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Adobe baut seine Firefly KI zu einem veritablen Produktionszentrum aus und erfüllt damit viele Wünsche. Das Unternehmen hat angekündigt, Firefly zu einem HUB auszubauen, in welchem nun jede Phase des kreativen Prozesses vom Brainstorming über das Entwerfen bis hin zu Animation, Schnitt und sogar Sounddesign gebündelt werden. Möglich wird dies durch das neue "Firefly Image Model 5" (IM5) das bislang fortschrittlichste generatives Modell des Unternehmens. Doch was genau ist darunter zu verstehen?

Adobe hat sein IM5 in Zusammenarbeit mit Google, OpenAI und Luma AI entwickelt und ist in der Lage, hochauflösende, fotorealistische Bilder und Animationen herzustellen, die sich auf einem professionellen Niveau bewegen. Damit wird Firefly zu einer harten Konkurrenz für teure Profisysteme mit denen derzeit bei anspruchsvollen Filmprojekten großer Studios gearbeitet wird.

 

Tonbearbeitung inklusive

Firefly bekommt eine eigene Timeline, die es möglich macht, generierte Videoclips, animierte Szenen und mehr miteinander zu kombinieren. Ergänzend kann ein integriertes Soundtrack Tool passende Musik komponieren, die von Adobe lizensiert ist. Firefly kann Geräusche aber auch menschliche Stimmen in zahlreichen Sprachen generieren.  Für die Sprachebene erzeugt Firefly in der gewünschten Art, Haltung, Tonalität und Tempo, Voice Overs oder auch Sprachsynchronisationen.

Das Tool nennt sich "Generate Soundtrack" und erzeugt produktionsfertige Instrumentals, die auf den Charakter und das Tempo des Projekts abgestimmt sind. Die Originaltöne werden von dem Tool "Enhanced Speech" von Störungen und Hintergrundgeräuschen gereinigt. Foley-Effekte werden ebenfalls von Firefly generiert.

Ob man diese Fähigkeiten nun für aussagekräftige Laylouts, Storyboards und Animatics verwendet oder damit gleich in Produktion geht,- die Qualität ist offenbar beeindruckend und mit 4 K absolut auf der Höhe der Zeit. Genau wie bei anderen Adobe Anwendungen kann man die Veränderungen non Destructive vornehmen, also immer wieder zu einem früheren Stand zurückkehren, wenn man nicht zufrieden ist. Das Arbeiten mit Ebenen erlaubt die gewünschten Anpassungen.

 

Individualisierung

Auch dem Problem der mangelnden Konsistenz und Gestaltbarkeit von generativer KI versucht Adobe etwas entgegen zu setzen. Dies wird durch eine neue Custom Model-Funktion erprobt (bislang nur in der Beta-Version), mit deren Hilfe die Anwender eigene Bilder (maximal zehn Stück) hochladen können, um ein individuelles Modell mit einem konkreten Äußeren, einem bestimmten Look- oder gestalterischen Stil zu trainieren. Dies könnte die Erwartungen vieler Studios treffen, die Frage ist, ob dafür zehn Geschmacksmuster genügen können. Aber es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.

 

Social Media-Gadgets

Natürlich spricht Adobe auch den breiten Kreis der Video-Blogger und Influencer an. Das Tool "Project Moonlight" formatiert und optimiert Videos automatisch für Social-Media-Plattformen. Das geht so weit, dass regelrechte Umgestaltungen vorgenommen werden, das Timing optimiert wird, Schriften angepasst werden und mehr. Gerade wenn Anwender verschiedene Plattformen bedienen, ist es eine große Arbeitserleichterung, dass diese Anpassungen automatisch hergestellt werden.

 

Für Filmemacher und Content-Ersteller eröffnen sich damit ganz neue Möglichkeiten, insbesondere, weil Firefly auch in Premiere und Photoshop integriert wird und damit die kreativen Optionen noch einmal deutlich erweitert werden.

 

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