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Nach Jahren der Ankündungen und des Rätselratens ist die Developer-Version in den USA nun lieferbar. Was verspricht,- was hält sie?

 

Nun das Unternehmen hat sich nicht weniger auf die Fahnen geschrieben, als die beste und intensivste Mixed / Augmented Reality Erfahrung zu produzieren. Um dieses Ziel zu erreichen gelang es dem Unternehmen seit 2011 über die Jahre 2,3 Milliarden US Dollar an Investorengeldern einzusammeln. Inzwischen gibt es auch bereits einige Kooperationen mit Content-Anbietern.

 

Magic waren vor allem die PR Aktionen, mit denen die Firma immer wieder die kritischen Nachfragen nach dem versprochenen Produkt und seinen Fähigkeiten besänftigen konnte. Nun also ist es so weit und die nun vorgestellte Brille soll also kein Prototyp mehr sein sondern später auch so für Consumer vermarktet werden. Die Webseite verspricht jedenfall eine gänzlich neue Seherfahrung und fast schon die Zukunft des Computers.

 

Was geht?

Die Brille ist nicht ganz die Stand- Alone Version, die man sich erhofft hatte, sie benötigt einen kleinen tragbaren Computer, der sich Lightpack nennt, dazu einen Controller und natürlich die Brille selber, Lightwear genannt. Die Brille besitzt sowohl nach Außen gerichtete Kamera für das Tracking der realen Umgebung, als auch nach innen gerichtete für das Eye-Tracking. Eingebaute kleine Lautsprecher oder wahlweise über Klinkenbuchse anschließbare Kopfhörer versorgen die User mit Ton.

 

Für Brillen ist das Design scheinbar nicht geeignet, aber man kann Linsen bestellen die den gewünschten Dioptrienausgleich vornehmen. Das Eye-Tracking scheint recht gut zu funktionieren und auch die Schärfeebenen werden zufriedenstellend abgebildet.

 

Wie alle AR Brillen kann auch sie die hinzugefügten (superimposed) Grafiken und Animationen nicht über das gesamte Sichtfeld des Users legen sondern nur über einen bestimmten, begrenzten Teil des Bildes. Allerdings ist dieser Teil bei der Magic Leap One größer als bei Microsofts Hololens. Die Kanten der eingestanzten Objekte sind deutlich sichtbar und von der Auflösung her kann die Brille nur die Auflösungen verbauen, die aktuell am Markt sind.

 

Was die ersten Tester etwa bei "The Verge" vermissten, ist die versprochene, angeblich absolut zukunftsweisende Lightfield-Technologie. Die Magic Leap One sei eher eine sehr gute, aber den anderen AR Brillen vergleichbare Brille.(https://www.theverge.com/2018/8/8/17662040/magic-leap-one-creator-edition-preview-mixed-reality-glasses-launch)

 

Ob das in einem schwierigen Markt ausreichen wird ohne die versprochenen Alleinstellungsmerkmale, wird sich zeigen. Die Developer-Edition kostet rund 2300,- USD, ob Consumer bereit sein werden, einen solchen Betrag auszugeben, ist die nächste ungeklärte Frage.

 

Abbildung: Magic Leap Pressfoto

 

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