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Bayerischer Filmpreis 2000

 

Am Freitagabend wurden wieder im altehrwürdigen Münchner Prinzregententheater in Anwesenheit vieler Filmbranchenverteter-innen sowie Prominenter, die bayerischen Filmpreise vergeben. Hauptgewinner des Abends war "Der Junge muss an die frische Luft" für die beste Regie (Caroline Link).

 

Dies war zu erwarten, wie überhaupt derartige Filmpreise und in besonderem Maße der Bayerische selten für Überraschungen sorgen. Ausgezeichnet wird, wer fest in der bayerischen Filmlandschaft im Sattel sitzt, Erfolg hat auf Dauer nur der Erfolgreiche, so dass heimliche Motto. Dass Filmpreise auch ein Instrument sein könnten, auf herausragende, wenig bekannte Filme aufmerksam zu machen, darauf darf man hier nur in homäopathischen Dosen hoffen. So waren die meisten Preisträger-innen keine Unbekannten und Einige holten hier schon mehrfach die gleiche Porzellanstatue als Trophäe ab.

 

Weitere Preisträger-innen

 

Als beste Darsteller wurden Marie Bäumer für "3 Tage in Quiberon" sowie Alexander Scheer für "Gundermann" ausgezeichnet.

 

Roland Emmerich (63) erhielt den den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für sein Lebenswerk.

 

Der Produzentenpreis wurde auch in diesem Jahr verteilt, je 100.000 Euro gingen an die Produzenten der Filme «Trautmann» (Robert Marciniak) sowie «Werk ohne Autor» (Quirin Berg, Jan Mojto, Max Wiedemann; )

 

Der Preis für die beste Nachwuchsregie ging an die Regisseurin von "Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? ", Kerstin Polte.

 

Als bester Dokumentarfilm wurde "Eldorado" von Markus Imhoof ausgezeichnet. Der Schweizer Regisseur nutzte die Plattform, um auf das unverzeihliche Verhalten europäischer Behörden in Zusammenhang mit den Flüchtlingen auf dem Mittelmeer aufmerksam zu machen. Der Kapitän des Seenotrettungsschiffs "Lifeline", Claus-Peter Reisch, richtete einen kraftvollen Appell an das Publikum und insbesondere an den in der ersten Reihe sitzenden Ministerpräsidenten Söder, der mit dem Unwort "Asytourismus" die Lage völlig verkenne und überreichte ihm vor laufenden Kameras seine Visitenkarte um mit ihm über Flüchtlingsfragen ins Gespräch zu kommen. Während diese überraschende Konfrontation in der Live-Übertragung des BR noch zu sehen war, war sie in der Wiederholung auf 3Sat am Folgeabend bereits herausgeschnitten worden.

 

Für das beste Drehbuch ("Transit"), wurde Christian Petzold ausgezeichnet.

 

Der Preis für Visuelle Effekte ging an "Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer"- Frank Schlegel

 

Der Publikumspreis ging an "Sauerkrautkoma"

 

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