MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

CodecsSD

Zwischen der linken und der rechten Bildhälfte liegen eigentlich Welten, was die Qualität angeht, doch bei dieser Bildgröße fällt das gar nicht ins Gewicht. Betrachtet man die Bergspitze aber mal vergrößert im Ausschnitt (unteres Bild), wird klar, was der Codec da tatsächlich angerichtet hat.

 

Codierter Standard

Auch wenn wir längst in der Full HD Welt angekommen sind, etwa 2,5 Millionen Fernsehzuschauer konsumieren in Deutschland 2025 die Filme noch in SD, Standard Definition und auch die Mehrzahl an als DVD gekauften oder downgeloadeten Filmen laufen in SD.

 

Kodierungen

Die Filmindustrie kennt in der Welt der physischen Träger eigentlich nur die DVD, die BluRay, sowie die Ultra HD BluRay, hier wäre also die Zahl der Codecs überschaubar. Während die DVD mit MPEG2 arbeitet, nutzt die BluRay MPEG-4 AVC, auch bekannt als H264. Da letzterer skalierbar ist, kann man ihn auch für SD verwenden, aber wer tut das schon, wenn die Scheibe auch HD hergeben kann.

Doch dank des Internets existieren deutlich mehr unterschiedliche Codecs, die natürlich untereinander inkompatibel sind, sonst wäre die Welt auch zu einfach. Bereits jetzt kann man davon ausgehen, dass BluRay das letzte physische Vertriebsmedium ist, um Filme zu vertreiben, alle relevanten Anbieter arbeiten an Streaming,- und Downloadformaten für die man den aufwändigen Weg über eine Scheibe, die gepresst, verpackt und vertrieben werden muss, einsparen kann.

Gängige Formate sind u.a. FLV, FLAC, WMV, MPEG-1/2/4, MOV, AVI, DIVX, XVID

Und es kommen immer neue Unterformate hinzu, die Listen an notwendigen Codecs in den diversen Playern und Schnittprogrammen werden immer länger und unübersichtlicher. Ob man sich auch über die Kompatibilität Gedanken macht, etwa ob man in der Zukunft ältere Codecs in denen man vielleicht unwiederbringliche Filme gespeichert hat, überhaupt wird abspielen können, ist fraglich.

 

Formatwechsel

Die digitale Welt ist weitaus komplizierter als man meinen sollte, die Egoismen und wirtschaftlichen Interessen der verschiedenen Hersteller haben eine breite Palette unterschiedlichster digitaler Container hervorgebracht, die den Alltag erschweren.

Während im Internet zahllose Filme im Adobe-Flash Format bereitgestellt werden (FLV) beherrschen DVD oder Media-Player nur extrem selten dieses Format. Hier muss gewandelt werden, da ist Zeit,- und Qualitätsverlust angesagt. Diverse Hilfsprogramme die diesen Job übernehmen, sind heimliche Spione, Werbeschleudern und Nötigungsmeister.

 

Konverter

Wer Filme von einem Containerformat in ein anderes wandeln möchte, sollte sich also auf längere Renderzeiten und auch auf einen gewissen Qualitätsverlust einstellen. Hier ein paar Freeware Programme, die als Schweizer Taschenmesser der Codecs derartige Aufgaben meistern:

Empfehlenswert ist etwa der pcw Video Konverter, der augenscheinlich ohne Werbung und sonstige unschönen Begleiterscheinungen daherkommt. Er ist über die Webseite der PCWorld downzuloaden, sieht recht spartanisch aus, muss nicht in Registry etc. Änderungen vornehmen, sondern nach dem (ZIP) Entpacken kann es als ausführbare Datei gestartet werden, tut aber genau das, was er tun soll.

http://www.pcwelt.de/downloads/pcwMediaKonverter-ehemals-pcwFfmpegGui-1318696.html

Ein recht stabiler Wandler, der nicht so viele feindliche Elemente versteckt mit installiert und trotzdem kostenlos bleibt, ist XMedia-Recode.

http://www.chip.de/downloads/XMedia-Recode_30516491.html

Ebenfalls geeignet ist der Freemake-Video-Converter, der sogar Schnittfunktionen mitbringt, was durchaus hilfreich sein kann.

http://www.chip.de/downloads/Freemake-Video-Converter_44015164.html

Virtual DUB kann mit Unterstützung des  flv plugins ebenfalls derartige Wandlungen in guter Qualität vornehmen.

http://www.chip.de/downloads/VirtualDub-32-Bit_12994844.html

Problematischer ist der AVCHD Video Konverter, der nur in der Bezahlversion einigermaßen Sinn macht. Und der SUPER Konverter ist ein veritabler Spion, den man besser nicht auf seinem Rechner installieren sollte.

 

Einstellungen

Diese Einschätzungen können sich natürlich ändern, häufig genug haben sich eigentlich saubere Programme im Laufe ihre Entwicklung zu eher bedenklicher Software gewandelt.

Wichtig bei den Einstellungen zum Wandeln ist natürlich der Codec. Viele DVD Player beherrschen AVI, XVID und DIVX auch die Datenrate ist enorm wichtig, hier stellen 9,5 Mbit bei der DVD das Maximum dar.

Unter den Einstellungen (beim pcw etwa) kann man unter Optionen das Zielformat auswählen. Für die DVD ist AVI gut geeignet und man sollte dann den Codec XVID auswählen. Damit kommt fast jeder Player zurecht.

 

Player

Nicht immer sind die von den Betriebssystem-Herstellern mitgelieferten Player, in der Lage, alle Codecs abzuspielen. Als besonders vielseitig und zudem offen in der Struktur gilt der M-Player, den man kostenlos downloaden kann. Download unter: M-Player   Noch leistungsfähiger und ebenfalls frei ist der VLC Media-Player.

Wenn ein Film nicht abgespielt werden kann, helfen Programme, herauszufinden, welcher Codec fehlt und wo man ihn beschaffen kann. Zu empfehlen ist GSpot. Ebenfalls sehr mächtig und vielseitig: FFDShow. 

(Zu allen Links gilt wie immer: MC haftet nicht für den Inhalt externer Seiten)

 

Banner K Kreativtraining pur 5000

Kameraworkshop Banner 8 23 4000

Weitere neue Artikel

So wie einst die Nagra den Filmton revolutionierte, hatten die britischen Mischpulte die Arbeit an Filmsets radikal verändert.

Es ist schon etwas besonderes, wenn der Titel eines Films aus seiner Handlung oder seinen Dialogen entspringt...

Unsere Welt, das Leben um uns herum bietet unzählige spannende Geschichten, die geradezu danach rufen, verfilmt zu werden...

Streaming und Filmkultur: Wie legale Streaming-Seiten die Film,- und Medienwelt verändert haben

Krise oder Transformation? Ein Plädoyer für neue Formen des Dokumentarischen

Sie ist eine der ältesten Techniken, um realistische Animationen zu schaffen: Die 1914 erfundene Rotoskopie.

In Filmabspännen stehen oft viele Producer. Was machen die eigentlich alle und welche Unterschiede gibt es?

Was können sie und was können sie nicht? Rückblenden als Bruchstellen der filmischen Illusion

Welche Weihnachtsfilme werden wohl in diesem Jahr auf uns herniederschneien? Wir haben Euch den ultimativen Timetable zusammengestellt....

Der Begriff klingt bescheiden. Was macht ihn so entscheidend für die Fähigkeiten und das Funktionieren von Technik?

In diesem Interview erzählt uns der Regisseur Kevin Koch ein paar Hintergründe zu der Entstehung seines Films "Prince de la Ville", der auf der FOFS 2025 gezeigt wurde.

Auf dem FOFS 2025 teilte der Regisseur Willy Fair seine Geheimnisse mit uns, wie sein preisgekrönter Film "Death's Peak" entstand.

Die Filmgeschichte war noch jung, als erste Stummfilme künstlich erschaffene Wesen als Thema entdeckten. Wie die Roboter im Kino Karriere machten...

Der Film "Jumah" erzählt von Xingyue, die sich in Zentralchina als Außenseiterin fühlt. Wir hatten beim FOFS 2025 Gelegenheit mit den beiden Regisseurinnen zu sprechen

Nicht wenige Tonmeister meinen, es sei das beste Großmembran-Stereomikrofon der Welt. Was macht es so besonders?

Nicht immer braucht es ein hohes Budget um an der Kinokasse viel Geld einzuspielen. Welches waren erfolgreiche Low-Budget Filme?

Kurzfilme auf Filmfestivals einreichen ist gar nicht so einfach,- wie kann man seine Chancen verbessern?

Wer an historischen Filmthemen arbeitet, sollte versuchen, die Zuschauer möglichst tief in die jeweilige Zeit einzutauchen zu lassen. Dafür gibt es überraschende Ansätze...