Unsere Wildnis

Daten

95 Min., Frankreich 2016

REGIE: Jacques Perrin
DREHBUCH: Jacques Perrin, Jacques Cluzaud, Stéphane Durand
PRODUZENTEN: Jacques Perrin, Nicolas Elghozi
KAMERA: Stephané Aupetit, Michel Benjamin, Jérome Bouvier, Laurent Charbonnie, Philippe Guichard, Laurent Fleutot, Sylvain Maillard, Christophe Pothier, Jan Walencik
SCHNITT: Vincent Schmitt
MUSIK: Bruno Coulais
ERZÄHLER: Sebastian Koch

Foto: UniversumFilm Presse

 

Regie: Jacques Perrin
Kinostart: 10. März 2016

 

Gerne werden Filme über das wilde Leben in der Wüste, dem Dschungel oder im Meer gezeigt, doch wie steht es um unsere Wildnis direkt vor der Haustür?...

Inhalt:

Wenn es um das Schützen der Natur und darum, wie wichtig es ist, weniger abzuholzen, geht, denkt man zunächst immer an die Bäume im Dschungel und Amazonas. Doch wie sieht es in Europa aus? Ein Kontinent, der einst von Bäumen übersät war, wird nun von Jahr zu Jahr kahler.

 

Eindrucksvoll zeigt Jacques Perrin die Wälder Europas, das Leben darin und welches Schicksal dem Wald droht. Er lenkt den Blick auf die Natur im Wald um die Ecke. Thema sind die Vergangenheit des Waldes, die Entwicklung über die Jahrhunderte, bis nach und nach die Wälder Städten wichen. Moderiert wird der Film von Sebastian Koch...

 

Kritik:

Der Film ist eine Flut von wunderschönen Aufnahmen von Wäldern, Pflanzen und Tieren, untermalt von toller Musik und mit einigen wenigen Erzählungen. Trotz dem eher traurigen Thema ist die Geschichte sehr schön. Es wird unmittelbar das Leben der Tiere des europäischen Waldes gezeigt. Darunter fallen Igel, Dächse, Füchse, Luchse, Bären, Wölfe und viele andere. Die Aufnahmen sind so hochwertig und nah dran, dass man manchmal kaum glauben kann, dass das keine dressierten Tiere oder gar Animationen sind. Man sieht etwa Pferde in ungewohnter Freiheit und erlebt, wie aller Tiere Leben auch ohne den Menschen funktioniert.

 

Die wenigen Erzählungen laufen entspannt nebenher, klären zum Teil auf und berichten vor allem von der Entwicklung, wie der Wald entstanden ist und wie er nun langsam verschwindet. Größtenteils befindet sich die Aussage jedoch allein in den Aufnahmen.

 

Besonders beeindruckend sind die vielen Filmaufnahmen, bei denen die Kameraleute vermutlich wochenlang haben filmen müssen, um der Tiere Vertrauen zu gewinnen und noch mehr Wochen, um dann dermaßen tolle Shots zu bekommen. Außerdem wurde wahrscheinlich mit Dronen und Glidern gefilmt, was unglaublich viel Nähe mit Vögeln gibt und den Film sehr flexibel und agil macht.

"Unsere Wildnis" ist definitiv nicht für Jedermann, sondern eher was für jüngere Naturbegeisterte und ältere Wildnisnarren. Jeder Fan der Natur und von Perrins früheren Filmen, z.B. "Unsere Ozeane", kann sich auf "Unsere Wildnis" freuen!

 

Gesehen von Theresa Koehnsen.

 

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