Barbara Auer Fuenf Seen 2000

Preisträgerin Barbara Auer mit Festival-Chef Matthias Helwig

 

Auf dem Fünf Seen Filmfestival erhielt die Schauspielerin Barbara Auer den neu geschaffenen "Hannelore Elsner" Preis für ihre schauspielerischen Leistungen. Am Samstagabend fand im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivals in der Starnberger Schlossberghalle die feierliche Preisverleihung statt. Im vollbesetzen Saal wurden zunächst Ausschnitte aus früheren Filmen der Preisträgerin und dann der aktuelle Spielfilm "Vakuum" von Christine Repond gezeigt.

 

Barbara Auer Fuenf Seen 2 2000

Matthias Helwig überreicht den Hannelore Elsner Preis an Barbara Auer

 

In seiner Begrüßung erzählte Festivalchef Matthias Helwig davon, mit welcher Verbundenheit die im Frühjahr verstorbene Schauspielerin Hannelore Elsner in den letzten Jahren immer wieder auf dem Fünf Seen Filmfestival zu Gast war und wie sehr es ihm ein Bedürfnis war, nach ihrem überraschenden Tod zu ihrem Gedenken einen Filmpreis ins Leben zu rufen. Dieser wird künftig jedes Jahr auf dem Fünf Seen Filmfestival für bedeutende Schauspielkunst im Angedenken an Hannelore Elsner verleihen.

 

2019 wird der Preis nun erstmals vergeben und zeichnet die "deutsche Ausnahme-Schauspielerin" Barbara Auer aus. In einer eingespielten Laudatio erzählte Regisseur Christian Petzold von seinen Begegnungen mit Barabara Auer, mit der er diverse Kino,- und Fernsehfilme verwirklicht hat.

 

Anlässlich der Preisverleihung wird der preisgekrönte und auf zahlreichen internationalen Filmfestivals aufgeführte Kinofilm "Vakuum" von Christine Repond gezeigt. Im Anschluss an den Film stellten sich die Regisseurin, Barbara Auer und ihr Partner in Vakuum, Robert Hunger-Bühler der Diskussion mit Matthias Helwig und dem Publikum.

 

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(v.R. Robert Hunger-Bühler, Barbara Auer, Christine Repond und Matthias Helwig)

 

Kurzinhalt: Inmitten der Vorbereitungen für ihren 35. Hochzeitstag erfährt Meredith überraschend, dass sie HIV-positiv ist. Als Überträger kommt nur ihr Mann André in Frage. Erschüttert findet sie heraus, dass er sie mit Prostituierten hintergeht. Sie konfrontiert André mit der Diagnose und wirft ihn aus dem Haus. Doch Meredith, die ihr Leben gänzlich an der Fürsorge ihrer Familie orientierte, erträgt das Alleinsein kaum. Nach heftigem Streit lässt sie schließlich Andrés Rückkehr zu. Dieser weiß mittlerweile, dass auch er HIV-positiv ist. Sie beschließen, die Verwerfungen und die Krankheit gemeinsam zu bewältigen. Je näher die Hochzeitsfeier rückt, desto brüchiger scheint jene Ehe, die da gefeiert werden soll.

 

Anstoß für das Drehbuch (Christine Repond und Silvia Wolkan) war eine reale Geschichte. In dem Film zeichnen Barbara Auer (Meredith) und Robert Hunger-Bühler (André) absolut überzeugend und mit großer Authentitizität die Krise einer langen Ehe sich liebender Menschen nach. Eine kluge Regie hat auf vordergründige Effekte verzichtet, hat das Schicksalhafte auf augenfällige Momente reduziert und ihre Schauspieler präzise durch den Film geführt.

 

In der anschließenden Diskussion berichteten die beiden großartigen Schauspieler Barbara Auer und Robert Hunger-Bühler und ihre Regisseurin Christine Repond zahlreiche Details und Hintergünde aus der Entstehungsgeschichte des Films und auf welche Weise es ihnen gelang einen so hohen Grad an Wahrhaftigkeit in den Film hinein zu tragen.

 

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