• 3D

    3D Brillentraeger 1000Seit es technische Abbildungen gibt, träumen die Menschen von dreidimensionalen Abbildungen...

  • Breitband-TV

    Mehrspurige Datenhighways?

    Anfangs waren die Bandbreiten noch zu dünn, um Video in DVD Qualität über das Internet zu schicken, inzwischen wimmelt es nur so von IP-Netzen mit hohen Bandbreiten. Dafür kommen aktuel ADSL und VDSL Kupferkabel und manchmal auch Glasfaserkabel (Fiber) zum Einsatz.

    Die aktuelle Lösung, Video über Kupferkabel zu senden, bedeutet, dass die Inhalte  datenkomprimiert werden, eine Variante, die mit den stetig optimierten Algorithmen ebenfalls weiterentwickelt wird. Neben den klassischen Telefon,- und Kabelfernsehanbietern leiten auch die Stromversorger über ihre Stromnetze Internet-Daten weiter.

    Die dritte Alternative ist Internet per Satellit, wobei die Auswahl und Anforderung von Inhalten klassisch über ein Modem erfolgen muss.

     

    Wünsche der Zuschauer

    Diese Entwicklung kommt den geänderten Sehgewohnheiten der Zuschauer entgegen. Viele möchten sich nicht mehr reglementierten Programmschemen unterwerfen, sondern selbst bestimmen, wann sie was sehen möchten.

    Das Freizeitverhalten vor allem der jüngeren und mittleren Generation hat sich durch die vielfältigen Angebote so stark verändert, dass der klassische Abend vor dem Fernseher nicht mehr die Regel ist. Das bekommen die Fernsehveranstalter in Form von sinkenden Einschaltquoten mehr und mehr zu spüren.

     

    Zeitversetztes Sehen oder auch Filme auf Abruf werden die Fernsehwirklichkeit der Zukunft immer mehr bestimmen. Mancher spricht auch schon vom nahenden Ende der klassischen Fernsehanbieter.

     

    Videothek aus dem Kabel- Kurzer Rückblick auf die Anfänge

    Für Video on Demand gibt es bereits diverse Anbieter, allen voran die großen Telefongesellschaften. Das war lange nicht selbstverständlich, hier gab es diverse Pioniere:

    FastWeb verfügte in Italien über ein Netz, welches schnelles Internet und TV über eine einzige Verbindung ermöglichte. Es bot diverse, sogenannte Mehrwertdienste, wie Fernsehen über das Breitbandnetz an. Wie in vielen anderen Netzen spielen Pay-TV-Fußballkanäle eine wichtige Rolle. Die Kunden können unter 120 Fernsehprogrammen in Rom, Neapel, Turin, Mailand und Genua wählen. FastWeb war der weltweit erste Netzbetreiber, der Fernsehen über ADSL-Leitung anbietet. Damit steht das Unternehmen in direkter Konkurrenz zu Kabelfernsehen oder Satellitenübertragung. Das System scheint sich zu bewähren, die Kundenzahlen erhöhen sich von Jahr zu Jahr um über 200 %.

     

    Die Kingston-Company gehörte ebenfalls zu den europäischen Pionieren des IP-Fernsehens. Für  £50 Anmeldegebühr und  £6 monatlich kann der Kunde ein Grundpaket mit den ITV und BBC Kanälen beziehen. Für £15 im Monat gibt es bis zu 60 Kanäle. Nach eigenen Angaben der Firma ist die monatliche Kundennachfrage momentan höher, als die Zahl der Anschlüsse, die zur Verfügung gestellt werden können.

    Die Telekom Austria warb für ihr Breitband-Fernsehen ganz offen damit, genau die immer schwerer wiegenden Nachteile des herkömmlichen Fernsehens zu umgehen. Da ist von Multimedia Erlebnis die Rede, davon, dass man den täglichen Kampf um die TV-Fernbedienung und lähmende Werbepause vergessen könne. Die Telekom bot sogar Serverplatz zur Aufzeichnung von Inhalten an, damit die Kunden ihr Fernsehprogramm selbst gestalten können.

     

    Interaktivität

    Insbesondere Multimediaanwendungen wie Interaktives Fernsehen oder Online-Games profitieren von den erweiterten Bandbreiten und machen die Netzbetreiber indirekt zu Programmveranstaltern. Noch rätselt die Mehrzahl der Programmentwickler, wie denn die Killerapplikation im interaktiven Fernsehen aussehen könnte. Die meisten Entwicklungen gehen doch eher in Richtung Shop-Systeme.

    Internet und klassische Programmdistribution wachsen mehr und mehr zusammen, die Reaktionen auf Programminhalte via Chat oder Mail werden direkter, der Zuschauer beteiligt sich verstärkt an der Gestaltung. Die meisten Flat-Screen Fernseher haben Internetzugang und erlauben IT TV.

    In den USA sind bis zu 30 Millionen Haushalte an IP- basiertes Breitband-Fernsehen angeschlossen, das Projekt heißt „Lightspeed“ und ist mit milliardenschweren Investitionen verbunden. Über allem schweben Begriffe wie "Cross Media" oder "Transmedial", ob man die Zuschauer wirklich so aktivieren kann, wie gewünscht, wird sich zeigen, noch gibt es mehrheitlich Konsumenten, die sich passiv vor dem Bildschirm eher entspannen wollen.

    Bereits 2015 gehen etwa 25% des weltweiten Traffics im Internet auf das Konto von Netflix & Co. Tendenz steigend.

     

    Nebenwirkungen

    Moderne Internetfähige Flatscreens sind zugleich auch ohne dass der Zuschauer das weiß oder möchte, spionagefähig. Sie senden an die Server der Hersteller oder auch Programmanbieter und nicht zu vergessen an Google Informationen über die gewählten Programme oder zusätzlich angeschlossene USB Geräte. Es ist davon auszugehen, dass hier beispielsweise auf eine andere Weise als bisher, Einschaltquoten ermittelt werden. Und ganz nebenbei wird sich wahrscheinlich das gleiche Spiel wie beim Internet am Computer auch am Fernseher entwickeln,- maßgeschneiderte Werbung für den Zuseher. Oder vollständige Überwachung der Sehgewohnheiten. Wer viele Autosendungen schaut wird viel Autowerbung zu sehen bekommen. Und wer viele Soaps schaut kriegt noch mehr davon. So einfach ist das.

  • Digitales Kino

    Kino ohne Film

    Kino

    Die große Umstellung auf digitale Projektion ist fast abgeschlossen. In Europa sind die Kinos zu 98 % digitalisiert.

    Immer seltener werden große, schwere Filmkartons (30 kg und mehr) wie früher durch die halbe Welt verschickt, um Kinos und Festivals mit Filmkopien zu versorgen. Nach einigen Vorführungen stellten sich erste Schäden an den Kopien ein, bald war die Perforation beschädigt, am Anfang und Ende der Akte zeigten sich Verschrammungen, fehlten gar einzelne Bilder. Die Kopie wurde irgendwann unbrauchbar. Analoge Filmkopien werden inzwischen durch elektronische Wiedergabe per Videoprojektor ersetzt. Die Filme (digital als DCP) stammen dann von optischen oder magnetischen Speichermedien oder werden per Satellit oder Internet direkt übertragen.

     

    Einsparpotential oder Investitionsfalle

    Kopien könnten von neuen Filmen innerhalb kürzester Zeit in aller Welt sein und die Verleiher sparen Kopierwerks-, Lager- und Versandkosten ein. Der Vertrieb der digitalen Daten verschlingt auch eine Menge Geld, dennoch bringt es den Verleihern Einsparungen. Für die Kinobetreiber sieht die Bilanz allerdings etwas anders aus: Die Kosten für die Umrüstung eines Kino waren anfangs extrem hoch, denn lichtstarke Video-Projektoren sind sehr teuer. Doch das kann sich ändern. Immer wieder sahen sich Kinobetreiber außer Stande, in die neue Technik zu investieren. Viele haben noch nicht einmal die Investitionen in teure THX-Tonanlagen abbezahlt. Es gibt keine verlässlichen Zahlen, aber die Digitalisierung hat viele Kinos, vor allem in kleinen Orten, sterben lassen. Europäische Fördereinrichtungen wie MEDIA (Creative Europs) haben mit ihrer Initiative Europa Cinemas die digitale Projektion europäischer Dokumentarfilme gefördert. Die Anschaffung eines DLP-Cinema-Projektors mit 2k Auflösung konnte für geeignete Kinos mit bis zu 7500 Euros gefördert werden. Richtige Kinoprojektoren für große Leinwände kosten gut und gerne 40-60.000 Euro und im Gegensatz zu Filmprojektoren, die ein halbes Jahrhundert funktionierten, muss man diese alle sechs, sieben Jahre erneuern. Das sind unglaubliche Kosten, die da von Kinobetreibern gestemmt werden müssen.

     

    Vorteile

    Sowohl die Rechteinhaber (Produzenten oder Vertriebe) als auch die Verleiher haben großes Interesse daran, präzise Kontrolle über die Anzahl und den Zeitpunkt der Vorführungen ihrer Filme zu haben. Darüber hinaus brachte es Kosteneinsparungen, wenn keine Filmkopien mehr gezogen werden mussten. Und auch manche Filmschaffende schwärmen bereits vom angeblichen Segen der elektronischen Filmkunst. Ob diese Äußerungen auch die Wiedergabequalität berücksichtigen, ist fraglich. Die Qualität der Projektion ist, selbst bei hochwertigen Geräten, in der Auflösung und der Farbtiefe noch immer etwas vom 35mm-Film entfernt. Wenn man Qualitätsmerkmale wie Farbtiefe, Kontrast und Differenzierung in Helligkeitswerten ansetzt, dann ist klassischer Film noch immer im Vorteil. Die Entwicklung klassischer Filmmaterialien verschiebt die Maßstäbe auch weiter nach oben, hält den digitalen Weg aber nicht auf. Neueste Filmmaterialien wie das Kodak-50-ASA-Negativ-Material bieten eine Auflösung von 11K. Doch auch die digitale Fraktion rüstet nach, Auflösungen von 4K oder 8K, die am heimischen Fernseher weitgehend sinnfrei sind, können im Kino in Großprojektion durchaus die Qualität sichtbar erhöhen. Und da immer mehr Kinofilme ohnehin digital gedreht werden und immer weniger analoger Film hergestellt wird, ist die digitale Projektion eine konsequente Folge.

     

    Wie so oft siegen in diesem Bereich nicht die künstlerischen, sondern die wirtschaftlichen Argumente und diese liegen auf Seiten des Electronic-Cinema. Genießen wir also noch ein wenig die Zeiten, in denen wir Filme noch in ihrer hochwertigen Qualität betrachten können! Ist das elektronische Kino erst vollständig etabliert, wird sich kaum einer mehr daran erinnern, wie wunderbar eine hochwertige Filmkopie in Projektion ausgesehen hat, aber es bleibt zu hoffen, dass auch die digitale Technik irgendwann erwachsen wird...

     

    Technische Umsetzung

    LCD-Projektoren

    stellen eines der möglichen Verfahren für das künftige elektronischen Kino dar. Ein transparentes LCD-Feld wird elektronisch angesteuert und erzeugt ein Bild aus verschiedenen Helligkeits- bzw. Transparenztönen.

     

    LCD Scheibe

    Digitale Projektion verdrängt den analogen Filmprojektor.

     

    Zur Projektion strahlt eine starke Lichtquelle durch drei LCD-Elemente nebst Farbfiltern für die drei Grundfarben (RGB, siehe Farblehre) hindurch. Mit Halbspiegeln wird aus den drei Lichtbündeln ein farbiges Bild gemacht, welches ein Projektionsobjektiv auf die Leinwand projiziert. Nachteil des LCD-Verfahrens: Die Flüssigkristalle lassen keine vollständige Schwärzung zu. Dadurch können auf der Leinwand noch keine starken Kontraste wiedergegeben werden.

     

    Kosten

    Kleinere Projektoren fürs Heimkino gibt es schon ab 500 Euro, ab 1.000 Euro genügen die Projektoren für kleine Tageslichtpräsentationen, aber richtig große Projektoren, die auch eine riesige Kinoleinwand erhellen können, sind im Moment mit ca. 20 bis 40.000 Euro noch recht teuer. Hinzu kommen spezielle Server, die die DVPs abspielen können. Die Kosten für die neue Technik pro Saal bedeuten, dass sich für den Kinobetreiber die Investition erst nach 10 bis 12  Jahren refinanzieren wird. Bei weiter rückläufigen Besucherzahlen können sich die Zeiträume sogar noch weiter verlängern.

     

    DMD – Digital Micromirror Device

    LCD Projektor

    LCD-Projektor

    Ein weiteres, momentan technisch führendes Verfahren für die Video-Großprojektion arbeitet mit unzähligen winzigen Spiegeln, die elektronisch gesteuert Licht entweder gar nicht, oder mit unterschiedlicher Intensität reflektieren. Die Lichtquelle leuchtet nicht wie bei LCD durch das Panel, sondern darauf, und das von den winzigen Spiegeln reflektierte Licht wird durch eine Optik auf die Leinwand geworfen. Auch hier kommt für jede Grundfarbe (RGB) wieder ein DMD-Panel zum Einsatz. Dieses Verfahren hat vor allem den Vorteil, vollkommene Schwärzung zu erzielen, das Verlustlicht bei voller Reflexion ist um einiges geringer als bei LCDs. Dadurch nähert sich (zumindest) der Kontrastumfang etwas näher an die Leistung einer Filmkopie an. Auch hier liegen die Gerätekosten bei einem Vielfachen klassischer Filmprojektoren. Noch nicht so etabliert, aber durchaus auch zukunftsweisend sind Laser-Projektoren. Da wird abzuwarten sein, wie sich deren Verbreitung entwickelt.

     

    Standards

    Weltweit konkurrieren wieder einmal diverse Standards, einige davon sind relativ beliebig gewählt, wie etwa der DCI Standard (Digital Cinema Initiatives) mit einer Datenrate von 250 Mbit pro Sekunde, ein Kompromiss zwischen verschiedenen Fraktionen, die entweder 200 Mbit oder 400 Mbit pro Sekunde favorisierten. Erleichterung im Normenwirrwarr bringt der Kompressionsstandard JPEG 2000, der die Daten von 4k auf 2k skalieren kann. Die Digital-Cinema-Initiative wird weitgehend von den großen Hollywood-Studios gebildet. Die Fachleute, die versuchen, vor allem durch die Marktmacht ihrer Studios einen weltweiten Standard festzulegen, kommen von Disney, FOX, MGM, Paramount, Sony Pictures, Universal und Warner Brothers. Auch, wenn Hollywood ganz andere Forderungen stellt: Kinobesitzer, die auf 2k Projektoren setzen, die einen guten Farbraum darstellen können und lichtstark sind, können damit problemlos einige Jahre aktuell bleiben. Unter 2k versteht man 1.920 bzw. 2.048 x 1.080 Pixel, bis zu 6-Kanalton und Bitraten von etwa 80 bis 100 MBit. Der 6-Kanalton ist notwendig um 5.1 Dolby SR technisch abbilden zu können. Die hiesigen Standards zum E-Cinema sehen im 1,3-Progressive-Bildformat projizierte 2k-Dateien mit einem Sechs-Kanal-Ton (5.1-Ton) vor, neuere Vorschläge bilden sogar Vielkanalsysteme wie Dolby Atmos ab. Die Übermittlung und Wiedergabe von 4k ist noch lange nicht Alltag, etwabliert sich aber immer mehr. Die von DCI geforderten Geräte kosten ca 20 % mehr als 2K-Systeme.

     

    Wertvolles Gut

    Ein besonders wichtiger Punkt bei der Festlegung der DCI-Standards ist dabei der Kopierschutz, das sogenannte Digital Rights Management. Nichts fürchten die Studios so sehr, als dass sich Hacker Zugang zu den Filmen in digitaler Form verschaffen könnten. Interessanterweise denken alle großen Studios gar nicht daran, ihre millionenschweren Master einfach auf Festplatten zu speichern. Letztlich sind digitale Filme in Form von Daten nicht sicher archivierbar. Hier denkt man an Film als Archivmedium und das sogar wie zu Zeiten von Technicolor in Form von drei Farbauszügen auf Schwarzweißfilm.

     

    Zukunftsmusik

    Eine dritte Variante an Projektoren arbeitet mit Laser. Wie beim Fernsehschirm der Elektronenstrahl, so rast der Laser mit hoher Geschwindigkeit über die Leinwand und baut das Bild auf. Im Unterschied zum Fernseher gibt es keine Phosphor-Lichtpunkte, die nachleuchten, ein großer Vorteil in Bezug auf die Kontrastverhältnisse.

     

  • DVD

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