Filmschule

  • Filmschulen

    HFF MünchenWelche Möglichkeiten gibt es eigentlich in Deutschland, Film und Medien zu erlernen oder zu studieren?

  • Filmschulen Großbritannien

    Das Studium an Londons Filmhochschulen ist recht teuer.

     

    University of Westminster

     

    Studiengänge im Bereich Film und Fernsehen: Contemporary Media Practice, Film and Television Production, Television Production

     

    Aufnahmebedingung für Bewerber aus dem Ausland sind ausreichende Englisch-Kenntnisse. So sollte man bei einem IELTS-Sprachtest eine Mindestpunktzahl von 6 Punkten haben.

     

    Bewerbung: Die Bewerbung für den Studiengang erfolgt online, bei der u. a. ein Motivationsschreiben erforderlich ist. Danach wird man zu einem Interview eingeladen, welches gewöhnlicherweise zwischen Dezember und April stattfindet. Mitzubringen ist ein Portfolio mit Arbeitsproben. Das Studium gliedert sich in drei Jahre und wird mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen.

     

    Studiengebühren: Das Studium ist nicht ganz günstig. An so gut wie allen Universitäten und Hochschulen in Großbritannien werden im Gegensatz zu staatlichen Einrichtungen in Deutschland relativ hohe Studiengebühren verlangt. An der University of Westminster beläuft sich die Gebühr auf £9,000.00 im Jahr.

     

    Adresse:309 Regent Street, London W1B 2HW, Großbritannien, Tel: + 44 (0) 20 7911 5000, Web: http://www.westminster.ac.uk/

     

     

    Metropolitan Film School

     

    Die MFS Teil der Met Film Group, welche neben der Schule auch Met Film Production und Met Film Post beinhaltet und somit komplett in die Film-Industrie integriert ist. Praktische Erfahrungen stehen hier besonders im Vordergrund. So arbeiten die Studenten in den meisten Kursen an eigenen Kurzfilmen und werden von Tutoren dabei unterstützt. Die Schule passt sich mit seinen Programmen sehr an den Bedürfnissen der Studenten an und so werden neben dem Bachelor- und Masterprogramm auch One-Year Programmes, Six-Month Programmes und Short, Part-time & Weekend Courses angeboten. 

     

    Aufnahmebedingung: Studenten aus dem Ausland müssen ausreichende Englisch-Kenntnisse vorweisen. Das kann anhand des SELT-, IELTS-, TOEFL- oder PEARSON-Tests erfolgen. Mindestalter: 18 Jahre, International Baccalaureate (vgl. Abitur) 

     

    Bewerbung: Neben einem auszufüllenden Bewerbungsbogen und einem Lebenslauf wird ein Essay zu bestimmten Fragestellungen verlangt. Das Essay soll in drei Sektionen unterteilt werden, indem in jedem Teil eine Frage mit bis zu 500 Wörtern beantwortet werden soll. Das gesamte Essay beläuft sich also auf 1500 bis 2000 Wörter. Wenn man damit überzeugen konnte, wird man zu einem Interview eingeladen; als Bewerber aus dem Ausland kann dies auch per Telefon oder Skype erfolgen. Nach ca. drei Tagen bekommt man Bescheid, ob man angenommen wurde oder nicht. 

     

    Studiengebühren: Die Kosten belaufen sich unterschiedlich und hängen ganz vom angestrebten Abschluss und Studiengang ab. So kann man mit Studiengebühren zwischen £800 und £25,000 pro Jahr rechnen. 

     

    Adresse: Ealing Studios, Ealing Green, London W5 5EP, Tel:  +44 20 8832 1933, E-Mail: info@metfilmschool.co.uk, Web: http://www.metfilmschool.co.uk/ 

     

     

    London Film School 

    London ist eine lebendige, kreative Stadt, die auch Filmemacher magnetisch anzieht.

     

    In dem zweijährigen Studienprogramm arbeitet ein Student an mindestens sechs Filmen mit und so entstehen pro Jahr insgesamt um 170 Filme. Die Filmschule ist sehr international ausgerichtet und so kommen rund 70 % der Studierenden aus dem Ausland. Als ausländischer Bewerber stehen die Chancen, angenommen zu werden also gar nicht mal so schlecht. Neben den normalen Studienangeboten werden außerdem Workshops angeboten, die an mehreren Abenden oder Wochenenden intensive praktische Lernerfahrungen bringen sollen.

     

    Studiengänge:MA Filmmaking, MA Screenwriting, MA International Film Business, PhD Film by Practice

     

    Aufnahmebedingungen: Auch hier werden neben den üblichen Unterlagen Arbeitsproben und Essays verlangt, variiert aber zwischen den Studiengängen. Wenn man damit überzeugt hat, wird man zu einem Interview eingeladen (Interview per Telefon oder Skype bei ausländischen Bewerben möglich).

     

    Studiengebühren: zwischen £8,000 und £12,000.

     

    Adresse:The London Film School, 24 Shelton Street, London WC2H 9UB, United Kingdom, Tel: +44(0) 207 836 9642, Web: http://lfs.org.uk/

     

  • Filmschulgeschichte

    War Deutschland immer schon gut aufgestellt mit Filmhochschulen, oder waren die Anfänge eher holprig?

  • FinalCutPro

    FinalCut1 500Dass man mit FinalCut Pro hervorragend in beinahe allen Formaten schneiden kann, ist hinlänglich bekannt

  • Finanzierung

    Money talk

     

    Geldscheine

    Das Filmemachen ist in den meisten Fällen mit hohen Kosten verbunden.

     

    Ob es nun die großzügige Spende der Verwandtschaft, Sponsorengeld, Filmfonds, Product placement, Lizenzzahlungen von Fernsehsendern oder Fördermittel sind, hierzulande entstehen so gut wie nie Filme, welche ein Produzent vollständig aus eigener Tasche bezahlt. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn nur große Produktionsfirmen wären überhaupt dazu in der Lage.

     

    In einem Sprachraum, in dem es viel zu wenige Kinos und viel zu lange Lizenzzeiten der TV-Sender gibt, um mit einem durchschnittlichen, ja, selbst einem herausragenden Spielfilm sein Eigenkapital zurückzuerhalten, hat es auch Sinn, bei der Finanzierung auf verschiedene Quellen zu setzen. Die vornehmliche Aufgabe des Produzenten in Zusammenhang mit der Finanzierung besteht also darin, die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten zu kennen und, soweit diese für das Projekt denkbar sind, die verschiedenen Institutionen von der Qualität und den Verwertungsmöglichkeiten des Vorhabens zu überzeugen.

     

    Pitching

    Sie stellen Ihr Projekt Fernsehredaktionen, Koproduzenten und Fördereinrichtungen vor - ein Vorgang, der auch als Pitching bezeichnet wird. Natürlich sollte man sein Projekt bereits so weit entwickelt haben, dass die potenziellen Partner schon einen Eindruck von dem späteren Film bekommen. Es sollte also schon ein kleineres Paket (Package) rund um das Vorhaben geben, in dem bereits einige Kreative (Regie, Kamera, Ausstattung etc.) und auch bereits einige Besetzungen enthalten sind. Wichtig sind auch klare Vorstellungen von Finanzierung und späterer Verwertung sowie einige Partner. Für so einen Pitch kann man auch kleine Vorschauen des geplanten Films vorproduzieren oder eine Slide-Show auf dem Laptop mitbringen.

     

    Auch wenn dies Nachwuchstalente teilweise ausgrenzt: Beim Pitching hören die Geldgeber, Förderer oder Redakteure am liebsten Namen, die ihnen bereits geläufig sind. Bekannte Schauspieler und preisgekrönte Kameraleute oder Regisseure, die man bereits aus vielbeachteten Filmen oder Fernsehspielen  kennt, nähren die Hoffnung auf erfolgreiche neue Filme. In vielen Fällen ist diese Hoffnung auch berechtigt, in vielen aber auch nicht. Doch nur wenige Produzenten wagen es, mit absoluten No-Names an die Finanzierung eines Vorhabens zu gehen. Bewährt hat sich eine Mischung aus einigen renommierten Schauspielern und Kreativen sowie einigen Newcomern.

     

    Neben dem 1:1-Pitching, bei dem Produzenten individuell ihr Vorhaben einem Finanzierungspartner vorstellen, gibt es auch Veranstaltungen, auf denen gleichzeitig eine größere Anzahl von Projekten einer größeren Zahl von potenziellen Finanziers vorgestellt werden. Dazu gehören:

     

    Markt der Stoffe (Köln Cologne Conference) und (script!FORUM Berlin) Infos: KunstSalon, Brühler Str. 11-13, 50968 Köln oder script!FORUM, An der Urania 17, Berlin

     

    Europäisches Koproduktionstreffen (c/o FFF Bayern, Anja Metzger, E-Mail: location@fff-bayern.de)

     

    Papierkram

    Wichtig ist natürlich auch, wie man sein Vorhaben bei solcher Gelegenheit optisch präsentiert. Eine ansprechende Outline, vielleicht grafisch mit einigen Storyboard-Skizzen angereichert, ein grober Kostenrahmen und die Vorstellung der Produktionsfirma sowie einiger Kreativer des Projekts gehören unter anderem dort hinein. So ein Papier sollte die potenziellen Interessenten nicht mit Text erschlagen, andererseits genügend Appetit machen, dass diese über das Vorhaben nachdenken und es im Idealfall befürworten. Manche Produzenten bringen zu ihrem Pitch bereits eine Audio-CD mit, auf der die voraussichtliche Filmmusik zu hören ist. Sie sehen: Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Ganz gleich, ob man es durch einen gelungenen mündlichen Vortrag oder modernste High-Tech-Präsentation vermittelt: Je plastischer man den geplanten Film auch in der Vorstellung der Zuhörer lebendig werden lässt, desto höher die Chancen.

     

    Selbstverständlich sind inzwischen auch Präsentationen im Web üblich, bei denen potenzielle Finanziers die Besonderheiten und Vorzüge des Projekts auch völlig papierlos betrachten können. So zum Beispiel das Projekt „Have a nice die“ (ALLARY-FILM, TV & MEDIA)

     

    Abrechnung

    Auch, wenn man in der Entwicklung und der Drehphase ungern an Buchhaltung denkt: Diese ist ungemein wichtig. Es gibt einiges zu beachten, damit die Abrechnung stimmt und auch von Finanzamt und Treuhand anerkannt wird.

     

     

  • Förderungen

    Staatliche Subventionen

    Für ein Land, in dem es von den vorhandenen Kinos und den potenziellen Zuschauern her extrem schwer ist, die Produktionskosten durch reines Abspiel zurückzuholen, ist die Filmförderung ein wichtiges Instrument.

    So wie Opernhäuser, Sinfonieorchester oder Theater als kulturell wichtige Institutionen gefördert werden, wird auch der Bedeutung der Filmkunst durch diverse Fördermodelle Rechnung getragen. Dass darunter auch so mancher kommerziell sogar erfolgreiche Film zu finden ist, kann man nur als gutes Zeichen werten. Doch die Förderung der Kunst ist nur die eine Seite Medaille: Natürlich geht es den staatlichen Subventionen auch um die Erhaltung von Arbeitsplätzen.

    Für Seminaristen: Wie man Förderungen beantragt, Kalkulationen und Finanzierungspläne erstellt erfahren Sie im Online-Seminar.

    Hier erfahren Sie vorab schon mal die Adressen wichtiger Förderungen. Weiter Infos zu europäischen Förderprogrammen gibt es unter dem Stichwort MEDIA.

     

    Adressen

    FFA Filmförderungsanstalt

    German Federal Film Board 
    Große Präsidentenstraße 9 
    10178 Berlin 
    Tel.:  +49 (0)30-27577-0 
    Fax.: +49 (0)30-27577-111 
    E-Mail: presse@ffa.de

     

    Filmboard Berlin Brandenburg GmbH

    Claus Hinterleitner
    August-Bebel-Str. 26-53
    14440 Potsdam-Babelsberg
    Tel.: (0331) 743 87-0
    Fax: (0331) 743 87-99
    E-Mail: info@medienboard.de

     

    Filmbüro Bremen

    Waller Heerstraße 46
    28217 Bremen
    Tel.: (0421) 387 67 40
    Fax: (0421) 387 67 42
    E-Mail: post@filmbuero-bremen.de

     

    Filmbüro NW, Nordrhein-Westfalen

    Michael Wiedemann
    Postfach 100 534
    Leineweberstr.1
    45468 Mühlheim a.d.Ruhr
    Tel.: (0208) 449 841
    Fax: (0208) 474 113
    E-Mail: Info@filmbuero-nw.de

     

    FilmFernsehFonds Bayern

    Prof. Dr. Klaus Schaefer
    Sonnenstraße 21
    80331 München
    Tel.: (089) 544 60 20
    Fax: (089) 544 60 221
    E-Mail: filmfoerderung@fff-bayern.de

     

    FilmFörderung Hamburg

    Friedensallee 14-16
    22765 Hamburg
    Tel.:  (040) 398 370
    Fax:  (040) 398 3710
    E-Mail: peetzen@ffhh.de (Helen Peetzen)

     

     

    Filmstiftung Nordrhein-Westfalen GmbH

    Kaistr. 14
    40221 Düsseldorf
    Tel.:  (0211) 930 500
    Fax:  (0211) 930 505
    E-Mail: info@filmstiftung.de

     

    Hessische Filmförderung

    Maria Goeser (Land)
    Regina Höltkemeier (HR)
    Am Steinernen Stock 1
    60320 Frankfurt am Main
    Tel.:  (069) 155 45 16
    Fax:  (069) 155 45 14
    E-Mail: postmaster@hessische-filmfoerderung.de

     

    Kulturelle Filmförderung des Bundes (BKM)

    c/o Bundesarchiv-Filmarchiv
    Potsdamer Str. 1
    56075 Koblenz
    Tel.: (0261) 505 465
    Fax: (0261) 505 368

     

    Kuratorium Junger Deutscher Film

    Schloß Biebrich 
    Rheingaustraße 140 
    65203 Wiesbaden 
    Tel:  0611-60 23 12 
    Fax: 0611-69 24 09
    E-Mail: kuratorium@t-online.de

     

    MEDIA Desk Deutschland

    Cornelia Hammelmann
    Friedensallee 14-16
    22765 Hamburg
    Tel.:  (040) 390 65 85
    Fax:  (040) 390 86 32
    E-Mail: Info@mediadesk.de

    Medienförderung Saarland mbH

    Nell-Breuning Allee 6 
    66115 Saarbrücken 
    Tel: 0681 38988-52 (Werner J. Röhrig)        
    E-Mail: roehrig@saarlandmedien.de

     

    MFG – Medien- und Filmgesellschaft

    Baden-Württemberg mbH
    Anne Marburger
    Breitscheidstr.4
    70174 Stuttgart
    Tel:  0711/90715-300 
    Fax: 0711/90715-350 
    E-Mail: info@mfg.de

     

    Mitteldeutsche Medienförderung (MDM)

    Manfred Schmidt
    Hainstraße 17-19
    04109 Leipzig
    Tel:   (0)341/ 2 69 87 14 
    Fax : (0)341/ 2 69 87 65 
    E-Mail: thomas.grosse@mdm-online.de

     

    MSH Schleswig-Holstein

    Schildstraße 12
    23552 Lübeck
    Tel :  0451-71977 
    Fax : 0451-71978 
    E-Mail: info@m-s-h.org

     

    NDR-Förderung
    Niedersächsische Landestreuhandstelle für Wirtschaftsförderung- Bereich Filmförderung

    Hamburger Allee 4
    30161 Hannover
    Tel.: (0511) 361 57 78
    Fax: (0511) 361 57 06


    nordmedia
    - Die Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH

    Expo-Plaza 1
    30539 Hannover
    Postfach 721247 
    30532 Hannover
    Tel: +49 (511) 123456-0
    Fax: +49 (511) 123456-29 
    E-mail: info@nord-media.de

     

    Kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein e.V.

    Filmbüro, Filmwerkstatt, Filmfest Schleswig-Holstein
    Bernd-Guenther Nahm, Geschäftsführer
    Haßstr. 22
    24103 Kiel 
    Tel:  0431/551439 
    Fax: 0431/51642 
    E-Mail: FilmwerkstattSH@t-online.de

     

    Sachsen, Kulturelle Filmförderung
    Staatsministerium für Wissenschaft & Kunst (SMWK)

    Ref. Film/Video 5.4
    Wigardstr.7
    01097 Dresden
    Tel. 0351- 5646 241 oder 0351- 336 00 99 
    E-Mail: post@smwk.de

     

    Thüringen, Kulturelle Filmförderung
    Ministerium für Wissenschaft, Forschung & Kultur
    Abteilung Kunst

    Frau Schröder
    Gagarinring 158
    99084 Erfurt
    Tel.: (0361) 379 16 32

     

    Eurimages

    Avenue de l'Europe 
    67075 Strasbourg Cedex 
    Tel:  +33 (0)3 88 41 20 00 
    Fax: +33 (0)3 88 41 27 45 
    Email : infopoint@coe.int

     

     

    MediaCityBerlin,

    NEW: MEDIA BUSINESS
    Sredzkistraße 48, 10 435 Berlin
    Tel: +49 / 30 / 484 935 27
    Fax: +49 / 178 / 786 44 41
    www.MediaCityBerlin.de

     

     

    MEDIA ]

  • Freiheit

    Wenn ein/e Regisseur/in ein Drehbuch umsetzt, kann die Haltung dazu sehr unterschiedlich sein.

  • FSF Eröffnung 2019

    FSF19 Foyer 1 500Das Filmschoolfestival München begann mit einer großen Eröffnungszeremonie im Audimax der HFF

  • FSF Gewinner

    Nach einer tollen Woche wurden am Samstagabend die Gewinner des 36. Filmschoolfests gefeiert.

  • Gewaltdarstellung

    Gefesselter MannDie Darstellung von Gewalt ist nahezu Alltag in unseren Medien,- was macht das eigentlich mit den Menschen?

  • GEZ

    Kosten

    Bürogebäude

    Wo landen eigentlich die Gelder, welche die GEZ oder wie sie sich neuerdings nennt, der Gebührenservice, einsammelt?

    Wer schon einmal die Funkhäuser der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten besichtigt und die zahllosen Büros und noch zahlloseren Mitarbeiter in Augenschein genommen hat, dem wird schnell klar, dass derartige Apparate, die weltweit ohne Beispiel sind, enorme Kosten verursachen.

    Interessanterweise gehört der weitaus größte Teil der Mitarbeiter zur Verwaltung, nur etwa 10-15 % der Mitarbeiter sind direkt mit der Herstellung von Programminhalten beschäftigt.

     

    Hasen und Igel

    Bereits mit der Einführung der Privatsender in Deutschland, die zunächst nur über Satellit zu empfangen waren, begann ein seltsames Wettrennen um die Legitimation von gesetzlich verbrieften Fernsehgebühren.

    Damals argumentierten diverse Privatsender, dass Fernsehzuschauer, die keinen Antennenanschluss hätten, und über Satellit ja nur gebührenfreie Privatsender empfingen, eigentlich keine Gebühren für öffentlich-rechtliche Sender zahlen müssten, die sie ja gar nicht empfangen könnten.

    Binnen kürzester Frist mieteten die öffentlich rechtlichen Sender Kanäle auf Astra und anderen Satelliten und entzogen den Privatsendern damit die Argumente.

     

    Qualitätsfernsehen

    An dem sicheren Ast, auf dem sich die Argumentationskette für gesicherte Fernsehgebühren befindet, der Informations- und Qualitäts- Grundversorgung durch die öffentlich-rechtlichen Sender sägen diese selbst am stärksten.

    Durch Reduzierung kritischer Magazine und Dokumentationen sowie geschmacklicher Orientierung der fiktiven Programme am niedrigen Niveau der Privatsender berauben sie sich selbst der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale.

     

    Igel und Computer

    Einen scheinbar genialen Coup landeten die Rundfunkanstalten mit der Durchsetzung der Gebührenpflicht für Handys, Navigationsgeräte und vor allem Computer am Januar 2007. Plötzlich wurde jeder Computer mit Internetzugang automatisch zum Fernsehgerät erklärt, auch wenn damit gar kein Fernsehen geschaut wird. Vor allem für Firmen, die heutzutage kaum ohne Computer arbeiten können, entstanden damit Gebührenzwänge, die durch nichts nachvollziehbar sind. So müssen nach der seltsamen Definition selbst für Kassen mit Update-Internetanschluss oder etwa Geldautomaten in Banken Rundfunkgebühren entrichtet werden.

     

    Der finale Coup

    Ab 2013, so will es das Gesetz, ist schließlich jeder Bundesbürger, ganz gleich ob er Fernsehen schaut, schauen kann oder will, verpflichtet, Fernsehgebühren zu bezahlen. Damit haben die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten endgültig den Status einer Steuer erreicht. Wer aber nun glaubt, dass die GEZ damit wenigstens abgeschafft werden kann, und das eingesparte Geld könne in Programminhalte investiert werden, der irrt. Man will sogar Personal aufstocken und natürlich muss auch der Name geändert werden. Aus der Einzugszentrale wird eine Service-Firma. So sind nun einmal Behörden,- sie rationalisieren alles Mögliche, aber nie sich selbst.

     

    Durch unglückliche Umstände (um das Wort Unverschämtheit nicht zu verwenden) schafft es der Gebührenservice seitdem immer wieder, unschöne Emotionen auf sich zu ziehen. Sei es, wenn Flüchtlinge aus Syrien mit Gebührenaufforderungen überzogen werden, oder blinde und taube Rentnerinnen trotz ärtztlicher Befreiung von der Gebührenpflicht Mahnbescheide erhalten. 2016 markiert ein besonderes Jahr, ging doch die erste Zahlungsverweigerin für mehrere Monate ins Gefängnis.

     

    Wie lange die ganze Gebühren-Konstruktion, die nicht Wenige als Steuer bezeichnen, noch von der Verfassung abgedeckt sein wird, ist fraglich, es gibt Verfassungsrechtler, die da ihre Zweifel haben.

  • Gimbal

    Sind sie wirklich geeignet, die Meisterin der ruhigen und zugleich bewegten Kamera, die Steadicam abzulösen?

  • H264-Codec

    Cooler Codec, uncoole Rechtslage

    Codec

    Die Kamerahersteller haben die Lizenzproblematik ganz einfach ins Kleingedruckte der Handbücher verschoben und lassen die professionellen Anwender im Regen stehen.

    Noch wird nur an wenigen Stellen darüber nachgedacht, ein Skandal von noch nicht absehbaren Ausmaßen droht die Verwendung des allseits beliebten Codecs zu werden. Wer mit HD arbeitet, kommt kaum um diesen Codec herum, H.264 heißt er, oder auch gerne MPEG-4 AVC oder Quicktime (ab Version 7) genannt. Er kann die umfangreichen Datenmengen, die bei digitaler Aufzeichnung in HD anfallen, sehr effizient zusammenschrumpfen, ohne dass einem die herben Verluste allzu sehr auffallen. Ganz gleich, ob man mit hochwertigen Videokameras in HD dreht oder mit den beliebten SLR-Fotoapparaten mit Videofunktion: Die meisten benutzen H.264 zum Aufzeichnen der Videodateien. Und alle User, ganz gleich, ob Amateure, Semiprofis oder professionell, arbeiten reichlich mit dem Codec, schließlich sind nicht HD-Produktionen bei den Fernsehsendern inzwischen so gut wie unverkäuflich geworden.

     

    Was uns aber die Hersteller von Soft- und Hardware verschwiegen oder zumindest in den Bereich des Kleingedruckten verschoben haben, ist der Umstand, dass man für die Nutzung dieses Codecs Nutzungsrechte besitzen muss, welche die Hersteller oft gar nicht eingeholt haben.

     

    Spielregeln einseitig verändert

    Canon D7

    Videofähiger Fotoapparat (Canon D7) mit Codec von ungeklärter Rechtssituation

    Ende 2010 endet die sogenannte Einführungsphase von H.264. Nur in diesem "first term of the License" ist die Verwendung des Codecs für alle Anwender kostenlos. Das ändert sich ab Januar 2011. Im Fall von Blue-Ray-Playern ist die Lage relativ einfach, da entrichten die Gerätehersteller für jeden Player 20 US Cent pro Gerät und die Sache ist erledigt. Videoportale, welche Videos mit dem Codec anbieten und mehr als 100.000 User haben, zahlen pauschal 10.000 USD.

     

    Deutlich komplizierter gestaltet es sich aber bei der Aufnahmeseite, wo diverse Kamerahersteller einen rechtsunsicheren Raum geschaffen haben, indem sie die kommerzielle Nutzung des Codecs mal eben ausschließen. So wird in den AGB zu Sonys NEX-3, NEX-5, HXR-NX5E oder auch zu FinalCut Pro lediglich eine private Nutzung dieses Codecs gestattet. Doch auch bei den anderen Kameraherstellern wie Panasonic finden sich ähnliche Passagen, in denen ausschließlich private Nutzung lizensiert wird. Theoretisch ist damit für jede kommerzielle Nutzung von AVC, sei es zum Aufzeichnen oder zum Bearbeiten, Schneiden etc. der lizenzrechtlichen Genehmigung durch den Lizenzgeber, im Fall von H264, die MPEG LA, erforderlich. Auch wenn diese derzeit unter bestimmten Umständen (z. B. kostenfreier Zugang für Zuschauer) vielleicht noch gebührenfrei erteilt wird, so kann sich die Situation jederzeit ändern.

     

    Monopoli

    Besonders fragwürdig an dieser ganzen Rechtslage ist, dass diverse Kameras ja gar keinen alternativen Codec anbieten und man gezwungen ist, bei kommerzieller Verwendung die Lizenz zu erwerben. Da haben sich die Hersteller der Geräte das Leben sehr einfach gemacht. Einerseits bewerben und verkaufen sie die Kameras mit bzw. wegen der professionellen Arbeitsmöglichkeiten, andererseits tun sie so, als würden die Anwender locker viele Tausender für solche Kameras hinlegen, um lediglich private Homevideos zu drehen! Man darf gespannt sein, wann erste Prozesse auf Produktionsfirmen und Freelancer zukommen.

     

    Bezogen auf die Filmgeschichte müsste man sich mal vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn man jahrelang Filme auf chemisch analogem Filmmaterial gedreht hätte und plötzlich kämen Firmen wie Agfa (die den einstreifigen Farbfilm erfunden haben) oder Kodak (die ihn verbessert und massentauglich gemacht haben) und würden Lizenzzahlungen von den Filmherstellern einfordern, die damit Filmwerke produziert haben. Oder die Hersteller von Objektiven verlangten im Nachhinein Gebühren für die Durchleitung von Licht durch ihre Linsen für professionelle Zwecke. Ein Unding! Bis zu einer Klärung dieser ungelösten Fragen sollten professionelle Anwender mindestens in den Produkten, die sie ausliefern, den Codec vermeiden (z. B. Quicktime oder MPEG 4). Inwieweit man rekonstruieren kann, mit welchem Codec die Aufnahmen entstanden, steht auf einem anderen Blatt.

     

  • Handy Livestream

    Immer öfter stammen aktuelle Videos von Gewalttaten nicht mehr von Reportern sondern von Handybesitzern

  • Handyfilme

    Sie sind keine Videocams, dennoch kann man mit ihnen drehen. Die zehn wichtigsten Tipps und Tricks

  • HD-Produktion

    EBU und der Rest der Welt

    Panasonic Kamera

    Panasonic AG-HPX 500 Kamera, die aufgrund der hohen Datenrate und des größeren Kamerachips (2/3 Zoll) die Anforderungen der BBC erfüllt

    Produzenten sind darauf angewiesen, Ihre Filme möglichst vielfältig und in unterschiedlichste Regionen der Welt verkaufen zu können. Leider spielt ihnen gerade was die Austauschbarkeit angeht, die Industrie regelmäßig unerfreuliche Streiche.

    Gerade erst hat die Fachwelt ordentlich gestaunt über die Festlegung der EBU (European Broadcasting Union), als Standard für das künftige hochauflösenden Fernsehen in Europa 720p 50p festzulegen.

    Eine Vorgabe, die in den Fernsehanstalten in Form von Investitionsentscheidungen langsam durchgesetzt wird und die es den Sendern ermöglicht, einheitlich europaweit hochauflösende Programminhalte auszutauschen.

    Filmhändler, die sich auf den internationalen Fernseh- und Filmmessen darum bemühen, hiesige Produkte in die Welt zu verkaufen, konnten bei der Veröffentlichung dieser Entscheidung nur mit dem Kopf schütteln.

    Einkäufer aus den USA, Australien, Japan etc. betrachten 720p 50p gar nicht erst als HD. HD hat in diesen Ländern 1920 X 1080 Pixel und daran gibt es nichts zu rütteln. Und da man zukunftsorientiert Filme einkauft, lässt man die 720p Produktionen ganz einfach links liegen.

     

    Ohrfeigen aus Great Britain

    Die gute alte BBC, die ja bekanntermaßen ebenfalls die EBU Richtlinien kennt und sich an diese halten sollte, löst diesen Grundkonflikt relativ einfach. Sie hat im Frühjahr 2008 eine Normierung festgelegt, welche Art von Material als HD akzeptiert wird, und welches nicht. Die Festlegungen sind von ergreifender Klarheit und sollten alle Produzenten auch in den deutschsprachigen Ländern wachrütteln: 720p wird von der BBC nicht als HD akzeptiert!

    Die Kriterien der BBC sind sogar so restriktiv, dass folgende, von der Industrie gerne als HD oder HD-ready gefeierte Formate, bei der BBC gänzlich durchfallen und eindeutig als Standard Definition bezeichnet werden:

    • Alle HDV-Formate gelten als SD
    • Alle Kameras mit Sensoren, die kleiner sind als 1/2 Zoll
    • Alle Einzelbild-Formate (Interframe) mit Datenraten unter 100 Mbs
    • Alle GOP-Formate (Intra-Frame) mit Datenraten unter 50 Mbs

    Gänzlich radikal verhält sich die Ausgrenzung auch dem Film gegenüber. Hier wird Super 16 auch wenn es auf High-Definition Formate abgetastet wird, als nicht HD bezeichnet.

    Als High Definition akzeptiert die BBC lediglich:

    • 1920X1080 interlaced (=1080i25) mit 25 Bildern / Sekunde
    • 1920X1080 progressive (=1080p25) mit 25 Bilder / Sekunde

     

    Weite Welt

    HVX

    Die HVX 200 erfüllt die BBC Richtlinien auf Grund des kleinen Kamerachips streng genommen nicht, man benötigt also zwingend Kameras mit größeren Chips und ausreichender Farbtiefe.

    Wer also nicht nur für den heimischen Fernsehmarkt produzieren will, sondern sich auch Verkaufsoptionen ins Ausland offen halten möchte, sollte sich sehr genau überlegen, in welchem Format die nächste Produktion hergestellt werden soll.

    Die BBC akzeptiert in ihren HD-Produktionen maximal 25 % Material, das zu den oben genannten, nicht HD-Formaten gehört, also etwa HDV, welches dann aber mit Hardware-Konvertern umgewandelt sein muss. Die Umwandlung per Software in Schnittprogrammen lehnt die BBC als "not acceptable", ebenfalls ab.

    Als Speichermedium für die hochaufgelösten Filme zeigt sich die BBC übrigens ebenso unflexibel. Bis auf weiteres akzeptiert man lediglich HDCam Videokassetten. Eine Forderung die angesichts File-basierten Drehens ebenfalls gestrig erscheint.

     

    Konsequenzen und Perspektiven

    Folgt man der BBC-Vorgabe, so fallen schon mal alle HDV - Kameras wegen des schlechteren Codecs und der geringeren Datenrate  durch das Raster. Hier haben die Kamerahersteller teilweise nachgebessert, doch es gibt noch diverse semiprofessionelle Kameras denen der Weg in die Sender versperrt bleibt. Arris Alexa, die Red, die Blackmagic und viele andere Kameramodelle erlauben es inzwischen, den neuen Normen entsprechend zu produzieren. Man darf gespannt sein, wann die EBU ihre Normen wieder hochschraubt und 4 oder 8 K zur Pflicht machen will, auch wenn niemand den Qualitätssprung sehen wird.

    Am kritischsten darf man wohl der Ausgrenzung von Super 16 gegenüberstehen, denn dieses bietet dank der neuesten Materialien durchaus HD Auflösung an. Inwieweit man einer Produktion, die in 1080i aber mit kleineren Kamerachips gedreht wurde, dies auch wirklich ansehen kann, ist fraglich, es gibt zahlreiche herausragende Produktionen, die in den letzten Jahren auf 1/3 Zoll Chip Kameras gedreht wurden.

    Dennoch ist die Vorgabe der BBC, einem der größten Fernsehsender Europas, richtungweisend. Produzenten, die ein wenig in die Zukunft hinein arbeiten wollen, sollten möglichst versuchen, diese Richtlinien auch heute schon zu treffen.

  • HDR Displays

    Nach dem Auflösungswahn setzt sich die Erkenntnis durch, dass der Wiedergabekontrast spürbarere Verbesserungen bringt

  • HDV

    Der kompakte digitale Magnetband-Standard

    HDV

    HDV sollte nur noch im 16:9-Format angeboten werden.

    Die Industrie war lange Zeit vorsichtig ernüchtert, wie zufrieden die Fernsehzuschauer mit ihren 4:3-Geräten waren, die zu allem Überfluss auch noch erstaunlich lange hielten. Auch genügte den meisten Zuschauern mit Breitbild-Wünschen das analoge 16:9-PAL-Plus-Format. Der Plan, möglichst rasch neue Gerätegenerationen der digitalen Art mit anderem Bildseitenverhältnis (16:9) und höherer Auflösung (HDTV) unter die Leute zu bringen, setzte sich langsamer durch, als erhofft. Daran änderten selbst gesetzliche Vorschriften (USA: landesweites digitales Fernsehen ab 2006) nichts. 2012 schaute die Mehrheit der Zuschauer in Europa SD (Standard Definition).

     

    Für alle aber, die sich kreativ und gestaltend mit Video auseinandersetzen und vielleicht sogar darüber nachdenken, ihre Werke auf Film aus zu belichten, waren die Entwicklungen im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends absolut spannend. Da wurden semiprofessionelle Camcorder zu günstigen Preisen auf den Markt gebracht, die sich den sündhaft teuren Cine-Alta (24p)-Systemen zumindest in manchen Parametern spürbar annäherten. Wer hochwertige Videofilme mit überschaubaren Kosten herstellen will, der kann das seit dem Erscheinen der HDV-Geräte auch tun. Eine kleine Revolution stellte die Trennung zwischen Profi- und Amateur-Equipment in Frage. Besonders interessant: jene Geräte im DVCPRO-HD-Standard, die eine Farbtiefe von 4:2:2 in bis zu 10 Bit bieten können.

    Sonys HVR-FX1, hier im Bild mit mit Chrosziel Mattebox 4X4

    Sonys HVR-FX1, hier im Bild mit mit Chrosziel Mattebox 4x4

     

    HDV hieß der erste semiprofessionelle High-Definition-Video-Standard, auf den sich die Big-Player im DV-Markt wie Canon, Sony, Sharp und JVC geeinigt hatten. Vorreiter dieser Entwicklung war die JVC, die mit ihrem JY-HD10 (bisher nur NTSC) den ersten HDTV-Camcorder auf DV-Basis herausgebracht hatten. Er bot Vollbildaufzeichnung (non interlaced) in 720p (das sind 1280 X 720 Bildpunkte). Die Industrieunternehmen erlaubten bei den Vorgaben zu ihrem Consumer HDTV Standard sogar höhere Zeilenzahlen, das Maximum sollte bei 1440 X 1080 Pixeln liegen, dann aber nicht als Vollbild, sondern im Halbbild-Modus (interlaced).

     

    Als Aufzeichnungsformat dienen die DV- und Mini-DV-Kassetten, die Farbauflösung beträgt 4:2:0. Damit liegt das Format unterhalb des höchsten HDTV-Fernsehstandards (1920 X 1080 Pixel), doch die Bildqualität ist beachtlich. Das Format wird ausschließlich für 16:9 ausgelegt sein, 4:3 wird nicht angeboten, die verschiedenen Standards 30 Bilder/60Hz (NTSC) und 25 Bilder/50Hz (PAL/SECAM) sind wählbar. Komprimiert werden die Bildinformationen mit MPEG-2, der Ton mit MPEG-1-Layer II.

     

    Peripherie

    Maßstab Auflösung

    Maßstab Auflösung

    Dieses Format zog natürlich eine Reihe weiterer Konsequenzen mit sich, denn für die Bearbeitung und Speicherung der HDV-Filme waren weitere Geräte erforderlich, die es so bisher nur im astronomisch teuren Profi-Bereich gab. Doch auch hier tat sich Einiges. So kam von „Blackmagic Design“ eine Schnittkarte für den Mac (Final Cut Pro 4, After Effects etc.) heraus, die für kleines Geld HDTV in 10Bit unkomprimiert verarbeiten konnte.

     

    Will man das Ergebnis, den geschnittenen Film, nicht auf HDV rausspielen (zum Beispiel, weil die Spieldauer der Mini-DV-Kassetten zu kurz ist), so bieten sich etwa HDTV-Videorekorder auf BluRay Basis an, die mit blauem Laserlicht auf die passenden Rohlinge (BD) über 23 Gbyte Fernsehsignal in HDTV (1920 X 1080 Bildpunkte) aufzeichnen können.

     

    Zur Orientierung

    Unser noch aktuelles Fernsehsystem PAL bildet 576 sichtbare (das Signal hat insgesamt 625) horizontale Zeilen ab. Die Breite des Fernsehbildes beträgt entsprechend 768 Pixel. Das VHS-Video-System zeichnet von diesen 576 Zeilen lediglich 240 auf, die Bildbreite entspricht 320 Pixel.

     

    HDTV-Festlegungen:

    720p entspricht 1280x720 Pixeln (Bildpunkten) im Vollbildmodus (p= progressiv= non-interlaced).

     

    1080i entspricht 1920x1080 (HDTV) oder 1440x1080 (HDV) Pixeln (Bildpunkten) im Halbbildmodus (i=interlaced).

     

    Diese Auflösungen werden für 25 und 30 Bilder/Sekunde, je nach Fernsehnorm, angeboten.

     

    Formatfrage

    Noch weniger als das professionelle Pendant, 24P/25P AVC Intra oder HD-Cam etc., kann HDV dem Film an Kontrastumfang und Farbwiedergabe das Wasser reichen. Es wird den Film nicht ersetzen können, aber es ist ein hochauslösendes Videoformat und bietet damit andere, ureigene Möglichkeiten, die hauptsächlich im Fernsehen und in begründeten Ausnahmefällen aber auch auf der Kinoleinwand für höhere Qualität sorgen können. Letztlich werden es die Inhalte sein, die wahrhaft überzeugen müssen. Starke Geschichten und überzeugende Filmfiguren lassen sich im 16:9-Bildformat jedenfalls deutlich besser kadrieren und entsprechen viel mehr dem natürlichen Gesichtsfeld des Menschen.

     

  • Illusion Film

    Seifenblasen 500

  • Interview: Joseph Hader

    Ein Interview geführt vom Movie-College mit dem österreichischen Schauspieler und Kabarettist Josef Hader. Zusammen mit Alfred Dorfer spielte er in der Tragikkomödie "Indien", sowie in Filmen wie "Cappuccino Melange", "Der Überfall" oder "Gelbe Kirschen" etc.

  • Johannes Schultz

    Vita

    Johannes Schultz

    Johannes Schultz

    Johannes Schultz wurde am 15. August 1943 in Danzig geboren. Nach Abschluss seines Abiturs in Düsseldorf studierte er BWL in Köln und München.

     

    Im Jahre 1967 absolvierte er dann ein Volontariat bei der Industrie- und Dokumentarfilm-GmbH MONTA FILM in München, von der er drei Jahre später die Geschäftsführung übernahm.

    Seit 1972 leitete Johannes Schultz nun das Referat Audiovisuelle Medien innerhalb der Öffentlichkeitsarbeit der BMW AG.

     

    Zu seinen Aufgabegebieten gehörten die Bereiche Film, Funk, TV, internationale Kooperationen sowie das Konzern-Filmarchiv.

     

    Kernaufgabe der Öffentlichkeitsarbeit ist die Öffnung des Unternehmens für breites Publikum, die Behandlung aktueller Fragen und zukünftiger Lösungen, d. h. die Auseinandersetzung mit Meinungsbildern (auch Industrie- und Technikgegnern), die Lösung gesellschaftspolitischer und personalpolitischer Fragen in unterschiedlichen Kulturen der Welt, die interne Kommunikation mit ca. 100.000 Mitarbeitern des Konzerns und die Evaluierung der Medien- und Publikumsresonanz.

     

    Im Rahmen der Audiovisuelle Medien-Abteilung arbeitete Johannes Schultz an speziellen Projekten mit: In James Bond- und Derrick-Filmen z. B. im Bereich des Product placement oder an TV-Kooperationen u. a. zu den Themen Verkehrsstrukturen in China (BR+Star-TV, CCTV und EXPO) oder 50 Jahre BRD (BR und PBS/USA) sowie Kooperationen mit Lieferanten (BASF, SIEMENS, etc.).

     

    Außerdem zählen BMW-Eigenproduktionen mit internationalem Einsatz sowie Direktionskontakte durch Vorträge an Universitäten, Fachhochschulen und Institutionen zu seinem Erfahrungsbereich.

    Von 1980 bis 1993 übernahm Schultz zudem noch die Leitung des BMW-Museums, der Kulturförderung und Besucherbetreuung von BMW. Seit seiner Pensionierung hält er Vorträge und Vorlesungen an Fachhochschulen und Universitäten.

     

  • Kabelfernsehen

    Breites Band

    Breitband_Netze

    Im Moment sieht es so aus, als wenn Lichtleiter die Zukunft des IP- gestützten Fernsehens sein werden

    Noch sind die Bandbreiten etwas zu dünn, um Video in DVD Qualität über das Internet zu schicken, doch beinahe alle   Netzbetreiber arbeit

    Eine zweite Alternative, Video über Kupferkabel zu senden, bedeutet, dass die Inhalte stark datenkomprimiert werden, eine Variante, die mit den stetig optimierten Algorithmen ebenfalls weiterentwickelt wird.

     

    Die dritte Alternative wäre Internet per Satellit, wobei die Auswahl und Anforderung von Inhalten klassisch über ein Modem erfolgen muss. 

     

    Wünsche der Zuschauer 

    Diese Entwicklung kommt den geänderten Sehgewohnheiten der Zuschauer entgegen. Viele möchten sich nicht mehr reglementierten Programmschemen unterwerfen, sondern selbst bestimmen, wann sie was sehen möchten.

     

    Das Freizeitverhalten vor allem der jüngeren und mittleren Generation hat sich durch die vielfältigen Angebote so stark verändert, dass der klassische Abend vor dem Fernseher nicht mehr die Regel ist. Das bekommen die Fernsehveranstalter in Form von sinkenden Einschaltquoten mehr und mehr zu spüren.

    Zeitversetztes Sehen oder auch Filme auf Abruf werden die Fernsehwirklichkeit der nahen Zukunft bestimmen. 

     

    Videothek aus dem Kabel

    Für Video on Demand gibt es bereits diverse Testreihen, an denen mehrer 100.000 User beteiligt sind. Fastweb in Italien, die Kingston Company in England oder die Telekom Austria etwa in Kärnten bieten ihren Kunden bereits IP-Netze der nächsten Generation an. 

     

    FastWeb verfügt in Italien über ein Netz, welches schnelles Internet und TV über eine einzige Verbindung ermöglicht. Es bietet diverse, sogenannte Mehrwertdienste, wie Fernsehen über das Breitbandnetz an. Wie in vielen anderen Netzen spielen Pay-TV-Fußballkanäle eine wichtige Rolle. Die Kunden können unter 120 Fernsehprogrammen in Rom, Neapel, Turin, Mailand und Genua wählen. FastWeb ist der weltweit erste Netzbetreiber, der Fernsehen über ADSL-Leitung anbietet. Damit steht das Unternehmen in direkter Konkurrenz zu Kabelfernsehen oder Satellitenübertragung. Das System scheint sich zu bewähren, die Kundenzahlen erhöhen sich von Jahr zu Jahr um über 200 %.

     

    Die Kingston-Company gehört ebenfalls zu den europäischen Pionieren des IP-Fernsehens. Für  £50 Anmeldegebühr und  £6 monatlich kann der Kunde ein Grundpaket mit den ITV und BBC Kanälen beziehen. Für £15 im Monat gibt es bis zu 60 Kanäle. Nach eigenen Angaben der Firma ist die monatliche Kundennachfrage momentan höher, als die Zahl der Anschlüsse, die zur Verfügung gestellt werden können.

     

    Die Telekom Austria wirbt für ihr Breitband-Fernsehen ganz offen damit, genau die immer schwerer wiegenden Nachteile des herkömmlichen Fernsehens zu umgehen. Da ist von Multimedia Erlebnis die Rede, davon, dass man den täglichen Kampf um die TV-Fernbedienung und lähmende Werbepause vergessen könne. Die Telekom bietet sogar Serverplatz zur Aufzeichnung von Inhalten an, damit die Kunden ihr Fernsehprogramm selbst gestalten können.

     

    Interaktivität

    Insbesondere Multimediaanwendungen wie Interaktives Fernsehen oder Online-Games profitieren von den erweiterten Bandbreiten und machen die Netzbetreiber indirekt zu Programmveranstaltern. Noch rätselt die Mehrzahl der Programmentwickler, wie denn die Killerapplikation im interaktiven Fernsehen aussehen könnte. Die meisten Entwicklungen gehen doch eher in Richtung Shop-Systeme. 

     

    Internet und klassische Programmdistribution wachsen mehr und mehr zusammen, die Reaktionen auf Programminhalte via Chat oder Mail werden direkter, der Zuschauer beteiligt sich verstärkt an der Gestaltung. 

     

    In den USA sollen bis 2007 bis zu 18 Millionen Haushalte an IP- basiertes Breitband-Fernsehen angeschlossen sein, das Projekt heißt „Lightspeed“ und ist mit milliardenschweren Investitionen verbunden. 

     

  • Kalkulation

    Wieviel wird’s mich kosten?

    Vor jede professionelle Umsetzung eines Drehbuchs haben die Förderungen, Finanziers und TV-Redaktionen trockene Zahlenarbeit gestellt. Und auch für Ihre eigene Arbeit ist eine möglichst realitätsnahe Einschätzung der Kosten unverzichtbar. Eine Kalkulation kann und wird stets nur ein Entwurf, ein Rechenmodell sein, das die individuellen Erfordernisse und Unwägbarkeiten eines Filmprojektes zu erfassen sucht.

     

    Voraussetzung ist Ihre präzise Analyse und Einschätzung von Drehbuch, Gestaltungsabsicht und Aufwand. Nur Sie selbst können einschätzen, welche speziellen Anforderungen Ihr Projekt stellen wird.

    Nur Sie können vorausplanen, wie aufwändig eine Szene, wie umfangreich eventuelle Stunts werden, oder etwa wie lang die Mischung im Studio dauern wird. Ihre Erfahrung wird Ihnen helfen, abzuwägen, wie viele und wie aufwändige Motive bei dem vorhandenen Budget möglich sein werden. Und natürlich werden Sie abwägen, wo die Schwerpunkte liegen sollen.

     

    Realistische Einschätzung

    Dreh

    Ihr Umgang mit dem Medium wird Ihnen helfen, oftmals harmlos aussehende Beschreibungen im Drehbuch vom zeitlichen und finanziellen Aufwand her realistisch einschätzen zu können.

    Eine „unscheinbare“ Szene auf einer Autobahn etwa könnte bedeuten, dass zu diesem Zweck der vielbefahrene Highway gesperrt werden muss. Da so etwas von den Behörden in der Regel nicht genehmigt wird, werden Sie sich ein stillgelegtes oder noch nicht fertiggestelltes Autobahnstück suchen müssen. Und damit es dennoch im Film nach „echter“ Autobahn aussieht, benötigen Sie Autos. Nicht zehn oder zwölf sondern mindestens 100, denn in beiden Fahrtrichtungen soll ja reger Verkehr herrschen.

     

    Abwägen...

    Taschenrechner

    Nicht immer berücksichtigen die Drehbuchautoren, dass gerade Umzüge mit dem gesamten Team von einem Motiv zum nächsten große Kosten und Zeitverlust mit sich bringen. Schon oft zeigte sich, dass ein dramaturgisch wichtiges Telefonat nicht zwingend an einem anderen Drehort geführt werden muss. Manchmal tut es auch eine Telefonzelle, die sich an einem anderen Motiv befindet, oder ein Nebenraum...

     

    Phantasie ist und bleibt einer der wichtigsten Spareffekte. Deshalb sollten auch und gerade Herstellungs-, Produktions- und Aufnahmeleitung, aber auch die Filmgeschäftsführung unbedingt mit „kreativen“ Personen besetzt werden.

     

    Fehlentscheidungen in diesen Bereichen, Leute die nicht mit Geld umgehen können oder gar unfähig sind bergen ungeahnte Risiken. Doch darüber sollen Sie sich bei der Kalkulation noch keine Gedanken machen.

     

    Wichtig für Seminaristen: Basiswissen und Downloads über alle Kalkulationspositionen, Risiken, Rabatte, Verhandlungstricks, naja, was man halt so braucht, um ein Projekt für TV-Sender und Förderungen darzustellen, im Online-Seminar.

     

  • Kamerageschichte: Arri

    arriflex1 500Der Weg von einfachen Holzkameras zu Spiegelreflexsystemen wurde vor allem durch eine Firma geprägt: Arri. Sie wird im September 100 Jahre alt.

  • Kinderfilm

    Kinderkarren1 500Kinderfilm ist eigentlich ein wunderbares Genre. Nicht wenige Regisseure/Regisseurinnen haben mit Kinderfilmen große Erfolge feiern können...

  • Kino & Games

    Die wenigsten Besucher der Gamescom in Köln wissen,wie sehr Games mit dem Kino verbandelt sind.

  • Kinogeschichte

    Kleine Kinogeschichte

    Es war eine seltsame Vermischung von Unterhaltung und Ingenieursgeist, welche dazu führte, dass Techniker, die bewegte Bilder aufnehmen und wiedergeben wollten und schlaue Entertainment-Veranstalter sich zusammentaten und unmittelbar zu Beginn des 20. Jahrhunderts erste Kinosäle errichteten.

     

    Chinese Theatre

    Chinese Theatre (Foto: Lucy Allary)

     

    Damit wurden die frühen Filmvorführungen recht schnell aus den improvisierten Zelten, Varietes und Theatern sehr schnell in eigens dafür konzipierte Häuser verlagert, die Leute, die das vorantrieben, waren Geschäftsleute, keine Künstler.

     

    Eines der ersten Kinos baute Adolph Zukor in New York (1904), eines der ersten deutschen Kinos baute in München 1907 Carl Gabriel, dessen Theater noch heute in der Dachauerstraße als „Neues Gabriel“ in Betrieb ist. Im gleichen Jahr baute Alfred Topp in Berlin das Kinematographen Theater Topp.

     

    Der überwiegende Teil der Filme war dokumentarisch, die Menschen gingen in die Kinos um sich anzuschauen, wie es in anderen Ländern aussah und was in der Welt so alles geschah.

    Schon bald wurden die Kinos größer und luxuriöser, sie orientierten sich an Opernhäusern, hatten Platz für über 1000 Zuschauer. Frühe Kinopaläste waren etwa das Filmtheater am Sendlinger Tor in München, das Ufa Filmtheater in Berlin, die Lichtburg in Essen und in Berlin oder der Ufa-Palast in Hamburg.

     

    Fernsehen bedroht die Kinos

    Kleines Kleinstadtkino in Malaysia

    Kleinstadtkino in Malaysia (Foto: Lucy Allary)

     

    Über viele Jahrzehnte waren die Kinos fester Bestandteil des Unterhaltungsprogramms, bis langsam durch die Verbreitung des Fernsehens, die Zuschauerzahlen abnahmen. Trotz großer technischer Anstrengungen durch Breitwand, Surround-Ton und frühe 3D Vorführungen, gingen die Zuschauerzahlen kontinuierlich zurück.

     

    Innovativ

    In den 70er Jahren entstanden in Deutschland erste Kinos, die nicht mehr dem Diktat der Verleiher folgten und Wochen,- und Monatelang die gleichen Filme abspielten, sondern gezielt und jenseits des Neuheiten-Kalküls eigene ungewöhnliche Programmierungen verfolgten,- die Programmkinos. Nicht selten gingen sie aus Uni-Kinoclubs hervor.

     

    Eine weitere Novität, die ebenfalls in den 70er Jahren in Deutschland entstand, waren kommunale Kinos, die unabhängig von der Kosten/Nutzenrechnung Film als kulturelles Gut betrachteten und mit lokaler Finanzierung durch die Kommunen Programm machten. Einige dieser Kinos, wie etwa das Filmmuseum München, die Black Box in Düsseldorf, das Kommunale Kino Frankfurt existieren noch heute.

     

    Nachdem nicht nur die Programmkinos in kleinen Sälen spielten, (gefürchtet die Enge etwa im Türkendolch oder im Studio Isabella in München), sondern auch die normalen kommerziellen Kinos immer kleiner wurden, im Gegenzug dazu aber das Fernsehen qualitativ immer besser wurde, fehlten die schlagenden Argumente, weshalb man Geld und Zeit investieren sollte um in garagengroßen Räumchen Filme anzusehen.

     

    Multiplexe

    Multiplex-Kino in Asien

    Multiplex-Kino in Asien (Foto: Lucy Allary)

     

    Mit den Multiplex-Kinos, die in den 90ern ihren Siegeszug antraten, wurde wieder auf große Kinosäle und Leinwände gesetzt, die kombiniert mit kleineren Sälen das geschickte Jonglieren mit den Filmkopien nach Zuschauerbedarf erlaubten. Der hemmungslos überteuerte Popcorn,- und Getränkeverkauf wurden in diesen Kinos, die sich den „Event“- Charakter auf die Fahnen geschrieben hatten, wichtige Einnahmequelle. Sitzt man dann drin in den riesigen Sälen, umgeben von Natchos knackenden Teenager-Monstern, sehnt man sich zurück nach den Zeiten, in denen die einzigen Töne von der Leinwand herüberklangen.

     

    Diesem Bedürfnis nach einem anderen Kino kommen aktuell Luxus-Kino nach, in denen die Zuschauer in breiten, gemütlichen Kinositzen mit Service am Platz wieder das Erlebnis Kino im Vordergrund sehen. Das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die Zahl der Kinos in Deutschland immer mehr abnimmt. Besonders die kleinen Kinos oder jene in kleinen Ortschaften kämpfen ums Überleben. Das haben die Investitionen in HD Beamer, 3 D Technik (vor gar nicht langer Zeit irrtümlich als Heilsbringer des Kinos gefeiert) oder neueste Tonverfahren wie Dolby Atmos, nicht einfacher gemacht.

     

  • Kopierwerk

    Technische Kosten

    Die technischen Kosten beim Film sind von sehr vielen Faktoren abhängig. Hier sehen Sie beispielhaft die Kalkulation eines Drehs, der noch auf analogem Film gemacht wurde.

     

    Das Drehverhältnis (wie viel mal mehr Material man verbraucht, also der Film insgesamt lang wird), worauf man dreht (Film, Video, 16, 35 mm), wie man bearbeitet, wie man schneidet, ob es ein Blow-up gibt, ein Digitales Intermediate, wie aufwändig das Grading wird,- all diese Fragen wollen beantwortet sein.

     

    Berechnen und vor allem in Form einer Checkliste durchgehen kann man all diese Punkte in der Abteilung Kopierwerk und Bearbeitung in CineCalc. Selbstverständlich gibt es in CineCalc auch eine Sektion "Digital Postproduction". Wie überall in CineCalc können Sie in den blau unterlegten Zellen Ihre Werte eingeben. Auch wenn diese Abbildung keine direkte Eingabe erlaubt, können Sie doch recht genau erkennen, was so alles in diesem Bereich berechnet werden muss.

     

    Die Arbeitsabläufe im Detail werden im

    Online-Seminar oder teilweise auch im Handbuch zu CineCalc erläutert.

     

     

     

     

  • Kostenlose Software

    Leere strassen 500Weil Viele wegen Ausgangsbeschränkungen nicht mehr raus gehen, zeigt auch die Industrie Verständnis für Kreative und bietet kostenlose oder reduzierte Angebote

  • Kriegsberichte

    Propaganda oder neusprachlich "Fake News" ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts, sie hat eine lange Geschichte...

  • Künstliche Intelligenz

    Die Experten-Runde der Medientage bot gleich fünf A.I. Experten aus der Medienlandschaft auf

  • Leitmotiv

    Franta Lichtung Nebel Set 500

  • Lichtton

    Lichtton und Magnetton

    Wenn der Filmton endlich gemischt ist, befindet er sich in der Regel auf einem anderen Träger als der Film selbst. Etwa auf Perfoband, DAT-Band, Festplatte, Flash-Speicher, Daten DVD, MOD etc. Um eine analoge Filmkopie mit Ton vorführen zu können, ist es also erforderlich, den Ton in irgendeiner Form auf die Kopie aufzubringen.

    35mm Ton

    35 mm Ton

    Für die analoge Wiedergabe des Tons mit einem Projektor gibt es ganz unterschiedliche Verfahren und Normen. Sie sind abhängig von dem Format und dem grundsätzlichen physikalischen Aufzeichnungsverfahren: Entweder wird der Ton als Lichtton (optical sound) mit auf den Filmträger kopiert, oder aber ein dünnes Tonband (Magnetton) wird auf den Rand der Kopie aufgeklebt und der Ton darauf aufgezeichnet (Magnetrandspur/magnetic).

     

    Letztes Magnetrandspur-Verfahren gibt es nur bei Super 8 mm und 16 mm, (früher auch bei 70mm) da beide Formate faktisch nicht mehr professionell genutzt werden, gibt es auch kaum mehr Anbieter. Doch Tausende Kopien sind auf diese Weise mit Ton versehen worden, deshalb schauen wir uns das Verfahren an dieser Stelle an.

     

    Bild-/Tonversatz

    Ganz gleich, welches Verfahren verwendet wird, der Ton auf einer Filmkopie befindet sich nie an der gleichen Stelle, wo sich das dazugehörige Bild befindet. Warum ist das so?

    Nun, im Bildfenster wird der Filmstreifen sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Projektion nicht kontinuierlich (wie etwa ein Tonband) transportiert, sondern ruckweise. Es wird jeweils ein neues Bild vor das Bild bzw. Projektionsfenster gezogen, belichtet (projiziert) und dann das nächste Bild vor das Bildfenster gezogen. Dies nennt man einen intermetierenden Transport.

     

    Am Magnettonkopf oder Lichttonlesekopf jedoch muss der Ton ganz gleichmäßig vorbeigeführt werden. Es muss also der am Bildfenster noch ruckelnde Transport in einen kontinuierlichen verwandelt werden. Hiefür ist eine gewisse Zeit/Distanz erforderlich. Bei 35 mmetwa sind dies genau 20 Filmbilder. Der Ton zu einem bestimmten Bild befindet sich also 20 Felder davor (Bild-/Tonversatz).

    Lichtton

    35 mm etwa sind dies genau 20 Filmbilder. Der Ton zu einem bestimmten Bild befindet sich also 20 Felder davor (Bild-/Tonversatz).

     

    Digitaler Lichtton

    Inzwischen sind 35 mm Filmkopien entweder nur oder auch parallel mit analogem und digitalem Lichtton versehen. Dolby hat hierfür ein Verfahren entwickelt, bei dem die analoge Lichttonspur erhalten bleibt und in den Zwischenräumen zwischen den Perforationslöchern der digitale Lichtton untergebracht ist. Andere konkurrierende digitale Verfahren benötigen die normale Lichttonspur um dort den digitalen Ton unterzubringen. Die aktuellen DCP Verfahren kennen nur noch den digitalen Ton und können deutlich mehr Spuren verwalten als es der Lichtton oder die Magnetrandspur je konnten

  • Literaturverfilmung

    Was wäre das Kino ohne Romanvorlagen? Besser,- Schlechter, Innovativer? Einblicke in ein Genre

  • MEDIA

    Förderprogramme

    Auf europäischer Ebene gibt es unter dem Namen MEDIA oder, wie es seit 2014 heißt, "Creative Europe" eine Vielzahl von Förderprogrammen zur Stärkung der europäischen Film- und Medienindustrie. Diese setzen in vielen wichtigen Bereichen an. Ausbildung, Weiterbildung, Vernetzung von Firmen, Förderung von Vertriebsaktivitäten, Förderung von Kinos, Aktivitäten auf internationalen Filmmärkten sind nur ein paar Beispiele.

     

    Damit man direkte Ansprechpartner findet, um mehr über die vielfältigen Programme zu erfahren und die nicht immer ganz einfachen Richtlinien und Antragsunterlagen begreifen zu können, gibt es die MEDIA-Antennen. Dies sind Büros von MEDIA, die man in den wichtigsten Filmmetropolen, oft auch mit Unterstützung der jeweiligen Länderförderung (z. B. FFF Bayern oder Filmstiftung NRW), finden kann. Die kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Büros tragen entscheidend dazu bei, dass die Förderprogramme auch von deutschen Produktionsfirmen und nicht nur von französischen und englischen Firmen (höchster Anteil) in Anspruch genommen werden.

     

    Für die Produzenten wichtige Förderhilfen sind etwa: Darlehen für die Entwicklung von neuen Spiel- oder Dokumentarfilmprojekten (Development) oder etwa Zuschüsse zur Übersetzung und Untertitelung sowie Hilfe bei der Präsentation von Projekten oder fertigen Filmen auf internationalen Filmmärkten wie Berlin, Cannes, Mailand, Hongkong oder Los Angeles.

     

    In regelmäßigen Abständen werden die MEDIA-Förderprogramme überarbeitet und in mühevollen Abstimmungsprozessen der europäischen Gremien verabschiedet. Deshalb ist es wichtig, sich über den jeweils aktuellen Stand der Programme zu informieren.

     

    Aus- und Fortbildung

    für Filmprofessionals in Management (Produktion), Neue Technologien und Multimedia, Techniken des Drehbuchschreibens.

     

    Entwicklung

    Förderung von europäischen Spiel- und Fernseh-, Dokumentar-, Animationsfilmen und Serien, aber auch Multimedia-Produktionen; außerdem Firmen- und Paketförderung.

     

    Verleih und Vertrieb

    von europäischen Filmen im Kino, im Fernsehen, auf Video- und Multimediaträgern.

    Unterstützung von Kino- und Filmfestivals mit vorwiegend europäischem Programm und von Organisationen, die Promotionsmaßnahmen für europäische Filme und Werke durchführen.

     

    Management (Entwicklung, Finanzierung, Marketing, Rechte etc.)

    ACE, EAVE, MAGICA, European Master in Multimedia and Audivisual Business Administration MEDIA BUSINESS SCHOOL, Television Business School, Film Business School, Interactive Media Business School, MEGA, Nipkow-Programm, Cartoon Masters, Strategics, Film Student Placement Program, Packaging for Distribution, Eurodoc, European Media School, Financer et vendre un film en Europe, VERTICALStrategics

     

    Neue Technologien & Multimedia

    ARCHIMEDIA, DMA4, EDA, ITHAC, Multimedia Labs, TRAM, EFA-Masterclass, Journeyman Project

     

    Techniken des Drehbuchschreibens

    ARISTA, Ateliers Equinoxe, Euroscript, Moonstone International Filmmaker and Screenwriter Labs, North by Northwest, PILOTS,

    SAGAs (Writing Interactive Fiction), Screenwriting Academy, SOURCES 2

     

    Adressen der MEDIA-Antennen

    MEDIA DESK Deutschland

    Christiane Siemen
    Friedensallee 14-16
    22765 Hamburg
    Tel.: (040) 390 65 85
    Fax: (040) 390 86 32
    E-Mail: Info@mediadesk.de

     

    MEDIA Antenne München

    Ingeborg Degener (Geschäftsführung, Beratung)
    Ewa Szurogajlo (Beratung )
    Sonnenstr. 21.
    D-80331 München

    Tel. (0)89 / 54 46 03-30
    Fax (0)89 / 54 46 03-40
    E-Mail: info@mediaantennemuenchen.de

     

    MEDIA Antenne Düsseldorf

    Heike Meyer-Döring
    Kaistraße 14
    D-40221 Düsseldorf

    Tel.: (0221) 930 50 14
    Fax: (0221) 930 50 5
    E-Mail: media@filmstiftung.de

     

    MEDIA Antenne Brandenburg

    Susanne Schmitt,
    Uta Eberhardt
    August-Bebel-Straße 26-53
    14482 Potsdam

    Tel.: (0331) 743 87 50
    Fax: (0331) 743 87 59
    E-Mail: mediaantenne@filmboard.de

     

    MEDIA DESK Österreich

    Österreichisches Filminstitut
    Stiftgasse 6
    A-1070 Wien
    Tel.: +43 (1) 526 97 30-406
    Fax: +43 (1) 522 47 77
    E-Mail: media@filminstitut.at

     

  • Medienhochschulen

    HFF MünchenWelche Möglichkeiten gibt es eigentlich in Deutschland, um neben Filmhochschulen sonst noch Film und Medien zu erlernen oder zu studieren?

  • Medienkonsum

    Wieviel Bildschirmzeit ist kindgerecht und wann können Medien wirklich Schaden anrichten?

  • Medienpädagogik

    Obwohl sie so eine enorm wichtige Rolle in unserem Leben spielen, wird der Umgang mit ihnen viel zu wenig gelehrt...

  • Medientechnik

    Das Medium bestimmt seinen Inhalt

    Diese Aussage ist sehr umstritten und doch steckt bei näherem Hinsehen viel Wahrheit darin: Neben sozialen Faktoren hat kaum etwas die Entwicklung des Mediums Film mehr bestimmt als die Technik, welche der Aufnahme, Verarbeitung und vor allem der Wiedergabe der Inhalte zugrunde liegt. Während die erstgenannten Faktoren in anderen Bereichen der Filmschule (Kamera, Licht, Ton, Gestaltung, Postproduktion) behandelt werden, geht es hier um Übertragung und Wiedergabe des wertvollen Materials und die Konvertierung zwischen verschiedenen Medien.

     

    Fragen jenseits der Gestaltung

    Wie kommt eine Kinokopie in den Fernseher, wie wird aus einem digitalen Datenstrom eine Kinoprojektion? Auf welche Weise gelangen Filmaufnahmen in höchster Auflösung auf Festplatten und die digitalen Compositing-Tricks auf 35mm-Filmnegativ? Wie entsteht aus den Funk- oder Kabelsignalen ein Fernsehbild, wie funktionieren Satellitenübertragungen und wie arbeiten Filmprojektoren? Wie arbeiten BluRay, DVD oder Video-CD, wie gelangen Filme auf unseren Computerbildschirm?

     

    Bild- und Toninformationen werden auf vielfältigste Weise transportiert, bearbeitet, archiviert und wiedergegeben. Kreative und Programmgestalter können und sollten sich längst nicht mehr nur in einem Wiedergabemedium bewegen. Vielfältige Vertriebswege eröffnen ihren Filmen eine größere Verbreitung und die Begegnung mit einem größeren Publikum. Zugleich berauben aber die immer weiter zunehmenden Vertriebswege die klassischen TV-Anbieter auch ihrer Zuschauer, welche ihre freie Zeit auf immer mehr Informations- und Zerstreuungswege aufteilen.

     

    Neue Formate

    Gegenwart die mal Science Fiction war

    Gegenwart, die mal Science Fiction war

    Ein Thema, welches längst Produktionsalltag geworden ist, ist 24pbzw. 25p. Der Umstieg von chemischem Filmmaterial auf digitale Kameras hat durchaus Einfluss auf die visuelle Umsetzung neuer Filme und auch einschneidende Veränderungen beim Vertrieb haben mit der Umstellung digitaler Kinos um sich gegriffen und durchaus auch unsere Sehgewohnheiten berührt.

     

    Nicht zuletzt ist auch die Wirkung der Filme auf die Zuschauer abhängig von ihrer Wahrnehmung. Es bleibt eben doch ein gewaltiger Unterschied, ob man ein Filmwerk als hochwertige Filmprojektion in einem dunkeln Kinosaal (vielleicht sogar mit Rundum-Filmton wie z. B. mit Dolby Atmos) gemeinsam mit anderen Zuschauern oder allein als komprimierten Datenstrom am heimischen Flatscreen betrachtet.

     

    Mobile Media

    Wenn es einen Bereich gibt, von dem sich die Industrie größere Zuwachsraten als sonst erwartet, so ist es jener, der verspricht über High-Tech-Handys und Note-Pads, mobile TV- und Videoangebote zu verbreiten. Dabei ist es derzeit mehr als ungewiss, ob die Anwender die dafür angedachten hohen Gebühren überhaupt tragen werden, ob die Bandbreiten, welche die Handynetze bereitstellen, überhaupt für eine größere Anzahl mobiler Zuschauer ausreichen werden und ob es dem Zuschauer ausreichen wird, auf kleinen Displays Filme mit Zusatzkosten anzuschauen.

     

    Aktuell werden die Programminhalte noch von den Telefongesellschaften günstig angeboten um die neuen Vertriebswege für bewegte Inhalte zu etablieren. Noch ist die Akzeptanz überschaubar und die vorhandenen Bandbreiten der W-CDMA Netze ausreichend. Wer eine Stunde Fernsehen mit 384kbit/s auf seinem Handy betrachtet, lässt so ganz nebenbei etwa 150 Mbyte an Daten über das Telefonnetz laufen. Diese gewaltigen Datenmengen lassen sich kaum rentabel über die Telefonnetze schicken. Aus diesem Grunde sind alle Mobile Media Anbieter besonders an kurzen Videoclips interessiert und haben bereits diverse Wettbewerbe ausgeschrieben um an entsprechenden Inhalt zu kommen. Außerdem versprechen neue Video Codecs höhere Kompressionsraten und damit geringere Datenmengen.

     

    Parallel dazu sorgen Erweiterungen der 3G Netze (Mobilfunknetze der dritten Generation) wie HSDPA (Highspeed-Downlink-Packed-Access) dafür, die Übertragungskosten für die Netzbetreiber zu reduzieren. Der automatische Wechsel aktueller Handys zu verfügbaren WLANs hilft sehr, hier Engpässe zu vermeiden.

     

  • Meinungen

    Dreh Monitor 500Wie urteilen die Freelancer, Studierende, Privatpersonen sowie Mitarbeiter-innen von Firmen, die erfolgreich Seminare belegt hatten?

  • Mischung

     ProControl ProTools 500 Kinofilme werden tendenziell in größeren Studios gemischt, deren Grundriss, Reflektionsverhalten und Abhörlautsprecher denen eines Kinos gleichen; dagegen können Fernsehproduktionen auch in kleineren Studios mit Nahfeldmonitoren gemischt werden.

  • Movie-College Relaunch

    Viele Monate Entwicklung stecken in dem neuen Movie-College, vor allem mobile User dürfen sich freuen.

  • MPEG

    M-JPEG

    Bis zu diesem Punkt entsprechen die auf der vorherigen Codec-Seite beschriebenen Vorgänge dem Vorläufer von MPEG, dem sogenannten M-JPEG, bei dem jedes einzelne Filmbild also solches zwar datenreduziert wird, in seiner Abfolge aber alle Filmbilder auch abgespeichert werden.

    Hochauflösender I-Frame aus dem Film

    Hochauflösender I-Frame aus dem Film "Freitags um 3"

    M-JPEG war und ist insbesondere für Schnittsysteme interessant, weil hier jedes einzelne Filmbild direkt adressierbar ist.

     

    Intraframe

    Doch bleiben wir bei MPEG. Die einzelnen, bereits in ihrer Größe deutlich verkleinerten Bilder werden als Bildfolge, wie sie ein Videofilm nun einmal darstellt, noch einmal in ihrer Größe reduziert. Dabei kommen weitere Verfahren zum Einsatz, die im folgenden beschrieben werden.

     

    Redundanzreduktion

    Ein wichtiger Ansatz von MPEG, die Dateigrößen noch stärker zu reduzieren, besteht darin, dass von Einzelbild zu Einzelbild, identische Bildinformationen nur einmal abgespeichert werden sollen.

    Wenn etwa hinter der Fernsehmoderatorin die ganze Zeit der gleiche unbewegte Studiohintergrund zu sehen ist, wird dieser quasi als Standbild abgespeichert und man hält nur die Veränderungen, also die sich bewegende Moderatorin fest.

    Damit der Encoder sinnvoll arbeiten kann, versucht man, die Veränderungen in Form einer Bewegungseinschätzung vorherzusehen. Dabei wird die Ähnlichkeit von Blöcken von Bild zu Bild eingeschätzt.

     

    Blockbasierte Bewegungsschätzung

    Um eine möglichst wirksame Datenreduktion zu ermöglichen, wurde das sogenannte i-frame erdacht, ein vollständige JPEG Bild mit möglichst hoher Qualität. Auf ein solches I-Frame Bild folgen deutlich stärker komprimierte Bilder, die P-Frames (vorhergesagte) und die B-Frames (berechnete). So speichert MPEG im schlechtesten Fall nur ca. alle 16 Bilder ein vollständiges ab, dazwischen arbeitet es mit dem Speichern von Unterschieden und Schätzwerten. Entstehen Schätzungsfehler, so dauern die an, bis das nächste I-Frame Bild kommt. Sanftere Einstellungen setzen alle 9 Bilder einen I-Frame. Eine solche Ansammlung von Bildern wird "Group of Pictures" oder kurz GOP genannt und sie geht von jeweils einem I-Frame bis zum Nächsten.

     

    Beim Beispiel unserer Fernsehmoderatorin ist dieses Verfahren auch noch denkbar, schließlich bewegt sich der ganze Studiohintergrund ja nicht. Schwieriger wird es da schon, wenn sich der gesamte Bildinhalt stark verändert, etwa bei einer Fahrt oder einem Schwenk. Hier greifen die Bewegungsvektoren.

     

    Bewegungsvektoren

    Stark komprimierter P-Frame, der gleich bleibende Bildelemente ausblendet

    Stark komprimierter P-Frame, der gleich bleibende Bildelemente ausblendet

    Ganz gleich ob Sport, Tanz, Schwenk, Zoom- oder tatsächliche Fahrt, bei Bewegungen kommen die meisten Codecs ins Schleudern, so auch MPEG. Man erkennt das an deutlicher Kästchenbildung in der Bereichen der stärksten Bewegung, während in den statischen Bereichen die Bildqualität einwandfrei scheint.

     

    Wenn sich sämtliche Bildpunkte verändern, versucht MPEG herauszufinden, in welche Richtung und mit welcher Geschwindigkeit sich die Bildpunkte verschieben. Dabei wird das Bild in sogenannte Macroblöcke zerlegt und die Veränderung von Bild zu Bild erfasst. Bei MPEG-2 arbeitet man mit einer Genauigkeit von einem halben Pixel, beim Vorgänger MPEG 1 war es noch ein ganzes Pixel.

    Der Vorgang läuft so ab: Im Encoder werden Differenzbilder erzeugt, bei denen nur der sich verändernde Inhalt abgespeichert wird. Alle anderen Bildteile werden nicht gespeichert, es sind übersprungene MAcroblöcke, an deren Stelle später im Decoder, also beim Betrachten des Filmes, die Informationen des I-Frames gesetzt werden.

     

    MPEG-1 und MPEG-2

    Während MPEG-1 relativ enge Rahmen vorschreibt, die maximale Bildauflösung begrenzt und auch für Audio nur Stereo ermöglicht, wurde 1994 mit MPEG-2 ein zukunftssicheres Format vorgestellt, welches auch 16:9 und höhere Auflösungen ermöglicht. Zudem können zu einem Videobild zahlreiche Audiospuren kodiert werden, eine wichtige Voraussetzung etwa für mehrsprachige DVDs und natürlich Dolby Surround.

     

    B-Frame dass durch vorherige und nachfolgende Frames berechnet wird

    B-Frame dass durch vorherige und nachfolgende Frames berechnet wird

    Ferner sind eine frei wählbare Bildqualität, flexible Bitraten, und der frei wählbare Zugriff auf verschiedene Video-Kanäle (etwa um bei Aufnahmen von einem Ereignis diverse Kameraperspektiven frei auswählen zu können) wichtige Eigenschaften von MPEG-2.

     

    Auf diese Weise sind diverse unterschiedliche Qualitätsstufen realisierbar. Insbesondere kann auf der Abspielseite entschieden werden, in welcher Qualität (abhängig vom verfügbaren System und dessen Recourcen) das Programm abgespielt werden soll.

     

    Diese Variationsmöglichkeit nennt sich Scalability und eröffnet unterschiedliche Nutzungen auf der Anwenderseite mit nur einer feststehenden Kodierung. Im Gegensatz zu MPEG-1, welches als Farbraum 4:1:1 kennt, werden bei MPEG-2 auch 4:2:2 und 4:4:4 unterstützt, wodurch es auch in der professionellen Studiotechnik verwendet werden kann.

     

    MPEG-2 kommt zum Beispiel auch bei dem bandgestützten HDV-Format zum Einsatz, die aus der Kompression resultierenden Artefakte werden insbesondere bei schnellen Bewegungen und Schwenks sichtbar.

     

    Audio und MP3

    Natürlich werden auch im Audio-Bereich massiv Daten reduziert. Denn auch hier vervielfacht die Digitalisierung analoger Audiosignale die notwendige Datenmenge. Geht man etwa von der Qualität einer DAT aus, also einer Abtastfrequenz von 48 kHz und einer Quantisierung von 16 Bit kommt man bei 2 Kanälen (Stereo) auf eine Datenrate von 2x768 kbit/s, also ca. 1,5 Mbit/s.

    Diese lässt die Audio-Komprimierung von MPEG auf ca. 384 kbit/s schrumpfen. Theoretisch kann man sie sogar auf niedrigere Raten senken, doch das Ergebnis unterhalb von etwa 112 kbit/s ist eher unerfreulich. Eine der möglichen Varianten des ebenfalls skalierbaren Audio-Teils von MPEG-1 ist der Audio Layer 3- besser bekannt als MP3. In dieser Variante ist der Codec auf beinahe allen mobilen Playern vorhanden und erzielt bei 128 Kbit/s das beste Kompressions/Qualitätsverhältnis..

     

    Fazit

    Bei der Kodierung vom MPEG ist ein deutlich höherer Rechenaufwand notwendig als beim Abspielen. Es gibt innerhalb der Standards viele Varianten, so kann man von Standard bis HD viele Formate im Codec unterbringen. Dies geschieht in Form von Levels,  unterschieden in Low (352x240), Main (720x480), High-1440 (1440x1152) und High (1920x1080).

     

    Die richtigen Einstellungen beim Kodieren zu finden, um nicht die gefürchteten Blöcke und Pixelfehler in einem Film zu haben, sind eine Wissenschaft für sich. Sie sind nicht zuletzt abhängig vom Medium, auf welches man speichern möchte. Moderne DVD Programme berechnen den günstigsten Kompressionsgrad für die jeweils verwendete DVD (Normal oder Double-Layer) und die Filmlänge selbsttätig.

     

    Über den Umstand, dass man bei den meisten Consumer-Varianten bis dahin aber jede Menge Bildinformationen verloren hat, können auch die schönsten DVD-Cover nicht hinwegtäuschen. Fortschritte in Sachen Bildqualität brachte erst BluRay.

     

  • Nachrichten

    Nachrichten und Newsclips

    Interview

    Interview mit Handycam

    Die Nachrichtenredaktionen der diversen TV-Sender brauchen ständig neue Nachrichtenware, um ihre Sendungen aktuell und interessant zu gestalten. Dabei sind die Maßstäbe, was eine Nachricht wert sei, längst nicht mehr so streng wie in den ersten vier Jahrzehnten des Fernsehens. Oft genug werden auch bedeutungslose oder der PR nahestehende Informationen zu News gemacht. Heute zählt auch und manchmal vor allem der Unterhaltungswert von Nachrichtenclips. Optisch interessante Beiträge werden gegenüber eher theoretischen, schwer vermittelbaren, bevorzugt. Ist ein Thema zu trocken, wird es im Notfall eben nur verlesen. Die Nachrichtenredakteure fühlen sich, je nach Sender, mehr oder weniger den Einschaltquoten verpflichtet.

     

     

    Ganz gleich, ob Miniteams wie früher für die aktuelle Berichterstattung mit Filmkameras (gefüllt mit schnell zu entwickelndem Umkehrfilm) oder wie heute mit Camcordern unterwegs sind, eines steht vor allen ästhetischen und qualitativen Aspekten im Vordergrund: Die Nachricht, die Geschichte. Während sich in der Filmära noch Journalist, Tonmann, Kameramann und Kameraassi auf die Suche nach den aktuellen Bildern und Tönen machten, sind die heutigen so genannten ENG-Teams (Electronic Newsgathering) viel kleiner. Drei, ja, manchmal sogar nur zwei Personen sind es, die Situation, Licht, Videokamera, Tonaussteuerung, Mikrofonhandling sowie ggf. Interview alleine bewältigen müssen. Häufig genug sind im aktuellen Bereich die Aufnahmebedingungen alles andere als ideal. Die Miniteams müssen bei Unfällen, Demonstrationen, in überfüllten Pressekonferenzen, bei Naturkatastrophen in schwierigsten Situationen durch schnelle Entscheidungen sicherstellen, dass sie die Geschichte bekommen.

     

    Technik

    Die Aufnahmegeräte kommen den Miniteams in gewissen Grenzen entgegen: Heutige Videokameras sind so lichtempfindlich, dass man in vielen Situationen mit wenig oder gar ganz ohne Zusatzlicht auskommt. Kleine Lichteinheiten, durch Akku überall sofort einsatzbereit, erlauben es auch nachts zu drehen. Professionelle Kameras (die gleichen, mit denen man auch aufwändige, qualitativ hochwertige Dokus drehen kann) bieten diverse Automatiken an (Weißabgleich, Blende, Tonaussteuerung) sowie einen kleinen Mithörlautsprecher, durch den Kameramann/-frau den aufgenommenen Ton zur Kontrolle hört, wenn er/sie durch den Kamerasucher schaut. Unter Akzeptierens einiger qualitativer Kompromisse kann ein einzelner so mehrere Jobs gleichzeitig überwachen. Wie gesagt, Qualität ist nicht das wichtigste Stichwort bei ENG. Satelliten, Standleitungen und digitale Übertragungsverfahren erlauben es, Bild und Ton in kürzester Zeit in die Sendezentralen zu übermitteln.

     

    Position

    Jubiläen, Besuche beim Kaninchenzüchterverein oder Brieftaubenwettflüge gehören eher zu den angenehmen Ausnahmen. Ganz gleich, welches Thema gedreht wird, in der Regel ist die persönliche Haltung des Aufnahmeteams dazu nicht gefragt. Das gilt auch für Situationen (Demonstration, Streik etc.), bei denen sich eine starke Polarisierung zeigt. Wer seine persönliche Sicht der Dinge vermitteln will, kann hier schnell an Grenzen stoßen. Wichtig ist es in solchen Fällen, möglichst objektiv (so weit es das überhaupt gibt), vorhandene Positionen und unterschiedliche Darstellungen der Beteiligten einzufangen. Überhaupt ist der Status solcher EB-Teams (Elektronische Berichterstattung) nicht wirklich lustig. Zahllose Kameraleute, die sich irgendwann einmal eine EB Kamera gekauft oder geleast haben, sind Kleinunternehmer geworden, die ihr Gerät samt Zwei-Mann-Team zu Dumpingpreisen anbieten. Bei der großen Konkurrenz kann man, was die Aufträge angeht, kaum wählerisch sein.

     

    Auftraggeber und Lieferanten

    Längst nicht alle Nachrichtenbeiträge werden im Auftrag der Nachrichtenredaktionen gedreht. Oft entstehen Aufnahmen auch aus Eigeninitiative von Freelancern oder Privatleuten. Ihre potenziellen Käufer, die Magazine der Privatsender setzen voll auf effektvolle, vorzugsweise spektakuläre Bilder, Interviews sollen möglichst unter 20 Sekunden Länge bleiben.

     

    Die Promoreporter

    Die Sparmaßnahmen der Sender, aber auch intensive, erfolgreiche Tätigkeit diverser PR-Agenturen machen auch Clips, die mit einem klaren, werblichen Charakter im Auftrag von Firmen, öffentlichen Einrichtungen oder Agenturen hergestellt werden, zur beliebten Bereicherung der Nachrichtensendungen. So finden inzwischen auch Schönheitswettbewerbe, Kinostarts oder Modenschauen ihren Weg in die Nachrichtensendungen und Magazine. Selbst die skandalösesten Enthüllungen über Stars und Sternchen werden nicht immer von TV-Redaktionen in Auftrag gegeben. Auch die Plattenverlage oder Agenturen der scheinbar Ertappten, lassen ENG-Teams für sich arbeiten.

     

    Die Filterer

    Die Fälle, in denen Reporter direkt aus Kriegsgebieten unter Einsatz ihres Lebens (z. B.Vietnamkrieg) berichten, sind rar geworden. In jüngeren Kriegszeiten liefern die Medienabteilungen der Armeen die Erfolg vermittelnden Videoaufnahmen gleich selbst mit. Aufnahmeteams der Armeen, geschult auch in psychologischer Kriegsführung, sind jedoch keine Garanten objektiver Berichterstattung. Aber auch diverse Regierungen liefern offizielle Erklärungen ihrer Staatsoberhäupter vorzugsweise selber an.

     

    Die Fledderer

    Einige Teams haben sich darauf spezialisiert, Unfälle aller Art zu dokumentieren. Der gute alte Polizeifunk, aber auch gefällige Informanten sind die Quellen, aus denen diese brandaktuell die Orte von Bränden, Unfällen und Tragödien erfahren. Da treffen dann z. B. kurz nach den Rettungskräften etwa zwei junge Damen in orangen Overalls und mit der Betacam auf der Schulter ein und drehen Unfallopfer ohne jede Schamgrenze von allen Seiten. Dass die beiden weisungsgebundene Praktikanten sind, entschuldigt das Fehlen jeder Sensibilität kaum. Aber auch als One-Man-Show-Variante gibt es diverse Schauerfilmer im ganzen Land, welche ihre aktuelle Ware bereits auf dem Weg zum Unfallort telefonisch den Newsredaktionen anbieten.

     

    Die Kamerazeugen

    Die weite Verbreitung handlicher Videokameras für Amateure sorgt dafür, dass bei zahllosen Ereignissen mit Nachrichtencharakter nicht nur Augenzeugen anwesend sind, sondern auch durchaus sendefähige Videoaufnahmen entstehen. Die meisten Aufnahmen vom 9/11-Terroranschlag auf New York, die wir vermutlich niemals vergessen werden, stammen aus winzigen DV-Kameras. Inzwischen stehen mit filebasierten HD-Kameras noch kompaktere und hochauflösendere Kameras zur Verfügung.

     

    Immer häufiger arbeiten Amateure in Krisen- oder Kriegsgebieten für Nachrichtenagenturen. Über die Verantwortung welche diese Agenturen tragen, wenn sie sogar Jugendliche dafür bezahlen, riskante Videoaufnahmen und Fotos in Kriegsgebieten zu erstellen, sollte dringend diskutiert werden. Gar nicht selten lassen diese privaten Berichterstatter bei den gefährlichen Drehs ihr Leben, nur selten erfährt die Öffentlichkeit davon.

     

  • Nachvertonung

     Notwendige Arbeitsschritte, um Ihrem Film den optimalen Ton zu verleihen. Warum die Nachvertonung vom Bildschnitt abhängig ist...

  • Nebenkosten

    Den Staat nicht vergessen

    Steuerkarten

    Steuerkarten

    Auch wenn Sie bei der Kalkulation eines Projekts bereits die Personalnebenkosten in CineCalc oder anderen Kalkulationsprogrammen berechnet haben, so war dies nur ein ungefährer Betrag. Da die verschiedenen Krankenkassen unterschiedliche Beitragssätze haben und je nach Firmensitz (West/Ost) auch unterschiedliche Bemessungsgrenzen gelten, müssen die Beiträge zur Sozialversicherung bei einer konkreten Produktion für jeden Mitarbeiter individuell berechnet werden.

     

    Wenn man sich als Produzent zum ersten Mal mit dem Thema Personalabrechnung beschäftigt, begibt man sich auf eine beschwerliche, abenteuerliche Reise durch die Welt der Vorschriften und Formulare. Falls Sie weniger genusssüchtig sind und sich nicht alles allein erarbeiten wollen, haben wir hier ein paar Grundlagen für Sie zusammengetragen. Wir wollen Ihnen hier nicht vorenthalten, dass Steuerberater diese Abrechnungen gegen Gebühr (ca. 15-25 Euro pro Mitarbeiter und Monat) auch gerne übernehmen. Wenn Sie einen Filmgeschäftsführer für Ihr Projekt eingestellt haben, so könnte auch dieser die nötigen Abrechnungen möglicherweise vornehmen.

     

    Nummern und Formulare

    Zunächst einmal benötigt Ihre junge Firma vom Arbeitsamt eine achtstellige Betriebsnummer. Wenn Sie diese beantragen, sollten Sie auch gleich um Zusendung eines Heftes mit dem „Schlüsselverzeichnis für die Angaben zur Tätigkeit in den Versicherungsnachweisen“ bitten. Diese noch fünf-, bald aber neunstellige Zahl benötigen Sie beim Ausfüllen der Meldung zur Sozialversicherung.

     

    Von Ihren Mitarbeitern benötigen Sie die Lohnsteuerkarte, die Versicherungsnummer der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte und die zuständige Krankenversicherung.

    Darüber hinaus benötigen Sie von den Krankenkassen, bei denen Ihre Mitarbeiter (Team etc.) beschäftigt sind, jeweils die versicherungsinternen Firmennummern. Diese werden Ihnen von den Krankenkassen zugeteilt. Die Kassen senden Ihnen auch die beiden Formulare „Beitragsnachweis“ und „Meldung zur Sozialversicherung“ zu. Diese bekommen Sie übrigens auf den Websites verschiedener Krankenkassen z.B. der Barmer Ersatzkasse auch im Download oder als Online-Formular.

    Für jeden Mitarbeiter müssen Sie diese Formulare ausfüllen und an die zuständige Krankenkasse des Mitarbeiters senden.

     

    Beitragssätze

    Auf den Seiten der jeweiligen Krankenkasse, bei der ein Mitarbeiter versichert ist, erfahren Sie auch den jeweiligen Versicherungsbeitrag, ein Prozentsatz, der vom Bruttogehalt gerechnet wird. Die verschiedenen Kassen haben leicht voneinander abweichende Beitragssätze. Dieser ist derzeit bei der Barmer Ersatzkasse 14,5 %.  Die Krankenkassen ziehen darüber hinaus auch die Beiträge zur Pflegeversicherung, derzeit 1,7 %, die zur Rentenversicherung, derzeit 19,1 % sowie zur Arbeitslosenversicherung, im Formular als „Beiträge zur Arbeitsförderung“ bezeichnet, derzeit 6,5 % ein.

     

    Diese Prozentsätze, die zusammen immerhin über 40 % ausmachen, werden aber nicht unbegrenzt erhoben. In der Sozialversicherung werden die Beiträge nur bis zu bestimmten Arbeitsverdiensten erhoben. Der Teil der Löhne, die über diesen „Beitragsbemessungsgrenzen“ liegt, bleibt beitragsfrei.

    Vor ein paar Jahren waren die Bemessungsgrenzen folgendermaßen festgelegt:

      • Kranken- und Pflegeversicherung: im Jahr 40.500,00 Euro, im Monat 3.375,00 Euro, in der Woche 787,50 Euro, pro Kalendertag 112,50 Euro.
    • Renten- und Arbeitslosenversicherung West/Ost: im Jahr 54.000 Euro/45.000 Euro, im Monat 4.500,00 Euro/3.750,00 Euro, in der Woche 1050,00 Euro/875,00 Euro, pro Kalendertag 150,50 Euro/125,00 Euro

    Verdient also ein Mitarbeiter im Monat 5.000,00 Euro, so werden die Sätze für Kranken- und Pflegeversicherung nur für einen Betrag von 3.375,00 Euro berechnet, also Krankenversicherung 489,37 Euro (14,5 %) und Pflegeversicherung 57,38 Euro (1,7 %).

     

    Für die Renten- und Arbeitslosenversicherung werden in den alten Bundesländern die Sätze nur für einen Betrag von 4.500,00 Euro berechnet, also Rentenversicherung 859,50 Euro (19,1 %) und die Arbeitslosenversicherung 292,5 Euro (6,5 %).

     

    Personalkosten

    Der Mitarbeiter trägt davon die Hälfte, das heißt dieser Betrag (50 %)  in unserem Beispiel 160,30 Euro wird vom Bruttolohn einbehalten. Die anderen 50 % sind der so genannte Arbeitgeberanteil, den der Produzent bezahlen muss; dieser Betrag ist also nicht in den kalkulierten Gagen enthalten. Diese Position der Personalnebenkosten – in unserem Beispiel 20,9 % des Bruttolohns (falls dieser über den Bemessungsgrenzen liegt, von den jeweiligen Grenzwerten) – muss also zusätzlich kalkuliert werden.

     

    Mit unserer Excel-Tabelle lassen sich diese Positionen komfortabel berechnen, vorausgesetzt, Sie haben die aktuellen Prozentsätze eingetragen.

     

    Den vom Lohn einbehaltenen Arbeitnehmeranteil sowie Ihren Arbeitgeberanteil, im Beispiel zusammen 320,61 Euro müssen Sie an die jeweiligen Krankenkassen überweisen.

     

    Lohnsteuer

    Vom Bruttogehalt wird zusätzlich noch die Lohnsteuer einbehalten. Diese sind also im Lohn enthalten und stellen keine zusätzlichen Kosten für den Produzenten dar. Für die Berechnung der Lohnsteuer bietet das Finanzministerium ein praktisches Online-Berechnungsformular an. Diesen Betrag müssen Sie ebenfalls vom Bruttolohn einbehalten und an das zuständige Finanzamt für Körperschaften überweisen. Falls Ihre Firma neu ist, müssen Sie dort eine Steuernummer beantragen.

     

    Einige Mitarbeiter benötigen vielleicht von Ihnen auch noch eine Arbeitsbescheinigung. Das Formular dazu bekommen Sie online auf den Seiten der Bundesanstalt für Arbeit. In der Grafik sehen Sie die Abrechnung für einen Wochenlohn von 767 Euro.

     

    Unter 325,00 Euro Monatsverdienst fällt keine Lohnsteuer an. Handelt es sich bei dem Beschäftigungsverhältnis um ein Praktikum als Bestandteil eines Studiums oder einer Ausbildung, so entfällt evtl. die Versicherungspflicht im Bereich Rentenversicherung.

    Diese Berechnungen sind beständigen Veränderungen unterworfen und ohne Gewähr. Die aktuellen und verbindlichen Infos bekommt man über die Krankenkassen und das Finanzamt.

     

  • Neil Postman

    Vater der Medienkritik

    Fernbedienung

    Fernbedientes Leben

    Wer immer sich heute kritisch mit den Medien beschäftigt, kommt an den Thesen des amerikanischen Medienkritikers Neil Postman nicht vorbei. Bekannt wurde der ehemalige Volksschullehrer durch Bücher wie "Das Verschwinden der Kindheit" oder "Wir amüsieren uns zu Tode". Er war nicht der Erste, der sich mit dem Einfluss der Massenmedien auf die Gesellschaft beschäftigt hat, seine kritische Brille durch die er Medien und Menschen beobachtete war jedoch besonders Düster. Und doch ist das, was heute technisch möglich ist, um so viel perfider und gefährlicher, dass seine Kritik eigentlich nur ein vorsichtiger Anfang gewesen sein kann. Die Möglichkeiten der Manipulation sind durch die Rückkanäle internetfähiger Flatscreens so mächtig und undurchsichtig zugleich geworden, dass wir in dieser Hinsicht vermutlich noch viele Enthüllungen zu erwarten haben.

     

    Blinde Technik-Gläubigkeit

    Eine seiner zentralen Ideen, die der amerikanischen Technik-Gläubigkeit diametral entgegenstand, war, dass jede technische Erfindung stets sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringe. Auch, wenn seine Thesen durchaus die Realität schon mal etwas in seinem Sinne optimierten und wichtige Aspekte etwa zur Definition der Kindheit ausblendeten, so haben Sie in jedem Fall wichtige Diskussionen entfacht. Seine messerscharfe Kritik an den westlichen Gesellschaften stellte etwa in "Amousing Ourselves to Death" die These auf, dass die staatliche Zensur früherer Jahre, also das Vorenthalten von Informationen durch das Ertränken der Menschen in belanglosen Informationen, ersetzt wurde. Die permanente Fütterung mit neuen Bildern würde zudem in den Menschen das Geschichtsbewusstsein aufheben. "Die Amerikaner wüssten alles über die letzten 24 Stunden, aber so gut wie nichts über die vergangenen Jahrhunderte" folgerte Postman.

     

    Reizüberflutung

    Als Kulturpessimist wetterte er gegen die Allmacht der Medien, die Reizüberflutung durch die Fernsehwelt, gegen Manipulation, gegen falsche verlogene Scheinwelten, welche die Menschen kritiklos und verblendet werden lassen. Den positiven Eigenschaften des Fernsehens, etwa eine Demokratisierung des Zugangs zu Informationen, der stärkere kulturelle Austausch der Nationen untereinander oder die Meinungsvielfalt, standen für ihn viel schwerwiegendere Nachteile entgegen. Während die frühere, eher von Printmedien bestimmte Gesellschaft (textbestimmte Kulturen) sich mit Inhalten in Form von Kritik, Überlegung und Diskussion auseinandersetzte, seien die visuellen Inhalte unserer bildbestimmten Kultur erst gar nicht mehr geeignet, in Frage gestellt oder diskutiert zu werden. Dies aber sei Voraussetzung für eine eigene Urteilsbildung und damit für eine funktionierende Demokratie. Schauspielernde Politiker und zu Politikern mutierende Schauspieler á la Schwarzenegger belegen eindrucksvoll, dass Techniken, die bei der erfolgreichen Vermarktung von Waschlotion greifen, inzwischen auch Wahlentscheidungen beeinflussen. Es sind eben nicht mehr Ideen, die entscheidend sind, sondern nur noch Gesichter und deren Präsentation.

     

    Frühwarnungen

    Fernsehfenster

    Sendewelten

     

    Wer mit halbwegs klarem Verstand den Sturzflug an Qualität in den Medien der letzten Jahre verfolgt, begreift, wie berechtigt viele von Postmans Warnungen gewesen sind. Gameshows, Casting-Shows, Voyerismus-Container oder Lifestyle-Geschwafel gehen tagtäglich als unangefochtene Sieger im Kampf um die Aufmerksamkeit der Zuschauer gegenüber den eigentlich wichtigen Themen des Lebens hervor.

     

    Bereits in den achtziger Jahren warnte Postman vor einer "Infantilisierung" und Trivialisierung der Gesellschaft durch die kommerziellen Fernsehsender, deren einzige Prämisse die uneingeschränkte Unterhaltung der Zuschauer sei. Die Vermittlung von Informationen oder gar Wissen würden von diesen Sendern weitgehend zurückgedrängt zu Gunsten quotenorientierter Zerstreuung. Damit einher gehe der Verlust unserer Fähigkeit, uns auf längere sprachliche Argumentationen zu konzentrieren.

     

    "Denken kommt auf dem Bildschirm nicht gut an" war eine der provokanten Theorien des Neil Postman. Auch den hochfinanzierten neuen Techniken, etwa dem interaktiven Fernsehen, stand er äußerst kritisch gegenüber. Eine Illusion des Bedeutenden werde in Zusammenhang mit diesen Technologien geschaffen, die nicht gerechtfertigt ist. Was das Problem sei, das durch die neue Technologie gelöst werde, und wessen Problem es sei, waren seine Kernfragen in diesem Zusammenhang. Er zweifelte an, dass Menschen tatsächlich 500 bis 1000 Programme sehen wollten und sollten.

     

    Wir leben durch die Medien

    Die Medien und nicht mehr die Menschen selbst, so Postman, seien es, die durch lückenloses Werbefeuer und Entertainment das bestimmen, was wir erleben, welche Erfahrungen wir machen, was wir wissen, denken, empfinden und wie wir über unsere Nachbarn denken. Unsere alltägliche Sorge, ob wir mit unserer Kleidung, Frisur und den Turnschuhen den aktuell angesagten Klassenzimmer-, Arbeitsplatz-, oder Gesellschafts-Zwängen genügen, belegt auf recht eindrucksvolle Weise, wie richtig diese These war. Neil Postman war ein leidenschaftlicher Kämpfer für die menschliche Vernunft und gegen die Bevormundung durch die Medien. Seine Warnungen wurden und werden kontrovers diskutiert. Doch wie es scheint, ist der Wunsch der Menschen nach Zerstreuung und Ablenkung stärker als die Sorge um den Verlust der Kritikfähigkeit und der geistigen Freiheit.

     

  • Netflix und Co

    Was in den Staaten schon seit Jahren ein kommerzieller Erfolg ist, lehrt vom 16. September 2014 an auch in Deutschland vor allem die Privatsender das Fürchten. Streaming-Dienste gibt es ja schon etliche Jahre in Deutschland, was macht den neuen Anbieter so anders?

     

    Selbstbestimmtes Fernsehen

    Dass die jungen Zuschauer kaum mehr öffentlich-rechtliches Fernsehen schauen, ist keine neue Erkenntnis. Dies beschäftigt die gebührenfinanzierten Sendeanstalten intensiv und aktuell sehen sie ihre Rettung in fragwürdigen cross-medialen Weiterführungen ihres konventionellen Programms im Internet auf unterschiedlichsten Wegen. Der Begriff des Second Screen, auf dem die jungen Zuschauer Zusatzinformationen zum Programm abrufen können, sowie die Mediatheken von ARD, ZDF, 3Sat und Arte sollen die verloren geglaubten Zuschauer wieder einfangen, bevor die klassischen Sender gänzlich der Bedeutungslosigkeit anheim fallen. Natürlich berührt die neue Konkurrenz auch die Bezahldienste wie Sky, Telekom Entertain, Kabel Deutschland, Maxdome etc. Denn die Bezahlangebote bei Netflix wildern natürlich genau in deren Kundenkreis: Zuschauer, die bereit sind für attraktive Angebote auch zu bezahlen.

     

    Was macht Netflix anders, dass diese öffentlich-rechtlichen Bemühungen eher hilflos als erfolgversprechend wirken? Nun erst einmal ist Netflix ein "Video on demand"-Anbieter, bei dem sich die Zuschauer nicht mehr vorschreiben lassen, wann sie was und wie anschauen. Sie entscheiden selbst, woran sie interessiert sind und auf welchem Bildschirm sie es anschauen.

     

    Andere Kunden interessierten sich auch für...

    Was aber Netflix so besonders macht, ist, dass hier das Zuschauerinteresse massiv analysiert (manch einer sagt auch ausspioniert) wird. Das, was also Google, Amazon & Co seit vielen Jahren tun, um die Kaufabsichten und Interessen ihrer User möglichst gewinnbringend zu lenken, nutzt Netflix, um maßgeschneidert Programme anzubieten und sogar in Auftrag zu geben, die von möglichst vielen Zuschauern gemocht werden und von ihrer Story und dramaturgischen Entwicklung her den Wünschen der Zuschauer möglichst nahe kommen. Nutzerprofile, bei denen man dem individuellen Zuschauer Angebote macht "was ihn auch interessieren könnte", werden mit speziellen Algorithmen ständig optimiert. Die Erfolgsserie "House of Cards" etwa wurde von Netflix hergestellt und erfreute sich großer Beliebtheit. Und Netflix Germany will auch in Deutschland produzieren lassen.

     

    Ein Privatsender darf das, darf sich dem Geschmack einer Mehrheit anpassen, darf den gemeinsamen Nenner suchen. Öffentlich-rechtlichen Sendern aber würde es gut anstehen, diesem Ansatz gerade nicht zu folgen. Denn der Geschmack einer Mehrheit ist nicht zwingend auch gut und nicht zwingend das, was die Gesellschaft braucht, fördert und weiterentwickelt. Übertragen auf die Ernährungsindustrie würde die Mehrheit auch eher für zuckertriefende Limonaden voten als für gesunde, frische Säfte oder gar pures Wasser. Das Auftauchen von Netflix und anderen VOD-Diensten sollte also auch Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen Sender haben, ihre eigentlichen Verpflichtungen genauer zu überprüfen. Nur so und nicht durch noch mehr Annäherung an das Niveau der Privatsender lässt sich auf längere Sicht der Einzug von Fernsehgebühren rechtfertigen. Man darf also gespannt sein.

     

  • Neue Medien

    Film im Internet

    Videowall

    Videowall für Sportübertragung

    Sie sind auf dem Vormarsch und gestalten die Medienwelt erheblich um:

    Filme bzw. TV-Programme werden über ein weltweites Netz verbreitet, das Internet.

     

    Eines der zahlreichen Nadelöhre auf dem Weg zu Internet-TV sind die Übertragungsbandbreiten. Die Verbreitung von DSL- Zugängen hat inzwischen fast alle Internet-Haushalte erfasst. Allerdings sind die maximal möglichen Übertragungsraten sehr relativ. Oft begrenzen die Programmanbieter bereits die Geschwindigkeit, um ihre Leistungsfähigkeit möglichst viele Datenstreams bereit stellen zu können, nicht zu gefährden.

     

    Datenschmelze

    Um die zu bewältigende Datenmenge Internet-gerecht zu reduzieren, werden verschiedene Techniken angewandt:

     

    1. Reduktion der Auflösung
      Je weniger Pixel (Bildpunkte) gespeichert werden, desto unschärfer, aber auch platzsparender wird das Bild
    2. Reduktion der Bildwechselfrequenz
      Die Anzahl der Bilder pro Sekunde wird reduziert, um weiter Platz einzusparen. Besonders Webcams, die mit 5 bis 1 Bildern pro Sekunde oder noch weniger die Datenflut begrenzen, arbeiten damit. Film kann man das allerdings kaum noch nennen.
    3. Kompression der Bildinformationen Es gibt zahlreiche Algorithmen (Codecs), die mehr oder weniger erfolgreich versuchen, Bildinformationen, die das menschliche Auge nicht oder kaum wahrnimmt, wegzulassen, um so die Datenmenge weiter zu reduzieren. Wer glaubt, dass mit HD, 2K oder 4K immer mehr Daten durch die Kabel wandern, der täuscht sich, vor allem die Datenkompressionen werden effizienter. Allerdings ist das Dekodieren effizienterer Codecs meist rechenintensiver. Man braucht schnellere Prozessoren.

     

    Download-Techniken

    Daneben finden auch verschiedene Techniken Anwendung, um den Datenverbrauch des Tons so niedrig wie möglich zu halten.

    Noch nichts zu sehen? So langsam und qualitativ schlecht war Streaming Video zu Beginn

    Eine Möglichkeit ist, dass der Benutzer Videodateien downloadet, z.B. als MPEG-1, MPEG-2 oder MPEG-4 oder in den verbreiteten AVI- oder QuickTime-Formaten.
    Diese Videos können – einmal gedownloadet - mithilfe von Software-Playern von der Festplatte beliebig oft wieder abgespielt werden.

     

    Wo sich vor einigen Jahren noch durch die relativ geringe Übertragungsgeschwindigkeit winzige Datenmengen quälten und trotz starker Datenkompression nur qualitativ schlechte Bilder möglich waren, sind heute Programme in HD Sendequalität zu sehen.

     

    Kompressionsverfahren

    Es gab und gibt zahlreiche Projekte, speziell für das Web entwickelte Miniserien zu präsentieren. Und alle größeren Softwareentwickler für nichtlineare Computerschnittplätze entwickelten Softwarelösungen, um moderne, qualitativ hochwertige Kompressionsverfahren in ihre Schnittlösungen zu integrieren.

     

    Besonders viel Energie und Geld investieren Programmanbieter in Maßnahmen, die verhindern sollen, dass die Filme auf Festplatte zwischengespeichert werden können. Doch wie bei der Fabel vom Hasen und dem Igel haben Hacker es bisher immer wieder geschafft, Schutzmechanismen zu knacken. Damit wurden all die Investitionen, die letztlich die zahlenden Kunden finanzieren müssen, wieder obsolet.

     

    Besonders die Inhaber der Filmrechte möchten private Kopien verständlicherweise verhindern, Über die grundsätzliche Realisierbarkeit eines „sicheren“ Kopierschutzes bestehen zwar berechtigte Zweifel, aber die Industrie hat es bisher immer verstanden, es den Konsumenten schwer genug zu machen, damit sich die Anzahl illegaler (und auch legaler, privater) Kopien in Grenzen hält.

     

    Media-Streaming

    Die bisherige Lösung hierfür heißt Streaming Video, oder auch Media-Streaming. Das ist die gleichzeitige Übertragung von Video, Ton und Daten in einem gleichmäßigen Datenstrom, der von einem Server abgegeben und beim User abgespielt wird.

     

    Man unterscheidet hier “Progressive Streaming“ und “Realtime Streaming“. Beim Progressive Streaming werden zunächst Daten auf den Computer downgeloaded. Ab einer bestimmten Datenmenge als Puffer beginnt der Player, das Video abzuspielen. Durch die zeitliche Verzögerung kann man nur Videos auf diese Weise übertragen, Life- Übertragungen sind nicht möglich.

     

    Beim Realtime Streaming haben wir es mit einer Übertragung in Echtzeit zu tun, ohne Vorlauf und Puffer. Hier sind die Ansprüche an den Übertragungsweg höher. ADSL und TDSL sind hier angesagt. Dann sind auch Life-Events (Konzerte, Ereignisse etc.) übertragbar.

    Wichtig hierfür sind vor allem Breitband-Netze und hochwertige Kompressionsverfahren, welche die Datenmengen reduzieren, ohne die Qualität sichtbar oder hörbar leiden zu lassen.

     

    Der von der Moving Pictures Expert Group entwickelte MPEG-4-Standard ist ein  Kompressions- und Übertragungs-Verfahren, das Multimedia, besonders aber Video, durch Netze auch geringer Bandbreite schicken soll, aber gleichzeitig auch für künftige Breitband-Anwendungen geeignet ist. Erreicht wird dies, indem die Datenmenge variabel ist. Ein Film etwa kann also, abhängig vom empfangenden Netz, in unterschiedlichen Bandbreiten übertragen werden. Eine zukunftssichere Strategie, der auch andere Hersteller, wie z. B. Real Technologies, durch Eigenentwicklungen Rechnung tragen.

     

    Beispiel: Earthship.tv, Site vom Bruder (John-David) des Titanic Regisseurs James Cameron

    Der britische Sender Channel 4 sendet seit Ende Juni 2006 sein tägliches Programm auch via Internet, zunächst allerdings nur die Eigenproduktionen und nicht etwaige Serien, die angekauft wurden.

     

    Earthship.tv Site vom Bruder (John-David) des Titanic Regisseurs James Cameron
    Channel 4 Der britische Sender Channel 4 sendet seit Ende Juni 2006 sein tägliches Programm an Eigenproduktionen auch via Internet.
    MyVideo MyVideo beginnt in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit 60 Filmen in voller Länge, die durch Werbung unterbrochen werden,
    MSN Video Kinofilme. Am Anfang und danach alle 10 Minuten wird Werbung geschaltet.
    Joost Zu Beginn läuft Werbung, danach ähnliche Titel wie bei MSN Video und MyVideo
    Zattoo Internet Fernsehen mit diversen freien TV-Programmen für Leute ohne Fernseher
    Videoload Videoload betreibt neben dem kostenpflichtigen Service auch ein Gratisangebot mit hauptsächlich älteren und unbekannteren Streifen. Zu Beginn des Filmes wird Werbung eingeblendet. Zu einigen Titeln gibt es auch Making-ofs zu sehen.
    MYSPASS:de Die Produktionsfirma Brainpool zeigt auf dieser Seite Folgen eigener Fernsehsendungen (z.B. Stromberg, Pastewka, TV Total...)
    archive.org Die Seite ist auf Klassiker spezialisiert. Es sind aber auch ältere Interviews und Werbespots zu sehen. Insgesamt stehen mehrere Tausende Titel zur Verfügung
    YouTube YouTube zeigt auf seinem offiziellen Filmkanal vorwiegend ältere Spielfilme. Ungewöhnlich für ein legales Streamingportal: Die Auswahl an verfügbaren FSK 18-Titeln ist relativ hoch.
    Bild.de Einige wenige unbekanntere Filme finden sich auf der Seite Bild.de. Wie im Fernsehen sind Filme mit höheren Altersfreigaben erst ab 22.00 Uhr zu sehen. Finanziert wird das Angebot durch Werbeeinblendungen zu Beginn des Filmes.
    Maxdome Das Gratisangebot von Maxdome wartet mit über 50 Filmen auf. Allerdings ist eine Registrierung beim Portal nötig, auch für das Gratisangebot.
    ARD, ZDF, RTL In ihren Mediatheken präsentieren die Sender hauseigene Produktionen gratis.
    Netflix Günstiger Pay-TV Kanal über Internet
    amazon prime Über 12000 Titel, nahezu alle US Serien usw.
    Videoload Für Kunden des Telekom-Angebots "Entertain", über 15000 Titel
    Watchever Tausende Filme, meist Archivware

     

    Player

    Nicht immer sind die von den Betriebssystem-Herstellern mitgelieferten Player, in der Lage, die Codecs abzuspielen. Als besonders vielseitig und zudem offen in der Struktur gilt der M-Player, den man kostenlos downloaden kann. Download unter: M-Player Noch leistungsfähiger und ebenfalls frei ist der VLC Media-Player.

     

    Wenn ein Film nicht abgespielt werden kann, helfen Programme, herauszufinden, welcher Codec fehlt und wo man ihn beschaffen kann. Zu empfehlen ist GSpot. Ebenfalls sehr mächtig und vielseitig: FFDShow.

    (Zu allen Links gilt wie immer: MC haftet nicht für den Inhalt externer Seiten)

     

    Erfolg kann teuer werden

    Wer über das Web Streaming-Angebote vertreibt, bekommt ziemlich rasch ein weiteres Problem des Internets zu spüren: Jeder Kunde stellt eine neue Internet-Verbindung zum Server dar, wenn also 500 Kunden einen Film anschauen, müssen 500 einzelne Verbindungen einzelner Rechner zum Server über das Internet hergestellt werden. Während dies für reine Textseiten noch handhabbar ist, entsteht bei Video und Audiodaten ein erheblicher Datenstrom. Damit das funktioniert muss kostspielige Hardware eingekauft und / oder beim Provider für den entsprechenden "Traffic" kräftig bezahlt werden.

     

    Neues Protokoll, neue Möglichkeiten

    Ein besonderes Problem für die Übertragung von Filmen via Internet stellt das bisherige Protokoll dar, nach welchem Datenpakete vom Programmanbieter zum Kunden gelangen. Das aktuelle Internet-Protokoll stammt aus dem Jahre 1973 und war nicht ausgelegt auf die Übertragung von Filmen und Tönen.

     

    Die logische, der Bilderfolge eines Filmes entsprechende Datenübertragung kommt darin gar nicht vor. Bisher werden Daten ohne vorgeschriebene Reihenfolge über das Internet transportiert, ein Verfahren, welches man beim Aufbau beliebiger Webseiten beobachten kann. Mal ist der Text schon komplett und die Werbebanner auch, aber die einzelnen Fotos brauchen noch etwas länger. Für Filme oder Audiosignale ist es natürlich verheerend, wenn die Informationen nicht in der richtigen Reihenfolge und mit unterschiedlicher Verzögerung eintreffen. Verspätete Datenpakete sorgen für Verzögerungen, für das gefürchtete Stottern oder Aussetzen des Internetradios oder Videostreams.

     

    Momentan wird an einem neuen Standard gearbeitet, der neben der Erweiterung von möglichen IP-Adressen (begrenzt u.a. die Zahl der Domains) genau diese Probleme lösen soll und den Streaming-Media endgültig zum Durchbruch verhelfen soll. Das Protokoll heißt IPv6 und wird den einzelnen Datenpaketen im so genannten Header Prioritäten zuweisen. Damit erkennen die Router welche Daten bevorzugt transportiert werden müssen.

     

    So werden Streaming-Daten gegenüber normalen Webseiten-Informationen bevorzugt transportiert und die Wartezeiten für das Internet-Kino oder Fernsehen drastisch verringert.

     

  • Neue Seiten

    Neue Artikel

     

    An dieser Stelle finden Sie einen Überblick über alle neuen Fachartikel der vergangenen Monate.

     

     

Banner Virtual Reality Buch Schmal 2000