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Menschen mit Verletzungen oder Behinderungen brauchen Sorgfalt, Zuwendung und Anregungen. VR kann dazu beitragen. Natürlich kann keine Technik der Welt andere Menschen ersetzen, doch bestimmte Erfahrungen, Emotionen und Informationen können durch Virtual Reality in der Pflege, Betreuung, Physio im Alltag vermittelt werden.

VR hat das Potenzial, behinderte Menschen bei ihrer Entspannung, ihren Trainings und mehr zu unterstützen. Aber auch durch Simulationen kann VR helfen, etwa die Erfahrungswelt von Menschen mit Behinderung besser zu verstehen.

Es sind Diversity- und Inklusionsinitiativen welche zunehmend von virtuellen Ausflügen bis hin zur Ablenkung und Entspannung bei lästigen oder unangenehmen medizinischen Eingriffen angewendet werden.

 

Entspannung

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Virtual Reality kann Menschen an Orte versetzen, die entfernt oder vielleicht schwer zugänglich sind. Das Gefühl, sich auf einer Waldlichtung, in einem Feld, am Meer oder anderen besonderen Orten zu befinden, schafft eine positive, entspannte Grunddisposition.

Bestimmte, vielleicht unerreichbare Erlebnisse wie Bergwandern, Skateboardfahren oder Schwimmen im Meer können virtuell erfahrbar gemacht werden.

Aus dieser Grundbefindlichkeit heraus geht man gestärkt in den Alltag, Reha,- und Trainingssituationen etc. Die positive mentale Einstellung ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Maßnahmen.

 

Mentales Training

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Häufig sind bestimmte Situationen für Menschen mit Einschränkungen besonders herausfordernd. Die volle Fußgängerzone, Züge, U-Bahnen, Aufzüge bedeuten besondere Stressituationen. Wenn diese Situationen als 360 Grad Aufnahmen in geschützer Umgebung mit VR erfahrbar gemacht werden, kann dies helfen, Hemmschwellen oder Ängste zu überwinden. Derartige Situationen in einer entspannten, nicht bedrohlichen Umgebung zu erfahren, macht diese in der Realität vile zugänglicher.

Virtual Reality kann Menschen mit Autismus, sozialen Ängsten und psychischen Problemenin einem sicheren Umfeld emtotionale und soziale Erfahrungen verschaffen.

Virtual Reality hilft beispielsweise auch Patienten mit Phobien, ihre Ängste zu überwinden. Übrigens hilft VR auch auf der anderen Seite, beispielsweise Notärzten, sich auf schwierige Situationen wie Unfalleinsätze etc. vorzubereiten. Medizinisches Personal kann dank VR in risikofreien Umgebungen geschult werden oder auch simulierte Operationen analysieren.

 

Simulation

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Bei Training oder Heilung kann VR helfen, die motorischen Fähigkeiten anzuregen. Bereits die Vorstellung von bestimmten Aktivitäten stimuliert die Zentren im Gehirn, die auch für die reale Bewegung notwendig wären. Motorik und Muskelregeneration können unterstützt werden.

Das Wahrnehmen von Bewegungen, die man selbst vielleicht noch nicht ausführen kann, leitet das Gehirn an, die Genesung zu beschleunigen. Menschen, die an Hirnverletzungen leiden könnten durch VR dabei unterstützt werden, die Kontrolle über ihre Gliedmaßen wiederzuerlangen.

 

Training

Anleitungen für Übungen und Verhaltensweisen können durch Physiotherapeuten, durch Ostheopathen, etc. im Virtuellen Raum gegeben werden. Dabei kann man durch die gewählte Umgebung (Natur etc.) völlig neue Ansätze verfolgen. Übungen und Anleitungen können so eine gänzlich andere Qualität erhalten und die Motivation zur Umsetzung immens steigern.

 

Games und mehr

Die meisten simulierten, also computergenierten Welten für VR sind alles andere als Barrierefrei. Personen, deren Mobilität eingeschränkt ist, sind häufig nicht in der Lage, die für das Spiel oder die Simulation notwendigen Gesten oder Kopfbewegungen auszuführen. Auch sind die meisten Arten von Raumsensoren nicht in der Lage, medizinische Hilfsmittel auszublenden, sie werden durch diese irritiert und produzieren Fehlergebnisse.

Langes Stehen, das Tragen eines schweren Headsets oder schwerer Controller sind für viele Anwender eine größere Barriere. Optional sitzende Erfahrungen und alternative Bedienphilosophien sind dringend gefragt. Individuelle Anpassungen auch in Hinblick auf das Seh,- und Hörvermögen sind zusätzlich wünschenswert.

Games werden für eine breite Konsumentengemeinde programmiert, sie erlauben es in der Regel nicht, die Erfahrung individuell anzupassen. Die Anforderung, bestimmte Körperteile zu bewegen, stellt für Menschen mit Einschränkungen ein großes Hindernis dar.

Eigentlich bräuchte es verschiedenste individuell anpassbare Controller und nicht nur einen einzigen, wie es bei den meisten Virtual Reality Raumerfahrungen der Fall ist, um die notwendige Barrierefreiheit zu gewährleisten. Manche Menschen können auch gar nicht Cotroller in den Händen halten,- hier helfen Handerkennungssensoren, wie sie beispielsweise Oculus in den neuesten Brillen beinhaltet.

Microsoft ist in diesem Bereich sehr aktiv. So wurden diverse Plugins für Spiele-Entwickler in Unity entwickelt, welche bei Einschränkungen helfen. Sogar ein spezieller Controller der „Canetroller“ im Prinzip ein weißer Stock wurde entwickelt, der in virtuellen Umgebungen genutzt werden kann.

 

Gesundheitswesen

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Virtual Reality kann in diesem Bereich ungeheuer nützlich sein. Gerade das Hinzufügen von lebensechten, emotionalen und bewusstseinsfördernden Erfahrungen öffnet der Medizin neue Wege. Viele Gegebenheiten, Möglichkeiten und Chancen im medizinischen Umfeld und der Pflege kann man sich, wenn man sie nicht selber gesehen hat, einfach nicht vorstellen. Dank VR können Räume, Situationen, Installationen, Behandlungsmethoden und Erfolge für Außenstehende viel immersiver, emotionaler und letztlich auch überzeugender vermittelt werden. Jederzeit und an jedem Ort der Welt.

 

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