Kino

  • Es war die wohl ungewöhnlichste Literaturverfilmung, die das deutsche Fernsehen je produziert hat. Die DFFB zeigte "Franta" am 31. Mai

  • Manchmal hört man den Begriff,- voller Respekt,- doch was steckt dahinter und was macht A-Festivals anders als andere Filmfestivals?

  • Ahrenshoop Strand 500Das legendäre Ostseebad widmet einmal im Jahr vier Tage dem hochrangigen Arthouse-Kino. Was macht die "Filmnächte" dort so besonders?

  • Arri AlexaArri München bietet generalüberholte, gebrauchte Alexas zu günstigen Preisen an. Lohnt sich das, und was erwartet einen?

  • Wie war sie so, die Berlinale 2011, was waren die Highlights in dieser Ausgabe?

  • Die Einspielergebnisse von Kinofilmen sind eine harte Währung und entscheiden über Wohl und Wehe von Verleihern, Produzenten, Regisseuren und vielen Anderen

  • Mit der C300 bietet Canon erstmals einen dezidierten Profi-Camcorder an, der einen Super 35 Sensor und echte Videokamera-Fähigkeiten mitbringt

  • CinecVom 22. bis 24.9. bringt die Cinec Anbieter und Anwender von professionellem Kamera, Licht, Ton und Gripequipment zusammen

  • Cinema Jove ValenciaAm 22. feierlich eröffnet, zeigt Valencias Nachwuchsfilmfestival im Wettbewerb internationale Kurz,- Spielfilme und Webserien

  • Die #metoo Problematik hat nun den WDR dazu bewogen, seinen Fernsehfilmchef, Gebhard Henke, frei zu stellen

  • Das internationale Filmfestival von Venedig wurde feierlich mit "Aufbruch zum Mond" mit Ryan Gosling eröffnet

  • Themen

    Filmfest Eingang 2015

    Alles ist vorbereitet für das Münchner Filmfest 2015

    Am Donnerstag, dem 25.06.2015, begann das 33. Münchner Filmfest, das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands mit einer großen Eröffnungsvorstellung und anschließendem Empfang. Schauspieler Viggo Mortensen spielte die Hauptroille im Eröffnungsfilm "Den Menschen so fern".

     

    Empfänge

    Zahlreiche Branchenveranstaltungen bieten Gelegenheit, Kolleginnen und Kollegen in entspannter Atmosphäre zu treffen. Dabei jagt in dichter Folge ein Termin den anderen, oftmals verabschiedet man sich von diversen Kolleg-inn-en, um sie kurz darauf beim nächsten Event wiederzutreffen.

     

    Den Einen oder Anderen sieht man sogar im Anzug vorbeiradeln, um die Wege zwischen den Veranstaltungsorten zügig zu überwinden. So etwa beim arte-Empfang, der auch in diesem Jahr wieder im Institut Francais in der Kaulbachstraße stattfand.

    arte Empfang 2015

    arte-Empfang 2015

     

    Das große Zelt wäre gar nicht nötig gewesen, denn im Gegensatz zu letztem Jahr war das Wetter sommerlich. Es ist beinahe schon ein Automatismus, dass es zum Beginn des Filmfestes heiß wird in München. Für die Redakteure des Senders sicherlich eine positive Veranstaltung, zahlreiche Schauspieler-innen, Regisseur-e-innen waren anwesend, als der für den anspruchsvollen Film wohl wichtigste Fernsehsender einlud.

     

    Hier und da wurde heftig diskutiert, ob der neue Film von... eher eine zweistündige alberne Kinoversion einer Satiresendung sei oder provokatives Kino. Immerhin, wenn man streitet, so ist das Kino offensichtlich noch lebendig und polarisierend.

     

    Empfang im Landtag

    CSU Empfang 2015

    CSU-Empfang 2015

    Nach einer Podiumsdiskussion in der Black Box des Gasteigs zum etwas sehr allgemein gehaltenen Thema "Filmstandort Bayern in Deutschland und Europa", lud die CSU zum traditionellen Filmlfest-Empfang in den bayerischen Landtag ein. In seiner Begrüßung gab Thomas Kreuzer einmal mehr ein Bekenntnis für die Förderung der Filmbranche in Bayern ab. Branchenvertreter trafen im Foyer des Landtages und in einem der Wandelgänge zusammen.

     

    Agenturempfang der Agenturen Baumbauer & Unitone

    Diverse Schauspieleragenturen laden während des Filmfests zu Empfängen ein, eine gute Gelegenheit für die Agent-inn-en, die betreuten Schauspieler/n-innen mit Regisseur/inn-en und Produzent/en-innen zu connecten. Der Empfang von Baumbauer und Unitone fand bei bestem Sommerwetter im Innenhof des Café Cord statt. Die lockere Atmosphäre hat sicherlich dazu beigetragen, dass sich die Gäste wohlfühlten.

     

    Empfang der Filmanwälte

    Empfang der Filmanwälte 2015

    Empfang der Filmanwälte, Filmfest 2015

    Beim traditionellen "Early Morning Brunch" der Kanzlei SKW Schwarz Rechtsanwälte im Münchner Koi am Wittelsbacherplatz gab es Gelegenheit zu Gesprächen zwischen Kreativen, Finanziers, Entscheidern, Vermittlern und Anwälten.

     

    Unter den Gästen auch zahlreiche Verbandssprecher und Vorstände, gerade wenn es darum geht, die eigenen Wünsche oder Forderungen durchzusetzen, sind ja Anwälte gar nicht so weit entfernt. Zwischen den Zeilen äußerten viele Branchenvertreter, dass überall die Budgets gekürzt würden. Wenn man genauer hinschaut, so sind es vor allem die Fernsehbudgets, die kleiner wurden, von den Mehreinnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender durch die Zwangsgebühr für Jeden scheint bei den Filmherstellern und Kreativen nichts anzukommen.

     

    FFF-Empfang

    FFF Empfang Filmfest 2015

    FFF-Empfang Praterinsel 2015

    Einer der größten Treffpunkte der Filmbranche während des Filmfests ist der Empfang der bayerischen Medienförderung. Durch die breitgefächerte Palette an Förderungen bis hin zu Computerspielen, wäre die Bezeichnung "Filmförderung" schlichtweg zu kurz gegriffen. Etablierte wie auch Nachwuchs aus allen Bereichen der Medien trafen sich auf der Praterinsel bei tropischen Temperaturen.

     

    Das Catering war übrigens überraschend vielseitig, neben der Grillstation gab es diverse sehr gute Salate (Kompliment an die Köche), ein tolles Zugeständnis an die Vegetarier, die mit den sonst üblichen bayerischen Schmankerln wegen der Speckwürfel und Schinkenstreifen nie wirklich glücklich wurden.

     

    FFF-Chef Prof. Dr. Klaus Schaefer freute sich über die Aufstockung der Fördersumme und wusste eigentlich nur Positives über die Geschicke der bayerischen Filmwirtschaft zu berichten.

     

    Wer sich für Branchenveranstaltungen interessiert, findet unter diesem Link auf der Homepage des Festivals einige der öffentlichen Veranstaltungen

     

    Videos von den Gästen

    Roter Teppich

    Fotografen am roten Teppich im Innenhof des Gasteig

    Auch in diesem Jahr ist das Movie-College wieder Medienpartner des Filmfests. Zahlreiche Interviews von Gästen aus der ganzen Welt laufen auf dem Youtube-Channel und der Startseite des Filmfests. Unbedingt anschauen!

     

    179 Filme aus 54 Ländern stehen in den Startlöchern, 39 davon laufen als Weltpremiere. Aufgeteilt ist das bunte Programm in insgesamt 18 verschiedenen Reihen, die Titel tragen wie "Cinevision", "Cinemasters",  "Neues Deutsches Kino" oder "International Independents" und für jeden Filminteressierten etwas Passendes bereithalten sollten. Einen besonderen Blick sind erneut auch die verschiedenen Hommage-Reihen wert, bei denen dieses Mal unter anderem Fans von Andy Warhol, Jean-Jacques Annaud oder Rupert Everett auf ihre Kosten kommen. 

     

    Stichwort Rupert Everett: Sein Name ist nur einer von vielen, die heuer auf der Gästeliste stehen. Angekündigt haben sich außerdem auch der bereits erwähnte Jean-Jacques Annaud, "Sideways"-Autor Alexander Payne sowie "Adams Äpfel"-Regisseur Anders Thomas Jensen, der zudem sein aktuelles Werk "Men and Chicken" präsentiert. Weitere Ankündigungen folgen.

     

    Filmauswahl

    Gasteig

    Der Gasteig wandelt sich zum Filmfest-Palast

    Wer unter indischem Kino immer noch ausschließelich "Bollywood" versteht, dem sei Chaitanya Tamhanes "Court" ans Herz gelegt, der bereits auf diversen Festivals (u. a. in Venedig, Buenos Aires und Hongkong) einige Preise abgestaubt hat und einen absurd anmutenden Justizfall skizziert, bei dem ein Mann unter Anklage steht, den Selbstmord eines Arbeiters durch Gesang herbeigeführt zu haben.

     

    Aus Russland, einem Land, in welchem es kreative Filmschaffende derzeit nicht gerade einfach haben, kommt Anna Melikyans "Star", ein Drama um eine junge Frau, die verzweifelt danach strebt, perfekte Schönheit zu erlangen.

     

    Auch China ist vertreten, unter anderem mit Tsui Harks epischem "The Taking of Tiger Mountain", der in opulenten, dreidimensionalen Bildern einen chinesischen Staatsgründungsmythos wiederaufleben lässt, sowie dem Martial-Arts-Film "Brotherhood of Blades".

     

    Preisträger "Neues Deutsches Kino"

    Der begehrte, mit insgesamt 70.000 Euro dotierte Förderpreis "Neues Deutsches Kino" (gestiftet von Bavaria Film, Bayerischem Rundfunk und DZ Bank) ging gleich in drei Kategorien (Regie, Drehbuch und Schauspiel) an den Erstling "Babai" von Visar Morina.

     

    Die Story handelt von einem Vater und seinem Sohn die sich auf den Straßen des Vorkriegskosovo der 90er Jahre mit Zigarettenverkäufen durchschlagen. Als sich der Vater heimlich nach Deutschland absetzt, reist ihm der zehnjährige Sohn auf eigene Faust nach.

     

    Die beiden Hauptdarsteller Astrit Kabashi und Val Maloku wurden gemeinsam mit dem Förderpreis Schauspiel ausgezeichnet.

     

    In der Kategorie "Produktion" wurden Steve Hudson und Sonja Ewers für den Film "Happy Hour" prämiert.

    Die Komödie (Regie: Franz Müller) handelt von einem gerade von seiner Frau verlassenen Mittvierziger, der mit zwei Kumpels nach Irland reist, um das Mannsein zu zelebrieren.

     

    Während es in der Vergangenheit dieses Preises nicht immer so eindeutig ausfiel, war sich die diesjährige Jury mit Sebastian Schipper (Regisseur), Peter Rommel (Produzent) und Johanna Wokalek (Schauspielerin) offensichtlich sehr einig, welcher Film aus den 12 möglichen Spielfilmen der Reihe am stärksten überzeugte.

     

     

    Reihen

    Ein Auszug aus den verschiedenen Programm-Reihen in diesem Jahr:

     

    CineMasters - Bester internationaler Film

     

    CineVision - Bester internationaler Nachwuchsfilm

     

    Spotlight - Große Geschichten, große Gefühle

     

    International Independents - Innovatives Kino aus der ganzen Welt

     

    Neues Deutsches Kino - Deutsche Weltpremieren und der Förderpreis für Nachwuchstalente

     

    Neues Deutsches Fernsehen - Fernseh-Spielfilm-Highlights 

     

    Kinderfilmfest - Publikumspreis für Spiel- & Kurzfilme aus aller Welt

     

    Hommage - Persönlichkeiten aus Regie und Schauspiel

     

    Open Air - Filme unter freiem Himmel zum Thema "Swing"

     

    Sky Serien Spotlight - Serien und andere sehenswerte Filme

     

    Das komplette Programm mit weiteren Informationen zum 33. Internationalen Filmfest München findet ihr unter: www.filmfest-muenchen.de.

     

     

  • Wie war eigentlich das Münchner Filmfest 2002?

  • Wie war eigentlich das Münchner Filmfest 2003? Ein Rückblick...

  • Noch wird in der Welt ein kleiner aber herausragender Teil der Filme tatsächlich auf analogem Filmmaterial gedreht, für manche inzwischen ein Relikt

  • Wie war es eigentlich, das Filmfest 2013 in München? Gedanken zu einem guten Jahrgang...

  • Wenn man heute von "Filmlook" spricht, dann meint man immer auch das Filmkorn, etwas was die Hersteller mehr und mehr zu verbergen versuchten...

  • Wer das Glück hat, mit analogem Film drehen zu können, braucht Meterangaben um den Verbrauch berechnen zu können. Hier die Basistabellen

  • Seit George Eastman auf die Idee kam, in Gelatine gelöste Silberbromide auf durchsichtige Folien zu gießen, sprechen wir bei bewegten Bildern von Filmen...

  • LED Scheinwerfer erobern die Filmbranche, da warnt eine französische Studie des staatlichen Forschungsinstituts Inserm vor ernsten Gesundheitsschäden.

  • Immer deutlicher scheint sich die Erkenntnis bei Google durchzusetzen, dass kaum ein Mensch sich permanent nach Hinten umdreht.

  • Er war einer der beliebtesten französischen Schauspieler, obwohl er nie zum Beau, zum Helden taugte. Doch gerade das machte ihn besonders

  • Eine der ersten Entscheidungen am Filmset ist die Frage, in welchem Winkel zur Kamera sollen die Schauspieler stehen? Die Grundlagen...

  • Was steckt hinter der Magie dieser weißen, genähten Stoffbahnen, die aus dunklen Sälen Kinos werden lassen?

  • Am Sonntag jährte sich 9/11 zum fünfzehnten Male. Unser damaliger Artikel hat von seiner Aktualität nichts verloren...

  • Die Fantasien von Programmanbietern und Telefongesellschaften sahen noch vor wenigen Jahren mobile Endgeräte wie Tablets und Handys als neue Fernseher. Inzwischen ist man etwas realistischer geworden.

  • Man trifft ihn an nahezu jedem Spielfilmset an, jenen lichtdichten schwarzen Stoff, der den Drehtag zur Filmnacht werden lässt

  • In diesen Tagen hört man immer wieder, die Arthouse Kinos befänden sich im freien Fall, doch bei näherer Betrachtung sieht das etwas anders aus...

  • Frankreich bietet für das Kino paradiesische Zustände, allerdings tut man viel dafür, unter sich zu bleiben.

  • In der Anfangszeit der Fotografie und des Films ein Mangel, später eine Kunstform. Schwarzweiß ist etwas Besonderes...

  • Das beliebte Open-Air Kurzfilmfestival in Frankfurt fällt 2018 leider aus!

  • Der weltbekannte US-Komiker ist am Sonntag im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Las Vegas gestorben

  • Ganze 100 Millionen Euro Strafe soll die chinesische Schauspielerin Fan Bingbing wegen Steuerhinterziehung bezahlen

  • Unser Berlinale Tagebuch von 2012 mit allen Ups and Downs des größten deutschen Filmfestivals

  • Potsdamerstraße

    Regenwetter soll ja gut für Kinobesuche sein...

    Ehe man sich versieht, ist der Februar schon da und die Berlinale markiert das erste wichtige A-Festival des Jahres. Einmal mehr landet man auf einem der Flughäfen, die es längst nicht mehr geben sollte, liest überall, dass diese Stadt die Olympiade will - warum eigentlich? Und in welchen unvollendbaren Stadion-Bauten soll die dann stattfinden?

    Dabei hat die Stadt mit der Berlinale doch zumindest im Kulturbereich ein Leuchtturm-Event, um das die Stadt beneidet wird. Nachdem Dieter Kosslick das Festival noch weitere Jahre leiten wird, wird sich an der generellen Ausrichtung wohl auch nicht viel ändern. In diesem Jahr hat man erstmals auch die Fernsehserie als neue Reihe hinzugenommen, eine Erweiterung, die das Münchner Filmfest bereits seit ein paar Jahren mit Erfolg zelebriert.

    Ob die Berlinale als A-Festival mit unzähligen Reihen und Nebenreihen nun noch eine weitere benötigt hätte sei dahingestellt.

    Mehr zur Berlinale finden Sie auch hier...

     

    Schneefrei

    Die Sorge war unberechtigt, dass wieder ungeräumte vereiste und verschneite Gehwege und Straßen den Potsdamer Platz zu einer Eisbahn machen werden. Vor ein paar Jahren sind nicht wenige Festivalbesucher mit Brüchen und Stauchungen vom Event zurückgekehrt. Nein, kein besseres Schneemanagement, sondern schlichtweg Glück, es liegt kein Schnee in Berlin.

     

    Absage wegen Dreharbeiten

    Jurymitglied Lea Seydoux hat ihre Teilnahme abgesagt. Die Dreharbeiten für den neuen Bond-Film haben das aktuelle "Bond-Girl" ans Set geordert. Sie blieb auch der Premiere des französischen Wettbewerbsbeitrags "Journal d'une femme de chambre (Diary of a Chambermaid)", in dem sie die Hauptrolle spielte, fern.

     

    Neue Mitarbeiter

    Same Banner like every year? Yes James...

    Same Banner like every year? Yes, James...

    Die Berlinale ist, wie so viele Unternehmen, Opfer des Mindestlohns. Im Gegensatz zu früheren Ausgaben, wo man Jahr für Jahr die gleichen "Volunteers" verpflichten konnte, war man dieses Jahr gezwungen, ausschließlich "Pflichtpraktikanten" einzustellen, um den gesetzlichen Mindestlohn nicht zahlen zu müssen. Dabei ist sicherlich viel angehäuftes Knowhow verloren gegangen, sind viele tolle Teammitglieder mit jahrelanger Erfahrung einfach ausgeschlossen worden.

     

    Sehnsucht nach Neuem

    Dass ein Publikumsfestival den Zuschauern das liefert, was sie sich ersehnen - Stars auf dem roten Teppich, ein paar Tage lang das Gefühl, Berlin sei in Kalifornien, wenn auch unter deutlich kühleren Temperaturen - , ist selbstverständlich und Dieter Kosslick bedient diese Sehnsucht nach Kräften. Das Fachpublikum ersehnt sich eher Ungewöhnliches, Entdeckungen, mutige Werke, die den Glauben an den Zauber und die Kraft des Kinos aufrecht erhalten. Dass das ein Spagat ist, der mal mehr mal weniger gelingt, ist evident. Wir sind sehr gespannt.

     

    Für Partygänger

    SDer HFF Empfang

    Der HFF-Empfang

    Ein jedes Jahr lohnendes Event ist die „Revolver-Party“, in den Vorjahren war die Atmosphäre anscheinend recht nett.

    9. Februar 22:00, Ort: Ritter Butzke, Ritterstraße 24-26, U-Bahn 8, Moritzplatz.

    Mehr Infos hier: http://revolver-film.blogspot.de/2015/01/revolver-berlinale-party-2015.html

     

    Montags manchmal...

    Der HFF-Empfang in der Home Base war wieder ein gelungenes Event um Ehemalige, derzeitige Studenten und Professoren zu treffen. 

    Bei Kaffee und Kuchen begegnen sich jene, die auf die baldige Karriere hoffen und jene, die schon ihre Erfahrungen in einer nicht nur kreativen Branche gemacht haben. Es ist sicher nicht einfacher geworden in einer Fernsehlandschaft, wo selbst etablierten Produzenten von TV-Redaktionen bereits zugesagte Projekte wieder weggenommen werden. In einer Kinolandschaft, wo nur noch Mainstream, der werbegewaltig angekündigt wird, Einnahmen an der Kinokasse erzielt.

    Der arte Empfang

    Der Arte-Empfang

    Der Arte-Empfang in der Akademie der Künste war einmal mehr bestens besucht. Es sind nicht wenige, die große Hoffnungen an ihre Anwesenheit beim Empfang knüpfen. Schaffen sie es die gewünschten Redakteure kurz zu sprechen? Wird es möglich sein, sich als Schauspieler bei den richtigen Regisseuren in Erinnerung zu rufen?

     

    Verkehrigkeiten

    Dass mehrere S-Bahn-Linien ausgerechnet am Potsdamer Platz nicht fahren und wegen Tunnelarbeiten auch bis Mai geschlossen bleiben, gehört zu den allgegenwärtigen Verwerfungen dieser Metropole. Freundliche Busfahrer (ja, die scheint es auch zu geben) kompensieren die entstandenen Unannehmlichkeiten.

    Doch kaum hat man den Glauben an das Gute innerlich gestärkt, belehrt einen die Wirklichkeit eines Besseren. Liebe BVG, wenn man am Brandenburger Tor an einem Werktag um 19:30 bei laut Aushangplan in Zehnminutentakt fahrenden Buslinien, ohne jede Ansage, Anzeige etc. vierzig Minuten an der windigen Haltestelle steht, ohne dass ein einziger Bus vorbeikommt, dann weiß man einfach, dass eure 7-Tage-Karten, die fast so viel kosten wie in anderen Städten der ganze Monat, wirklich jeden einzelnen Cent wert sind. Wirklich.

     

    Jute statt Kreativität

    Jutesäcke am Gästecounter

    Jutesäcke am Gästecounter
     
    Früher, also vor ein paar Jahren noch, galten die Berlinale-Taschen bei nicht wenigen als Sammlerobjekt, selbst Jahre später sah man, räumlich und zeitlich weitab des Festivals, filmbegeisterte Menschen mit den Berlinale-Taschen im Alltag umherlaufen. Die Taschen waren nicht nur praktisch, sie waren sogar so kreativ, dass man sie getrost als Hingucker bezeichnen konnte.

    Das hat sich bereits 2013 drastisch geändert. Ein schlichtes Stoffsäckchen ersetzte die Taschen, doch es war immerhin noch ein feines Gewebe. 2015 ist man gröber gestrickt unterwegs, ein Jutesack der jedem Kaffebohnenexport zur Ehre gereichen würde, soll die Erinnerung an die diesjährige Festivität wach halten. Wir werden das im Auge behalten, ob sich irgendwer außerhalb dieses Festivals mit dem Sack auf die Straße trauen wird...

     

    Kartendesaster

    Für akkreditierte Besucher wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, den angeblichen Vorteil der kostenfreien Karten bei Vorlage der teuren Akkreditierung tatsächlich zu Kinotickets werden zu lassen. Die Bögen, auf denen alle täglich gezeigten Filme verzeichnet sind, kann man zum Ankreuzen und Auswählen nutzen, bevor man sich an einen der zahlreichen Counter begibt. So die Idee. In der Realität sind allerdings bereits morgens um 10 Uhr bereits fast alle Tickets für akkreditierte Fachbesucher weg. 

    Auch in diesem Jahr wieder bestens besucht,- der internationale Filmmarkt

    Auch in diesem Jahr wieder bestens besucht: der internationale Filmmarkt

    Eine freundliche Dame am Counter tat das Unfassbare, sie scannte tatsächlich sämtliche Barcodes aller Filme einen nach dem anderen ein, um festzustellen, dass tatsächlich nur ganze zwei Filme von geschätzten fünfzig überhaupt verfügbar waren. Diese Frusterfahrung teilen natürlich unzählige andere Akkreditierte, die nach fünf bis sechs gezielten Versuchen, Karten für Wunschfilme zu erhalten, resignierend wieder gehen.

    Nein, eine digitale Anzeige könne man nicht einrichten, an der jeder sofort visualisiert bekäme, welcher Mangel da eigentlich verwaltet wird, weil es nun mal unterschiedliche Kontingente gäbe, also Gäste bekommen bessere Auswahl an Karten, die Industrie eher schlechte und auch die Presse ist eher bevorzugt. Ja, und verschiedene Displays nebeneinander anzuordnen, auf denen die Mitglieder der unterschiedlichen Berlinale-Kasten die verbleibenden Filme ihres Kontingents visualisiert bekämen, würde natürlich sichtbar werden lassen, wie ungerecht es in der Welt so zugeht. Also werden weiterhin Heerscharen von Menschen an den Countern beschäftigt, die per Trial and Error herausfinden müssen, dass es keine Tickets mehr gibt.

     

    Nicht Wenige verzichten inzwischen auf die Akkreditierung und halten ihre Besprechungen statt im Gropius-Bau in den umliegenden Cafés ab

    Nicht Wenige verzichten inzwischen auf die Akkreditierung und halten ihre Besprechungen statt im Gropius-Bau in den umliegenden Cafés ab.

    Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Profis aus der Filmbranche, die sich das Geld für die Akkreditierung, mit der man ohnehin nicht die gewünschten Tickets bekommen kann, sparen und ihre ganzen Besprechungen in den Cafes rund um den Berlinale-Palast statt im Filmmarkt abhalten.

     

    Der Markt

    Es gibt Leute, die kommen zur Berlinale und verbringen jeden Tag im Martin-Gropius-Bau, wo der internationale Filmmarkt beheimatet ist. Hier werden Filme angeboten, gekauft, vertrieben, sind Standesorganisationen, Förderungen und Ländervertretungen anzutreffen. 

    Obwohl es erst Dienstag ist, sind bereits einige Stände verwaist, hier hat man sein Geschäft bereits an den ersten Berlinale-Tagen gemacht. Im Markt selbst sind kaum noch die großen Stände der Amerikaner anzutreffen, die sind anscheinend alle auf die Hotels ausgewichen, wo sie in großen Suiten ihre Filme verkaufen.

     

    Das Frühstück der Filmanwälte

    Warteschlange

    Wo morgens nach stundenlangem Schlangestehen noch manches Ticket für den nächsten Tag zu bekommen war, herrscht ab mittags nur noch Mangelverwaltung... Es gibt zu wenig Tickets.

    Der traditionelle Empfang der Filmanwälte bei Schwarz & Co bot einmal mehr Gelegenheit zum Gedankenaustausch über eher produktionsrelevante Themen. Rechtsanwalt Matthias Schwarz erwähnte in seiner kurzen Begrüßung, welche Gesetzesänderungen in diesem Jahr anstehen, die, wie im Fall der europäischen Gesetzgebung durchaus bedrohliche Ausmaße für Rechteverwerter annehmen können.

    Spannend sind gewiss auch die kleinen und größeren Geschichten aus der wunderbaren Welt des Kinos, etwa, wenn man erfährt, mit welchen unfassbar dreisten Methoden anscheinend ein großer Verleiher seine Verleihvorkosten in solche Höhen manipuliert, dass trotz millionenfacher Besucherzahl kein einziger Cent bei der Produktionsfirma landete.

    Überall hört man mehr oder weniger aberwitzige Geschichten über die Spezies der Fernsehredakteure, leider gibt es mehr schwarze und graue als weiße Schafe, weshalb nicht wenige in der Branche hoffen, dass deren Macht mit dem absehbaren Abdriften des linearen Fernsehens in die Bedeutungslosigkeit ebenfalls schwinden wird. Neue Finanzierungs- und Distributionswege speziell für Independent-Filme entwickeln sich langsam, die hoffentlich neue, wagenmutige und fantasievolle Projekte ermöglichen werden.

     

  • Liam Neeson und Regisseur Jaume Collet-Serra haben in ihrem vierten gemeinsamen Film die Geschichte eines Bahn-Pendlers erzählt, der versucht, eine Katastrophe zu verhindern

  • Ein Standard

    Der Wunsch, Videos und Tonquellen miteinander synchron zu verkoppeln, Videos oder Ton synchron zu schneiden oder Dokumentarfilme ohne Filmklappe zu drehen, hat zur Entwicklung von Timecode geführt. Das Thema ist sehr komplex, hier eine Einführung:

     

     

    Zeitinformation

    TC ist eine Zeitinformation, die auf unterschiedliche Weise auf Video oder Ton aufgezeichnet wird und jedem Bild eine eigene Nummer zuordnet und elektronisch „aufstempelt“. Dabei werden Bilder, Sekunden, Minuten, Stunden sowie Userdaten festgehalten. Um verschiedene Geräte gleichzeitig synchron laufen zu lassen, müssen deren Uhren natürlich absolut übereinstimmen. Dafür gibt es so genannte Mutteruhren, mit denen die anderen Geräte zu Beginn jedes Drehtages abgeglichen werden.

     

     

    Timecode-Anzeige Digi Beta

    Timecodeanzeige eines Digi-Beta Players

     

    Elektronischer Timecode

    Es gibt für die Aufzeichnung des Timecodes verschiedene Verfahren. Grundsätzlich arbeiten die modernen Videokameras größtenteils mit VITC (Vertical Interval Timecode), einem in das Videosignal integrierten Timecode. Dieser wird bei analoger Aufzeichnung in der Austastlücke untergebracht. Häufig wird der Timecode auch oder zusätzlich auf einer eigenen Spur aufgezeichnet. Der im Profilager am meisten verbreitete Timecode ist der SMPTE.

     

    Neben der Zeitinformation kann man bei professionellen Systemen auch Bandnummer oder beim Film Kassettennummer mit in den Code aufnehmen. Dies kann zum Beispiel so geschehen, dass man innerhalb des 24-Stunden-Systems des Timecodes jeder Kassette eine andere Stunde als Start zuordnet. Wenn zum Beispiel der Timecode auf  01:00:00:00 gesetzt wird, weiß man, es handelt sich um das erste Band. Beim Wechsel auf die nächste Videokassette oder die nächste Filmrolle wird der Timecode Beginn auf 02:00:00:00 gesetzt, usw.

     

    Speziell bei DV-Videocamcordern gibt es viele Modelle, bei denen der Timecode nicht eingestellt werden kann, sondern automatisch von der eingebauten Quarzuhr erzeugt wird. Da ist eine Nummerierung der Kassetten möglich. Trick: Es sei denn, man stellt bei jedem Kassettenwechsel die Systemuhr des Camcorders neu. Bei professionellen Harddisk-, Flash, DAT-Rekordern oder analogen Timecode Bandgeräten  wird ebenfalls Timecode aufgezeichnet. Analoge Geräte verwenden dazu LTC (Longitudinal Timecode). Dieser wird auf einer zusätzlichen Tonspur aufgenommen und hört sich ziemlich schrill an.

     

    Pilotton-Synchronizer

    Vorläufer heutiger Timecode-Geräte: ein Pilotton Synchronizer (Jensen) für die Nagra

     

    Eine Stereomaschine mit Timecode hat also drei Spuren, zwei für Audio und dazwischen in der Mitte eine LTC-Spur. Wenn Magnetfilm (Perfoband) mit TC versehen wird, zeichnet man diesen auf der Kennspur, direkt am äußeren Rand auf. Wichtigster Nachteil gegenüber VITC ist, dass LTC erst ab einer bestimmten Bandgeschwindigkeit gelesen werden kann. Daher lässt sich der Timecode nur im Lauf und nicht Bild für Bild lesen. Bei DAT wird der Timecode in die Informationen über Zeitposition und IDs integriert.

     

     

    Optischer Timecode

    Bei Filmkameras mit Timecode gibt es zwei unterschiedliche Verfahren. Die deutsche Variante belichtet die Zeitcodes zwischen den Perforationslöchern als Binärcode (Lichtpunkte für H/L) auf. Bei vier möglichen Lichtpunkten zwischen zwei Perfolöchern lassen sich alle nötigen Zahlen darstellen. Leuchten alle vier, bedeutet das 15, leuchtet keine, bedeutet es 0. Um binären Timecode lesen zu können, ist ein Lesekopf am Schneidetisch oder am Filmabtaster (für Computer-Schnittplatz) erforderlich. Die französische Lösung belichtet den Timecode in Klarschrift auf den Film, er ist also im Schneideraum ohne Zusatzgerät lesbar.

     

    Für Kameras, die nicht mit entsprechenden Timecode-LEDs ausgerüstet sind, gibt es Timecode-Klappen, auf denen beim Schlagen der Klappe gleichzeitig der Timecode, welcher auch auf das Tongerät aufgenommen wird, zu sehen ist. Damit befindet sich am Anfang der Einstellung ein Timecode zum Anlegen. Da alle modernen Kameras quarzgenau laufen, genügt das völlig.

     

    Negativberichte

    Für Script, Tonberichte oder Aufzeichnungen des Kameraassistenten können Notizen etwa über die Klappennummer, Qualität, Anmerkungen etc. zum Timecode geschrieben werden.

     

    03:01:07:21     _ 19-3-1     Störgeräusche von Tonangel

     

    03:01:15:03     _ 19-3-2     Kopieren

     

    03:01:20:11     _ 19-3-3     Bester Take!

     

    Postproduktion

    Während der Timecode bei der Aufnahme bestenfalls helfen kann, etwa im Dokumentar-Bereich ohne störendes Klappeschlagen synchron drehen zu können, ist der Timecode für die Nachbearbeitung, die Postproduktion, unter Umständen absolut zwingend. Etwa wenn man auf Video dreht und schneiden möchte. Die Schnittcomputer lesen und synchronisieren die Videogeräte anhand von Timecodes. Auch die nicht-linearen Schnittplätze digitalisieren das Material mit Timecode ein. Hat das Script beim Drehen bereits eine Protokolldatei erzeugt, kann etwa ein Avid die Takes automatisch eindigitalisieren. Die Datei enthält alle wichtigen Infos.

     

    Fehlerquellen

    Der häufigste Fehler bei Aufnahmen in Zusammenhang mit Timecodes ist, zu wenig Vorlauf zu lassen. Um nämlich später beim Videoschnitt oder Tonüberspielen mit Synchronizer arbeiten zu können, ist ein längerer Vorlauf (ca. 5 bis 6 Sekunden) des Tons oder Videos vor dem Beginn der gewünschten Einstellung nötig. So lange benötigen die Systeme, um sich auf den Timecode zu synchronisieren. Wenn also eine Szene gedreht wird, den Ton oder die Videokamera frühzeitig laufen lassen, damit das Band bis die Klappe geschlagen wird, schon mindestens 6 Sekunden lang gelaufen ist. Wenn man das vergisst, kann es sein, dass man die Einstellung nicht von Anfang an verwenden kann! Derartige Fehler zu korrigieren und das Material doch noch von Anfang an verwendbar zu machen, ist aufwändig und meist auch teuer.

     

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