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Video Geräte im Gleichlauf

Genlockeingang

REF Video in und Out ist bei Profigeräten für den Genlock vorgesehen

 

Jedes Videogerät erzeugt ein eigenständiges Video-Synchronsignal. So lange man nur ein einzelnes Gerät verwendet, ist das auch völlig in Ordnung und ausreichend, um etwa das Bild auf einem Monitor wiederzugeben. Schwieriger wird es, wenn mehrere Geräte ins Spiel kommen.

Aus den Fernsehstudios und Postprohäusern stammt das Verfahren des Genlocks. Wer verschiedene Videogeräte, Rekorder, Player oder Kameras gleichzeitig betreiben und miteinander verkoppeln will, muss sicher stellen, dass alle Geräte stets zur gleichen Zeit die Bildphasen haben. Der Bildwechsel muss dann bei allen Geräten gleichzeitig passieren.

Das Genlock Signal steuert, dass alle angeschlossenen Geräte jeweils genau im gleichen Moment den Bildaufbau beginnen und zwar Bildwechsel- bzw. Zeilengenau. Während Timecode eigentlich nur ein Zeitstempel ist, der mit der Videoaufnahme oder Tonaufnahme abgespeichert ist, und die Geräte aber nicht miteinander gleich laufen lässt, sorgt Genlock genau dafür,- die absolute Verkopplung aller Geräte miteinander. Das ist beispielsweise sehr wichtig, um mehrere Kameras mit einer LED-Wand zu synchronisieren.

Wer mit externen Synchronboxen an Filmsets arbeitet, sollte darauf achten, dass diese eben nicht nur LTC (Longitudinal Timecode) beherrschen, sondern auch Genlock. Dies wiederum beherrschen nur wenige dieser Boxen,-Betso und Ambient können TC als auch Genlock. 

 

Taktgenerator

Damit sie das tun, benötigen sie einen einheitlichen Impuls, den so genannten Studiotakt. Dieser wird von einem Taktgenerator (z.B. SD Black Burst Generator (Bi-Level) oder HD Tri-Level-Genlock-Quelle) erzeugt an dessen Ausgang eine Vielzahl von BNC Buchsen sind. Bei SD handelt es sich im Prinzip um ein leeres, schwarzes Videobild mit der Bildwechselinformation, daher der Name Blackburst. Diese werden per BNC Videokabel mit den Genlok Eingängen der zu synchronisierenden Geräte verbunden. HDTV verwendet nicht den normalen Genlock (Blackburst) sondern das Tri-Level Genlock Format.

Auf diese Weise sind alle Geräte gleich getaktet, Videogeräte können so synchron laufen. Früher als man etwa an 3 Maschinen-Schnittplätzen mit zwei Playern von Videokassetten (z.B. Beta SP, Digi Beta, M II etc.) per Schnittpult auf einen Rekorder geschnitten hat (Assemble oder Insert Schnitt) sorgte der Studiotakt dafür dass die Bildschnitte sauber waren.

 

Feinheiten

Genlockeingang2

Professionelle Kameras wie hier Arris Alexa bieten einen Sync-Eingang an.

 

Je nach Länge der Videokabel kann es bei der Übermittlung des Synchrontaktes auch zu minimalen Verzögerungen kommen. Kabel haben auch eine Dämpfung und eine Impedanz auch die haben Einfluss auf die Signallaufzeit. Länger als 80 bis 100m sollten Kabel nicht sein. Oft war zur optimalen Zusammenführung der Signale zusätzlich auch noch ein Time Base Corrector (TBC) sinnvoll, der glich dann die Laufzeitunterschiede und andere Ungenauigkeiten wieder aus.

Selbstverständlich mussten auch Fernsehstudiokameras gleich getaktet werden, damit man beim Umschalten zwischen den einzelnen Kameras störungsfrei arbeiten konnte. Bei Kamerasignalen in Live-Übertragungen wird zusätzlich immer ein Framestore-Synchronizer (FSS) verwendet, das ist eine Art Bildpuffer, um das Kamerasignal genau auf den Studiotakt synchronisieren zu können. Auch für das beliebte Keyen mit Green,- oder Bluescreen ist Genlock ein probates Mittel.

Auch Computervideokarten lassen sich auf diese Weise mit externen Rekordern oder Kameras synchronisieren. Das ist nicht nur beim Schnitt oder Umschalten zwischen Kameras wichtig, auch wenn irgendwelche Bauchbinden, Titel oder Animationen per Computer ins Bild eingestanzt werden, müssen diese gleich getaktet sein.

 

HD-Variante

Genlockeingang3

Selbst Spitzen DSLRs wie die Canon 5D sind nicht über Genlock synchronisierbar

 

Mit dem Aufkommen von HD und vor allem den Vollbildmodi, wo also kein Zeilenverfahren mehr nötig ist, reduziert sich in bestimmten Situationen/Umgebungen der Synchronisationsaufwand, weil man nur noch den Bildwechsel, aber nicht mehr den exakten Zeilenaufbau (Subframebereich) synchronisieren muss.

 

Geräte ohne Genlock synchronisieren

Für Amateurkameras gibt es in der Regel keinen Genlock, hier muss man sich mit Tricks oder Selbstbaulösungen behelfen. Manche benutzen einen Blitz der zu Beginn der Aufnahme ausgelöst, mehreren laufenden Kameras eine Synchroninfo in die Aufnahme stanzt. Das kann beim späteren Schnitt im Computer ausreichen.

Wer aber etwa 3 D mit zwei Kameras machen will und keine Kameras mit Genlock besitzt, muss höheren Aufwand treiben. Da gibt es Steuerungen (eigentlich Fernbedienungen), die zumindest mehrere Kameras zeitgleich synchron einschalten, wenn man Glück hat kann das dann über eine gewisse Strecke synchron bleiben. Manchmal ist der Synchrondrift zwischen den Kameras recht gering und bleibt innerhalb tolerierbarer Grenzen.

Eine Selbstbaulösung für Kameras mit Lanc Buchse wird hier angeboten: http://www-e2.ijs.si/3dlancmaster/

Fertigprodukte finden sich hier: http://www.ledametrix.com/lancshep/index.html www.digi-dat.de/produkte

 

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