The Road

 

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Regie: John Hillcoat

 

Kinostart: 07.10.2010

 

Auf dem Kultroman aus 2006 von Cormac McCarthy basierend, erzählt "The Road" von einer besonderen Vater-Sohn Beziehung, die aufgrund schwerer äußerer Umstände auf die Probe gestellt wird. Dieser neueste Film des australischen Regisseurs John Hillcoat, erweist sich als ein sehr kraftvolles Werk, welches weniger durch geballte Action, als durch eindringliche Momente überzeugt. Die Starbesetzung mit Viggo Mortensen (Der Vater) und Charlize Theron (Die Mutter), sowie dem jungen Protagonisten Kodi Smit-McPhee (Der Sohn) ist für dieses düstere Drama zudem sehr passend gewählt. Die Story ist an sich recht schlicht gehalten. Ein Vater befindet sich mit seinem Sohn auf einer langen Straße inmitten des Chaos einer zerstörten Erde. Wodurch ihr Lebensraum verwüstet wurde, wird hier nicht zum großen Thema gemacht. Der Fokus wird auf die Welt gelegt, wie sie nach einer globalen Katastrophe aussieht - eine postapokalyptische Welt - ! Die beiden Charaktere gehören zu den sehr wenigen Überlebenden des Planeten, auf dem wegen der desaströsen Lebensumstände eine Welle des Kannibalismus ausgebrochen ist. Vater und Sohn zählen sich aber zu den "Guten", die solche schrecklichen Sünden nicht begehen und sogar lieber verhungern würden. Doch bei dieser winterlichen Kälte und den Gewalttätigkeiten, die sie umgeben, wird es immer schwerer, sich an die guten Werte zu halten. Glücklicherweise findet dieser Film halbwegs ein Happy End, denn sonst würde man bei dem Anblick all der grauen Bilder überaus frustriert aus der Kinovorstellung hinaustreten. Wenn man nur den Filmtitel betrachtet, wird einem schon klar: Hier handelt es sich wohl um ein Roadmovie! Sicherlich, denn schließlich spielt die Geschichte während der mühsamen Reise zu Fuß, entlang einer großen Straße. Obwohl der Film eine dunkle, ausgestorbene Welt zeigt, strebt er es offensichtlich nicht an, den Zuschauer ausschließlich zu schockieren und in die Depression der Figuren zu versetzen. So kommen neben den frustrierenden Augenblicken nämlich, wenn auch selten, immer wieder hoffnungsvolle Momente auf. Der Glaube an eine bessere Zukunft und die Nächstenliebe gehören somit zu den wichtigsten Aspekten des Films.

 

Natascha Stevenson

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