Tonphysik

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    Akustische Wellen

    Ton von unten geangelt

    Manchmal, wenn das Bild es nicht anders zulässt, muss man von unten angeln. Unschöne Reflektionen von der Raumdecke sind bei Innendrehs die Folge

    Wie das Licht wird auch der Ton von Wänden und Objekten reflektiert. Da sich der Schall aber nur relativ langsam ausbreitet, entstehen durch Reflexionen Verzögerungen, Hall und Echo (siehe auch Tonphysik), die nicht immer erwünscht sind.

     

    Direkter Ton und Reflexion

    Der Direktton entstammt der Tonquelle, die wir im Bild auch sehen, z. B. einer Autotür oder dem Mund des Schauspielers. Reflexionen entstehen, weil der Schall sich in alle Richtungen ausbreitet und feste Flächen Schalldruckwellen zurückwerfen. Wir alle machen tagtäglich diese Erfahrungen, wie unsere eigene Stimme sich im gekachelten Bad, im Treppenhaus, im Aufzug, in der Eingangshalle der Bank, bei der Besichtigung einer leeren Wohnung etc. verändert. Glatte Flächen, Stein, Glas, Metall reflektieren aktiv.

     

    Stoff, Polstermöbel oder etwa Kork schlucken den Schall und sind eher passiv. Wenn erst einmal viele Reflektionen (Hall, Echo) in der Aufnahme sind, lassen sich diese nachträglich praktisch nicht mehr entfernen. Genau deshalb ist es wichtig, die Stimmen der Schauspieler oder sonstige wichtige Tonsignale möglichst direkt aufzunehmen.

     

    Schallreflexionen

    Schallreflexionen

     

    Der Tonassistent (Angler/Boommann) versucht deshalb, so nahe wie möglich an den Mund des Schauspielers zu gelangen, ohne, dass das Mikro im Bild zu sehen ist (Angeln). So bekommt er den Ton möglichst direkt (roter Pfeil); die Reflektionen haben einen geringen Anteil am Signal.

     

    Wünscht man sich bewusst Hall, kann man das in der Mischung jederzeit nachträglich hinzufügen. Aufnahmen mit hohem Hallanteil (hallig) kann man technisch dagegen nicht trocken (ohne Hall) rechnen.

     

    In diesem Kontext sollte auch das immer wieder auftauchende Wort des Hallradius kurz erwähnt werden: Diese Angabe bezeichnet, in welchen Abstand zur Tonquelle (in einem spezifischen Raum) die Anteil der Direkttons genauso hoch (laut) ist, wie der Anteil des indirekten/reflektierten Tons. Keine Frage, dass man dort mit dem Mikrofon bereits viel zu weit weg ist, denn Sprache versteht man hier nur noch schlecht. Kann man trotzdem auch mit Tricks (Mike versteckt „im Bild“) nicht näher an die Tonquelle, so helfen Richtmikros (siehe auch: Richtcharakteristik).

     

    Frequenzanteile

    Wenn wir den Schauspieler dicht vor uns haben, so hören wir von seiner Stimme in der Regel tiefe Frequenzanteile relativ laut, denn sein Brustkorb, der Resonanzboden des Menschen quasi, befindet sich unmittelbar vor uns. Wenn der selbe Schauspieler sich weiter von uns entfernt befindet, so hören wir die unteren Frequenzen kaum mehr, die Stimme wirkt schwächer.

     

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