MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

Menü in Premiere

Die Standardeinstellungen von Premiere Pro können einen Rechner schnell lahmlegen, deshalb möglichst schnell die Speicherorte für Cachedateien von der Systemdisk C auf eine Arbeitsplatte verlegen

 

Was sich Programmierer dabei denken, wenn sie durch das automatische Schreiben von Cache-Dateien auf die Systemplatte, zahllose Rechner in die Knie zwingen, möchte man wirklich mal wissen. Regelmäßig passiert es, dass Windows-Rechner nicht mehr arbeiten können, weil ohne das Zutun ihrer Anwender, die Systemfestplatte plötzlich randvoll ist. So voll, dass auch die gängigen Tools zur Optimierung mangels Platz nicht mehr laufen können.

Natürlich fragt man sich, wie es nur dazu kommen konnte und wenn es sich um einen ausschließlich für Filmschnitt verwendeten Rechner handelt, können es auch keine zusätzlichen Softwareinstallationen gewesen sein, die klammheimlich die Systemplatte gefüllt haben.

 

Suchaktionen

Da hilft nur die Suche nach den Ordnern mit verdächtig großem Speicherbedarf. Und tatsächlich wird man auf der Systempartition unter den Benutzerdateien nach langem Suchen fündig. In den Unterverzeichnissen sind tatsächlich zahlreiche Dateien, die Adobe Premiere mal eben ohne zu fragen, standardmäßig auf die Systemplatte speichert. Bei Videodateien können da gerne mal 70 GB und mehr zusammenkommen und ohne dass man es merkt, schleichend die Systemplatte völlig bis zum Rand füllen.

 

Die Problemdateien liegen unter: C/Benutzer/MeinBenutzername/AppData/Roaming/Adobe/Common/Media Cache Files

 

Lösung

Menü in Premiere

In diesem Menü kann man bei den allgemeinen Einstellungen die Speicherorte verschieben

 

Da liegen Hilfsdateien, Renderdaten, Indizierungen komprimierter Videodaten, entkomprimierte Audiodaten und vieles mehr. Man kann sie aus Adobe heraus unter Voreinstellungen/Medium/ löschen, bzw. was die bessere Lösung ist, aus dem Premiere-Menü heraus auf eine Arbeitsfestplatte verschieben. Dann aktualisiert Premiere automatisch die Verknüpfungen.

Unglaublich eigentlich, dass der User derart bevormundet wird und die Funktionsfähigkeit des Rechners leichtfertig gefährdet wird. Als ob man dort den Unterschied zwischen einer Systemplatte mit Programmdateien und einer Arbeitsplatte mit den Datendateien bei den Softwareanbietern nicht kennen würde.

Übrigens macht das nicht nur Adobe Premiere Pro (und andere Programme der Creative Suite) so, auch der Action Director, ein Stitchingprogramm, legt ungefragt Riesendateien auf der C ab.  Unter Voreinstellungen/Datei/ kann man die entsprechenden Vorgaben ändern. Auch hier kann man in den Einstellungen festlegen, dass die Sicherungsdateien nicht mehr auf der Systemfestplatte landen sollen.

 

Menü in Power Director

Auch das VR Stitchingprogramm Action Director legt ungefragt Dateien auf C ab

 

Windows gutmütiger als Apple...

Während Windows-Rechner tatsächlich gute Überlebenschancen haben, trotz randvoller Systemplatte wieder arbeitsfähig zu werden, kann das bei Macs fatalere Folgen haben. Am besten gleich bei jeder Programminstallation prüfen, wo derartige Daten abgelegt werden, die Hersteller denken oft nicht allzu weit, deshalb ist Eigeninitiative gefragt um problemlos arbeiten zu können.

 

Banner K Kreativtraining pur 5000

Kameraworkshop Banner 8 23 4000

Weitere neue Artikel

So wie einst die Nagra den Filmton revolutionierte, hatten die britischen Mischpulte die Arbeit an Filmsets radikal verändert.

Es ist schon etwas besonderes, wenn der Titel eines Films aus seiner Handlung oder seinen Dialogen entspringt...

Unsere Welt, das Leben um uns herum bietet unzählige spannende Geschichten, die geradezu danach rufen, verfilmt zu werden...

Krise oder Transformation? Ein Plädoyer für neue Formen des Dokumentarischen

Sie ist eine der ältesten Techniken, um realistische Animationen zu schaffen: Die 1914 erfundene Rotoskopie.

In Filmabspännen stehen oft viele Producer. Was machen die eigentlich alle und welche Unterschiede gibt es?

Was können sie und was können sie nicht? Rückblenden als Bruchstellen der filmischen Illusion

Welche Weihnachtsfilme werden wohl in diesem Jahr auf uns herniederschneien? Wir haben Euch den ultimativen Timetable zusammengestellt....

Der Begriff klingt bescheiden. Was macht ihn so entscheidend für die Fähigkeiten und das Funktionieren von Technik?

In diesem Interview erzählt uns der Regisseur Kevin Koch ein paar Hintergründe zu der Entstehung seines Films "Prince de la Ville", der auf der FOFS 2025 gezeigt wurde.

Auf dem FOFS 2025 teilte der Regisseur Willy Fair seine Geheimnisse mit uns, wie sein preisgekrönter Film "Death's Peak" entstand.

Die Filmgeschichte war noch jung, als erste Stummfilme künstlich erschaffene Wesen als Thema entdeckten. Wie die Roboter im Kino Karriere machten...

Der Film "Jumah" erzählt von Xingyue, die sich in Zentralchina als Außenseiterin fühlt. Wir hatten beim FOFS 2025 Gelegenheit mit den beiden Regisseurinnen zu sprechen

Nicht wenige Tonmeister meinen, es sei das beste Großmembran-Stereomikrofon der Welt. Was macht es so besonders?

Nicht immer braucht es ein hohes Budget um an der Kinokasse viel Geld einzuspielen. Welches waren erfolgreiche Low-Budget Filme?

Kurzfilme auf Filmfestivals einreichen ist gar nicht so einfach,- wie kann man seine Chancen verbessern?

Sie gehören untrennbar zur Ikonographie des Horrors: Zombies. Die Rückkehr der – nicht mehr ganz so frischen – Toten ist ein popkultureller Dauerbrenner.

Adobe baut seine Firefly KI zu einem Produktionszentrum aus und erfüllt damit viele Wünsche...