MC18 NOV17x2

Open menu

Social Media Icons Shop 55

Text ID 64659 Pixabay com © Momentmal CCO Public Domain 4000

Disney+ und Co. sehen sich zahlreichen Wandlungsprozessen im Streaming-Bereich gegenüber. (pixabay.de © Momentmal CCO Public Domain)

 

So könnte das Streaming der Zukunft aussehen

Das Streaming hat im vergangenen Jahrzehnt eine unglaubliche Erfolgsgeschichte geschrieben. Es stellt schon heute eine hervorragende Ergänzung zum linearen Fernsehen dar und erfreut sich vor allem bei jungen Menschen großer Beliebtheit. Es ist aber davon auszugehen, dass der Höhepunkt des Streaming-Erfolgs noch nicht erreicht ist. Welche Trends in der Zukunft auf die Nutzer warten könnten und wie sich das Streaming vermutlich in diesem Jahrzehnt entwickelt, erklärt dieser Artikel.

 

Ausdifferenzierung oder breites Funktionsspektrum?

Für das Streaming werden zwei große Entwicklungen vorhergesagt: Die einen gehen davon aus, dass es zu einer immer stärkeren Ausdifferenzierung kommen wird. Wer sich für Actionfilme interessiert, wird einen anderen Streaming-Dienstleister nutzen als jemand, der Liebeskomödien mag. Die einzelnen Anbieter werden sich auf bestimmte Sparten fokussieren, um mit möglichst geringen Ressourceneinsatz größtmögliche Effekte zu erzielen. Sie müssen dann nicht in allen Bereichen mit Mitbewerbern konkurrieren, sondern können zum Marktführer in ihrem jeweiligen Segment werden.

Eine weitere Theorie besagt, dass die Anbieter ihr Funktionsspektrum immer weiter ausdehnen werden. Schon heute sind viele Nutzer frustriert davon, dass es bestimmte Angebote bei einem Dienstleister gibt, andere dafür nicht. Wer alles sehen möchte, was ihn interessiert, muss daher häufig mehrere Streaming-Dienstleister nutzen. Je breiter des Funktionsspektrum ist, desto größer die Auswahl und desto geringer die Wahrscheinlichkeit, mehrere Anbieter zu benötigen. Die Anbieter werden sich daher um ein möglichst allumfassendes Angebot bemühen, um Kunden dauerhaft an sich zu binden.

 

Anonymität ist Trumpf

Schon heute stellen sich viele Nutzer die Frage: Sollte ich VPN für Disney Plus verwenden? Hieran zeigt sich, dass viele Nutzer ein Interesse daran haben, möglichst anonym zu sein. Sie möchten ihre Filme und Serien beispielsweise ohne Einschränkungen überall auf der Welt sehen können. Indem sie ihre digitalen Spuren mit einem VPN verwischen, ist das möglich. Es ist deutlich, dass unter den Nutzern von Streaming-Diensten ein großes Interesse daran besteht, anonym zu sein. Sie möchten ihre Interessen nicht unbedingt teilen und sich ihre Privatsphäre weitestgehend bewahren. Es ist deswegen davon auszugehen, dass VPN in Zukunft verstärkt genutzt werden und das unbeobachtete Surfen zu nehmen wird.

 

Streaming über alle erdenklichen Endgeräte

Fernseh Remote 4000

Streaming auf dem Fernseher wird nur eine von vielen Freizeitbeschäftigungen sein

 

Aktuell wird Streaming vorrangig über den heimischen Fernseher genutzt. Es funktioniert daher oft wie das lineare Fernsehen, nur dass die Nutzer entscheiden, wann sie mit dem Gucken anfangen. In Zukunft dürfte sich das Fernsehverhalten weiter vom klassischen Fernseher wegbewegen. Viele Anwender sind heute schon dankbar dafür, wenn sie das Streaming ortsunabhängig, beispielsweise im Bett, nutzen können.

Es ist eine klare Tendenz hin zu mobilen Endgeräten festzustellen. Neben Laptops und Smartphones gewinnen Tablets immer mehr an Bedeutung. Solche mobilen Endgeräte bieten sich für das Streaming hervorragend an. Es wird also vermutlich so sein, dass sich die Streaming-Anbieter stärker auf das mobile Geschäft und das Streaming via Smartphone fokussieren. Außerdem werden Streaming Angebote in Zukunft häufiger gemeinsam genutzt. Das ist beispielsweise bei Sportveranstaltungen und Meisterschaften sinnvoll, die gemeinsam mit anderen auf einer großen Leinwand im Garten angesehen werden sollen.

 

Flexibilität wird zunehmen

Eine weitere Theorie geht davon aus, dass die Flexibilität der Nutzer deutlich zunehmen wird. Viele interessieren sich für unterschiedliche Angebote jeweils anderer Dienstleister. Zahlreiche Nutzer wollen bei einem Anbieter eine bestimmte Serie sehen, die anderen Angebote aber nicht nutzen. Wenn die Serie dann zu Ende geschaut wurde, wird das Abonnement bei dem jeweiligen Anbieter wieder gekündigt. Schon jetzt sinken die Nutzerzahlen deutlich, worunter aktuell vor allem Netflix zu leiden hat.

Diese Flexibilität wird in Zukunft noch zunehmen. Es wird so sein, dass die Nutzer keinem Streaming-Dienstleister langfristig die Treue halten, sondern immer dort ein kurzfristiges Abonnement abschließen, wo gerade etwas läuft, was sie interessiert. Das wird insbesondere der Fall sein, wenn sich die einzelnen Dienstleister tatsächlich spezialisieren und vorrangig Serien und Filme eines bestimmten Genres im Sortiment haben werden.

 

Werbung beim Streaming wird zunehmen

Es ist davon auszugehen, dass bei Streaming-Dienstleistern in Zukunft immer mehr Werbung zu sehen sein wird. Schon jetzt steigt die Zahl der Anbieter, die werbefinanziert sind. Immer mehr Menschen sind nicht bereit, einen monatlichen Beitrag dafür zu bezahlen, um die Inhalte der einzelnen Dienstleister nutzen zu können. Sie wollen stattdessen kostenlose Streaming-Dienstleister, die ihr Geld dafür mit Werbung finanzieren.

Je mehr es dazu kommt, dass Kunden ihre Flexibilität nutzen und keinem Anbieter treu bleiben, desto eher werden diese sich für werbefinanzierte Inhalte entscheiden. So verdienen sie ihr Geld selbst dann, wenn keine Abonnements mehr abgeschlossen werden. Aber auch die Kunden profitieren von diesem System. Sie müssen dann nicht immer einen neuen Vertrag abschließen, wenn sie das Angebot eines bestimmten Dienstleisters nutzen wollen. Sie schauen sich stattdessen Werbung an und können ganz flexibel die Inhalte sehen, die sie interessieren.

 

Kundenwünsche werden immer mehr Erfüllung finden

Die besten Services nutzen nichts, wenn die angebotenen Inhalte die Zielgruppe nicht interessieren. Aktuell ist es noch so, dass Streaming-Anbieter Inhalte zeigen, die von Kunstschaffenden produziert wurden. Diese haben eine Vorstellung davon, was den Kunden gefällt, setzen aber vor allem ihre eigenen Ideen um. Streaming-Dienstleister sind schon jetzt dabei, eigene Serien zu produzieren. Hierbei orientieren sie sich vor allem an den Interessen ihrer Nutzer. Es wird dazu kommen, dass diese viel stärker abgefragt und analysiert werden. Somit werden neue, qualitativ hochwertige Inhalte entstehen, die sich stark an den Konsumenten orientieren. Die angebotenen Serien und Filme werden in Zukunft somit ganz anders produziert und entwickelt als noch heute.

 

Fazit

Im Streaming-Bereich befinden wir uns aktuell noch in den Kinderschuhen. Es ist davon auszugehen, dass die Entwicklungen der letzten Jahre erst der Startschuss waren. Die Streaming-Dienstleister müssen sich anpassen, um Kunden für sich zu begeistern und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Sowohl die Inhalte als auch die Art und Weise, wie diese präsentiert und finanziert werden, dürfte sich in den kommenden Jahren deutlich ändern.

 

Hinweis: Die Recherche und Erstellung des Textes wurden durch einen externen Redakteur vorgenommen und stammen nicht aus der eigenen Redaktion.

 

Neu im Shop

Banner Regie GK 4000

Weitere neue Artikel

Es fühlt sich seltsam an, wenn die führenden Verantwortlichen für Sicherheit bei OpenAI, dem Unternehmen von Chat GPT alle kündigen...

Es geht um mehrere hundert Millionen Euro, um welche allerlei Film-Verbände ringen, fast wie in einem Bandenkrieg

Nicht das marktschreierisch Spektakuläre, sondern das Leise, in den Menschen liegende, steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit

Adobe hat mit VideoGigaGAN eine KI- gestützte Technik angekündigt, mit der man Videos beeindruckend nachschärfen kann

Jahre nach Googles Glass schickt sich Meta an, einen neuen Schritt in Richtung Datenbrille zu gehen. Kann man mit der von Ray Ban designten Brille Filme drehen?

Premiere Pro hat ab dem 24.2-Update einige sehr nützliche Audio Tools spendiert bekommen, welche manche Tonprobleme lösen können

Passt das zusammen,- künstliche Intelligenz und Dokumentarfilm? Wird die Wahrhaftigkeit damit verwässert oder sogar verfälscht?

Wer beim Bearbeiten von Videos in Premiere Pro richtig Zeit sparen möchte, kann dies mit Shortcuts äußerst komfortabel tun...

Im Sommer soll der Film on air gehen, der Trailer der ersten Ki gestützten Romantic Love-Story macht einem eher ein wenig Angst...

Tongeschichte: In den 90er Jahren kamen mit professionellen miniaturisierten DAT Geräten wahre Meisterwerke der Ingenieurskunst auf den Markt

Wir haben mit Regisseur Victor Kossakovsky über das dokumentarische Arbeiten und seinen Film "Architekton" gesprochen

Der amerikanische Hersteller produziert seit Jahrzehnten hochwertige Profi-Funkstrecken und sogar Soundrecorder, die den Funkempfang gleich eingebaut haben