Filmanalyse

  • Analysen & Essays

    Seit ein paar Jahren hat die Filmanalyse endlich Mittel, die sich dem Gegenstand ihrer Betrachtung annähern

  • Die Subjektive

    In VR ist sie verpflichtend, doch warum kam sie in der Filmgeschichte so selten vor?

  • Ebenen der Analyse

    Welche gestalterischen Bereiche werden betrachtet und wie finden wir heraus, wo wir ansetzen, was wir berücksichtigen müssen?

  • Film & Musik Aufbau

    Warum Kreative sich vielleicht doch ein wenig mit Grammatik beschäftigen sollten...

  • Filmanalyse

    Genauer Blick

    Filmstreifen wird mit Lupe betrachtet

    Der genaue Blick auf den Film macht die Analyse erst möglich

    Über Filme sprechen und nachdenken gehört zu den Aufgaben, die vor allem an Schulen und Universitäten eine Vielzahl von Fragen aufwerfen. Immer wieder geben Dozenten ihren Studenten den Auftrag, Szenen oder ganze Filme zu analysieren, Grund genug einmal über den möglichen Aufbau einer solchen Analyse Gedanken zu machen.

     

    Dabei gibt es je nach Unterrichts- oder Studienfach hierfür unterschiedliche Schwerpunkte. Es gibt beispielsweise semiotische (filmsprachliche), psychologische, kommunikationswissenschaftliche, soziologische oder kunstwissenschaftliche Ansätze.

     

    Grundsätzlich werden in der klassischen Filmanalyse die formalen, filmtechnischen Mittel unterschieden von den inhaltlichen Aspekten. Eine gute Filmanalyse sollte heute jedoch genau diese beiden Welten sachlich begründet miteinander zu verknüpfen versuchen. Filmdozenten greifen seltsamerweise fast immer auf die gleichen Filme zurück, die ihre Studenten erforschen sollen. Klassiker der Filmgeschichte führen hier ganz eindeutig, Titel wie "Psycho", "Die Vögel", "North by Northwest" gehören zu den unangefochtenen Spitzenreitern.

     

    Sequenzanalyse

    Filme bestehen aus einer Vielzahl gestalterischer Elemente, darunter neben der Story und den Charakteren Gestaltungsmittel wie Ton, Licht, die Kameraführung, die Bildkomposition oder der Schnitt. Um eine solche Arbeit nicht zu umfangreich werden zu lassen, sucht man sich eine oder mehrere wichtige Sequenzen aus einem Film aus und analysiert diese stellvertretend für den ganzen Film.

     

    All diese Elemente werden in der Regel sehr gezielt eingesetzt um eine gewünschte Wirkung beim Zuschauer zu erzielen. Im Umkehrschluss macht es durchaus Sinn, um Filmsprache zu begreifen, diese verwendeten Mittel zu analysieren.

     

    Neben dem Film selbst ist die Basis der Sequenzanalyse das Sequenzprotokoll einer oder mehrerer wichtiger Szenen eines bestimmten Filmes.

     

    Filminhalt

    Die Sequenzanalyse geht weit über das reine Protokollieren der gestalterischen Elemente hinaus. In der Regel beginnt die Sequenzanalyse mit allgemeinen Informationen über den Film, den Regisseur sowie einer Inhaltsangabe. Gleichzeitig geht es auch darum ein Gefühl für die Struktur eines Films zu entwickeln. Je nach dem besonderen Aspekt der Analyse können bestimmte Schwerpunkte, etwa die Bedeutung und Charakterisierung der Figuren (Charakterlinie, Körpersprache), Motive des Handelns oder Gewaltdarstellungen besonders berücksichtigt werden. Welche Emotionen vermittelt der Film?

     

    Stichworte: Handlungsstränge, Handlungsverlauf, Erzählstruktur, Erzählweise, Erzählung  ( Erzählhaltung, Erzählperspektiven), Mittelpunkt, Nebenfiguren, Gegenspieler, Helden, Verlauf der Geschichte, Dramaturgie, Spannung, Höhepunkt, Schlüsselszene, Spannungsbogen, Handlungsort, Parallel (Drehbuch)

     

    Kategorien

    In der filmwissenschaftlichen Arbeit können auch Erläuterungen zu den verschiedenen Kategorien vorangestellt werden, sowie Anmerkungen etwa zu der Zeitbasis auf die man sich stützt, etc. Auch statistische Angaben, etwa, wie viele Einstellungen, wie viele Szenen der Film besitzt, und welche durchschnittliche Länge die Einstellungen haben, können hier Erwähnung finden.

     

    Steigt man in die Sequenzanalyse ein, so werden Schlussfolgerungen aus dem Sequenzprotokoll formuliert. Etwa, welche Unterschiede in der Länge der einzelnen Einstellungen aufgefallen sind und aus welchen dramaturgischen Absichten diese möglicherweise so gewählt wurden.

     

    Kamera

    Filmstreifen wird vermessen

    Welche Kriterien sind sinnvoll und kann man Film überhaupt theoretisch erfassen?

    Welche Einstellungsgrößen, welche Perspektiven, welche Kamerabewegungen?

     

    Beispiel zu Kamera & Einstellungsgröße: "Zu Beginn der Sequenz werden für die Beschreibung der Örtlichkeit und der Beziehung von Malvin und Lara auffallend viele Totalen, Amerikanische und Halbnahe verwendet, Größen die es uns erlauben, einen Überblick zu gewinnen und die Charaktere in ihrem Handeln genau zu erfassen.

     

    Mit Beginn der Bedrohung verdichten sich die Bilder zu Nahen und kurz vor dem Rettungssprung aus der U-Bahn- mehreren Großaufnahmen. Über 20 immer enger werdende Einstellungen verdeutlichen die zerstörte Harmonie. usw."

     

    Stichworte: Schuss/Gegenschuss, Bewegungsachse, Bewegungsrichtung, Perspektive, Fahrten, Schwenks, Einstellungsgröße, Bildausschnitt, Zoom, Bildbegrenzung, Bildkomposition, Vordergrund, Hintergrund, Kamerabewegungen,  Aufsicht, Untersicht

     

    Schnitt

    Welches sind die häufigsten Einstellungslängen, kurze oder längere? Wo findet man welche Art von Schnitten? Wo findet man Auf- Ab, Überblendungen. Wie sind die verschiedenen Einstellungen miteinander rhythmisch verknüpft?

     

    Beispiel zum Tempo/Schnitt: "Die ersten 12 Einstellungen in denen die Hauptfiguren Malvin und Lara vorgestellt werden, sind überproportional lang, einige davon länger als 30 Sekunden. Während die Beziehung der Beiden sowie die Örtlichkeit etabliert wird, hat der Rhythmus einem gleichmässigen Fluss. Das ändert sich, als die Bedrohung der Beiden durch Laras früheren, gewalttätigen Freund deutlich wird und die Schnittfolge sich deutlich beschleunigt. Die Einstellungen werden kürzer, als der Freund das Paar in dem U-Bahn Abteil angreift. Die Sequenz läuft auf ihren Höhepunkt zu, als Malvin und Lara der Sprung aus der sich schließenden U-Bahntür gelingt und ihre Erleichterung sich in einer langen ruhigen Einstellung auflöst. usw."

     

    Wichtige Stichworte: Parallelmontage, Tempobeschleunigung, Verlangsamung, Auf-, Abblende, Überblendung, Sequenzanfang,- ende, Einstellungen, Einstellungsdauer, Tempo, Ruhe, Schnittfolge

     

     

    Bildinhalt, Ausstattung

    Welche Räume, Landschaften, künstliche Hintergründe oder computergenerierte Bilder (CGI) werden wann wie verwendet? Welche Bedeutung hat das Lichtin dem Film? Wirkt es natürlich oder eher Effekt- Unterstreichend? Auf welche Weise werden die Filmfiguren durch Kostüme, Maskeetc. charakterisiert? Gibt es eine Farbsymbolik im Film und wenn ja, welche?

     

    Ton

    Tonebene

    In welcher Form kommt Sprache vor? (Schriften, Titel, Untertitel, Einblendungen / Dialoge, Kommentar, Erzähler etc.) Was kann man über die Stimmen im Ton aussagen? Welche Bedeutung hat der Ton im Verhältnis zum Bild? Wie werden Geräusche und Atmos verwendet, wie die Musik? (Ton) Auf welche Weise werden die verschiedenen Ebenen im Sound-Design miteinander verknüpft? Wie sind die Übergänge des Tons zwischen den einzelnen Szenen, hart oder fließend weich ineinander geblendet? Gibt es bewusste Tonlöcher- Stille, die vielleicht den Zuschauer irritieren, ja ängstigen soll? Ist der Ton in Stereo, 5.1 oder 7.1 auf der Tonspur vorhanden?

     

    Stichworte: Laut, leise, Parallelismus, Kontrapunktik, sensibel, ausgewogen, Originalton, Synchronisation, Filmmusik, Tonspur, durchkomponiert, Musiknummern, emotional, auf eine bestimmte Epoche verweisend, unmerklich.

     

    Sequenzprotokoll

    Das Szenenprotokoll ist im Wesentlichen eine tabellarische Auflistung der einzelnen Einstellungen einer Sequenz oder Szene in welcher zu jeder Einstellung Informationen zu verschiedenen gestalterischen Elementen protokolliert werden.

     

    Die Tabelle kennt also mehrere Spalten, in deren Kopfzeile jeweils die gewünschten Kategorien als Überschriften eingefügt werden. Das können sein: Nummer der Einstellung, Der Zeitpunkt innerhalb des Films, Die Dauer, Die Einstellungsgröße, Bildinhalt und Aufbau, Die Handlung, Licht und Farbe, Kameraposition, Bewegungen, Effekte, Ton etc.

     

    Es bietet sich an, für eine solche Tabelle das A4 Querformat zu wählen, um ausreichend Spalten für die gewünschten Kategorien zur Verfügung zu haben. Hier ein Download einer typischen Tabelle für das Herstellen eines Sequenzprotokolls ([Redaktion: Download wird bald bereitgestellt]). Wer über die technischen Möglichkeiten verfügt, sich Standbilder aus der entsprechende Szene zu speichern, kann auch eine Spalte der Tabelle für Einstellungsfotos reservieren.

     

    Details

    Die meisten Filmanalysen verlieren sich bedauerlicherweise in einer pedantischen Auflistung von Details, ohne aber den großen Zusammenhang des Filmwerks wirklich zu erspüren. Statt einer reich mechanistischen Fleißarbeit sollte man stets versuchen, gewonnene Informationen über den Einsatz bestimmter Gestaltungsmittel in Bezug zu setzen zu dramaturgischen Notwendigkeiten oder etwa filmgeschichtlichen Zusammenhängen. Denn eine Filmanalyse ohne Erkenntnisgewinn bleibt letztlich reines Tabellenfüllen.

     

  • Filme von...

     

    Handschriften und Bildsprachen

    Nicht wenige Filmemacher bemühen sich um eine eigene, wiedererkennbare Bildsprache, ein Unterfangen was nicht ganz einfach ist, weil der Werkzeugkasten an Möglichkeiten doch begrenzt ist und zugleich allen zur Verfügung steht.

    Viele Cineasten haben sich mit der Bild,- und Formensprache ausgewählter Regisseure und Kameraleute beschäftigt. An dieser Stelle verweisen wir auf herausragende Beispiele. Ausserdem verlinken wir auf interessante Seiten zur Filmanalyse und Montagetheorie.

     

    Wes Anderson

    Andy Crump´s "Beginners Guide"

    David Bordwell über "Grand Budapest Hotel"

     

    Francis Ford Coppola & Sergio Leone

    "Schlusssequenzen Montageanalyse" von Scott MacKenzie

     

    Filmmontage

    Hans Beller über den Schnitt

    Jan Speckenbach über den unsichtbaren Schnitt und den Jump Cut

    Lars Bo Kimergård über Basistechniken des Filmschnitts

    Maya Deren über den kreativen Schnitt

    Edvin Kau "Ist Montage Zusammensetzen oder Trennen von Einzelstücken"

     

    Walter Murch

    Cutter und Sound-Designer

     

    Anleitungen zur Filmanalyse

    Semiologie des Films

     

  • Filmgedanken

    Nachdenklichkeiten

     

    Schatten

    Instant-Philosophie: Risiken und Nebenwirkungen willkommen

     

    Es ist dieses Gedankenflimmern, was neue, andere Filme hervorbringt, die Liebe, die Irritation, der Zweifel, das Vertrauen kurzum ein Sturm von Ideen der durch unseren ureigenen Filter vielleicht zu einer Geschichte, einer Erzählhaltung oder vielleicht auch nur zu einem wertvollen Gedanken werden kann.
    An dieser Stelle weisen wir in loser Folge auf Artikel  hin, die mal mehr, mal weniger faszinieren, Anstöße geben, in jedem Fall aber Nahrung sind für die von der alltäglichen Fernsehdröhnung geschädigten Seelen. 
    Gedankliche Exkursionen für all Jene, denen die Inhalte ihrer Drehbücher und Filme nicht gleichgültig sind, die etwas zu sagen haben, was Menschen bewegt. Die wissen wollen, was anderen Menschen in der Welt jenseits der Tagesaktualität, der PR-Schwindel und der Werbesprüche wichtig ist.
    Auf die Inhalte, Konsistenz und Verfügbarkeit jener fremden Seiten haben wir keinen Einfluss. Sollten verlinkte Seiten auf tote Links führen oder Links aus anderen nachvollziehbaren Gründen aus dieser Sammlung herausgenommen werden, bitten wir um eine kurze Nachricht an das Movie-College.
    Viel Vergnügen beim Stöbern und Entdecken von Sinnigem und Unsinnigem quer durch das weltweite Web.

     

    Verdammt authentisch

    Das Mainstream Kino besetzt vorzugsweise typgerecht, dass das für viele Schauspieler zugleich ein Fluch sein kann, beleuchtet dieser Artikel...

    Das Licht im Kino

    Gedanken darüber, was den Zauber ausmacht in der Lichtführung gelungener Filme- Sonne, Mond und Bogenlampen...

    Kino und Echtzeit

    Nchdenken über das Verhältnis von filmischer Zeit und Echtzeit...

    Crowdfunding for everybody?

    Dürfen auch finanziell gut gestellte Filmemacher Crowdfunding nutzen um ihre kommerziellen Werke herstellen zu können,- eine interessante Diskussion die mit dem Scheitern eines Projektes ausgebrochen ist...

    Rumänische Einstellungen

    Die langen Einstellungen im jungen rumänischen Kino haben sehr viel mit den Lebensbedingungen im Land heute und früher unter der Diktatur zu tun...

    Unschuld und Neugier

    Rüdiger Suchsland hat ein Gespräch mit Isabelle Hupert geführt über Ihre Arbeit mit verschiedenen Regisseuren... 

    Film und das Böse

    Es spielt eine immense Rolle im Kino und wird doch eher selten unter ästhetisch-philosophischen Aspekten betrachtet: Das Böse. Und mit ihm das Gute. Zeit, sich einmal intensiver damit zu befassen...

    Fernsehen

    Die Enthüllungen über einen neuen "Seilschaften"-Skandal beim Fernsehen führen zu neuer Nachdenklichkeit über die Qualität der Fernsehspiele. Im Spiegel sind wichtige Thesen zusammengestellt.

    Schauspielerdasein

    Man spricht nicht darüber, wie es sich so lebt als Schauspieler, wie man überlebt, wie man zwischen einzelnen Drehtagen die gut bezahlt sind, seine Miete weiterzahlt. Der Schauspieler Heinrich Schafmeister spricht doch und was er erzählt, ist lesenswert...

    Wahrheiten..

    Dass Filmkritiker das tun, was ihr Job eigentlich fordert, nämlich kritisch zu sein, ist wenigen vorbehalten, die meisten möchten ihre Einladungen zu den nächsten Premieren großer Filme oder Preisverleihungen nicht riskieren. Wenn es doch mal Jemand tut, sollte man unbedingt hineinlesen....

    Die Segnungen der modernen Technik haben Folgen...

    Fernsehen, Computer, Spiele, i-Pod, all die Segnungen der heutigen Technik haben angeblich dazu geführt, dass es in Zukunft immer weniger Interlektuelle gibt....

    Von den Anfängen der Wirtschaft,- Affenversuche...

    Affen haben keinerlei Interesse an Geld, weder an Noten noch an Münzen. Aber sie interessieren sich massiv für Marshmallows. Und weil diese so begehrt sind, haben sie sich als Belohn- und Bezahlsystem bestens bewährt....

    Wie Ehre entsteht...

    Vielleicht ein etwas altmodisches Wort und doch etwas, das im realen Leben wie im Verhalten von Filmfiguren größte Bedeutung hat- die Ehre. Wie sie entsteht und wie man sie erkennt....

    Kaufen ist wichtiger als arbeiten...

    Unsere Gesellschaft ist banaler, ist konsumergeben geworden. Warum das so ist und was mit den alten Werten geworden ist, beleuchtet dieser Essay...

    Frauen und Männer streiten ganz anders...

    Nein, nicht nur für Drehbuchautoren und Regisseure ist diese Erkenntnis wichtig, auch für beinahe jeden anderen Sterblichen unter uns stellt sich die Frage, warum viele Frauen ohne Ende über Konflikte und Probleme reden wollen, während Männer häufig lieber darüber schweigen. Versuch einer Analyse...

    Wo die Wut hinfällt...

    Es gehört zu den Merkwürdigkeiten dieser Welt, dass manche Menschen ihre Aggressionen, die sie in sich tragen, vorzugsweise gegen Andere richten, statt etwas an den Ursachen zu verändern. Eine Untersuchung über umgeleitete Aggression und zugleich Erklärung für Vieles...

    Himmlischer Dialog

    Bergmann und Antonioni starben am gleichen Tag, wer weiß, welche Diskussionen sie dort wo sie jetzt sind, miteinander führen. Ein Versuch...

    Glücksgefühle

    Die Menschen jagen ihnen hinterher, doch woher sie stammen und wie sie entstehen, ist von vielen Faktoren abhängig. Und die antworten, wie man glücklich wird, sind schier zahllos in ihrer Vielfalt. Ein Versuch, zu Aussagen zu gelangen...

    Die berühmteste Schauspielerin der Welt

    Nein,- nicht die und sie auch nicht... die berühmteste Schauspielerin der Welt lebte vor unserer Zeit und sie hieß Sarah Bernard und war ein französischer Bühnenstar. 1844 wurde sie geboren und starb 1923 nach einer grandiosen Karriere. Sie war neben Napoleon die Person Frankreichs mit dem größten Bekanntheitsgrad.

    Wer schrieb "Frankenstein"?

    Immer wieder gab es Zweifel darüber, ob "Frankenstein" wirklich von Mary Shelley geschrieben wurde. Gerade erst hat Kritiker John Lauritsen neue Zweifel geäußert, die These basiert eigentlich auf der Annahme, dass Frankenstein ein Meisterwerk sei und derartiges nicht so einfach von einer sonst unbekannten Autorin stammen könne. Doch der Guardian ist sich sicher,- das Buch muss von Mary Shelley stammen, weil es einfach so schlecht geschrieben ist...

    Superhelden haben es immer schwerer

    Ausgerechnet das Comic-Genre, welches so Vielen den festen Glauben an die Stärke und Gerechtigkeit des Guten beschert hat, befindet sich auf einem Abstieg. Vielleicht haben Realitäten wie der Irak-Krieg oder 9/11 Zweifel an der Unbesiegbarkeit der Kindheitshelden aufkommen lassen...

    Strukturen

    Aristoteles sagte, ein Drama benötigt einen Anfang, einen Hauptteil und einen Schluss. Gut, sagte Godard, - aber vielleicht nicht in dieser Reihenfolge...

    Was wären Kino und Computerspiele ohne sie...

    Kaum eine Idee zieht sich so konsistent durch das Kino und die Computerspiele unserer Zeit wie jene von den Untoten, den Zombies, die uns im Bedarfsfall hinter der nächsten Straßenecke auflauern können. Warum braucht unsere Gesellschaft Zombies?

    Der beste Weg zu guten Ideen...

    ...ist, möglichst viele Ideen zu haben und diese auch aufzuschreiben. Die Wissenschaft erforscht immer mehr die Wege menschlicher Kreativität und entdeckt, dass diese noch komplizierter sind, als wir bisher annahmen...
    Weitere Beiträge finden Sie in unserem "Gedankenarchiv" Das Movie-College haftet nicht für den Inhalt fremder Seiten.

     

  • Filmgespräche

    Filmgespräche, Interviews, Diskussionen, Artikel

     

    Wie eine Flutwelle erreichen uns täglich unzählige Artikel, die uns wichtige Informationen und wissenswerte Neuigkeiten verheißen. Wer schafft es schon jeden Tag alle Zeitungen nach den wirklich interessanten Artikeln zu durchstöbern.
    Wie oft weckt die Überschrift Interesse und der Inhalt enttäuscht. Andererseits gibt es immer wieder auch Artikel und Interviews, die einen gedanklich weiterbringen oder Einblicke in Arbeitsweisen und Motive vermitteln, die für die eigene Filmarbeit,- oder Auseinandersetzung wertvoll sind.

     

    Wir trennen die Spreu vom Weizen. Auf dieser Seite sollen Sie künftig nur die Auslese finden. Und natürlich dürfen Sie uns gerne Hinweise auf hochwertige Artikel zumailen, die wir dann an dieser Stelle vorstellen. Lesenswerte Artikel rund um den Film, die wirklich Neues vermitteln und interessante und wissenswerte Informationen liefern.

     

    Wir durchstöbern verschiedene Tageszeitungen und Fachzeitschriften und schreiben kleine Zusammenfassungen zu interessanten Artikeln, aufschlussreichen Diskussionen und spannenden Interviews. So können Sie sich einen Überblick verschaffen und sich gezielt informieren.

     

    Um die Flutwelle jedoch durch ein möglichst feines Sieb laufen zu lassen, benötigen wir auch Ihre Unterstützung. Stoßen Sie auf einen Artikel, der Sie begeistert, oder den Sie für wichtig erachten um über das aktuelle Filmgeschehen informiert zu sein, dann senden Sie uns doch bitte einfach kurz den entsprechenden Link an info(at)movie-college.de

     

     

    Interview mit Steven Soderbergh von DIE ZEIT
    Der US-Regisseur Steven Soderbergh spricht in dem Interview mit DIE ZEIT nicht nur über seinen Film "The good German", sondern auch über seine Inspirationen und seinen eigenen Werdegang. Ein interessanter Einblick in die Gedanken eines Regisseurs, der trotz großen Erfolges noch immer nur Filme dreht, die ihm gefallen. Sei es die große Hollywood Produktion oder eine No Budget.

    Website

    Die neue Romantik im Deutschen Film von FILM DIENST
    Der Redakteur Stefan Volk analysiert die aktuellen deutschen Nachwuchsfilme. Er spricht über zwei Strömungen: Die Filme der "Berliner Schule" und die der "neuen Romantik".

    Website

  • Filmtheorie

    Kommunikations- und Kunsttheorie

    Linke Gehirnhälfte / rechte Gehirnhälfte... was geschieht mit den Bildern, den Tönen, den Eindrücken, wenn wir Filme rezipieren?

    Linke Gehirnhälfte/rechte Gehirnhälfte... Was geschieht mit den Bildern, den Tönen, den Eindrücken, wenn wir Filme rezipieren?

    Über Sprache zu forschen, herauszufinden, wie sie sich entwickelt hat, wie gesellschaftliche Veränderungen ihren Niederschlag in den Worten der Menschen finden, hat eine lange Tradition. Auch andere Werkzeuge zur Mitteilung - wie Bilder und Skulpturen oder die Musik - wurden zum Gegenstand der Wissenschaft und Theorie. Es verwundert wenig, dass die theoretische Auseinandersetzung mit dem Film beinahe so alt ist, wie der Film selbst. Früher als man denkt, haben sich Theoretiker dem neuen, fremden Medium zugewendet, aus einer Mischung von Neugier, Angst, Sorge um bestehende Künste oder auch großer Freude heraus.

     

    Die Wirkung der Bilder

    Kaum hatte der Film aus den Penny-Arcades und Jahrmärkten seinen Weg in veritable Filmtheater gefunden, begann man intensiv über das moderne Medium nachzudenken. Gerade in seiner Anfangszeit wurde auf vielfältigste Art diskutiert, welche Wirkung, welchen Einfluss die bewegten Bilder, die vorgetäuschte Wirklichkeit denn auf die Menschen haben würde. Dass mit diesen Erörterungen unzählige Warnungen vor Schäden aller Art einher gingen, versteht sich von selbst.

     

    Ästhetik

    Doch auch ästhetische Gesichtspunkte insbesondere der Schauspielkunst, der Perspektive und der Montage früher Stummfilme wurden in Künstlerkreisen und Zirkeln bereits sehr kontrovers diskutiert. Die Geschichten mussten allein durch eine klare, universelle Bildsprache vermittelt werden, schließlich war nicht jeder Zuschauer des Lesens mächtig. Die Zwischentitel der Stummfilme waren lediglich eine Beigabe für das gebildete Publikum. Besonders beeindruckte die Theoretiker die völlige Loslösung bisher bekannter linearer Zeitauffassung. Mit Film war plötzlich alles möglich. Aktuelle Kunstrichtungen wie Futurismus, Expressionismus oder Surrealismus fanden ihren Niederschlag auch im Film.

     

     

    Später, als die technischen Voraussetzungen für den Tonfilm geschaffen wurden, diskutierte man die möglichen künstlerischen und medizinischen Schäden durch Tonfilm. Als er dann doch, lange Jahre nach seiner Erfindung, eingeführt wurde, begannen die ersten Autoren, darüber nachzusinnen, welche Möglichkeiten und Ausdrucksformen dem Film mit dem Ton gegeben wurden.

     

    Der Film als Kunst und Wissenschaft

    Alter Filmprojektor

    Alter 35mm Filmprojektor

    Filme vereinigen viele der klassischen Kommunikationsmittel der Menschen gleichzeitig in sich und haben zugleich nicht allein durch die zeitliche Dimension (Filmablauf) eigene Gesetzmäßigkeiten. Eine theoretische Auseinandersetzung mit Film und Filmsprache ist gerade wegen der Komplexität des Mediums besonders spannend. Nicht jedem Film liegt ein klares Konzept zugrunde. Vieles, was die Wirkung, die Bedeutung, den Einfluss von Filmen ausmacht, wurde intuitiv und unbewusst gestaltet oder hat sich gar zufällig ergeben.

     

    Oft haben Kreative auf unterschiedlichen Kontinenten, ohne voneinander zu wissen, ähnliche filmsprachliche Lösungen gefunden. In allen wichtigen Filmnationen fanden sich Theoretiker, darunter auch Philosophen und Psychologen, die begannen, den Film mit seinen vielschichtigen Ausdrucksebenen zu untersuchen. Namen wie Rudolf Arnheim, Siegfried Krakauer, Hans Richter, Béla Balázs oder Erwin Panovsky seien hier genannt. 1936 begann in den USA das Metropolitan Museum of Art mit dem Aufbau einer Filmsammlung, ein äußeres Signal, dass der Film endlich als Kunstform akzeptiert wurde.

     

    Filmtheorie erlaubt bis zum heutigen Tage Rückschlüsse, Deutungen und Reflektionen zum Medium allgemein und zu konkreten Filmwerken. Sie gehört damit, gemeinsam mit der ihr durchaus nicht so fernen Filmkritik, zu den wichtigsten Indikatoren für den Stand der Filmsprache. Vor allem aber sollte nicht vergessen werden, dass Filmtheorie auch der Weiterentwicklung des Mediums dient, denn Filmemacher können daraus wichtige Anstöße und Ideen für künftige Filme erhalten.

     

    Filmforschung

    Zugegeben, das Wort Forschung wird im universitären Bereich und an Hochschulen häufig recht inflationär gebraucht, man muss also schon genauer hinschauen, wenn man herausragende Arbeiten aufspüren möchte.

     

    Weitere Kapitel im Bereich Filmtheorie

     

    Natürlich gehört auch die Kenntnis gestalterischer und technischer Hintergründe zur Filmtheorie dazu.

     

    Hier finden Sie unter Filmgestaltung, Kamera, Licht, Regie, Schauspiel,Ton und Postproduktionwichtige Basics.

     

    Interessante Studien und Arbeiten finden Sie hier: http://filmstudiesforfree.blogspot.de/

    Eine Seite mit der Analyse von Farbstellungen populärer Filme finden Sie hier: http://moviesincolor.com/#_=_

  • Genre: Erotikfilme

    Solange es keine Internet-Pornofilme gab, war das Genre der Erotikfilme sehr erfolgreich.

  • Playlists

    Das Internet ist voll davon,- Zusammenstellungen und Empfehlungen wildfremder Menschen. Was ist davon zu halten, wem nutzen sie?

  • VHS Abschied

    Kein Scherz, in diesen Tagen und nicht schon vor mehr als einem Jahrzehnt, wird der Abschied von VHS akut.