Havanna Blues

 

Havanna Blues

Daten

Havanna Blues

110 Min., Kuba, Frankreich 2005

REGIE: Benito Zambrano
DREHBUCH: Zambrano und Ernesto Chao
KAMERA: Jean Claude Larrieu
SCHNITT: Fernando Pardo

DARSTELLER: Alberto Yoel García Osorio, Roberto Sanmartín, Yailene Sierra

 

Regie: Benito Zambrano

Kinostart: 30. März 2006

Wim Wenders hat mit "Buena Vista Social Club" Kuba, seine Menschen und seine Musik wieder zurück ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht. Mit dem Nachfolgeprojekt "Musica Cubana", diesmal mit Wenders als Produzent, sollte dann auch die junge, moderne Musikszene Kubas eine Plattform bekommen. Demselben Anliegen, diesmal auf fiktiver Ebene, widmet sich der Film "Havanna Blues". Ruy und Tito, zwei junge Kubaner, die Meister im Organisieren sind und sich so durch den kommunistischen Alltag schlagen, versuchen abends, ihren Traum von der Musikkarriere voranzutreiben. Ihre große Chance bietet sich, als ein spanisches Produzentenpaar nach Kuba kommt, um Bands für ein Projekt zu sichten. Doch während sie dem Traum von der Musikerkarriere im Ausland immer näher kommen, müssen sie sich darüber klar werden, was wirklich für sie zählt. Ist es wichtiger, Kuba verlassen zu dürfen oder die künstlerische Integrität zu wahren? Ist es die Musikkarriere wert, Frau und Kinder zu verlassen- und ist es überhaupt möglich, außerhalb des geliebt-gehassten Kubas authentische kubanische Musik zu machen? Wirklich bahnbrechend neu ist der Plot an sich nicht, zumal alle Stränge selbstverständlich auf das eine, große Konzert am Ende hinauslaufen. Ausgeglichen wird das durch sehr schön und einfühlsam inszenierte kleine Nebenthemen: neben so allgemeingültigen wie Freundschaft, Liebe, Enttäuschung auch so Kuba-spezifische wie Mangelwirtschaft, Scheidung und Emigration. Stark wird der Film vor allem gegen Schluss, wenn Handlung, Musik und Emotionen zu einer Einheit werden und der Zuschauer auf unaufdringliche Weise zum Mitfühlenden gemacht wird. Alle drei Hauptpersonen haben eine Entscheidung zu treffen, und es wird nicht die des geringsten Widerstandes sein. Das große Konzert, Schlusspunkt des bisherigen Lebens der Protagonisten, bedeutet zugleich auch Hoffnung auf Neuanfang. Man merkt, der Regisseur liebt Kuba. Der Zuschauer nach diesem Film auch.

 

Gesehen von Johannes Prokop

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