
Regie: Christophe Gans
Verleih: Leonine Distribution
Länge: 106 Min.
Kinostart in Deutschland: 05. Februar 2026
Die Stadt im Nebel ist zurück
Nach bereits zwei Verfilmungen der Videospielreihe ist nun mit "Return to Silent Hill" Teil Drei in den Kinos angekommen. Dieser erzählt die Geschichte von James Sunderland und basiert auf dem Spiel "Silent Hill 2" von 2001. Der Künstler James Sunderland (gespielt von Jeremy Irvine) bekommt, nach dem Tod seiner Freundin Mary Crane (gespielt von Hannah Emily Anderson), sein Leben nicht mehr auf die Reihe. Er verliert sich im Alkohol und zu seinen Therapiestunden geht er nur unregelmäßig. Als er eines Tages einen mysteriösen Brief in seiner Wohnung findet, schöpft er neue Hoffnung. Der Brief ist tatsächlich von seiner todgeglaubten Freundin, die ihn bittet nach Silent Hill zurückzukehren. James bricht sofort auf um sie zu suchen. Dort angekommen ist aber nichts mehr wie es mal war. Die Stadt ähnelt einer Geisterstadt, die vollkommen in Nebel gehüllt ist. Die Gebäude sind teilweise zerfallen und es regnet ununterbrochen Ruß vom Himmel. Trotzallem trifft James auf ein paar Bewohner, die alles andere als normal sind. Auf der Suche nach Mary muss James die düsteren Geheimnisse der Stadt lüften sowie gegen seine eigenen Dämonen kämpfen.

Der Film bietet eine schöne sowie stimmige Kulisse und hat einige ikonische Elemente aus dem Spiel übernommen, wie z.B. die Spiegelszene mit James. Technisch gesehen gab es zu Beginn des Films eine interessante Kameraeinstellung und zwar als James in einer Bar in eine Schlagerei gerät, sahen wir diese aus der POV von James. Diese Einstellung stach besonders hervor, da sie nur in dieser einen Szene im Film vorkam. Die wundervolle Musik wurde von Akira Yamaoka komponiert, der bereits für die beiden Vorgänger sowie die Videospiele den Soundtrack produzierte. Trotz der bedrückenden Atmosphäre und den tollen Special Effects der Monster kommt das gewohnte Silent Hill Feeling nicht so ganz auf. Die Geschichte sorgt teilweise durch diverse Rückblenden für Verwirrung und man kann nicht wirklich eine Bindung mit den Charakteren, vorallem mit James, aufbauen. Deswegen wird die eigendlich so emotionale Geschichte fast nur zum Beiwerk. Richtige Schockmomente bleiben leider auch aus. Die Monster werden jeweils nur kurz in Szene gesetzt bis sie dann wieder schnell verschwinden. Besonders die Szenen mit Pyramid Head und den Krankenschwestern sahen recht unspektakulär aus, um nicht zu sagen fast schon enttäuschend.
Was uns in den Spielen in pure Angst versetzt hat, ist diesem Film nur bedingt gelungen. Wer Silent Hill 2 kennt, könnte vielleicht enttäuscht werden. Mehr Grusel und schaurig-schön inszinierte Monster sowie eine nicht so verzwickte Geschichte hätten dem Film gutgetan. Trotzdem kann man sich als Fan auf eine erneute Reise nach Silent Hill freuen, sei es nur um unsere Lieblingsmonster wieder in Action zu sehen.
Gesehen von Celine Arndt

