EOS R5 1 2000

 

Canon hat zwei neue Mirrorless Kameras vorgestellt, die auch für Filmaufnahmen viel zu bieten haben. Der japanische Kamerahersteller hat in seine beiden neuen Kameras alles verbaut, was auf dem Stand der Technik spannend ist und bietet jede Menge Features an, die sich für die digitale Cinematographie eignen. Das Spitzenmodell, die EOS R5 bringt einen neu entwickelten Sensor mit 45 Megapixel Auflösung und einen Empfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis ISO 51.200. Wie immer bei höheren Auflösungen bedeutet das natürlich auch, dass mehr einzelne Fotodioden auf dem Sensor untergebracht wurde und diese entsprechend kleiner ausgefallen sind. So etwas reduziert die Lichtempfindlichkeit. Man kann davon ausgehen, dass die R5 über einer ISO von 6400 je nach Aufnahmemotiv, hier und da Bildrauschen zeigen wird.

Der Fullframe Sensor hat eine moderne Bildstabilisierung in fünf Achsen und unterstützt damit, gemeinsam mit optischem Stabilisator im Objektiv die Arbeit mit der Handkamera. Erste Tests belegen,- das eingebaute IBIS System macht seine Arbeit hervorragend und nimmt die meisten Bildwackler raus.

Was die Bildschärfe angeht, so wird die bewährte Dual Pixel CMOS-AF-Technologie verwendet, deren Charakteristika man in nahezu allen Parametern individuell justieren kann. Sie besitzt sogar einen eigenen Animal Autofocus Modus, um Hunde, Katzen oder Vögel sicher zu identifizieren.

Für das Drehen gibt es einen eigenen Servo AF-Modus, der eine gleichmäßige und natürliche Fokussierung beim Wechsel von verschiedenen Motiven oder Entfernungen ermöglicht. Einstellbar sind die Tracking-Empfindlichkeit, die AF-Geschwindigkeit und die Priorität der Gesichtsverfolgung.

Die Kamera beherrscht Videoaufnahmen in 8K Auflösung wahlweise in 17:9 (8.192 x 4.320 Pixel) oder in 16:9 (7.680 x 4.320 Pixel). Als Bildfrequenzen kann man 24, 25 und 30 Bilder pro Sekunde wählen.

Diese hohe Auflösung kann die EOS R5 nicht nur mit Datenkompression (All-I oder IPB) aufnehmen sondern auch im RAW-Format mit 12bit auf eine Schnelle CF-Karte. Die Kamera besitzt mehrere Speicherkarten-Slots, für die maximale Auflösung und Qualität (intern 10 Bit) muss man CFexpress Karten verwenden. Dies können bis zu einem Giga an Daten in der Sekunde aufzeichnen. Für externe Recorder stellt die Kamera maximal 4K bei 59.94 Bilder / Sekunde zur Verfügung.

 

Die Wärme...

Wo Licht ist, ist auch... Schatten oder besser gesagt Hitze. Wie die Online Seite EOSHD meldet, hat auch Canon es nicht ganz geschafft, den Widerspruch zwischen kompaktem, lüfterlosen Gehäuse und hoher Prozessorleistung aufzulösen. Wer jetzt gedacht hat, seine nächsten Spiel,- und Dokumentarfilme sorglos mit der EOS R5 in 8K Auflösung drehen zu können, sollte zumindest auf dem Schirm haben, dass die Kamera sich bei Erhitzung nach 15-20 Minuten selbst abschaltet. An warmen Tagen kann so eine Kamera auch schon deutlich früher an diesem Punkt sein.  Auch nach einer Abkühlphase lässt sie beim Wiedereinschalten dann nur noch wenige Minuten des Weiterdrehens zu. Konzerte oder längere Veranstaltungen lassen sich auf diese Weise jedenfalls nicht in 8 K aufnehmen.

Wer auf die Hohe 8K Auflösung verzichtet und schlicht nur in 4K mit 30 Bildern in der Sekunde dreht, sollte laut Canon ohne Sicherheitsabschaltung auch über längere Strecken drehen können.

 

Ton und R6

Für die Tonseite bietet die Kamera zwei 3,5mm Klinkenbuchsen für Mirkofoneingang und Kopfhörer Tonkontrolle.

Das preiswertere Schwestermodell, die EOS R6, bietet einen 20.1 Megapixel Sensor und Videos in 4K mit 10 Bit Aufzeichnung.

 

Bild: Pressefoto Canon

 

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