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Sensorreinigung 3 2000

 

Staub bleibt Staub

Wer gedacht hat, mit dem Wandel vom analogen Film hin zur digitalen Cinematographie wäre man ein für alle Male das Problem mit den Flusen im Bildfenster der Filmkameras losgeworden, wurde recht schnell durch die empfindlichen Kamerasensoren eines Besseren belehrt. Staub und Flusen setzen den digitalen Kameras nämlich genau so zu, wie ihren analogen Vorgängern.

Und ausgerechnet das, was Kreative an einer Videokamera besonders schätzen, das geringe Auflagemaß, erleichtert zugleich das Eindringen von Schmutzpartikeln. Längst nicht jede Videokamera verfügt über eine eingebaute Sensorreinigung (meist eine Ultraschallvibration des Sensorhalters). Was ist zu tun, wenn man tatsächlich Staub auf dem Sensor bemerkt? Wie kann man diesen wieder entfernen, ohne die teuren Sensoren zu beschädigen?

Zwar sind die Sensoren so gut wie nie direkt frei zugänglich, sondern zumeist von einer Filterglasscheibe (Anti Alisingfilter) bedeckt, doch auf dem kann sich ganz vorzüglich Staub jeder Art niederlassen, der dann im Bild als mehr oder weniger großer dunkler Punkt sichtbar wird. Interessanterweise kann es sein, dass man diesen dunklen Punkt bei offener Blende gar nicht bemerkt, dafür aber beim Abblenden umso mehr. Also wer sich auf die Suche nach Staub auf dem Sensor machen will, sollte am Besten bei hellstem Licht ein weißes Blatt Papier mit möglichst kleiner Blende formatfüllend aufnehmen.

 

Schrittweises Vorgehen

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Bevor man dem Sensor mit Reinigungspads zu Leibe rückt, sollte man stets erst einmal versuchen, ob man den Staub nicht absaugen oder wegblasen kann. Bitte nie pusten, die Atemluft ist nie wirklich speichelfrei. Ein einfacher kleiner Blasebalg für Kameras kann Wunder wirken.

 

Wenn das nicht hilft, sollte man Plan B ins Auge fassen, hierfür gibt es spezielle Reinigungspads, sowohl trocken als auch schon mit Reinigungsflüssigkeit befeuchtet. Letztere sind natürlich deutlich teurer, man kann sich aber aus der Apotheke die notwendigen Zutaten für eine Reinigungsflüssigkeit besorgen. Im ersten Reinigungsgang kann man dann die Pads mit der Fluid verwenden, danach noch einmal vorsichtig trocken nachreinigen. Sehr wichtig: Man benötigt sowohl feuchte als auch trockene Pads und die Pads sollten unbedingt die Breite des Sensors haben. Falls man vorbefeuchtete kauft, braucht man also auch noch einen Satz trockene Pads. Oder man kauft einfach trockene Pads, die man mit der mitgelieferten Reinigungsflüssigkeit selber befeuchten und aber eben auch danach trocken zum abwischen der Flüssigkeit vom Sensor verwenden kann.

 

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Für die Reinigung gibt es eigene Pads, man sollte sowohl für die Reinigung feuchte als auch trockene im Anschluss daran verwenden. Die Pads sollten genau die Breite des Sensors abdecken, damit man in einem Durchgang den ganzen Sensor überstreicht

 

Reinigunsfluid selbst mischen

Hier die Rezeptur für Reiniger von Sensoren in Videokameras oder Fotoapparaten:

 

60 % Isopropylakohol (100%ig) und 40% Reinigungsbenzin

(Die Zusammensetzung ist erprobt und bewährt, dennoch an dieser Stelle der Hinweis: Benutzung auf eigene Gefahr). Reinigen mit Holzstäbchen, umwickelt mit Reinigungsfliess oder fertig konfektionierten trockenen Sensor-Reinigungsstäbchen.

 

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