Shattered Glass

 

Shattered Glass

 

Regie: Billy Rays

 

Erfundene Fakten und ein zerbrochenes Leben "Did I do anything wrong? Are you mad with me? I'm sorry!" Standardsätze von Reporter Stephen Glass (Hayden Christensen), dem Büroliebling von "The New Republic", der mit keinerlei Selbstvertrauen, aber einer umso größeren Portion Charme ausgestattet ist. Alle lieben ihn, bis auf seinen Kollegen Chuck Lane (Peter Sarsgaard), der ihm schon immer mit Skepsis gegenüber stand. Er begeistert alle, inklusive Editor und Chef, mit seinen lebhaften Geschichten, die gedruckt werden, obwohl sie alle frei erfunden sind. Niemand kontrolliert die Fakten und unüberprüft gelangen sie in die Druckerei und in die Zeitung.
Jedoch wird sein Freund und Editor Martin, der ihm immer völlig aus der Hand gefressen hatte (wie alle anderen auch) eines Tages wegen Zwist mit dem Chef durch Chuck ersetzt, der von da an die Zeitung leitet. Alle sind gegen ihn, und als er Stephen Zweifel entgegen bringt, heißt es, er sortiere die ‚Martin-Treuen' aus. Doch sein Misstrauen wird eines Tages überraschend von einem anderen Journalisten gestützt - Adam Penenberg (Steve Zahn). Er rückt Glass auf die Pelle und entlarvt schließlich die Lügengeschichten, die er allen aufgetischt hat. So steht Stephen mit seinen zwar spannenden, toll geschriebenen aber halt rein erfundenen Münchhausen-Geschichten plötzlich vor dem Aus seiner Karriere. Billy Rays Erstlingswerk als Regisseur ist ein Film, der die Verantwortung von Journalisten gegenüber der Welt behandelt und dabei fast die Schwelle zum Thriller übertritt. Christensen liefert, nachdem er in den Star Wars Filmen noch nach der Pfeife von George Lucas tanzte, neben "Das Haus am Meer" eine weitere beeindruckende schauspielerische Leistung ab. Er spielt den verwirrten, scheinbar unschuldigen Jungen, der eine gestörte Kindheit hinter sich hat und sich schließlich trunken von dem nicht verdienten Erfolg immer weiter in seine Phantasien hineinsteigert. Leider wurde Steve Zahns Rolle nicht so behandelt, wie sie es verdient hätte. Ein paar Sätze mehr wären sicher nicht schlimm gewesen. Auch der plötzliche Sympathiewechsel von Stephen zu Chuck, vollzieht sich etwas zu schnell. Eigentlich mag man noch Stephen, der ist aber leider von jetzt auf nachher der Arsch ist. Aber dafür ist es schließlich eine wahre Geschichte, die es sich sicher lohnt anzuschauen.

 

Gesehen von Kathrin Metzner

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