Das 84 Jahre alte Autorenn-Event wird als Virtual-Reality Erfahrung übertragen. Autos im Film haben eine lange Tradition und auch die Virtuelle Realaität wird gerne von Autoherstellern weltweit genutzt. Wer kennt ihn nicht, den Spielfilm "Le Mans" mit Steve McQueen, ein Klassiker der Racing-Filme. Das Rennen, welches 1970 im Mittelpunkt des Spielfilms stand, gibt es auch heute noch, mit ungebrochener Strahlkraft für alle, die röhrende Motoren und Benzingestank lieben. Abends, bei Dunkelheit wird der Film auch dieses Jahr auf Großbildleinwand gezeigt.

 

24 Stunden Rennen von Le Mans (Foto: Lucy Allary)

24 Stunden Rennen von Le Mans (Foto: Lucy Allary)

Ein Autorennen, welches 24 Stunden lang dauert und Enthusiasten aus der ganzen Welt zusammenführt, fordert starke Nerven, denn Schlaf wird ein Wochenende lang zur Nebensache, Koffein neben Rennbenzin zum wichtigsten Treibstoff. Am 18. und 19. Juni heulen die Motoren, glühen die Bremsen bei einem Rennen, welches rund um die französische Stadt Le Mans auf öffentlichen und privaten Straßen ausgetragen wird.

 

Virtuelle Rennerfahrungen

Dieses Jahr werden die 60 Fahrzeuge aus 30 verschiedenen Ländern nicht nur von den vor Ort anwesenden Zuschauern und dem klassischen Fernsehen, sondern auch virtuell begleitet. Autohersteller Audi, der auch in diesem Jahr beim Rennen dabei ist und bereits einige VR Projekte angetestet hat, bringt das 24 Stunden Rennen in Zusammenarbeit mit Slightly Mad Studios und CXC Simulations virtuell unter die Leute.

 

 

 

24 Stunden Rennen von Le Mans (Foto: Lucy Allary)

Die Besucher des Rennens haben in diesem Jahr Gelegenheit, das Rennen und seine Geschichte sowie ein virtuelles Rennen per VR Brille mitzuerleben (Foto: Lucy Allary)

 

Allerdings nicht live sondern in einer verkürzten Renn-Simulation des Vorjahresevents bei der prominente Audi-Fahrer an verschiedenen Orten der Welt wie Peking (Edoardo Mortara), Berlin (Nico Müller), Moskau (Mike Rockenfeller) und Paris (Adrien Tambay) simuliert unter Original Straßenbedingungen virtuell fahren werden.

 

Live-Event online übertragen

Jeder, der mag, kann sich das virtuelle Rennen online anschauen. Unter dem Link: twitch.tv/projectcarsgame ab 16 Uhr am Samstag. Optimiert ist die VR Simulation für die Oculus Rift. Schaltet man zur falschen Zeit auf den Kanal, läuft leider nur live ein undefinierter Shot auf irgendeine Absperrung und man hört die Lautsprecherdurchsagen von Le Mans.

 

Doch der Veranstalter selber sorgt ebenfalls für VR Feeling. The Virtual Room bietet auf einer 300 Quadratmeter großen Fläche VR Erfahrungen auf Oculus-Brillen vor Ort. Hier in der "Innovation Area" wird Renngeschichte visualisiert, teilweise auch projiziert. Zusätzlich gibt es den Game Bereich, wo Autorennsimulationen im Mittelpunkt stehen. In der Realität rasen derweil die verschiedenen Boliden auf den langen Geraden mit über 340 km/h entlang und das bei Tag und bei Nacht.

 

24 Stunden Rennen von Le Mans (Foto: Lucy Allary)

Der Himmel zeigt sich unruhig. Viele der Besucher sind auf umliegenden Campingplätzen untergebracht,- der Ort bietet einfach viel zu wenige Hotelzimmer an (Foto: Lucy Allary)

Glücklich darf sich schätzen, wer eines der wenigen Hotelzimmer ergattert. Rund um Le Mans gibt es deshalb diverse Campingplätze um die vielen Motorsport-Begeisterten unterzubringen. In der Geschichte des Rennens hat es immer wieder auch schwere Unfälle und sogar regelrechte Katastrophen mit über 80 Todesopfern gegeben. Trotz all dem hält die Motorsport-Welt an diesem widersprüchlichen Rennen fest.

 

Virtuelle Mitfahrt im Cockpit

Erste VR Videos tummeln sich auf den einschlägigen Online-Kanälen. So etwa eine Fahrt mit dem Ford GT: https://www.youtube.com/watch?v=o__fkWrp4WE

 

Sicherlich sind derartige Projekte vor allem PR Aktionen, dennoch können auch davon interessante Impulse für die Weiterentwicklung von VR ausgehen. Schade nur, dass man nicht auf dem Twitch-Channel zusätzlich einige live-VR Ansichten vom aktuellen Rennverlauf gezeigt hat.

 

 

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