Elle s'appelle Sabine

 

Regie: Sandrine Bonnaire Sabine Bonnaire, die Schwester der berühmten französischen Schauspielerin Sandrine Bonnaire, leidet an Autismus. Dennoch war sie ein hübsches, lebensfrohes und talentiertes junges Mädchen. Mit strahlendem Lächeln schaut sie in die Kamera ihrer Schwester. Sabine bringt sich selbst Klavier spielen bei, lernt Englisch und tanzt mit ihrer Familie. Das war bevor sie 5 Jahre in einer psychiatrischen Klinik verbracht hat. Wenn man die Bilder ihrer Kindheit und Jugend mit heute vergleicht, ist Sabine kaum wieder zu erkennen. Sie hat über 30 Kilo zugenommen, ist völlig auf die Hilfe ihrer Betreuer angewiesen und hat alle ihre Talente verloren. Wie ist so eine Wandlung möglich? Sabine wächst bei ihrer Familie auf und geht wegen ihres auffälligen Verhaltens auf eine Sonderschule. Besonders gut versteht sie sich mit ihrer Schwester Sandrine. Diese erfüllt ihr auch ihren größten Wunsch. Gemeinsam reisen die beiden nach Amerika. Nachdem ein Geschwisterteil nach dem anderen das Elternhaus verlässt und die Mutter mit ihr umzieht, fühlt sich Sabine wohl ausgestoßen. Sie wird aggressiv vor allem gegenüber ihrer Mutter. Diese weiß sich nicht anders zu helfen und weißen sie in die Psychiatrie ein. Sandrine schließlich nimmt sich ihrer Schwester an. Macht sich auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft für ihre Schwester. Durch ihre Berühmtheit gründete sie letztendlich mit Hilfe eines Arztes ein Heim für Betreutes Wohnen. Endlich wird nun dort auch Sabines Krankheit diagnostiziert: psychischer Infantilismus mit autistischen Verhaltensweisen. Der Film ist ein sehr einfühlsam und bewegend. Man möchte den Bildern am liebsten keinen Glauben schenken, kann die Verwandlung der jungen Frau nicht fassen. Von der Zeit, die Sabine in der Klinik verbringt, gibt es keine Bilder. Genauere Informationen über die versuchten Behandlungsmaßnahmen werden auch keine gegeben, die Verantwortlichen werden nicht erwähnt. Der Film ist sehr berührend. Man spürt die Vertrautheit der beiden Geschwister. Immer wieder stellt Sabine die Frage, ob Sabine am nächsten Tag denn wirklich wiederkäme. Nach alle den Jahren  zeigt Sabine langsam wieder auch Emotionen in Momenten des Glücks. Freudentränen fließen, als sie die Videoaufnahmen von ihrer Reise nach Amerika zum ersten Mal zu sehen bekommt. Die täglichen Medikamente konnten seit ihrem Leben im neuen Heim auch schon um die Hälft reduziert werden. Sandrie Bonnaire ist nicht vorwiegend daran interessiert einen Schuldigen für das Leiden und den psychisch und gesundheitlichen Zustand ihrer Schwester zu finden. Vielmehr schafft sie ein liebevolles Portrait über ihre Schwester und ihr Leben in einem Heim, das versucht voll und ganz auf seine Bewohner einzugehen, ihnen die bestmögliche Förderung zu gewähren. Ein gelungener Film, sehr einfühlsam gedreht.

 

Gesehen von Eva Leiblein

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