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Blackmagic Cinema Camera 6K 4000

 

Nun ist auch Blackmagic Blackmagic nach vielen Jahren auf den Full Frame Zug aufgesprungen. Was kann die Kamera? Von MicroFourThirds bis zu APS-C reichte die Palette an Sensoren, welche Blackmagic in seine Kameras verbaut hat, während die meisten anderen Kamerahersteller längst mit Full Frame Sensoren unterwegs waren. Dabei waren die neueren Pocket- Blackmagic Kameras keineswegs extrem kompakt, verglichen mit dem allerersten Pocket-Modell welches als unscheinbare Amateurkamera überall durchgeht.

 

Neuer Mount

Von Anfang an kooperierte BlackMagic was die Objektiv-Mounts angeht, anfangs mit Panasonic später mit Canon. So ist es nachvollziehbar, dass die neue Full Frame 6K Kamera sich einer der beiden Optionen, der L-Mount Fraktion von Panasonic, Sigma und Leica angeschlossen hat. Das bedeutet natürlich zugleich, dass die Auswahl an Objektiven noch etwas dünn und die Preise dafür tendenziell eher hoch sind. Der Canon Mount hätte da sicher eine breitere Palette und preiswertere Linsen möglich gemacht. Der L-Mount weist ein sehr geringes Auflagemaß auf, was es erlaubt, die Kameras schmäler zu bauen. Damit fehlt dann aber im Gehäuse auch der Platz um etwa variable ND Filter wie in früheren Blackmagics zu integrieren.

 

Der Sensor

Viel ist noch nicht bekannt über den neuen Full Frame Sensor, er soll 24,6-Megapixel (6.048 x 4.032) besitzen, und entsprechend bis zu 6K Auflösung bieten. Wie einige andere Anbietera auch, arbeitet die Kamera mit zwei nativen ISO Einstellungen und soll dadurch eine hervorragende Low-light-Performance besitzen. Die Kamera bietet einen Dynamikumfang von 13 Blendenstufen sowie eine ISO-Einstellung bis zu 25.600. Damit ist der Belichtungsumfang gut, aber nicht umwerfend. Die Kamera soll präzise Hauttöne und satte natürliche Farben liefern, die Color-Science von BlackMagic macht es möglich.

Die Kamera kann mit voller Bildauflösung bis zu 36 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Wenn man höhere Bildwechselraten von bis zu 120 Bilder / Sekunde für Zeitlupe wünscht, wird das Bild gecroppt. Konkret ist dann bei über 100 Bildern nur noch ein MFT Sensorfeld eingebunden mit einer Auflösung von 2112 x 1184 Bildpunkten. Aufgezeichnet wird in 12-Bit-Blackmagic RAW (BRAW)- oder H.264-Proxy-Formaten wahlweise auf CFexpress B oder eine externe SSD über den USB-C-Anschluss.

 

Der Screen

Blackmagic Cinema Camera 6K Back 4000

 

Mit 1.500-nit und 5-Zoll Diagonale ist der Bildschirm sehr hell und erlaubt es damit auch in Sonnenlicht zu arbeiten. Zudem kann man HDR auf dem Display darstellen. Der Bildschirm ist als Touchscreen ausgelegt und lässt sich schrägstellen, nicht aber nach vorne umklappen. Wie von Blackmagic gewohnt, sind alle wichtigen Funktionsanzeigen eingeblendet. Die üblichen Anzeigen wie Histogramm, Fokus-Peak, Level, Rahmeneinblendungen etc. sind ebenfalls vorhanden. Es ist möglich, eigene 3D-LUTs zur Bildkontrolle einzuspielen.

 

Konzept

Ob man es als Konzept oder einfach einen Mangel an Technologie bezeichnen möchte, ist diskussionswürdig, die neue Kamera lässt die gleichen Funktionen vermissen, die schon an den Vorgängern gefehlt haben. So gibt es nach wie vor keinen kontinuierlichem Autofokus (AF-C) und auch keine Sensor-Stabilisierung. Wie schade. Damit zu argumentieren, dass beides in High End Profikameras nichtg vorkäme, ist seit der Vorstellung von Sonys "Burano Kamera" mit PL-Mount endgültig vom Tisch. Preislich soll die Kamera etwa 2600,- USD kosten.

Bilder: Pressefotos BlackMagic

 

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