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Blick auf die Media Idol Stage, auf dem vor allem junge Medienthemen wie Influencer, Medienknowhow und Berufsausbildungen thematisiert werden

 

"WTF" als Motto der Medientage will nicht das meinen was man vermutet sondern das F soll für Future stehen und will damit all die Herausforderungen, Chancen und Verwerfungen abbilden welche für die Menschen aktuell wichtig sind. In diesem Jahr stehen im Zentrum des Großevents rund um Medien, wen wundert es, die Zukunft der Medien und die Künstliche Intelligenz. Erneut findet die Veranstatung wieder im Münchner Werksviertel hinter dem Ostbahnhof im House of Communication statt.

Eröffnet wurden die Medientage mit dem sogenannten Mediengipfel auf der größten der vier Stages mit Grußworten (Dr. Thorsten Schmiege, Florian Haller), einer Rede (Dr. Wolfram Weimer), kurzen Gesprächen (Dr. Markus Söder), Comedy (Oliver Kalkofe) und einer Diskussionsrunde (Florian Hager, Jagoda Marinić, Stephan Schmitter und Dr. Christian Wegner). Moderiert wurde die Veranstaltung von Eva Schulz. Ausgerechnet mitten in dem Impulsvortrag von Kulturstaatsminister Dr. Wolfram Weimer kam es zu einem Totaltonausfall. Erst versuchte er, lauter zu sprechen und dann kam es nach einigen Minuten doch zum Abbruch seines Impulsvortrags und einer erstaunlich langen Pause. Das ist natürlich peinlich, weil gerade Medienleute wissen, wie wichtig Redundanz ist, dass es immer auch Havariesysteme braucht mit denen man das ausgefallene Equipment ersetzen kann.

 

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Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit dann funktionierte der Ton wieder, wie Moderatorin Eva Schulz verkündete, seien die digitalen Systeme abgestürzt und es musste ein analoges System eingesetzt werden. Das Digitale hat eben auch so seine Tücken. Weimer spricht über Plattformen und die Machtbündelung die diese erreichen, um die Übernahme von Pro7 durch Berlusconi, die Aufstockung der deutschen Filmförderung und mehr. Anschließend gab es ein kurzes Gespräch mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, der die gewohnte Mischung aus Lokalpratriotismus und Medientheorien präsentierte. Er plädierte für für weniger Regulierung und nannte Europa als Weltmeister der bürokratischen Grenzsetzungen, das müsse sich ändern.

In der anschließenden Diskussionsrunde berichtet Christian Wegner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Süddeutschen Zeitung, vom erfolgreichen Umbau der Zeitung weg von einem werbefinanzierten Modell zu einem Abo-Modell. Er wirft spannende Fragen auf, etwa was machen die Chatbots mit den klassischen Verdienstmodellen vieler Webangebote, was mit den Zugriffszahlen? Die Zahlen werden kleiner, man landet nicht mehr auf dem Link sondern liest nur die Zusammenfassung. Man verliert als Webseitenhersteller Traffic, man verliert Werbereichweiten.  Deshalb ist es zwingend notwendig einen neuen Nutzungsvertag zu schließen. Open AI hat alles verändert. Die Inhalte werden umsonst genutzt, ohne dass die Seiten etwas verdienen. Das alte Internet-Modell ist damit kaputt. Das Modell muss den Seiten eine Entlohnung für ihre Inhalte bieten. Dafür braucht es auch eine Technische Infrastruktur um die Seiten zu schützen.

Wie kann man bestehen gegen die KI? Transparenz wird weiter wichtig sein und Wahrhaftigkeit, so das Fazit der Runde.

 

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Der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Gespräch mit Moderatorin Eva Schulz

 

Aber natürlich fand parallel dazu auf anderen Stages ebenfalls Programm statt, besonders intensiv findet dies auf der Media Idol Stage statt, in dem speziell für Jugendliche konzipierten Media 4 You Bereich, wo Fragen der Social Media, Ausbildungsfragen etc. im Mittelpunkt stehen. Auch das Riesenrad im Werksviertel ist zu einem Veranstaltungsort umfunktioniert worden, es dreht sich etxrem langsam und bietet den Teilnehmenden Speakern gewiss einen illustren Ausblick über die Stadt.

 

Brennende und Langzeit-Themen

Natürlich nutzen die diversen Einrichtungen und Verbände der Medienindustrie und Kultur die verschiedenen Stages auch für Veranstaltungen, in denen sie ihre Belange mehr nach Vorne bringen und sich präsentieren können. Über all dem schweben natürlich einerseits Bestandaufnahmen, wie es um die diversen Medien wie Presse, Fernsehen, Radio, Streaming, Social Media etc. so steht und Fragen der Zukunft, was man in unmittelbarer Zukunft erhofft, erwartet oder auch fürchtet.

Natürlich werden die Fragen rund um die Künstliche Intelligenz und was sie für Vor,- und Nachteile aber auch Gefahren mit sich bringt, in all ihren Facetten diskutiert. Panels mit Themen wie "KI Zukunftstool oder Jobkiller?", "Trusted AI", "KI in der Audioproduktion", "Wie KI-Projekte strategisch Wirkung entfalten" oder "Generative Engine Optimization" zeugen von diesem Schwerpunkt und sind nur eine Auswahl des ersten Medientages.

Darüber hinaus gibt es aber eben auch diverse Panels und Vorträge, die sich genauer ansehen, wie es aktuell um die Medien steht, auch und nicht zuletzt in Fragen der Meinungsfreiheit, Unabhängigkeit und neueren Schwerpunkten. Was wollen jüngere Zuschauer,-Hörer, Leser*Innen inhaltlich, technisch und künstlerisch von den Medien? Wie reagiert die Werbeindustrie auf die zahlreichen Veränderungen? Was machen die Chatbots mit den klassichen Klickraten der Webseitenanbieter? Wie verändern sich Suchmaschinen? Wie steht es um die Demokratie und freie Medien, schaffen sie es noch, Meinungsfreiheit und Vielfalt abzubilden? Wie steht es um die Gesellschaftliche Verantwortung der Medien und welche Themen sollte man wirklich nach Vorne bringen? Ständig nur wiedergeben was Trump & Co gerade mal wieder androhen.Und wie wehrt man sich gegen Bestrebungen freie Medien abhängig zu machen?

 

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Panel "Europas Medien und KI" mit Dr. Florian Hermann, Dr. Katja Wildermuth

 

Es gibt also eine Vielzahl von spannenden Themen und nicht zuletzt spielt auch das Networking innerhalb der Branche eine zentrale Rolle bei den Medientagen. Dafür gibt es sowohl online als als auch physisch in Form verschiedener "Get Together" Veranstaltungen reichlich Gelegenheit. Online steht eine Medientage App zur Verfügung, die vielleicht etwas schnell programmiert wurde, zumindest die Rechtschreibkorrektur wurde nicht allzu gründlich vorgenommen und das Scrollen im Ablaufplan ist ziemlich nervig weil der Plan in der App ein Eigenleben hat. Dafür kann man aber Veranstaltungen auch über Kopfhörer verfolgen, seinen Tag planen und sich vernetzen. Nachtrag- Die mühsame  Autoscroll-Funktion der Agenda in der App war am zweiten Tag abgeschaltet. Danke.

Hier geht es zu unserem Bericht über den Tag 2 der Medientage

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