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Wie jedes Jahr nehmen wir auch diesmal zu Beginn des neuen Jahres eine Einschätzung vor, wie es um Virtual Reality und Augmented Reality bestellt ist.  Bereits im Verlauf des Jahres 2025 hatte sich abgezeichnet, dass das wohl ambitionierteste AR Brillenprojekt, die Vision Pro von Apple sich schlicht nicht verkauft. An den Fähigkeiten der High Tech Brille wird es nicht gelegen haben, dass sie zum Ladenhüter wurde, eher an den Verkaufspreisen (3700,- €) und dem geringen Content. Nun hat Apple angekündigt, die Herstellung zu drosseln und auch das Werbebudget drastisch zurückzufahren.

Der Chinesische Partnerhersteller von Apple, Luxshare hatte bereits seine Produktion eingestellt, nun also wird auch in den USA die Produktionsschiene zurückgefahren. Angeblich hatte Apple im abgelaufenen Weihnachtsgeschäft lediglich rund 45000 Brillen absetzen können. Das ist umso ärgerlicher, als Apple gerade im Herbst 2025 die Brillen mit schnelleren Chips und einem anderen Kopfband aufgerüstet hatte.

Doch nicht nur Apple litt unter der Kaufträgkeit der Kunden, der gesamte Markt der VR und AR Brillen musste 2025 einen Rückgang von fast 15 % verkraften. Platzhirsch Meta bietet ja mit der Quest III bereits ab 498,- € und der Quest III S ab 300,- € leistungsstarke VR Brillen an, doch auch hier hat das verhaltene Kaufverhalten zu drastischen Kürzungen beim Marketing geführt. 

Auf den einschlägigen Kleinanzeigen,- und Verkaufsbörsen werden kaum benutzte VR Brillen in Massen angeboten, auch das ein trauriges Indiz, dass der Markt leidet. Auf der anderen Seite zeigt sich, das Virtual Reality gerade auch für den Dokumentarfilm und den Einsatz etwa in Museen und Sammlungen zu eriner spannenden Bereicherung geworden ist.

 

Kleiner und Leichter

Nach wie vor ist die Bauform und das Gewicht der etablierten VR Brillen ein Hindernis, sie über längere Strecken zu benutzen. Andererseits verkaufen sich Smart-Glasses deutlich besser, die sich anfühlen, wie etwas breitere Sonnenbrillen. Auch Apple will in dieses Segment einsteigen und will eine leichte Eigenentwicklung vorstellen. Auf Grund dieser Erfahrungen ist es eher unwahrscheinlich, dass die großen VR/AR Anbieter 2026 sich mit großen Neuentwicklungen hervortun werden. Sie zeigen eher Zurückhaltung und verschieben Neuvorstellungen auf 2027 oder 2028.

Eine Ausnahme könnten Valves neues VR-Headset werden, welches intern als "Steam Frame" firmiert, vielleicht wird auch der französische Newcomer Lynx mit einer Weiterentwicklung der Lynx 1 vorpreschen.

Pimax (China) bringt mit den neuen Dream Air und Pimax Dream Air SE neue, leichtere aber kabelgebundene Brillen heraus. Insbesondere die Dream Air wiegt nur 170 Gramm, ist also ultraleicht und bietet aber ein 8K OLED Display (4K für jedes Auge) mit einem besonders breiten Bildwinkel von 110 Grad.  Das ist doppelt so hoch wie bei der Quest 3. Außerdem punktet die Brille durch die Verwendung von konkaven Linsen, die es ermöglichen, den Abstand zwischen Augen und Display zu verringern. Möglich werden die Kompaktheit und as geringe Gewicht, die den Tragekomfort deutlich erhöhen, natürlich auch durch die Kabellösung. Damit benötigt die Brille keinen Akku und kein eigenes Processing, das wird auf den Rechner ausgelagert. Kosten soll die Dream Air 2000,- €, die Dream Air SE Version hat nur die halbe Auflösung und ein etwas schmaleres Sichtfeld, kostet dafür dann unter 1000,- €.

Last but not Least wird der chinesische VR-Brillenhersteller Pico vermutlich mit einer eigenen High End Brille in den Markt gehen, die eher die Käuferschicht von Apples Vison Pro anpeilt. Ob das wohl gutgeht? Grundsätzlich geht die Tendenz aber klar hin zu leichteren, kleineren Brillen, die man auch tragen möchte. Sicher wird auch Android in diesem Bereich auf der Softwareseite noch einige Überraschungen bereithalten.

 

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