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Deutscher Filmpreis 2020

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Deutscher Filmpreis 2000 Liedel 7706

Edin Hasanovic moderiert ohne Publikum (Pressefoto Deutscher Filmpreis / Florian Liedel)

 

Die Deutschen Filmpreise wurden am 24. April in einer Live-Veranstaltung verliehen. Abräumer des Abends war "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt. Es war, ausgerechnet zum 70. Jubiläum des Deutschen Filmpreises, eine seltsame Veranstaltung, die da für das Fernsehen inszeniert wurde. Schauspieler Edin Hasanovic tanzte, moderierte und kämpfte sich über die Studiobühne und bemühte sich, eine trotz Corona-Publikumsabstinenz dennoch unterhaltsame Präsentation vorzutragen.

Ein schwieriges Unterfangen, wo doch schon Verleihungen mit Publikum tendenziell dröge sind. Woher erspürt, woher weiß man, ob die einstudierten Gags und eingeplanten Pannen, ob die auf die Notlage der Künstler verweisenden Bemerkungen, irgendeine Resonanz haben, wenn keiner da ist außer dem Team und handverlesenen Laudatoren.

Wobei tatsächlich so gut wie alle Nominierten, Laudatoren etc. über Screeneinblendungen mit Hasanovic kommunizierten. Nun ja, was soll man machen in diesen seltsamen Zeiten? Über das Verfahren, warum es dann doch mehrheitlich die üblichen Verdächtigen sind, die nominiert und ausgezeichnet werden, soll an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden. Aktuell ist es, angesichts eingestellter Dreharbeiten, geschlossener Kinos und abgesagter Filmfestivals noch wichtiger, mit dieser Wertschätzung der Filmkultur, Zeichen zu setzen.

 

Die PreisträgerInnen

Systemsprenger Berlin 20 Helena Zengel 2000

Produzent Peter Hartwig und Hauptdarstellerin Helena Zengel (Systemsprenger)

 

BESTER SPIELFILM IN GOLD

Systemsprenger    Produktion: Peter Hartwig, Jonas Weydemann, Jakob D. Weydemann· Kineo Filmproduktion, Weydemann Bros., Oma Inge Film   Regie und Buch: Nora Fingscheidt

BESTER SPIELFILM IN SILBER

Berlin Alexanderplatz    Produktion: Leif Alexis, Jochen Laube, Fabian Maubach· Sommerhaus Filmproduktion Regie: Burhan Qurbani· Buch: Martin Behnke, Burhan Qurbani

BESTER SPIELFILM IN BRONZE

Es gilt das gesprochene Wort    Produktion: Ingo Fliess· if... Productions, Loin Derrière L’Oural Regie: Ilker Çatak· Buch: Nils Mohl, Ilker Çatak

BESTER DOKUMENTARFILM

Born in Evin    Produktion: Alex Tondowski, Ira Tondowski· Tondowski Films, Golden Girls Film Regie: Maryam Zaree

BESTER KINDERFILM

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl    Produktion: Jochen Laube, Fabian Maubach, Clementina Hegewisch· Sommerhaus Filmproduktion, Warner Bros. Germany, NextFilm Filmproduktion, La Siala Entertainment, hugofilm features Regie: Caroline Link· Buch: Caroline Link, Anna Brüggemann

BESTE REGIE

Nora Fingscheidt· Systemsprenger

BESTES DREHBUCH

Nora Fingscheidt· Systemsprenger

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Helena Zengel · Systemsprenger

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Gabriela Maria Schmeide· Systemsprenger

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Albrecht Schuch· Systemsprenger

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Albrecht Schuch· Berlin Alexanderplatz

BESTE KAMERA/BILDGESTALTUNG

Yoshi Heimrath· Berlin Alexanderplatz

BESTER SCHNITT

Stephan Bechinger, Julia Kovalenko· Systemsprenger

BESTES SZENENBILD

Silke Buhr· Berlin Alexanderplatz

BESTES KOSTÜMBILD

Sabine Böbbis· Lindenberg! Mach dein Ding

BESTES MASKENBILD

Astrid Weber, Hannah Fischleder· Lindenberg! Mach dein Ding

BESTE FILMMUSIK

Dascha Dauenhauer· Berlin Alexanderplatz

BESTE TONGESTALTUNG

Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stiebitz,Gregor Bonse· Systemsprenger

BESTE VISUELLE EFFEKTE UND ANIMATION

Jan Stoltz, Claudius Urban· Die Känguru-Chroniken

EHRENPREIS DES DEUTSCHEN FILMPREISES
Edgar Reitz
 
BESUCHERSTÄRKSTER FILM
Das perfekte Geheimnis· Bora Dagtekin · Lena Schömann (Constantin Film Produktion)

 

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