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Akkus Fremd 4000

 

Nur Originale kaufen?

Muss ich die Originalakkus kaufen oder tun es auch Fremd-Akkus? Diese Frage stellen sich viele Kamerabesitzer*Innen, denn schließlich reicht der eine mitgelieferte Akku so gut wie nie für größere Projekte. Im Gegenteil, meist muss man eine ganze Reihe an Akkus mitführen, um einen Drehtag mit Energie zu versorgen.

Früher konnte man immer wieder beobachten, dass die Kapazität der Originalakkus besser war als die der Nachbauten. Auch wurden manche schlicht nicht von den Kameras erkannt, was an Schutzmechanismen von Seiten der Kamerahersteller lag.

Doch die Zeiten sind längst vorüber, in denen Akkus von Drittherstellern schwächer waren als die Originalakkus. Warnungen von Kameraherstellern, das man nur die teuren Originalakkus verwenden sollte, weil sonst Schäden am Gerät nicht auszuschließen seien, kann man mehrheitlich überlesen. Das sind Versuche, die eigenen Produkte bevorzugt zu verkaufen. Denn schließlich lassen sich die Kamerahersteller für die von ihnen vertriebenen Originalakkus fürstlich entlohnen. Obwohl oft identisch hergestellt, kosten sogenannte Originalakkus ein Mehrfaches von Fremdakkus. Für Kamerahersteller sind die Akkus das, was bei Druckerherstellern die Tintenpatronen sind. Man kann damit hervorragend Profit machen.

 

Preiswerte Alternative

Akkus Fremd 2 4000

 

Tatsächlich stammen Akkus die nicht das Firmenlogo des Kameraherstellers tragen häufig sogar aus den gleichen oder gleichwertigen Fabriken, zumeist in Asien. Und von der Qualität her sind sie auf gleichem Niveau, dafür aber deutlich preiswerter. Inzwischen sind auch so gut wie alle Fremdakkus mit passenden Chips ausgestattet, welche die Versuche der Originalhersteller, Fremdakkus per Software auszusperren, umgehen. Sie passen und werden auch von den Kameras erkannt.

Auch was die Haltbarkeit und die maximalen Lade-Entladezyklen angeht, unterscheiden sich die allermeisten Fremdakkus nicht von den Originalen. Kein Wunder, es werden meist die gleichen Akkuzellen verbaut wie bei den Originalen. Denn auch die Originalhersteller verbauen gerne preiswerte Akkuzellen aus China in ihren mit Markennamen wie Sony, Canon, Panasonic, Fuji etc. gebrandeten Akkus.

Die Marken, unter denen die Fremdakkus vertrieben werden, stellen natürlich auch nur ein "Branding" dar. Die Anbieter lassen die Akkus entweder herstellen oder kaufen sie bei den zumeist chinesischen Herstellern ein und verpassen ihnen ein entsprechendes Branding. Man kann davon ausgehen, dass es viel mehr Akkuvertriebe als Akkuhersteller gibt, was sich auch am Design von Ladegeräten und Akkus erkennen lässt. Diese Akkus tragen dann die Markennamen von Baxxtar, Batterytec, Bonacell, Bundlestar, Blumax, Cellonic, Chilipower, Cityork, Godox, Hähnel, Lumos, mtb, Newmowa, Neewer, Palo, Patona, Photoolex, Powerextra, PowerTrust, Ravpower, Vemico, Enegon, Homesuit, Ansmann, Weiss, Hama u.a. Man merkt schon an der Namensvielfalt,- das Geschäft mit den Ersatzakkus scheint lukrativ,- die Zahl der Anbieter steigt inflationär. Nicht selten sind die Akkus und Ladegeräte untereinander identisch,- vermutlich keiner der Akkuanbieter ist auch selbst Hersteller der Akkus. Nur bei einigen wenigen Marken, wie zum Beispiel Onshida, Songing oder Shentec lässt sich vom Namen her schließen, dass es sich um den chinesischen Hersteller selbst handelt, der seine Akkus direkt vertreibt.

 

Innovation bei Fremdanbietern

Die Marke NITECORE hat nun sogar Ersatzakkus vorgestellt, die gegenüber den Originalakkus sogar einen deutlichen Vorteil haben: Sie besitzen einen eigenen USB-C Eingang und können so gänzlich ohne Ladegerät aufgeladen werden. Die Akkus sind voll kompatibel mit den Originalakkus und besitzen sogar per LED-Licht welches die Farbe wechselt, eine Ladestandsanzeige. Sie ist zugleich auch als Test ausgelegt, um die noch vorhandene Ladungsenergie grob (10%, 50%, 100%) anzuzeigen. Obwohl im Akku auch noch eine Ladeelektronik Platz findet, ist die Kapazität nur minimal reduziert. So hat der Ersatzakku UFZ100 (Für Sony) mit  2,250 mAh nur minimal weniger als die 2,280 mAh des Original Sony NP-FZ100 Akkus.

Man kann davon ausgehen, dass es in China, einem Land das kein Copyright kennt, nicht lange dauern wird, bis auch andere Akkuhersteller Produkte mit eigenem Ladeeingang anbieten werden.

 

Mindeststandards

Vorsichtig sollte man nur sein, wenn die Fremdakkus extrem billig angeboten werden. Da kann es sein, dass die vielleicht nicht so hochwertig sind. Das zeigt sich dann etwa darin, dass keine Temperautfühler in die Li-ION Akkus eingebaut sind, was  in seltenen Fällen dazu führen kann, dass die Akkus überhitzen und sich aufblähen. Sie passen dann nicht mehr in den Akku-Slot der Kamera. Oder die aufgedruckte Kapazität wird gar nicht erst erreicht. Manchmal funktioniert auch die Kommunikation zwischen dem Akku und dem Ladegerät nicht optimal und die Akkus werden mit zu hohen Ladeströmen geladen. Deshalb sollte man nach Möglichkeit die Ladegeräte, welche vom Akku Fremdhersteller meist im Bundle angeboten werden, verwenden.

Faustregel: Wenn ein Fremdakku etwa 30-50% vom Kaufpreis des Originalakkus kostet, dann kann man weitgehend sicher sein, dass die Qualität auch stimmt. Unsere Erfahrungen mit sicherlich über 50 unterschiedlichen Fremdakkus waren durchwegs positiv.

 

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