Die Prophezeiungen von Celestine

 

Die Prophezeihung von Celestine

Daten

 

Die Prophezeiung von Celestine

USA 2005, 100 Min

REGIE: Armand Mastroianni
DREHBUCH: James Redfield, Barnet Bain, Dan Gordon
KAMERA: R. Michael Givens
SCHNITT: Maysie
DARSTELLER: Jürgen Prochnow, Thomas Kretschmann, Matthew Settle, Sarah Anne Wayne Callies, Hector Elizondo  

 

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Regie: Armand Mastroianni

 

Kinostart: 8. November 2007

 

Der millionenfach in den USA verkaufte Roman des Autoren James Redfield, der  vor zwei Jahren verfilmt wurde, liegt nun in der deutschen Synchronfassung vor - und sorgt für beeindruckende Besucherzahlen. Erklären kann ich mir diesen Umstand nur durch dir Popularität des Buches und einem ansteigenden Bedürfnis nach einer Vision, einer Perspektive für unsere konsumgesättigte Gesellschaft. Die Prophezeiungen von Celestine verbreiten eben diese Botschaft von einem möglichen Weltfrieden durch eine Besinnung auf andere Werte als Materialismus und Geltungssucht. Der Handlungsstrang dreht sich um einen Geschichtslehrer, der nach Peru reist und dort durch eine Reihe von "Zufällen" Menschen begegnet, die ihn an die "Prophezeiungen von Celestine" heranführen, einer Handvoll frühchristlicher Schriftrollen, die eine Botschaft universeller Verbundenheit der Menschheit durch eine schöpferische Energie verbreiten. Die Prophezeiung sagt voraus, dass die Menschen sich auf diese Energie zurückbesinnen  und einen universellen Frieden erschaffen werden, weil dieser Weg an den absoluten Wahrheitsansprüchen der einzelnen Religionen vorbeiführt. Natürlich ist die Nachricht vom Fund der Schriftrollen auch schon an die Ohren von Kirche und Regierung gelangt, die nun aus unterschiedlichen Motiven daran arbeiten, dass diese Botschaft nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Eine wilde Jagd beginnt, mit Guerillakämpfen im Dschungel und Erleuchtungsmomenten vor atemberaubender Fototapeten - Landschaft. Um die Handlung zu unterstreichen, erstrahlen Protagonisten und Kulisse abwechselnd in den schillerndsten Farben, um die "göttliche Energie" für den offensichtlich zurückgebliebenen Zuschauer zu visualisieren. Auch die schlechte Synchronisation verhinderte den Einstieg in die Welt der "Alles wird gut wenn wir uns ganz doll lieb haben" - Kämpfer. Erstaunlich, wie ein so teuer produzierter Film sich diese schwachen Momente leistet - von der schauspielerischen Leistung ganz zu schweigen. Es bleibt der fade Nachgeschmack eines verlorenen Vormittages. Schade, denn die Grundbotschaft der Vorlage entspricht durchaus neuesten Erkenntnissen aus Hirnforschung und Physik - bleibt zu hoffen, das dieser Schmachtschinken wenigstens einige Menschen für diese interessante Thematik gewinnt. Denn eine Rückbesinnung auf die eigene Intuition und ein selbstbestimmtes, erfülltes und Sinn - volles Leben kann uns sicherlich nicht schaden. Trotzdem empfehle ich einen unabhängigen Einstieg, denn bei der Recherche auf der deutschen wie auf der amerikanischen Seite beschleicht einen das Gefühl, hier sei eine neue Sekte im Entstehen. Fazit: Interessantes Thema - beeindruckend anspruchslos umgesetzt.

 

Gesehen von Ana Püschel

 

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