• ARG

    Unter dem schon früh geprägten Begriff "Alternate Reality Game" verbirgt sich das Erzählen über Mediengrenzen hinweg.

  • Der Schluss

    StraßebeiDaemmerungEs soll Leute geben, die als ersten Ansatz für ein neues Drehbuch einen guten Schluss im Kopf haben und dann beginnen, eine Geschichte auf diesen hin zu schreiben.

  • Drehbuch

    In dieser Abteilung unterscheiden wir zwei grundsätzlich unterschiedliche Bereiche, die sich doch wieder überschneiden: Das Entwickeln, Recherchieren und Schreiben und das Lesen von Drehbüchern, welches man ebenfalls unter verschiedenen Aspekten vornehmen kann.

  • Drehbuch - Dramaturgie

    Filmklappe work 500Wie kann man in Drehbüchern Handlungsstränge möglichst interessant und spannend aufeinander aufbauen?

  • Drehbuch & Logik

    Fehler in den Motivationen können einen ganzen Film ruinieren. Wie vermeidet man Logikfehler in Drehbüchern?

  • Drehbücher

    Drehbuch schreiben 2 500Wer Drehbücher schreibt schaut sich durchaus auch die Drehbücher von Kolleg-inn-en an, um zu lernen, sich zu orientieren. Wo findet man Originaldrehbücher?

  • Farbkorrektur

    Primäre Farbkorrektur

    Aufnahmen, die wir auf Film oder Video oft an ganz verschiedenen Tagen, ja, Jahreszeiten drehen, sind oft sehr unterschiedlich von der Farbstellung, Helligkeit und Kontrast her und müssen aneinander angeglichen werden. So wird einerseits die notwendige visuelle Kontinuität erreicht, eine möglichst passende Bandbreite an Farben und Kontrast herausgearbeitet und zugleich auch der gewünschte Look für den Film gestaltet. Das kann bis zur durchkonzipierten Farbdramaturgie gehen.

    Farbkorrektur

    Wenn ein Film fertig geschnitten ist, wird er möglichst sorgfältig farbkorrigiert.

     

    Aber auch die Korrektur unzureichend ausgeleuchteter Aufnahmen oder fehlerhafter Weißabgleich kann auf diese Weise vorgenommen werden. Dies geschieht in der Farbkorrektur. Dabei unterscheiden wir zwischen der primären und der sekundären Farbkorrektur. Die primäre Farbkorrektur bezieht sich auf das gesamte Bild und erlaubt, die Grundfarben der additiven Farbmischung, Rot, Grün und Blau, zu beeinflussen. Sie erlaubt zudem die Kontrolle über Luminanzwerte, zumeist getrennt für Gain, Gamma und Blacklevel.

     

    Die Einstellmöglichkeiten nützen aber nur so viel, wie das Wiedergabemedium hergibt. Die Darstellung von Farben und Helligkeitswerten etwa auf Fernsehbildschirmen ist recht begrenzt. Messinstrumente, sei es als Einzelgerät (Stand-Alone) oder als Software-Visualisierung, helfen, hier die technischen Möglichkeiten auszureizen.

     

    Referenzbildschirm

    Referenzbildschirm

    Mit der Pipette kann man im linken, unbearbeiteten Bild auswählen, was eigentlich als Weiß, und was als Schwarz definiert sein soll und die Farbkorrektur verändert danach den Gain und den Schwarzwert.

    What You see is what you get. So ziemlich jeder Computermonitor oder Fernseher hat irgendwelche individuellen Farbeinstellungen. Damit fehlt einem jedwede Referenz, beurteilen zu können, wie die Farben des Materials tatsächlich sind. Deshalb ist ein kalibrierter Bildschirm wichtig - früher stets ein CRT-Röhrenmonitor, weil dieser den PAL-Farbraum komplett darstellen konnte, was den meisten Flachbildschirmen nicht gelingt. Farbräume beschreiben den Bereich an für das menschliche Auge sichtbaren Farben, die ein System abbilden kann. Bisher sind diese Farbräume stets kleiner, als das, was wir Menschen an Farben differenzieren können.

     

    Inzwischen sind sogenannte LED-Backlight-Flachbildschirme, die ebenfalls einen großen Farbraum abbilden können, weit verbreitet. Wenn die kalibriert sind, kann man auch damit farbkorrigieren. Einige Hersteller bieten hardwarekalibrierte Bildschirme an, die speziell für die Farbkorrektur optimiert sind, häufig allerdings zu stolzen Preisen.

     

    Vorgehensweise

    Wer die vielfältigen Möglichkeiten einer professionellen Farbkorrektur zum ersten Mal zu sehen bekommt, kann sich schnell überfordert fühlen und begreift, weshalb es einen eigenen Berufsstand gibt für diese Aufgabe. Es ist sinnvoll, bei der Farbkorrektur bestimmte Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten. Das erleichtert ungemein den professionellen Umgang mit den Werkzeugen.

     

    Belichtungskorrektur per Halbautomatik

    Korrektur

    Drei aufeinanderfolgende Einstellungen mit unterschiedlichen Lichtstimmungen, links das Original, werden jeweils im rechten Bildteil angepasst, damit sie im Film nahtlos zusammenpassen.

    Zunächst sollte man die Helligkeit der Aufnahme in Angriff nehmen. Unterbelichtete Aufnahmen müssen aufgehellt, überbelichtete abgedunkelt werden. Diese Korrekturen werden vor allem über den Kontrast gesteuert, hier lässt sich die Helligkeit steuern. Die meisten Korrekturprogramme benötigen für diesen Vorgang etwas Hilfe. Mittels mehrerer Pipetten wählt man, je nach Programm (Drei-, Zwei- oder nur Ein-Punkt-Korrektur) in der Aufnahme ein Schwarz, ein Grau und ein Weiß aus, falls das Bild sehr farbstichig ist - eben die Punkte, von denen man möchte, dass sie später als Schwarz, Grau und Weiß dargestellt werden. Es versteht sich von selbst, dass drei Messpunkte besser sind als nur einer. Wenn nur einer zur Verfügung steht (bei einfacheren Programmen durchaus anzutreffen), sollte man einen mittleren Grauton im Motiv auswählen.

     

    In den professionellen Farbkorrekturprogrammen stehen für die Regelung eine Vielzahl von Reglern zur Verfügung und insbesondere Rot, Grün und Blau gleich mehrmals. Dafür muss man sich vor Augen halten, dass ja die Intensität der einzelnen Farbauszüge in ihrer Summe auch über die Helligkeit bzw. Dunkelheit des jeweiligen Bildpunktes oder Bereiches entscheiden. Konkret werden in den Korrekturprogrammen häufig die verschiedenen Helligkeitsbereiche, also Spitzen, Mittelwerte oder Schwärzen in unterschiedliche Bereiche mit jeweils drei Reglern (RGB) aufgeteilt. Der Gain-Bereich berührt vor allem die hellen Bereiche, bis dort, wo es sich der Überbelichtung nähert. Der Gamma-Bereich spricht die mittleren Helligkeitsbereiche an und Blacklevel, wie der Name schon andeutet, eher den Schattenbereich und das Schwarz. Leider genügt es nicht, einfach nach Geschmack mit den Reglern herumzuprobieren, man sollte auf jeden Fall berücksichtigen, dass nicht alle Einstellungen auch auf jedem Bildschirm wiedergegeben werden können. Hier kommt ein wenig Messtechnik ins Spiel…

     

    Falscher Weißabgleich

    Farbstiche, ausgelöst durch fehlenden oder falschen Weißabgleich, kann man mit der Grauwertkorrektur revidieren.

     

    Anpassung

    Die bereits erwähnte Anpassung einzelner Einstellungen zueinander übernehmen Farbabstimmungstools. Diese dienen dem Vergleich und der Anpassung zweier Einstellungen zueinander. Vorab muss man sich entscheiden, welche Kurven oder mathematischen Formeln hier zur Anwendung kommen sollen: RGB, HLS oder Gradationskurven. Die Entscheidung kann einem niemand abnehmen, testen ist da der ideale Weg. Auch diese arbeiten mit Pipetten, allerdings mit jeweils zwei für jeden Wert, den man angleichen will. Der eine Wert ist immer die Vorlage, die Quelle, also der Wert, der einem zusagt und an den man die andere Einstellung angleichen möchte, und der zweite Wert definiert das Ziel, also den Bildteil, der entsprechend verändert werden soll. Hat man etwa mehrere Naturaufnahmen, so kann man in der einen als Quelle mit einer Pipette eine optimal korrigierte Rasenfläche in der einen Einstellung auswählen und in der anderen Einstellung mit der Zielpipette ebenfalls eine Rasenfläche auswählen, die aber vielleicht zu hell oder zu dunkel ist, und dieser die gleiche Wertigkeit zuweisen wie in dem Quellbild.

     

    Sekundäre (=selektive) Farbkorrektur

    Professionelle Farbkorrektursysteme erlauben auch eine sekundäre Farbkorrektur, bei der auch die Mischfarben Gelb, Cyan und Magenta beeinflusst werden können. Hier ist es zudem möglich, Teile des Bildes herauszugreifen (etwa mit der Pipette einen Farbwert auswählen) und diese unabhängig von den restlichen Bildanteilen zu korrigieren. Leistungsstarke Software in diesem Bereich wird langsam bezahlbar - sehr zum Leidwesen der bisherigen Platzhirschen auf diesem Gebiet. "FinalCut Pro Studio 2" etwa beinhaltet die Farbkorrektur "Color", ein vollwertiges Programm auf hohem professionellem Standard, mit Möglichkeiten, die zuvor nur mit höheren Investitionssummen überhaupt realisierbar waren.

     

    Grenzwerte

    Farbkorrektur

    Messgeräte, wie sie die Farbkorrektur von FinalCut bereitstellt

    Vectorskop oder ein Waveform-Monitor schaffen klare Aussagen, ob die Farben noch im darstellbaren Bereich liegen. Gemeint sind 75 % Farbe, also dass kein Farbanteil über die 75%-Einzeichnungen am Vektorskop hinaus geht. Inzwischen braucht man nicht unbedingt reale Stand-Alone-Geräte, die professionellen Programme bieten auch sehr gute Software-Messgeräte zur Kontrolle der technischen Parameter.

     

    Auf dem Waveform-Monitor wird die Helligkeitsverteilung über eine ganze Bildzeile oder das Bild hinweg dargestellt, hier kann man auf einer Skala die Werte ablesen, die evtl. über der Norm liegen. Zur Farbverteilung liefert der Waveform-Monitor keine Informationen, da ist das Vektorskop aussagekräftiger. Ist dies der Fall, sprechen die Fernsehtechniker von "illegalen Farben" und lassen eine Produktion auch schon mal durch die sogenannte technische Abnahme sausen. Eine andere Angabe für die Grenzwerte ist IRE. Interessanterweise gerät man vor allem bei den Farben Gelb und Cyan recht schnell an die Grenzwerte heran. Für die hellsten Punkte im Bild wurden 120 IRE, für die dunkelsten je nach Fernsehanstalt -20 bis -30 IRE festgelegt. Diverse Programme besitzen automatische Videobegrenzer, also Limiter, bei denen man die Grenzwerte festlegen kann. Die Helligkeit (Luminanz) sollte dort auf maximal 120 IRE eingestellt werden und die Chrominanz auf etwas weniger, so ca. 110 IRE.

     

  • Filmfest 2018

    Am Donnerstag wurde das Filmfest München im Matthäser Palast feierlich eröffnet. Bis zum 7. Juli wird ein spannendes internationales Programm geboten

  • Happy Birthday Federico

    Rimini Grandhotel 500Am 20. Januar 2020 wäre der große italienische Filmregisseur Federico Fellini 100 Jahre alt geworden. Was ihn ausmachte?

  • Montage

    Montage 3 500Weshalb ähneln sich die Aufgaben von Drehbuchautoren und Cuttern so sehr? Wie Filmsprache funktioniert...

  • Regie-Assistenz

    RegieAssistenz1200Was genau macht eigentlich die Regieassistenz in Vorbereitung und Drehphase eines Films? Einblicke in ein komplexes Berufsbild...

  • Seminar Drehbuch

    Drehbuchschreiben professionell erlernen in den Online Seminaren "Drehbuch 1, 2 und 3"
  • Spannungsbogen

    SpannungsbogenGanz gleich, ob man ein Buch, ein Theaterstück oder einen Film betrachtet, um die Zuschauer bzw. Zuhörer oder Leser zu fesseln, sind Spannungsbögen wichtig

  • Stimmen als Optimierung

    Sprecherin 1000Manchmal sind sie schon im Drehbuch angelegt, manchmal verbessern Sie auch Erzählschwächen, die beim Schnitt auffallen- Stimmen im Film sind Alleskönner...

  • Surround

    Akustischer Raumeindruck

    Jeder kennt es aus dem Kino oder dem 5.1 Heimkino vorm Fernseher – ein weit über Stereo hinausgehendes akustisches Raumempfinden. Die ersten Mehrkanalverfahren wurden bereits vor 50 Jahren im Kino eingesetzt.

    Rundum-Beschallung

    Rundum-Beschallung

    Es ist schon merkwürdig, obwohl wir ja nur zwei Ohren haben, um einen vollständigen akustischen Raumeindruck zu hören, sind bei Wiedergabe ohne Kopfhörer mindestens 5 Lautsprecher erforderlich, diesen zu simulieren.

    ( 5.1 bedeutet, dass Vorne hinter der Leinwand oder in TV-Bildschirmnähe ein Lautsprecher in der Mitte und je einer links und rechts aufgestellt sind, sowie zwei jeweils links und rechts hinter dem Zuschauer. Die 1 steht für eine zusätzliche Toninformation im Bereich der Tiefen, welche durch so genannte Subwoofer ohne definierte Richtung abgestrahlt wird.)

     

    Raum und Dramaturgie

    Psychologisch und dramaturgisch erweitert der Surround-Ton richtig eingesetzt die gestalterischen Möglichkeiten erheblich. So können akustisch Ereignisse (Erdbeben, Wasserflut, Feuer), Personen (Schritte, Stimmen, Atem) oder Objekte (Autos, Flugzeuge etc.) angekündigt werden. (Sound Effects) Es können aber auch Handlungen aus einer Szene, oder Dialoge außerhalb des Bildraums weitergeführt werden. Damit wird die Fantasie und der Realismuseindruck der Zuschauer angeregt.

     

    Für den Zuschauer kann speziell durch ein Geschehen, dass er/sie nicht sieht, und vielleicht nur in seinem Rücken hört, sehr eindringlich Bedrohung hergestellt werden. So wie die Schritte, die wir hinter uns in einer einsamen Unterführung hören, unwillkürlich Instinkte wecken, reagieren wir auch im Kinosaal auf entsprechende Akustische Angstfaktoren.

     

    Alles Pseudo oder was?

    Auch wenn uns der Eindruck vermittelt wird, wir säßen akustisch mitten im Geschehen, in fast allen Fällen handelt es sich um nur eine erweiterte Stereo-Mischung mit zusätzlichen richtungsbezogenen Effekten von Hinten. Beim Film werden die Dialoge nach wie vor in Mono,-oder Stereoverfahren mit der Option einer Mitteauskoppelung aufgenommen und erst in der Mischung meist irgendwo vorne (also im Bildbereich/Leinwand des Filmes) platziert.

     

    Atmos  werden am Set in Stereo aufgezeichnet und in der Mischung ggf. auch auf die Rückkanäle verteilt. Zusätzliche Geräusche und Effekte sind ebenfalls eigentlich Monosignale werden per Joystick irgendwo im Raum positioniert. Man nennt das auch "panning". So ein Joystick verteilt die Lautstärke eines Signals auf mehrere Kanäle in der Weise, dass dort, wo das Signal herkommen soll, das Signal am lautesten ist und zu den benachbarten Kanälen weiter abnimmt.

     

    Doch zum menschlichen Raumempfinden gehört mehr als nur die Richtung und Lautstärke des Tonsignals. (Direktschall). Auch die so genannte frühe Reflexion sowie die späte Reflexion (Hallfahne) prägen das Raumempfinden, wobei die späte Reflexion für die Richtungsbestimmung nicht so wichtig ist.

    Um diese Illusion realistischer klingen zu lassen, wird zusätzlich eine frühe Reflexion des Signals im Hallgerät erzeugt und gepannt (Joystick) hinzugemischt. Diese Vorgehensweise erzeugt die Illusion von Surround, ist es aber lange noch nicht. Außerdem schwächt sich der Raumeffekt mit steigender Anzahl hinzugemischter Mono-Signale immer mehr ab. Für das künstlich erzeugte Surround gibt es inzwischen auch mehrere Systeme, (z. B. VSP von Studer) welche den Ton und seine Reflexionen gemeinsam und präzise im Raum berechnen, und vor allem die frühen Reflexionen abhängig von der Positionierung des direkten Monosignals im Raum, mit verändern.

     

    Echte Surround Aufnahmen

    Surround-Mikrofonierung

    Surround-Mikrofonierung

    Soweit die bisherige Praxis. Sie resultierte einerseits aus technischen Beschränkungen, andererseits auch aus praktischen Gründen der Arbeit am Set. Technisch gesehen stehen inzwischen digitale Mehrspurrekorder und hochwertige Surround-Mikrofonsysteme zur Verfügung mit denen man echte Surround-Aufnahmen am Set verwirklichen könnte. Praktisch gesehen stellen sich dabei aber ähnliche Probleme wie bei 360 Grad Rundum-Film: Wo versteckt man das Team und die Geräte? Analog hat man im Ton das Problem, dass die Zahl der möglichen Störgeräusche sich vervielfacht. Schritte von der Drehbühne (Dollyfahrer), Kameramann, Assi sowie Kamerageräusche etc. lassen sich so gut wie gar nicht aussparen.

     

    Deshalb bleibt für echte Surround-Aufnahmen am Set vorerst wohl nur der Nurton, also die Tonaufnahme ohne laufende Kamera und Team, bei der sich außer den Schauspielern niemand bewegt. Oder aber, falls zu viele Störgeräusche am Motiv vorhanden sind, kann es auch nötig sein, zu einem ruhigeren Zeitpunkt an der gleichen Location z. B. in der Nacht oder Sonntags die Tonaufnahmen nachzuholen. Da es sich um Surround-Aufnahmen handelt, muss die Mikrofonaufhängung alle Bewegungen der Kamera zeitgenau nachvollziehen. Es ist also empfehlenswert, ähnlich der Kameraauflösung auch einen dezidierten Plan für die Tonaufzeichnung zu führen. Denn bei einer so genauen akustischen Raumwiedergabe können ähnlich wie beim Bild auch im Ton Anschlussfehler entstehen, die ähnlich irreparabel sind.

     

    Bei den Mikrofonaufhängungen kommen 5 Mikrofone zum Einsatz, die sich in Grenzen in der Ausrichtung verstellen lassen und von der Charakteristik her je nach Mikrofontyp mechanisch oder elektronisch in der Charakteristik zwischen Niere und Acht umstellen lassen. Zusätzlich werden am Set die Dialoge nach wie vor in Mono geangelt. Die müssen für die Mischung weiterhin separat auf eigenen Spuren zur Verfügung stehen.

     

    Editing und Kompatibilität

    Später im Tonschnitt hat der Toneditor mit sechs Spuren zu tun, die man auch nicht so einfach hart schneiden kann. Damit nicht bei jedem Schnitt innerhalb einer Szene der akustische Raum in sich zusammenfällt, arbeitet man vorzugsweise mit sehr kurzen Überblendungen (Crossfades). Diese müssen präzise an allen 6 Spuren in gleicher Weise vollzogen werden.

    Das ist extrem aufwändig und ressourcenintensiv. Ein weiterer Wermutstropfen ist, dass die darauf basierenden Tonmischungen keine Kompatibilität mit Stereo oder gar Monowiedergabe haben. Es ist also notwendig, eine separate Stereomischung herzustellen, bei der man ggf. Tonsignale der hinteren Kanäle den vorderen zumischt. Das ist nicht ganz unkritisch, denn es kann leicht zu Signalauslöschungen kommen.

    Es gibt also noch je Menge Forschungsbedarf, bis die Surround-Technik in der Handhabung einfacher und in den Resultaten überzeugender wird.

     

                                                                         [ Surround-Hintergründe ]

     

     

     

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