MC18 NOV17x2

Social Media Icons Shop 55

 

...das klingt einfach tausendmal schöner als nur "Filmwoche des Schweizer Films" zu sagen. Ein Kurzbesuch in Venedig. Einmal im Jahr, genauer vom 5. bis 11. März werden handverlesene, von Massimiliano Maltoni kuratierte Filme auf direkt am Canale Grande im Schweizerischen Konsulat, im Palazzo Trevisan degli Ulivi gezeigt. Jacqueline Wolf, die die Kulturprogramme im Konsulat koordiniert, bereitet diese Filmschau jedes Jahr sehr liebevoll und kenntnisreich vor, sodass man fast von einem kleinen Filmfestival sprechen könnte.

 

Kinovorführung im Palazzo Trevisan

Sabine Gisiger, Karin Koch, Massimiliano Maltoni nach der Aufführung von "Willkommen in der Schweiz"

 

Und weil man nicht nur Filme zeigen, sondern auch intensiv darüber reden möchte, werden die Macher-innen und/oder Darsteller-innen der Filme nach Möglichkeit gleich mit eingeladen. Man mag es kaum glauben, aber zu nahezu jedem Film sind Regisseure / Regisseurinnen, Produzent-inn-en, Cutter-innen oder Darsteller-innen angereist, um ihre Arbeit zu präsentieren. Das kriegen häufig große Filmfestivals nicht einmal hin.

 

Eine der Gesprächsrunden unter dem Motto "Akademie der Filmkritik" mit Studierenden und Filmemachern

 

So ist die Leistungsschau des Schweizer Filmschaffens in Venedig zugleich eine Art Familientreffen der Schweizer Filmszene. In diesem Jahr werden Jacqueline Zünd ("Almost There") und Sabine Gisiger ("Willkommen in der Schweiz"), Christine Repond und Karin Koch ("Vakuum") Milo Rau ("Das Kongo Tribunal"), Lisa Brühlmann ("Blue my mind"), Bindu de Stoppani, Pierre-François Sauter ("Calabria"), Hans-Ulrich Schlumpf ("Der Kongress der Pinguine"), Greg Zglinski ("Tiere") erwartet.

 

Im Begleitprogramm haben Studierende verschiedener künstlerischer Studiengänge Gelegenheit in kleiner Runde mit den Filmemacher-inne-n, Cutter-inne-n und Produzent-inn-en über deren Filme, ihre Arbeit und Filmkritik an sich zu sprechen.

 

Filmdiskussion

Sabine Gisiger, Christine Repond und Massimiliano Maltoni im Filmgespräch zu "Vakuum"

 

Die Diskussionen nach den Filmen haben, dank des sehr sorgfältig vorbereiteten Kurators Maltoni, eine inhaltliche und gestalterische Ebene, die weit über die oft üblichen "Wie lange haben Sie gedreht" und "Was hat der Film gekostet"- Fragen hinausgeht.

 

Am Sonntagmorgen machte Massimiliano Maltoni, der viele Jahre in Venedig gelebt hat, mit den Gästen eine kleine Führung zu einem kaum bekannten, aber absolut sehenswerten Haus des Sammlers von historischen Bildaufnahme,- und Wiedergabegeräten, Carlo Montanaro, die absolut sehenswert ist, "La Fabbrica Del Vedere", in der Calle del Forno-Cannaregio 3857.

 

Das Wetter war eher regnerisch, also perfekt für ausgiebige Filmbesuche und angeregte Diskussionen. Bedingt durch das Hochwasser am Sonntagabend konnte man im vollbesetzten Saal bei der Abschlussvorführung "Kongress der Pinguine" (Hans-Ulrich Schlumpf) auch viele Filmbesucher in Gummistiefeln ausmachen. Die filmbegeisterten Venizianer lassen sich durch die, im Winter gar nicht so seltenen, Hochwasser in der Statdt jedenfalls nicht vom Filmgenuss abhalten. Eine rundum gelungene Veranstaltung.

 

Weitere neue Artikel

Mees Peijnenburg hat mit seinem Film "A Family" ein Trennungsdrama aus zwei höchst unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Ein Interview.

Carice van Houten und Pieter Embrechts spielten die Eltern der beiden Kinder in "A Family". Im Interview spricht Pieter Embrechts über seine Arbeit in dem Film

Im Interview spricht die Regisseurin, Autorin und Produzentin über "Ghost School", der auf der Berlinale in der Sektion Generation Kplus gezeigt wurde.

Hollywood sieht sich derzeit mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert - und steckt in einer seiner größten Krisen.

Sie ist die Trophäe, die keiner haben will, der Anti-Oscar, der für die schlechtesten Filme vergeben wird: Die Goldene Himbeere.

Sie kommen daher im Deckmäntelchen des Dokumentarischen, sind aber schlichte Werbefilme für ihre Protagonisten

Früchte sind nicht nur ein beliebter Lieferant für Vitamine, sondern auch für Filmtitel. Wir haben zugebissen...

Warum die kleinen Plastiksteinchen aus Skandinavien so viele Stop-Motion Filme hervorgebracht haben...

Wie man vor CGI und Computeranimationen mit Modelltricks und Einzelbildern Fantasiewelten erschuf

Historische Verbrechen und deren Aufklärung sind zentraler Plot in einigen spannenden Kinofilmen und Serien

Weshalb Kunsträuber im KIno schon immer eine wichtige Rolle eingenommen haben

Wer im Web nach bestimmten Themen sucht, kann höchst unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Die besten  Rechercheprompts...