie Alternative an. Erste Konzerne, wie Warner Brothers. Fox und Panasonic schließen sich bereits diesem alternativen Standard an.

 

Damit wird ein neuer Formatkrieg in der digitalen Medienwelt losgetreten, passen die BluRays, die gestreamten Filme künftig zum neuen HDR Display? Man darf nur hoffen, dass dieser nicht zu ähnlichen Inkompatibilitäten führen wird wie dereinst bei DVD oder VHS.

 

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