The Number 23

 

Kinostart: 22. März 2007

 

USA 2007
Regie: Joel Schumacher
95 Minuten

 

Drehbuch: Fernley Phillips
Kamera: Matthew Libatique
Schnitt: Mark Stevens
Musik: Harry Gregson-Williams
Darsteller: Jim Carrey, Virginia Madsen, Logan Lerman

 

Offizielle Website

 

Walter Sparrow (Jim Carrey) bekommt zu seinem Geburtstag ein Buch von seiner Frau geschenkt. Das Buch trägt den Titel "The Number 23" und enthält die Warnung nicht weiterzulesen, sollte man irgendwelche Parallelen zu seinem eigenem Leben entdecken. Das Buch erzählt die Geschichte von Detective Fingerling, mit dem sich Walter immer mehr identifiziert und dessen Leben auffällig viel mit seiner eigenen Vergangenheit besitzt. So schlüpft Jim Carrey in eine Doppelrolle und wir folgen ihm als Detective Fingerling in die düstere Welt des Buches und Walters Vorstellungskraft, in eine Welt in der sich alles im Leben von Fingerling um die Zahl 23 dreht. Nach und nach wird auch Walter mehr und mehr von dieser Obsession befallen und er macht sich daran, mehr über den Autor des Buches herauszufinden.

Nachdem Carrey in "Die Truman Show" zum ersten Mal sein ernsthaftes Talent unter Beweis stellen konnte, pendelt er nun zwischen teils anspruchsvollen Filmen wie "Der Mondmann" oder "Vergiss mein nicht" und wieder Klamauk wie zuletzt "Bruce Allmächtig" hin und her. In dem Thriller "The Number 23" versucht Carrey es wieder mit einer ernsthafteren Rolle und vermag zu überzeugen. Auch Virginia Madsen und die übrigen Darsteller liefern eine solide Leistung ab. Vor allem ragt jedoch die visuelle Arbeit von Matthew Libatique heraus. Ist der Handlungs- strang in dem Walter mit seiner Familie lebt und dem Mysterium des Buches auf die Spur kommen will, noch relativ unspektakulär inszeniert, so wir man in Fingerlings Welt mit stimmungsvollen Bildern und atmosphärischer Dichte verwöhnt. Dazu trägt auch der von Harry Gregson-Williams komponierte Soundtrack seinen Teil bei. Reduzierte Melodien und Bässe, die einen unwillkürlich an das Schlagen des eigenen Herzens erinnern lassen.

Leider vermag die Story einen nicht die ganze Zeit über vollends zu fesseln, was wohl auch daran liegt, dass einem das Mysteriöse nach und nach vollends erklärt wird und so seine Faszination einbüsst. Es bleibt nichts Rätselhaftes zurück. Schumacher ist nun mal ein Regisseur für das Massenkino, hat mit diesem Film jedoch wieder einen seiner besseren Filme abgeliefert.

Gesehen von Alexander Truxa

 

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