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Vorproduktion aus Regieperspektive

 

Auswahlbilder von der Motivsuche zu „Liebe, Leben, Tod“

Motiv: Abbruchhaus

„Simon wird von Schlägerbande verprügelt“.

 

Wenn die lange Phase der Entwicklung und Überarbeitungen des Buches abgeschlossen ist (das kann manchmal Jahre dauern), geht der Film in die nächste Phase, die so genannte Vorproduktion.

Motivsuche

Auswahlbilder von der Motivsuche „Liebe, Leben, Tod"

Während der Vorproduktion werden für die einzelnen Bereiche die Budgets festgelegt, Szenen werden geplant, Drehpläne werden erstellt. Dafür sollte der Regisseur genau wissen, wie lang er für welche Szene benötigt. Bevor die erste Einstellung gedreht ist, sollte der Film auf dem Papier bereits weitgehend existieren.

Für den/die Regisseur*In bedeutet diese Zeit: Letzte Besetzungsarbeiten, Motivbesichtigungen, Besprechungen, aber auch Abnahmen von Kostümen, Ausstattungen, Drehorten. Kurz gesagt, täglich unzählige Fragen beantworten.

Die Entscheidungen, auch die Kleinste, sollten genau überlegt sein, denn spätestens am Drehort, wenn der Requisiteur in der Essen-Szene eine Sardinenbüchse auf den Tisch der „hungernden Hafenarbeiter“ dekoriert, obwohl Sie sich viel eher dampfende Pellkartoffeln vorstellen, kommt unweigerlich: “Das war aber so besprochen!“

 

Um den Überblick nicht zu verlieren...

Abbruchhaus

Abbruchhaus

Es gibt unterschiedlichste Systeme, wie man sich die verschiedenen Aspekte jeder Szene, die für die Regieassistenz wichtig sind, notieren kann. Egal wofür man sich entscheidet, es muss Übersicht und vollständige Kontrolle über alle Erfordernisse einer Szene verschaffen.

Selbstverständlich gibt es auch Programme, die es erlauben die Auszüge am Computer zu erstellen. Doch gerade bei einer so mobilen Tätigkeit wie der Regieassistenz ist es nicht immer erstrebenswert, überall das Notebook,- oder pad mitzuschleppen. Erst recht nicht am Set. So arbeiten sehr viele nach wie vor auf Papier. Und erstaunlicherweise funktioniert das sehr gut.

Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden. Inzwischen gibt es sogar Apps, die die Daten zentral in einer Cloud abspeichern, sodass Produktion, Schneideraum und Regie jederzeit auf die Informationen zugreifen und diese ggf. überarbeiten können.

Hier ein typisches Formular, welches für jede einzelne Szene eines Drehbuchs eingerichtet wird. Der Farbcode bedeutet, dass man an dieser Stelle festlegt, mit welchen Buntstiften man sich welche Bereiche im Drehbuch markiert.

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