Eine andere Liga

 

 

Eine andere Liga

Daten

Eine andere Liga

99 Min., D 2004

REGIE: Buket Alakus
DREHBUCH: Buket Alakus, Jan Berger
KAMERA: Bella Halben
SCHNITT: Andreas Radtke
DARSTELLER: Karoline Herfurth, Ken Duken, Thierry van Werveke, Zarah Jane McKenzie

Regie: Buket Alakus Kinostart: 20. Oktober 2005 Der Film "Eine andere Liga" von Buket Alakus involviert gekonnt das Thema "Brustkrebs", wodurch er zu einem anspruchsvollem Teeniefilm wird, der jedoch um ein paar Klischees nicht herumkommt. Die 20-jährige Fußballnärrin Hayat (Karoline Herfurth) erfährt, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist, was ihr Leben von nun an für immer verändern wird. Dennoch möchte sie so schnell wie möglich in ihr altes Leben zurückkehren und beginnt gegen den Willen ihres Vaters mit dem Training. Jedoch kann sie in ihre alte Mannschaft nicht zurückkehren, da diese bereits einen neuen Kapitän eingesetzt hat. Daraufhin schließt sie sich dem zusammengewürfelten Frauenteam FC Schanze an, welches von dem trägen Trainer Toni (Ken Duken) trainiert wird. Schnell ist jedoch durch Hayat die Motivation bei allen geweckt und das Training kann beginnen. Toni versucht Hayats Herz zu erobern und lässt sich auch durch ihre abweisende Haltung nicht abschrecken. Hayat hat vor allem Angst vor Tonis Reaktion auf ihren körperlichen Makel und ist hin- und hergerissen, da sie ebenfalls eine gewisse Zuneigung zu ihm verspürt. Der Kampf um Liebe und Leben beginnt. Karoline Herfurth ("Mädchen, Mädchen") hat sich mittlerweile zu einer ernsthaften Schauspielerin gemausert. Man nimmt ihr durchaus die zugleich zerbrechliche und starke Rolle ab. Der ganze Film erinnert ein bißchen an "Kick it like Beckham", was jedoch an dem Thema Fußball und der Liebe zum Trainer zu liegen scheint. Ansonsten unterscheidet er sich schon allein durch die Ernsthaftigkeit des Themas „Brustkrebs". Jedoch kommt der Film um die beliebten Teenie-Klischees nicht herum. Da gibt es zum einen das Team FC Schanze, welches aus den typisch gegensätzlichen Charakteren besteht und nicht einmal ansatzweise in der Realität eine Chance hätte, in einem Ligaspiel bestehen zu können. Dann natürlich der Macho Toni mit seinem weichen Kern, der es gerade auf das unscheinbare Küken Hayat abgesehen hat. Und der Vater (Thierry van Werveke), der seine Fürsorge extrem übertreibt und Hayat am liebsten einsperren würde. Die Story ist sehr vorhersehbar und man sollte wissen, dass Fußball bei diesem Film reine Nebensache ist und es vor allem um das Erwachsenwerden geht. „Eine andere Liga" ist ein netter Film für Jugendliche, jedoch keine Pflicht.

 

gesehen von Sonja Dressel

 

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