Filmmarkt

  • Berlinale 2018

    Vom 15.-25. Februar finden die 68. internationalen Filmfestspiele in Berlin statt. Was erwartet uns?

  • Black Nights Tallinn

    Direkt an der Ostsee, in der estischen Hauptstadt Tallinn lockt das alljährliche Filmfestival Filmschaffende aus aller Welt zu einer über zwei Wochen andauernden Feier des Kinos

  • Controlling

    Ver-Teile und herrsche

    In Amerika werden die Kosten für jedes Department (Kostüm, Technik, Ausstattung etc.) jeweils zu Summen zusammengefasst. Während bei uns etwa Kosten wie Telefon, Transporte etc. meist nur als Gesamtkosten für das ganze Projekt kalkuliert werden, erfasst man diese in den USA für jedes Department getrennt. Da finden sich auf der Seite der Kosten für Requisite eben nicht nur Kauf, Leih und Materialkosten, sondern auch Positionen wie Personal, Transporte, zusätzliche Kosten und Verschiedenes. Auf diese Weise entwickelt sich in allen Abteilungen ein höheres Bewusstsein für die eigenen Budgets.

     

    Zudem erlaubt diese Vorgehensweise einen Überblick über die kalkulierten und die tatsächlichen Kosten der einzelnen Abteilungen. Controlling bedeutet dabei nicht nur die Kontrolle über die Kosten zu behalten, sondern vor allem, die Abteilungen an Vorgaben zu binden und sie dafür auch zur Rechenschaft zu ziehen.

     

     

     

     

    Umsetzungen und Tücken

    Die „Heads of Department“ (Kostümbildner, Ausstatter, Requisiteur etc.) kümmern sich in den USA selbst darum, dass diese auch eingehalten und nicht überschritten werden. Manchmal müssen sie sogar bei Überschreitungen persönlich haften.

    In Europa ist das nicht so, da liegt es bei Filmgeschäftsführer, Produktionsleiter und Produzent das Budget zu überwachen und einzuhalten. Dies ist ein enorm verantwortungsvoller Aufgabenbereich, denn speziell während der Dreharbeiten treten so viele unterschiedliche Kosten und ständige Veränderungen auf, dass es darauf ankommt, hier eine klare Übersicht zu haben.

     

    Speziell in Deutschland kann ein Einzelner in solch einer Schlüsselposition eine ganze Produktionsfirma in den Ruin stürzen, wenn er/sie seine Arbeit schlecht macht. Diese Mitarbeiter haften hierzulande nicht für ihre Fehler, da die meisten Mitarbeiter bei einem Film aus steuerrechtlichen Gründen angestellt, also weisungsgebunden sind. Ein angestellter Filmgeschäftsführer, der unfähig ist, und der Produktionsfirma Mehrkosten von 50.000 Euro verursacht, kann bestenfalls gekündigt werden, muss aber für seine Verfehlungen nicht haften. Es gibt einige Produktionsfirmen die ihren Untergang Leuten verdanken, die während einer laufenden Produktion falsche oder gar keine Kostenstände (Infos über den Stand an Ausgaben im Verhältnis zu kalkulierten Kosten) erstellt haben.

     

    Immer wach bleiben

    Oft bemerken die Produzenten erst zu spät, dass irgend etwas bei der Filmbuchhaltung nicht stimmt. Der weitverbreitete Computerfetisch erleichtert es, den Eindruck professionellem Umgangs mit Zahlen und Belegen zu vermitteln. Da springen Statistiken, Übersichten und Formulare per Mausklick auf den Bildschirm und tun das, wofür sie da sind: Sie beeindrucken. Dass aber all diese netten Programme die Sorgfalt und das nötige Fachwissen des Anwenders nicht ersetzen können, wird gerne verschwiegen. Eine Buchhaltung die nur mit dem Tischrechner und handschriftlicher Kontierung etc. gemacht wurde ist, wenn dies ordentlich und mit Sachverstand geschah, absolut  ausreichend.

     

    Was kann der Produzent tun, um sich vor derartigem zu schützen? Nicht viel. Allein die sorgfältige Auswahl des Personals, das Hinterfragen aller Lebensläufe und sogar Kontrollanrufe bei den vorherigen Arbeitgebern sind in Zweifelsfällen sinnvoll. Wenn man dann jemand gefunden hat, der seinen Job beherrscht, steht einer sorgfältigen Kontrolle der Ausgaben nichts mehr im Wege.

  • EU gefährdet Medien

    Dass politische Entscheidungen nicht zwingend mit Weisheit zu tun haben, beweisen EU Bürokraten mit einem Medien-Gesetzesentwurf.

  • Weltvertrieb

    Filmbazar

    Stand auf Filmmarkt Berlin

    Weltvertriebs-Stände auf dem internationalen Filmmarkt Berlin

    Äpfel, Birnen und Trauben werden auf dem Viktualienmarkt gehandelt, doch wo verkauft der erfolgreiche Produzent seine Filme? Zunächst einmal gibt es, wie auch beim Obst, die Unterscheidung zwischen dem Erzeuger (Landwirt) und dem Händler (Großmarkt und Obststand).

     

    Für den Verkauf von Filmen gibt es so genannte Weltvertriebe (World Sales Agents), die eine ganzes Sortiment an Filmen anbieten. Sie bieten diese für die Verwertungsländer (Territorien) an, für die jeweils noch die Nutzungsrechte frei sind. Sie handeln die Preise für die Lizenzen aus und bekommen dann vom Produzenten nach Abzug von so genannten Vertriebsvorkosten eine Provision von 15 bis 30 %.

     

    Diverse deutsche Weltvertriebe haben sich in einem Verband zusammengeschlossen. Die Adressliste finden Sie hier:

     

    http://www.vdfe.de/mitglieder.html

     

    Das Bild des Obsthandels hat noch weitere Parallelen: Denn auch für die Sales Agents gibt es Marktplätze, die Filmmärkte. Diese finden an verschiedensten Orten in der Welt statt und die Vertriebe mieten sich dort Standplätze. Dieser finanzieren sich, wie auch Reise, Hotelkosten, etc. über die erwähnten Vorkosten. Der Stand auf dem Markt wird mit Plakaten der Filme dekoriert und hat meistens neben Telefon und Fax einen Fernseher, um Kaufinteressenten gleich vor Ort Ausschnitte aus Filmen vorzuführen. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass – je nach Vertrieb – von den erzielten Einnahmen nach Abzug der Vorkosten für den Produzenten manchmal nichts mehr bleibt. Speziell kleinere Produzenten haben nämlich weder die Kontrolle noch einen Überblick darüber, wohin der Film denn wirklich verkauft wird, und ob die ausgewiesenen Vorkosten denn wirklich für den eigenen Film angefallen sind, lässt sich kaum überprüfen...

     

    Selbstvertrieb

    Einige Produzenten bieten ihre Filme aber auch direkt auf den diversen Filmmärkten an. Wenn man keinen Stand hat, kann man auf den Märkten Termine für „Marktvorführungen“ (Market-Screenings) buchen und potenzielle Käufer zu diesen einladen. Jeder Markt gibt Listen mit den Teilnehmern heraus, auf denen man die Firmen, Namen, Hotels aller Einkäufer, aber auch der Verkäufer, erfahren kann. Viele Deals und Kontakte bahnen sich auch auf zahlreichen Empfängen (Receptions) oder Gesprächen im Hotelfoyer etc. an. Da die Einkäufer ihr Programm meist schon vor Beginn der Filmmärkte festgelegt haben, bietet es sich an, bereits Wochen vorher vom heimischen Büro aus die Einkäufer per Fax, E-Mail oder auch telefonisch über den Film, den man anbietet, zu informieren. Namen und Anschriften? Wie oben erwähnt finden diese sich in den Katalogen vorangegangener Filmmärkte.

     

    Zusätzlich gibt es diverse Fachpublikationen der großen internationalen Filmzeitschriften (Variety, Hollywood Reporter, Screen International, Moving Pictures etc.), in denen man den Film meist kostenlos in Listen aufnehmen lassen kann. Wer einen reichen Werbeetat hat, kann natürlich auch ganzseitige Anzeigen schalten. In entsprechenden Zeitungen erkennt man sogleich, welche Filmnation weltweit das meiste Geld für Hochglanzanzeigen übrig hat...

     

    Egal wie auch immer Sie es anstellen, halten Sie Ihr Infomaterial kurz, knapp, und prägnant – die Käufer wollen schnell ein Bild von dem Film haben. Stars oder Filmpreise auf Festivals sind willkommene Verkaufsargumente.

     

    Noch eine Liste der Filmmärkten gewünscht? Hier bitte: Liste Filmmärkte (7 KB, RTF-Format – für jede Textverarbeitung)

     

  • Will Smith & Telepool

    Gemeinsam mit Mark Forster hat Will Smith die Münchner Telepool gekauft. Bisher gehörte das Unernehmen Sendern der ARD

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