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FinalCut1 2000

 

Selbstbewusst

Immer wieder erreichen uns Fragen bezüglich des alten Final Cut Pros, deshalb wollen wir an dieser Stelle auf die wichtigsten Punkte eingehen. Dass man mit FinalCut Pro hervorragend in beinahe allen Formaten schneiden konnte, ist hinlänglich bekannt. Es hatte, den lange Jahre durch den Marktführer dominierten und durch merkwürdige Restriktionen vor allem auf der Hardwareseite (man konnte lange Zeit nur die völlig überteuerten Festplatten vom Programmhersteller verwenden) zu einer regelrechten Befreiung der Schnittlandschaft geführt. Trotz der Ablösung durch Final Cut X arbeiten noch eine Reihe von Usern mit dem klassischen Final Cut Pro.

An dieser Stelle sprechen wir deshalb über das klassische Final Cut Pro, welches in der letzten Version die Nummer 7 trug und Bestandteil des Final Cut Studio Pakets war. Zahllose Anwender*Innen bedauern, dass mit Final Cut X eine Umkehr von einem vollwertigen professionellen Schnittprogramm zu einem hippen Semiprofessionellen Schnitttool vollzogen wurde. Dieser Schritt hat sehr viele Anwender*Innen zu anderen Schnittprogrammen wie Premiere Pro, Avid, Da Vinci etc. wechseln lassen. Doch man mag es kaum glauben, aber es gibt noch eine Reihe von Usern, die bei Final Cut Pro 7 geblieben sind und noch heute damit arbeiten.

 

Final Cut Pro 7 4000

 

Heutzutage gibt es das einstmals teure Programm günstig als Second Hand Software zu kaufen. Auf den neuen MACs mit M1-Chip läuft das Programm jedenfalls nicht. Auch kennt das Programm diverse neuere RAW Videoformate nicht, da braucht es Workarounds und Wandlungen mit externen Programmen um trotzdem damit arbeiten zu können. Wer damit arbeiten möchte muss einen Intel-MAC verwenden und ein paar Einschränkungen kennen, die vor allem mit den Prozessoren und dem Betriebssystem zusammenhängen:

 

Zunächst einmal läuft es nur auf MACs mit Intel Prozessoren.

Der Rechner braucht zwingend eine ATI oder NVIDIA Grafikkarte, interne Motherboard-Grafieinheiten werden nicht unterstützt.

Final Cut Pro 7 benötigt mindestens Mac OS X v10.5.6 und läuft offiziell höchstens auf Mountain Lion OSX 10.8.5. Es gibt sogar manche User, die Systeme mit OSX 10.9 Mavericks verwenden.

Auf dem Rechner muss zudem mindestens QuickTime 7.6 installiert sein

 

Die vollständigen Spezifikationen findet Ihr hier: https://support.apple.com/kb/sp635?locale=de_DE

Ein komplettes Manual auf Deutsch findet Ihr hier: https://prohelp.apple.com/finalcutpro_help-r01/finalcutpro_otherhelp/Final%20Cut%20Pro%207%20Grundlagen.pdf

 

Seltene Probleme

Ganze Produktionen können bearbeitet werden, ohne dass es zu Abstürzen, Konflikten oder Datenverlust kommt, doch es gibt sie dennoch,- die Ausnahmen von der Regel. Darüber dass Programme und Betriebssysteme ihren Anwendern auch durchaus schlaflose Nächte bereiten können, darüber wird weniger gesprochen. An dieser Stelle werden ein paar Maßnahmen erläutert, die ein paar verbreitete Probleme lösen können.

 

Que sera, sera...

Zu den unerwarteten Erfahrungen im Leben der Cutter gehören verlorene Verknüpfungen, verlorene Dateien oder Menüs die sich einfach nicht mehr aktivieren lassen. So kann es vorkommen, dass man einen fertigen Schnitt über das FireWire Kabel ausspielen möchte und die Kamera kann nur das Bild, nicht aber den Ton aufzeichnen. Im Display der Videokamera wird für den Ton 12 Bit angezeigt, eine Wortbreite, die nicht mit den in der Final Cut Session eingestellten 16 Bit übereinstimmt. Nachdem man überprüft hat, dass im Final Cut überall auch wirklich 16 Bit eingestellt sind, das FireWire Kabel und die Kamera ausgewechselt hat und das Ergebnis das Gleich bleibt, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das Programm den Fehler produziert.

Es kann auch sein, dass man weder Bild noch Ton mit der Kamera aufzeichnen kann, ja vielleicht nicht einmal im FinalCut Menü die Option Ausgabe auf Video einstellen kann. Der Menüpunkt bleibt einfach grau und nicht aktivierbar.

Oder aber man möchte von dem geschnittenen Film eine DVD herstellen und aktiviert deshalb unter Export die Option Quicktime Movie. Aber der resultierende Quicktime-Film ist als Datei viel zu klein. Statt der erwarteten 11 GB ist die Datei nur 1,5 GB groß obwohl alle Einstellungen für die Größe (PAL) etc. stimmten.

 

Troubleshooting

Wenn sich alle Einstellungsmöglichkeiten und Hardwarefehler ausschließen lassen, ist es an der Zeit, fehlerhafte Dateien zu entfernen. Oft sind die Voreinstellungen in FinalCut Pro durch Abstürze etc. korrumpiert. Dann hilft es, wenn man diese in den bewährten Apple- Mülleimer befördert. Keine Sorge,- wenn sie verschwunden sind, erzeugt FinalCut neue Preferences, und man kann nach ein paar wenigen Grundeinstellungen wieder weiterarbeiten.

Sie verlieren also nicht Ihre wertvollen Projektdateien, sondern Final Cut verliert nur die Information, automatisch beim Öffnen das letzte Projekt aufzumachen. Wenn Sie aber direkt auf das Projekt klicken, öffnet es sich wie gewohnt.

Diese Preferences sind ein wenig versteckt. Man findet sie auf der Systemplatte des Rechners unter Users, also in der Regel Ihrem Anwendernamen. Dort findet man in der Bibliothek / Library unter Preferences eine Vielzahl von Dateien. Werfen Sie die Dateien...

 

"com.apple.FINALCUTPRO.plist"

"FinalCutPro 5.0 Preferences" (bei älteren Versionen die entsprechende Versionsnummer)

"FinalCut Pro POA Cache"

 

in den Papierkorb oder, wenn Sie ganz sicher gehen wollen, benennen sie diese einfach um, etwa indem sie ein "alt" oder "defekt" hinzufügen.

Wenn Sie Final Cut wieder öffnen, werden zwar Ihre bevorzugten Übergänge, Blenden etc. nicht extra aufgelistet sein und Sie müssen auch zu Beginn angeben, ob sie in PAL, NTSC oder PAL schneiden, ansonsten arbeitet das Programm aber wieder wie gewohnt und vor allem ohne die oben genannten Fehler.

 

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