Dreh NY Schild 2000

 

Im Grunde genommen geht es der Filmindustrie nicht anders, als so vielen anderen Branchen, die wegen Corona zum Stillstand verurteilt sind. Der Shutdown trifft auch die amerikanische Filmindustrie hart, nun hat sie Richtlinien erarbeitet, wie wieder gedreht werden kann. Zahlreiche Projekte in Warteschleife, Schauspieler und Teams ohne Arbeit und TV Sender, die sich mit endlosen Wiederholungen über die Lücken im Programm retten wollen. Ähnlich wie hierzulande, wo die Filmbranche versucht, mit nachvollziehbaren und vor allem erfüllbaren Sicherheitsvorkehrungen wieder weiter zu drehen, suchen auch die US Produktionen nach Wegen aus dem Drehstop.

Nun hat die AMPTP (Allianz der Film,- und Fernsehproduzenten) ein 22 seitiges Papier erarbeitet, in welchem dezidiert die Bedingungen dargelegt werden, unter denen Dreharbeiten trotz Corona-Gefahren durchgeführt werden können.

 

Regelungen

Es sind vor allem Empfehlungen, wie der Kontakt zwischen Schauspielern und Team an Filmsets stark begrenzt werden kann und die Risiken einer Ansteckung minimiert werden. So müssen alle Beteiligten an einem Dreh vor Aufnahme einer Produktion auf Covid 19 getestet werden. Den SchauspielerInnen wird empfohlen, ihre persönliche Schutzausrüstung mitzubringen.

Maskenbildner müssen strengste Hygienevorschriften einhalten. In unmittelbarer Nähe des Sets sollen sich so wenige Teammitglieder wie möglich aufhalten (Regie, Kamera, Ton), alle übrigen sollen in größerem Abstand bleiben. Eigene Sicherheitsbeauftragte sollen bei den produktionen auf die Einhaltung der Vorschriften achten.

Vertreter großer US-Produktionsstudios sowie der großen Verbände DGA und SAG-AFTRA, wie auch der Gewerkschaft IATSE, waren neben medizinischen Beratern beim Erstellen beteiligt. Das Dokument wurde dem New Yorker und dem kalifornischen Gouverneur zur Prüfung zugesandt und soll, so die Hoffnung der Produzenten, baldmöglichst abgesegnet werden.

 

Andere Drehbedingungen

Dreh U Bahn 2 2000

 

In Deutschland werden derzeit nicht nur Drehbücher gravierend umgearbeitet um alle Szenen mit engerem Kontakt der Hauptprotagonisten zu eliminieren. Sie werden vorzugsweise gestrichen, jene vollbesetzen Cafés oder Bars, die privaten Parties, die Schlägereien, all die intimen Liebesszenen und mehr.

Auch die zaghaft wieder aufgenommenen Drehs gestalten sich völlig anders. Auch hier gibt es Ideen, wie man durch verschiedene Kreise an Teamgruppen, eine möglichst kleine Zahl an Beteiligten am Set zusammenführen kann. Selbstverständlich gilt ein Mindestabstand, Handhygiene und Maskenpflicht. SchauspielerInnen dürfen die Masken erst wenn die Kamera läuft, abnehmen. Die Auflage, Räume in denen gearbeitet wird, einmal pro Stunde für 20 Minuten zu lüften, verlängert die Drehzeit teilweise um 30 %.

 

Hier kann das vollständige Dokument gelesen werden: https://pmcdeadline2.files.wordpress.com/2020/06/iwlmsc-task-force-white-paper-6-1-20.pdf

 

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