Filmrechte

  • Ausgaben ohne Beleg sind als Gewinn zu versteuern

    Auch wenn man während der Dreharbeiten ja eigentlich alle Hände voll mit Kreation und Organisation zu tun hat: Bei einem abendfüllenden Spielfilmprojekt entsteht ein sehr großer Aufwand an Buchhaltung. 10 bis 20 mit Belegen prall gefüllte Aktenordner sind durchaus üblich.

    Unzählige kleinere und größere Ausgaben wollen belegt und eingebucht sein, denn jede Ausgabe, die sich nicht nachweisen lässt, muss die Produktion aus eigener Tasche bezahlen und zudem als Gewinn versteuern. Leider kommt dies häufiger vor, als man denkt.

     

    Abenteuer eines Quittungsblocks

    In der Praxis werden in der Hektik des Drehalltags unzählige Ausgaben getätigt. Hier rasch ein Klebeband aus dem Schreibwarenladen, da 20 Euro für den Hausmeister des Motivs, um ihn freundlicher zu stimmen. 100 Euro für den Mopedfahrer, dessen Gefährt eine leichte Schramme beim Ausladen der Lichtstative erlitt. 40 Euro für die Bauarbeiter, damit sie immer wenn die Kamera läuft, auf Ansage die Presslufthämmer pausieren lassen. Manche Ausgabe lässt sich gar nicht schriftlich belegen, manchmal fehlt die Zeit oder aber es gibt Belege, die nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie stehen.

    Spätestens bei der Prüfung durch die Treuhand (wenn der Film z. T. mit Fördergeldern entsteht), durch das Finanzamt oder die Krankenkassen verursachen ungültige Belege eine Menge Probleme und häufig genug Kosten. Filmbuchhalter oder Filmgeschäftsführer warnen stets vor Drehbeginn vor den unbrauchbaren Quittungen, doch jeder Produzent kann nach Abschluss eines Filmes mindestens eine Handvoll davon ins Altpapier werfen.

     

    Wie sehen sie aus, die „Schrottbelege“?

    Besonders verbreitet sind die so genannten Eigenbelege. Wenn man Geld ausgibt, welches nicht durch die üblichen Wege der Buchhaltung fließt, wird gerne zum Eigenbeleg gegriffen. Was die Produktion damit später bei der Buchhaltung anfangen kann wird nicht reflektiert.

    Besonders Requisite, Ausstattung und Kostüm aber auch die Aufnahmeleitung verfügen hier manchmal über beeindruckenden Variations-, und Fantasiereichtum.

    Nicht nur die berühmten Quittungsblöcke, die man im Schreibwarengeschäft im Sixpack erwirbt, auch alle anderen Untergründe, auf denen Kugelschreiber haften bleibt, von der Brötchentüte bis zum Pizzakarton, dienen für allerlei „Special Effects“.

    • Da findet sich dann unter „Spendenquittung“ (Man kennt das von Kirchen, gemeinnützigen Vereinen etc.) in ordentlichen Druckbuchstaben säuberlich ausgefüllt: Eigenquittung. 50 Euro Spende Kaffeekasse an Klinikum, Leih von OB-Kittel und Atemmaske. Datum und Unterschrift vom Ausstatter höchstpersönlich. Gewiss keine Spendenquittung, ist der Ausstatter doch weder eine Kirche noch ein eingetragener Verein. Der Beleg ist bei keinem Finanzamt der Welt absetzbar.
    • Beliebt sind auch Quittungen, auf denen man von den Straßenmusikern an der Ecke mal rasch den Erhalt von 500,- Euro bestätigen lässt. Ist schon richtig, die Herren haben im Bild musiziert, aber das dürfen sie gegen Bezahlung nur auf Lohnsteuerkarte. Schlecht für die Produktion. Entweder sie macht sich eines Vergehens strafbar oder sie muss Geld, welches sie ausgegeben hat, als Gewinn versteuern.
    • Weit verbreitet sind auch unleserliche Quittungen auf denen lediglich der mehrstellige Barbetrag lesbar ist, der Verwendungszweck oder gar der Empfänger jedoch nicht. Komparsenquittungen nur mit einem Namen ohne Adresse eignen sich ebenfalls gut fürs Papier-Receycling.

     

    Spielregeln

    Sie sollten Ihrem Team unmissverständlich und vor Drehbeginn, am besten in schriftlicher Form, folgendes mitteilen: Im Sinne einer ordentlichen Buchführung eines Filmvorhabens ist die Einhaltung folgender Formalien für die Abrechnung von Kassenbelegen unumgänglich:

     

    Rechnungen/Quittungen bis 100 Euro (brutto)

    1. Name und Adresse des Händlers/Lieferanten
    2. Datum
    3. Art und Umfang der Leistung/gekauften Ware
    4. Bruttorechnungsbetrag
    5. Mehrwertssteuersatz

     

    Rechnungen über 100 Euro

    1. Name und Adresse des Händlers/Lieferanten
    2. Name und Adresse des Leistungsempfänger (=Filmproduktion)
      Exakte Firmenbezeichnungen: GmbH, KG, AG etc.!
    3. Datum
    4. Art und Umfang der Leistung/gekauften Ware
    5. Nettorechnungsbetrag (=Entgelt)
    6. Mehrwertssteuerbetrag

     

    Bewirtungsquittungen (Restaurantrechnungen)

    1. Jeder Beleg wird einzeln abgerechnet. Rückseite muss unbedingt ausgefüllt werden. Dabei beachten:
    2. Anlass der Bewirtung
    3. Wer wurde bei dem Essen bewirtet?
    4. Datum und Unterschrift des Bewirtenden (=Filmproduktion!)
    • Keine Zusammenfassung von Belegen. Keine Pauschalbelege (Essen und Getränke 300,-) sondern
      1. Einzelaufstellung aller Positionen
      2. Nur Maschinenbelege werden akzeptiert, handgeschriebene Quittungen sind wertlos!
      3. Bei Rechnungen über 100 Euro brutto Angabe des Rechnungsempfängers (Produktion)
        durch die Gaststätte

     

    Wie werden die Belege sortiert und aufbereitet?

    Belege, die kleiner als A4 sind, werden auf A4-Blätter aufgeklebt oder mit Bürohefter angeheftet, auf eine A4-Seite auch mehrere kleine Belege gemeinsam. Kostengruppen nicht vermischen, sondern nach Art trennen. Telefonbelege zusammen, Requisiten zusammen, Benzinbelege zusammen, Büromaterial zusammen. Die Belege jeder Kostengruppe nach Datum sortiert zusammenfassen.

    Sollten für die Produktion auch Ländereffekte wegen der Förderung relevant sein, sind die Belege auch nach Bundesländern zu trennen.

     

     

     

  • Ver-Teile und herrsche

    In Amerika werden die Kosten für jedes Department (Kostüm, Technik, Ausstattung etc.) jeweils zu Summen zusammengefasst. Während bei uns etwa Kosten wie Telefon, Transporte etc. meist nur als Gesamtkosten für das ganze Projekt kalkuliert werden, erfasst man diese in den USA für jedes Department getrennt. Da finden sich auf der Seite der Kosten für Requisite eben nicht nur Kauf, Leih und Materialkosten, sondern auch Positionen wie Personal, Transporte, zusätzliche Kosten und Verschiedenes. Auf diese Weise entwickelt sich in allen Abteilungen ein höheres Bewusstsein für die eigenen Budgets.

     

    Zudem erlaubt diese Vorgehensweise einen Überblick über die kalkulierten und die tatsächlichen Kosten der einzelnen Abteilungen. Controlling bedeutet dabei nicht nur die Kontrolle über die Kosten zu behalten, sondern vor allem, die Abteilungen an Vorgaben zu binden und sie dafür auch zur Rechenschaft zu ziehen.

     

     

     

     

    Umsetzungen und Tücken

    Die „Heads of Department“ (Kostümbildner, Ausstatter, Requisiteur etc.) kümmern sich in den USA selbst darum, dass diese auch eingehalten und nicht überschritten werden. Manchmal müssen sie sogar bei Überschreitungen persönlich haften.

    In Europa ist das nicht so, da liegt es bei Filmgeschäftsführer, Produktionsleiter und Produzent das Budget zu überwachen und einzuhalten. Dies ist ein enorm verantwortungsvoller Aufgabenbereich, denn speziell während der Dreharbeiten treten so viele unterschiedliche Kosten und ständige Veränderungen auf, dass es darauf ankommt, hier eine klare Übersicht zu haben.

     

    Speziell in Deutschland kann ein Einzelner in solch einer Schlüsselposition eine ganze Produktionsfirma in den Ruin stürzen, wenn er/sie seine Arbeit schlecht macht. Diese Mitarbeiter haften hierzulande nicht für ihre Fehler, da die meisten Mitarbeiter bei einem Film aus steuerrechtlichen Gründen angestellt, also weisungsgebunden sind. Ein angestellter Filmgeschäftsführer, der unfähig ist, und der Produktionsfirma Mehrkosten von 50.000 Euro verursacht, kann bestenfalls gekündigt werden, muss aber für seine Verfehlungen nicht haften. Es gibt einige Produktionsfirmen die ihren Untergang Leuten verdanken, die während einer laufenden Produktion falsche oder gar keine Kostenstände (Infos über den Stand an Ausgaben im Verhältnis zu kalkulierten Kosten) erstellt haben.

     

    Immer wach bleiben

    Oft bemerken die Produzenten erst zu spät, dass irgend etwas bei der Filmbuchhaltung nicht stimmt. Der weitverbreitete Computerfetisch erleichtert es, den Eindruck professionellem Umgangs mit Zahlen und Belegen zu vermitteln. Da springen Statistiken, Übersichten und Formulare per Mausklick auf den Bildschirm und tun das, wofür sie da sind: Sie beeindrucken. Dass aber all diese netten Programme die Sorgfalt und das nötige Fachwissen des Anwenders nicht ersetzen können, wird gerne verschwiegen. Eine Buchhaltung die nur mit dem Tischrechner und handschriftlicher Kontierung etc. gemacht wurde ist, wenn dies ordentlich und mit Sachverstand geschah, absolut  ausreichend.

     

    Was kann der Produzent tun, um sich vor derartigem zu schützen? Nicht viel. Allein die sorgfältige Auswahl des Personals, das Hinterfragen aller Lebensläufe und sogar Kontrollanrufe bei den vorherigen Arbeitgebern sind in Zweifelsfällen sinnvoll. Wenn man dann jemand gefunden hat, der seinen Job beherrscht, steht einer sorgfältigen Kontrolle der Ausgaben nichts mehr im Wege.

  • Torte gefilmt und abgemahnt? Wie vermauert ist die Welt eigentlich dank abstruser Copyright-Gesetze?

  • Projektentwicklung

    Stoffrechte (Basic rights agreement)

    Ein Produzent, der ein Projekt entwickeln und verfilmen möchte, welches auf einer bereits vorhandenen Vorlage basiert (Theaterstück, Roman, Kurzgeschichte, exklusive Geschichte etc.), muss das Recht erwerben, dieses zu verwenden und als Film zu verwerten. Es macht keinen Sinn, ein Drehbuch oder gar einen Film zu verwirklichen, über dessen Stoffrechte man nicht verfügt. Das wird keine Förderung unterstützen, kein Fernsehsender senden, kein Filmverleiher ins Kino bringen.

    Wer sich nicht sicher ist, ob das geplante Projekt auch zustande kommt, kann einen Stoff auch optionieren. Der Stoff wird dann für einen begrenzten Zeitraum quasi für den Produzenten reserviert und es wird zunächst nur eine kleinere Summe fällig. In diesem Optionsvertrag wird auch festgelegt, welcher Lizenzbetrag fällig wird, wenn das Projekt zustande kommt und welchen Umfang die Rechte in diesem Fall haben. (Dauer, Territorien etc.)

     

    Auf jeden Fall sollte der Produzent die Rechte möglichst frühzeitig erwerben oder optionieren. Häufig hat man es ohnehin mit Verlagen zu tun, die bemüht sind, möglichst hohe Erlöse für ihre Rechte zu erzielen. Je fortgeschrittener ein Projekt ist, desto teurer werden in der Regel solche Rechte gehandelt.

     

    Drehbuchvertrag  (Writer´s agreement)

    Ganz gleich ob es sich um ein Originaldrehbuch oder eines nach einer vorhandenen Buchvorlage handelt, der Drehbuchautor erbringt eine kreative Leistung und hat damit Urheber-, sowie Nutzungsrechte an diesem Drehbuch. Während die Urheberrechte nicht übertragbar sind, erwirbt der Produzent die Nutzungsrechte. Ist ein Drehbuch noch gar nicht geschrieben, und der Produzent beauftragt den Drehbuchautor damit, so fixiert der Vertrag Art und Umfang der Rechte, der Verwertung, sowie das Honorar. Darüber hinaus hält man auch fest, wie viele Versionen des Drehbuchs (drafts) der Autor erstellen muss, falls der Produzent nicht mit der ersten Fassung zufrieden ist.

     

    Ähnlich wie beim Optionieren eines Stoffes kann der Vertrag auch verschiedene Stufen des Honorars beinhalten. Ein kleinerer Betrag für das Schreiben selbst gezahlt. Ein zusätzlicher Betrag wird fällig falls das Drehbuch tatsächlich verfilmt wird.

    Ganz wichtig bei Originaldrehbüchern ist auch eine Klausel wonach der Autor versichert, Inhaber der Rechte an Idee und Stoff zu sein, keine Rechte anderer zu verletzen und den Produzenten von allen Ansprüchen Dritter freizustellen.

     

    Auch die Rechte-Situation in Zusammenhang mit möglichen anderen Publikationen etwa Buch zum Film etc. wird im Vertrag geklärt. Dabei sind auch die prozentualen Beteiligungen an möglichen Einnahmen aus diesen Drittverwertungen zu klären. Schließlich sollte in dem Vertrag auch stehen, bei wem die Verwertungsrechte verbleiben, falls das Projekt vom Produzenten nicht verwirklicht wird.

     

    Projekt- Entwicklungsvertrag  (Development agreement)

    Wenn die Finanzierung der Projektentwicklung nicht vom Produzenten selbst aufgebracht wird, sondern von Dritten stammt, so ist auch darüber ein Vertrag zu schließen. Dritte können zum Beispiel Förderungen, Fernsehanstalten, Filmverleiher oder Investoren sein.

     

    Sinn dieser Verträge ist es, den Finanziers eine Aussicht auf Rückzahlung und Rendite oder Übertragung von Rechten zu geben, den Produzenten gleichzeitig die größtmögliche Planungsfreiheit einzuräumen. In diesen Verträgen werden die Rückzahlungsmodalitäten festgehalten, sowohl für den Fall dass das Projekt verfilmt wird, als auch für jenen, dass es gar nicht erst zustande kommt. Auch dies sollte trotz Investitionen möglich sein. Denn es ist allemal billiger, bereits im Entwicklungsstadium von einem schlechten Vorhaben Abstand zu nehmen, als daraus auch noch einen schlechten Film herzustellen.

    Wenn die Verwirklichung eines Filmes gesichert ist, beginnt die Vorproduktion (Preproduction). Weitere Verträge für die Vorproduktion werden erforderlich.

     

     

  • Gelder und Leistungen

    Geld gegen Filme

    Geld gegen Filmrechte

    In Zusammenhang mit der Finanzierung und Absicherung eines Filmes treten weitere Vertragsformen auf, die der Produzent je nach Konstruktion des Projekts abzuschließen hat.#

     

    Finanzierungs- oder Darlehensverträge

    Die Finanzierung eines Filmes kann auf verschiedenste Weise zusammengestellt werden. Durch Investitionen von Dritten (Privatpersonen, Finanzierungsfonds, Vorverkäufe etc.) gegen Anteile oder Rechte oder auch durch Darlehen von Dritten oder Bankgesellschaften.

     

    In diesen Verträgen wird festgelegt, welcher Film nach welchem Drehbuch vom Produzenten in welcher Länge und mit welchem Fertigstellungsziel produziert wird. Die Haftung für Überschreitungen wird je nach Beteiligung auf den Produzenten allein oder auch auf Dritte verteilt und festgeschrieben. In manchen Verträgen werden auch bestimmte Details der Umsetzung, wie etwa besondere Darsteller, Regie, Kamera oder Drehorte festgelegt.

     

    Vorverkaufs-Verträge (Pre-sales Agreement)

    Filme werden im Idealfall in vielen verschiedenen Ländern über ganz unterschiedliche Vertriebswege ausgewertet. Dies sind beispielsweise Kino, VHS, DVD, Pay-TV, freies Fernsehen, Kabelnetze, Satelliten etc. Es kann durchaus vorkommen, dass der Produzent für seine Finanzierung auch den Vorabverkauf von Rechten für einzelne Territorien für die Finanzierung der Produktion vornehmen muss.

     

    Im Vorverkauf sind meistens niedrigere Erlöse zu erzielen als beim Verkauf einer fertigen Produktion. Dabei unterscheidet man sehr genau, zu welchem Zeitpunkt ein Geldfluss zustande kommt. Wenn die Lizenzsumme bei Vertragsabschluss fällig wird, so hilft der Vorverkauf dem Produzenten direkt zur Deckung seiner Herstellungskosten.

     

    Wird der Betrag erst bei Ablieferung des fertigen Filmes fällig, so hilft der Vertrag dem Produzenten zur Absicherung eines Bankkredits für die Finanzierung der Produktion. Da Banken gemeinhin als vorsichtig gelten, gewähren Sie meistens nicht die vollen in solchen Verträgen festgehaltenen Summen als Kredit, sondern nur einen niedrigeren Betrag.

     

    Verträge über Sicherheiten und Rechteabtretung

    Zur Absicherung wollen die Banken meist auch die in den Verträgen vorverkauften Rechte vom Produzenten übertragen bekommen. Damit versuchen sich die Banken abzusichern. Sie können dann, falls der Produzent vertragliche Vorgaben mit der Bank nicht einhält, ohne weitere Erlaubnis vom Produzenten einzuholen, Rechte eigenständig veräußern.

     

    Verträge über Fertigstellungsgarantien (Completion Guarantee)

    Für einige Produktionen werden Garantien der Fertigstellung verlangt, die letztlich Versicherungen mit erweiterten Kompetenzen des Versicherers sind. Wir kennen diese Versicherungen als „Completion Bond“. Damit soll abgesichert werden, dass der Film nach genau festgelegten Kriterien wie etwa Art, Drehbuchtreue, Länge, Kosten und Termine auch tatsächlich fertiggestellt wird. Besonders Film-Finanzierungsfonds sichern auf diese Weise ihre Investition.

     

    Dieser Vertrag zwischen dem Produzenten und einer Versicherung überträgt der Versicherung sehr weitreichende Kontrollbefugnisse. Diese gehen so weit, dass der von der Versicherung eingesetzte Kontroller im „Worst Case“ Stab, Darsteller, selbst die Regie auswechseln, ja praktisch die gesamte Produktion übernehmen kann.

     

    Da Filmproduktionen häufig sehr risikobehaftet sind, muss der Kontroller über sehr viel Fachwissen verfügen, um Notsituationen während der Produktion auffangen und regulieren zu können. Dafür haften die Versicherungen aber auch für die Fertigstellung des Filmes und übernehmen im Zweifelsfall auch die Überziehungen. Die Versicherungen lassen sich diese Risikobereitschaft kräftig honorieren. Sechs bis acht Prozent der Herstellungskosten sind üblich, manchmal wird dieser Betrag im Nachhinein etwas reduziert, falls keinerlei Eingreifen der Versicherung erforderlich war.

     

    Wichtig für den Produzenten ist es, die Kriterien für eine Übernahme der Produktion durch den Kontroller nicht zu eng festzulegen. Es sollten immer auch kleinere Änderungen des Drehbuchs in der laufenden Produktion möglich sein, ohne dass damit bereits ein Verstoß gegen den Completion-Vertrag vorliegt.

     

    Fernsehrechte-Vertrag

    Auch wenn es hierzulande sehr verbreitet ist, mit Fernsehsendern Koproduktionsverträge zu schließen, so gibt es durchaus auch reine Lizenzverträge.

    Bei diesen wird dem Fernsehsender das Recht übertragen, den Film für einen bestimmten Zeitraum mit einer bestimmten Zahl von Wiederholungen auszustrahlen. Dabei werden pauschale Vergütungen vereinbart, mit denen sämtliche vereinbarten Sendungen abgegolten sind.

     

    Auch die Lizenzsumme, die für eine Ausweitung der Vereinbarung (Zeitraum, Häufigkeit oder zusätzliche Videoverwertung durch den Sender) fällig würde, kann bereits vereinbart werden.

    Es wird weiter festgelegt, ob es etwa für eine Kino- oder Pay-TV-Auswertung Sperrzeiten vor der ersten Sendung gibt (holdback period).

    In solchen Verträgen werden auch die Befugnisse des Senders für Änderungen, Kürzungen oder sonstige Umarbeitungen festgelegt.

     

    Musterverträge gibt es im Movie-College-Shop

     

  • Könnte es sein, dass die neue Datenschutzverordnung öffentliche Dreharbeiten nahezu unmöglich macht?

  • Unfassbar,- nachdem Terry Gilliam nach 17 Jahren seine Don Quixote Vision fertiggestellt hat, darf er nicht in die Kinos

  • Nutzungsrecht

    Münchner Philharmoniker

     

    Jede Musik, ganz gleich ob sie aus dem Radio, von der CD oder aus dem Internet kommt, stammt üblicherweise von einer oder mehren Personen und diese haben durch das Urheberrechtsgesetz zu bestimmen, wer ihr Werk wie, wo, wann und in welcher Form nutzen darf. Gebräuchlich ist dafür der Begriff Copyright und davon gibt es nicht nur eines, sondern gleich mehrere verschiedene Arten. Was bedeutet das, wenn man fertige Musiktitel in seinem Film verwenden möchte?

    Zunächst einmal haben der Komponist und der Texter das Copyright an ihrer Schöpfung. Meistens übertragen sie die daraus resultierenden Verwertungsrechte an einen Verlag.

    Zweitens haben die Musiker oder das Orchester, welches diese Musik aufgeführt hat, das Copyright an dieser Leistung. Diese übertragen die Nutzungsrechte meistens an eine Plattenfirma.

     

    Fremde Musik nutzen

    Was also ist zu tun, wenn man in seinem Film vorproduzierte Musik verwenden möchte?

    Die erste und wichtigste Regel lautet: So früh wie möglich die Rechte einholen, nicht erst wenn der Film fertig gemischt und die Musiknummer bereits fester Bestandteil des Soundtracks ist.

    Sind die Komponisten schon ein Jahrhundert, genauer 70 Jahre, verstorben, ist zumindest die Komposition in der Regel frei. Und auch Volksweisen können, wenn es denn nachweislich welche sind, frei verwendet werden. Doch Vorsicht – nicht alles, was man für Volksmusik oder Traditional hält, ist wirklich rechtefrei. Viele Songs, die man mal so eben in einem Film von den Darstellern singen lässt, beinhalten Rechte, die eingeholt werden müssen.

     

    Brennendes Beispiel, welches schon bei vielen Produzenten einen Beinahe-Herzstillstand zur Folge gehabt hat, ist das beliebte „Happy Birthday to You“. Wann immer es im Kino erklingt, auch wenn die Schauspieler es selber singen, klingt auch die Kasse der Warner/Chappell Music, Inc. Diese hat zuletzt die Rechte an dem Evergreen 1989 erworben und nimmt mit der Lizenz  jährlich ungefähr zwei Millionen US-Dollar ein. Zumindest hierzulande dürfte das den Produzenten jedoch ab dem 01.01.2017 kein Kopfzerbrechen mehr bereiten. Dann nämlich ist der Tod der älteren der beiden Hill-Geschwister, die die Melodie zum Song ursprünglich verfassten, siebzig Jahre her. Damit ist nach deutschem Recht der Schutz erloschen.

    Man muss also mit den Rechteinhabern, also z.B. dem Plattenverlag und den Urhebern, eine vertragliche Vereinbarung treffen. Darin werden folgende Punkte festgehalten:

     

    Filmtitel

    Musiktitel

    Rechte, die der Verlag dem Filmproduzenten einräumt

    Dauer der Musik im Film

    Nutzungsbereiche
    (Video, CD-Videos, Kino, Fernsehen, Satellit etc. – alle müssen einzeln aufgezählt werden!)

    Räumliche Auswertung (Territorien)

    Zeitliche Verwertungsdauer

    Lizenzentgelt

    Regelung über Gema, Veränderungen am Musikwerk etc.

     

    Kosten

    Was natürlich jeden interessiert sind die Beträge, die für eine solche Lizenzierung gezahlt werden müssen. Diese sind sehr stark vom individuellen Film, vom Wohlwollen des Plattenverlages und der Bekanntheit der Musik abhängig.

    Handelt es sich um unbekannte Gruppen/Titel, bei denen sich der Plattenverlag eine gewisse PR-Wirkung durch den Film erhofft, fallen die Lizenzen eher niedrig aus. Sind es aber bekannte Musiknummern, so können leicht 15.000 bis 50.000 Euro für einen einzelnen Titel anfallen. Berüchtigt sind etwa „Satisfaction“ von den Stones oder „Wonderful World“ von Louis Armstrong.

     

    Fazit

    Wenn Sie also Ihren Film öffentlich im Kino oder anderweitig vertreiben wollen, sollten Sie solche Dinge frühzeitig klären. Denn ein Musiklizenz-Betrag von beispielsweise 25.000 Euro sollte in der Kalkulation enthalten sein, sonst erlebt der Produzent später böse Überraschungen.

    Meistens ist es bezahlbarer und oft auch kreativer, die Musik für den Film neu produzieren zu lassen und vorab alle wichtigen Rechte direkt von Komponisten/Musikern zu erwerben.

    Darüber hinaus gibt es vorproduzierte Musik speziell für Filme, deren Nutzungsrecht man für relativ niedrige Pauschalbeträge erwerben kann.

    Für Seminaristen:
    Wer es ganz genau wissen will, erfährt mehr im Seminar.

     

     

     

  • Rechtekauf

    Dreharbeiten zu Werbefilm

    Die Vielzahl an Rechten, die es bei Dreharbeiten abzuklären gilt, wächst stetig.

    Als Produzent können Sie die Verwertungsrechte an Ihrem produzierten Film an Fernsehanstalten, Filmverleiher, Videovertriebe etc. weiterverkaufen. Allerdings müssen Sie andererseits vorab eine Vielzahl von Rechten diverser Kreativer, die den Film mitgestaltet haben, erwerben. Vor allem sollten Sie wachsam sein, wenn Leistungen Dritter, auch in Ausschnitten, bewusst oder zufällig in ihrem Film auftauchen. Die meisten Irrtümer tauchen allerdings bei der Verwertung von Drittrechten auf. Gemeint sind Fernsehausschnitte, Hörfunkmitschnitte, gesungene Lieder etc.

     

    Besonders häufig begegnen einem Nachlässigkeiten in diesem Zusammenhang bei Amateurfilmen, YouTube & Co lassen grüßen; aber man möchte nicht glauben, wieviel Unbedarftheit in dieser Hinsicht selbst manche Filmhochschul-Absolventen mitbringen. Dies kann für den Produzenten äußerst schmerzliche und kostenintensive Folgen haben! Nachträgliche Forderungen von Rechteinhabern sind nicht selten ruinös.

     

    Irrtum 1

    In einer Filmszene läuft im Hintergrund der Fernseher. Die Tatsache, dass während man gedreht hat, dieses Programm ja tatsächlich im Fernsehen lief, wird gerne als Legitimation genommen, dieses einfach mit zu verwenden. Ist aber falsch, man benötigt auf jeden Fall die Rechte an dem gezeigten Programm.

     

    Irrtum 2

    Der Produzent kommt an den Drehort. Drei Schauspieler singen in der Szene eine Strophe einer TV-Serien-Titelmelodie aus den 60er Jahren. Irritiert fragt er die Regisseurin: „Hast du die Rechte an der Musik erworben?“ Antwort: „Nein, wieso, die singen das doch selber!“... Dass die der Musik zugrunde liegende Komposition oder der Liedtext mit Sicherheit einen Urheber sowie einen Verlag haben, deren Rechte damit verletzt werden, wurde der Regisseurin während ihrer Ausbildung wohl nie vermittelt.

     

    Irrtum 3

    Die Hauptfigur der Geschichte gibt sich literarisch gebildet und zitiert einige Zeilen aus einem unlängst erschienenen Roman. Nun, auch in diesem Fall gibt es einen Urheber und einen Verlag, der die Nutzungsrechte jedweder Art besitzt.

     

    Irrtum 4

    Wir drehen auf einem Jahrmarkt. Die Achterbahn lässt die Schauspieler durch die Lüfte sausen, und die letzten Diskothekenhits dröhnen dazu aus den Lautsprechern. „Die Musikrechte hat der Achterbahnbetreiber ja bereits erworben, darum müssen wir uns nicht kümmern“ gehört zu den Lieblingsantworten, die leiderfahrene Produzenten von ihren Regisseuren zu hören bekommen. Dabei muss der Schausteller gar keine Musikrechte erwerben, sondern nur die Verwendung der Gema melden und dafür Gebühren bezahlen. Anders aber der Produzent, der sich fragt, warum für die Dialogteile der Szene beim Aussteigen aus der Achterbahn nicht die Musik vorübergehend abgestellt wurde. So muss er entweder die Musikrechte erwerben, was locker 30.000 Euro kosten kann, oder die komplette Szene nachsynchronisieren lassen. Auch nicht ganz billig!

     

    Tja, und dann sind da noch die Markenrechte. Darf man die Darsteller im Dialog sagen lassen: „Du siehst aus wie Superman?“ oder „Der ist reich wie Onkel Dagobert“? Allein an diesen wenigen Beispielen zeigt es sich, dass die frühzeitige Klärung und Berücksichtigung der verschiedenen Nutzungs- und Markenrechte sehr wichtig ist.

     

                                                                            Urheberrecht

  • Rechtekauf

    Als Produzent können Sie die Verwertungsrechte an Ihrem produzierten Film an Fernsehanstalten, Filmverleiher, Videovertriebe etc. weiterverkaufen.

     

    Allerdings müssen Sie andererseits vorab eine Vielzahl von Rechten diverser Kreativer, die den Film mitgestaltet haben, erwerben. Vor allem sollten Sie wachsam sein, wenn Leistungen Dritter, auch in Ausschnitten, bewusst oder zufällig in ihrem Film auftauchen.

     

    Die meisten Irrtümer tauchen allerdings bei der Verwertung von Drittrechten auf. Gemeint sind Fernsehausschnitte, Hörfunkmitschnitte, gesungene Lieder etc.

     

    Besonders häufig begegnen einem Nachlässigkeiten in diesem Zusammenhang bei Amateurfilmen; aber man möchte nicht glauben, wieviel Unbedarftheit in dieser Hinsicht selbst manche Filmhochschul-Absolventen mitbringen. Dies kann für den Produzenten äußerst schmerzliche und kostenintensive Folgen haben! Nachträgliche Forderungen von Rechteinhabern sind nicht selten ruinös.

    Nur Ausschnitte
    • Irrtum 1
      In einer Filmszene läuft im Hintergrund der Fernseher. Die Tatsache, dass während man gedreht hat, dieses Programm ja tatsächlich im Fernsehen lief, wird gerne als Legitimation genommen, dieses einfach mit zu verwenden. Ist aber falsch, man benötigt auf jeden Fall die Rechte an dem gezeigten Programm.

     

      • Irrtum 2
        Der Produzent kommt an den Drehort. Drei Schauspieler singen in der Szene eine Strophe einer TV-Serien-Titelmelodie aus den 60er Jahren. Irritiert fragt er die Regisseurin: „Hast du die Rechte an der Musik erworben?“ Antwort: „Nein, wieso, die singen das doch selber!“...
        Dass die der Musik zugrunde liegende Komposition oder der Liedtext mit Sicherheit einen Urheber sowie einen Verlag haben, deren Rechte damit verletzt werden, wurde der Regisseurin während ihrer Ausbildung wohl nie vermittelt.
      • Irrtum 3
        Die Hauptfigur der Geschichte gibt sich literarisch gebildet und zitiert einige Zeilen aus einem unlängst erschienenen Roman. Nun, auch in diesem Fall gibt es einen Urheber und einen Verlag, der die Nutzungsrechte jedweder Art besitzt.
    • Irrtum 4
      Wir drehen auf einem Jahrmarkt. Die Achterbahn lässt die Schauspieler durch die Lüfte sausen, und die letzten Diskothekenhitsdröhnen dazu aus den Lautsprechern. „Die Musikrechte hat der Achterbahnbetreiber ja bereits erworben, darum müssen wir uns nicht kümmern“ gehört zu den Lieblingsantworten, die leiderfahrene Produzenten von ihren Regisseuren zu hören bekommen. Dabei muss der Schausteller gar keine Musikrechte erwerben, sondern nur die Verwendung der Gema melden und dafür Gebühren bezahlen.

       

      Anders aber der Produzent, der sich fragt, warum für die Dialogteile der Szene beim Aussteigen aus der Achterbahn nicht die Musik vorübergehend abgestellt wurde. So muss er entweder die Musikrechte erwerben, was locker 30.000 DM kosten kann, oder die komplette Szene nachsynchronisieren lassen. Auch nicht ganz billig!

       

      Tja, und dann sind da noch die Markenrechte. Darf man die Darsteller im Dialog sagen lassen: „Du siehst aus wie Supermann?“ oder „Der ist reich wie Onkel Dagobert“?

      Allein an diesen wenigen Beispielen zeigt es sich, dass die frühzeitige Klärung und Berücksichtigung der verschiedenen Nutzungs- und Markenrechte sehr wichtig ist.

       

  • Geltendes Recht

    Wiegen

    Was ist eine angemessene Vergütung?

    Seit dem 1. Juli 2002 gilt in Deutschland ein neues Urheberrecht, welches allerdings regelmäßig mit Ergänzungen erweitert wurde und wird. Es eröffnet den Urhebern und ausübenden Künstlern eines Filmes, den Drehbuchautoren, Regisseuren, gestaltenden Kameraleuten, ggf. Cuttern aber auch den Schauspielern, Tänzern, Sängern und Musikern (zu dieser Aufzählung werden sich mit Sicherheit noch andere hinzugesellen) bessere Verdienstmöglichkeiten über die einmalige Bezahlung ihrer Tätigkeit bei der Herstellung hinaus.

     

    Sie sollen bei wirtschaftlichem Erfolg einer Produktion auch nachträglich Anspruch auf eine angemessenere Vergütung haben

    an den Erlösen beteiligt werden, falls das ursprüngliche Honorar nicht dem Erfolg angemessen war.

     

    Ausgenommen von der Regelung auf angemessenere Vergütung sind Honorare, die einem Tarifvertrag folgen, der Anspruch auf Gewinnbeteiligungen bleibt. Wichtige Nutznießer dieser Änderung werden neben den Urhebern die Anwälte sein, denn selten ließ ein Gesetzestext so viele Fragen offen.

    Was eigentlich die Künstler vor Benachteiligungen schützen soll, kann neben vielen anderen Widrigkeiten, mit denen Produktionsfirmen derzeit zu kämpfen haben, deren Risikobereitschaft noch weiter reduzieren.

     

    Es wird unsicher

    Dies führt bei den Produzenten und Verwertern (TV-Anstalten etc.) zu großer Verunsicherung, weil noch niemand so recht absehen kann, was die Kaugummi-Formel “angemessene Vergütung” tatsächlich bedeuten kann. Den schwarzen Peter, diese angemessenen Beträge festzulegen, hat der Gesetzgeber nämlich den diversen Verbänden zugeschoben, die sich darüber einigen sollen. Die Verbände der Urheber (Regieverband, Drehbuchautorenverband etc.) sollen mit den Verbänden der Filmhersteller (Produzentenverbände) und den Verbänden der Filmnutzer (Fernsehveranstalter, Filmverleiher etc.) gemeinsame Vergütungsregeln aufstellen.

    Regiepreis

    Regiepreis

    Wenn sich dann das vertragliche Honorar innerhalb dieser Vergütungsregeln bewegt, gilt dieses als angemessen und schließt damit weitere Ansprüche der Urheber auf angemessene Vergütung aus. Das berührt aber nicht den Anspruch auf weitere Beteiligung im Erfolgsfall.

     

    Als ob die Verhandlungen um das Urheberrecht nicht schon kompliziert genug waren, so wird mit dieser Vorgabe gleich ein neuer langwieriger Streit vorprogrammiert. Bereits im Vorfeld der Gesetzesnovelle hatte die Aussicht auf Gewinnbeteiligungen diverse Urheberverbände auf den Plan gerufen, die gleich rückwirkend für Filme der letzten 20 Jahre entsprechende Forderungen geltend machen wollten. Der Umstand, dass damit sämtliche bestehenden Verträge aus zwei Jahrzehnten nachträglich für rechtswidrig erklärt worden wären, schreckte die Künstlervertreter wenig. Geld ist Geld. Wie so manch andere Ungereimtheit wurde dieser Entwurf jedoch gekippt. Die rückwirkende Wirksamkeit ist auf Verträge, die nach dem 1. Juni 2001 geschlossen, die Filme aber erst nach dem 1. Juli 2002 verwertet werden, begrenzt.

     

    Wer soll haften?

    Auch der Plan, die Ansprüche der Urheber gegenüber dem Vertragspartner, also dem Filmproduzenten geltend zu machen, wurde glücklicherweise verworfen. Hätte dies doch für den Produzenten absolut unkalkulierbare Risiken bedeutet. Man stelle sich vor, der Produzent stellte im Auftrag eines Filmverleihs einen Spielfilm zum Festpreis her. Später würde der Film in den Kinos ein Erfolg. Der Verleih macht damit große Gewinne, der Produzent aber hätte nichts davon. Trotzdem hätte der Produzent dann an seine Vertragspartner (Urheber) nachträglich weitere Vergütungen (Honorare) zahlen müssen. Wegen dieser offensichtlichen Schieflage hat der Gesetzgeber richtigerweise den Anspruch der Urheber auf die Nutzer, die Verwerter des Filmes gerichtet.

    Wenn Urheber auch Morgen noch kraftvoll zubeißen können...

    Wenn Urheber auch Morgen noch kraftvoll zubeißen können...

    Autoren, Regisseure und Schauspieler können ihren Anspruch auf angemessene Vergütung also an den Kinoverleih oder den Fernsehsender richten, wenn der Film ein finanzieller Erfolg, ein Bestseller wird. Doch das ist leider nur die Theorie. Praktisch gesehen werden sich die Nutzer (TV-Sender, Verleihe) sicherlich gegen finanzielle Risiken abzusichern versuchen. Sie werden vom Produzenten die Zahlung und den Nachweis hoher Grundgagen an Urheber verlangen, damit später niemand sagen kann, er habe keine angemessene Vergütung erhalten. Zudem lassen sie ihre Rechtsabteilungen bereits an Verträgen feilen, in denen die Produzenten die Verwerter von allen derartigen späteren Vergütungsansprüchen der Urheber freistellen werden.

     

    Ungültig dagegen sind vertragliche Regelungen, mit denen der Urheber gegenüber dem Hersteller auf weitere Vergütungen verzichtet. Das bedeutet im Klartext: Die Verwerter (TV-Sender, Verleiher) können Wege finden, sich aus dem Risiko späterer Zahlungen herauszuwinden, der Produzent aber nicht. Dieser wird bis zu drei Jahre nach Vertragsabschluss bzw. der letzten Nutzung des Filmes in Unsicherheit leben, welche Nachforderungen noch auf ihn zukommen werden.

     

    Low Budget

    Und wo bleibt bei all den Vergütungsrisiken der Low Budget-Film? Dürfen überhaupt noch Filme gedreht werden, bei denen bewusst niedrige Honorare gezahlt werden? Filme, die bei „normalen“ Gagen gar nicht erst möglich wären? Glücklicherweise hat der Gesetzgeber diese Möglichkeit offengelassen.

     

    Die „Angemessenheit der Vergütung“ orientiert sich an den Umständen bei Vertragsabschluss. Wenn ein geringfinanziertes, Risiko behaftetes Projekt entsteht, dürfen auch sehr geringe Honorare vereinbart werden. Allerdings bleibt auch hier der Anspruch des Urhebers bestehen, im Fall eines nachträglichen finanziellen Erfolgs, eine Vertragsänderung mit nachträglicher angemessener Vergütung sowie Erlösbeteiligung zu verlangen.

     

  • Verträge gelten auch ohne Schriftform

    In der Filmbranche werden viele Vereinbarungen mündlich getroffen, ohne jemals per Unterschrift besiegelt zu werden. Die Filmgeschichte ist voller Vereinbarungen, die per Handschlag geschlossen, im günstigsten Fall auf irgendeine Serviette im italienischen Nobelrestaurant gekritzelt wurden. Einige Weltstars sind bekannt dafür, so gut wie nie schriftliche Verträge abzuschließen. Kim Basinger etwa hat nur für einen Bruchteil ihrer Filme Verträge unterschrieben.

     

    Das ist soweit auch durchaus möglich. Viele Rechtsgeschäfte sind – wie Juristen es ausdrücken – „formfrei“. Eine mündliche Äußerung oder Vereinbarung reicht zu ihrer Wirksamkeit aus. Wenn wir die U-Bahn oder ein Taxi besteigen, haben wir – auch ohne schriftliche Vereinbarung – einen Beförderungsvertrag geschlossen. Auch die Zusage an Schauspieler für ein Vorhaben kann bereits ohne jede schriftliche Fixierung Gültigkeit haben. Oft genug kommen sich Vertragspartner, die sich schon lange kennen, albern vor, wenn Sie über die mündliche Vereinbarung hinaus noch Papier bemühen. Doch diese Scham kann teuer werden.

     

    Man sieht sich... (vor Gericht)

    Während man bei uns durchaus gewohnt ist, dass mündliche Zusagen gerade beim Film nicht unbedingt auch gehalten werden, können solche Vereinbarungen in den USA, mithilfe der allgegenwärtigen Anwälte, in millionenschwere Entschädigungssummen verwandelt werden.

    Bekommen die Schauspieler wenige Tage vor Drehbeginn kalte Füße und sagen den Dreh ab, so kann das auch bei uns sehr schmerzliche Konsequenzen haben. Auch wenn eine Produktion erst kurz vor Drehbeginn eingesteht, dass eine empfindliche Finanzierungslücke klafft und der Dreh nicht zustande kommt, bleiben viele Geschädigte zurück.

     

    Taschengeld

    Kim Basinger etwa musste einen Rückzieher aus einer mündlichen Vereinbarung mit Main Line Pictures mit 3,8 Millionen Dollar bezahlen. Umgekehrt verklagte Jodie Foster PolyGram auf 54,5 Millionen Dollar Schadensersatz, weil eine ihr zugesagte Hauptrolle in „The Game“ anderweitig besetzt wurde.

     

    Liegt ein schriftlicher Vertrag vor, in dem Abfindungen oder Entschädigungen vereinbart sind, kann man sich darauf berufen; gab es nur einen Handschlag, wird es schwierig. Denn dann hat der Geschädigte dem Schädiger nachzuweisen, dass es diese mündliche Vereinbarung gegeben hat.

    Auch bei uns gibt es immer wieder Auseinandersetzungen vor den Arbeitsgerichten, doch die Entschädigungssummen sind deutlich niedriger. Abgesehen davon herrscht auch bei vielen Filmbeschäftigten die Angst, wenn sie gegen eine größere Institution (TV-Sender, Produktionsriese etc.) aufbegehren, bekommen sie bei dieser und den assoziierten Unternehmen nie wieder einen Job. Die Abhängigkeiten sind da recht klar vorgezeichnet. Popularität kann da schon deutlich die Bereitschaft stärken, im Zeifelsfall auch gerichtlich gegen größere Firmen vorzugehen.

     

    Beweise beweisen

    Es genügt nicht, sich auf eine mündliche Abrede oder Nebenabrede (Zusatz zu einem schriftlichen Vertrag) zu berufen. Wird diese Darstellung von der Gegenseite zurückgewiesen, und kann der/die Geschädigte keine Zeugen beibringen oder diese mündliche Absprache anderweitig beweisen, kann man nach den gesetzlichen Regeln der Beweislast seine Ansprüche nicht belegen.

    Wer nämlich im Zweifelsfall eine gerichtliche Entscheidung zu seinen Gunsten erzielen will, muss alle relevanten Absprachen beweisen. Sind nicht alle für ein Urteil notwendigen Umstände abzuklären, geht dies zu Lasten des Beweispflichtigen.

     

    Schriftform doch nicht so schlecht

    Vertragsunterlagen

    Vertragsunterlagen

    Wer sich gerichtliche Auseinandersetzungen nicht leisten kann oder will, macht schriftliche Verträge. Ein mündlich geschlossener Vertrag und auch mündliche Nebenabreden zu schriftlich geschlossenen Verträgen bergen also stets unvorhersehbare Schwierigkeiten. Deshalb führen auch fast alle schriftlichen Verträge den Zusatz „Mündliche Vereinbarungen, auch die mündliche Vereinbarung über die Aufhebung der Schriftform, sind nichtig.“ mit sich. Verträge empfehlen sich einfach aus Gründen der Beweissicherheit.

     

    Für Produzenten sehr wichtig ist auch die schriftliche Fixierung von befristeten Arbeitsverhältnissen. Jeder Anstellungsvertrag für Filmschaffende (Musterverträge finden Sie im Shop)  besitzt eigene Unterpunkte, in denen der vorgesehene Zeitraum festgelegt werden kann. Das aktuelle Arbeitsrecht, welches im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt wird, schreibt übrigens für Kündigungen seit Mai 2000 die Schriftform vor, vorher genügte auch eine mündlich ausgesprochene Kündigung.

     

    Wie sagte schon Goethe: „Denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.

     

  • Sorgfältig wählen

    Filmrechte können bares Geld bedeuten. Es gibt zahllose Fernsehstationen rund um den Erdball und auch deutschsprachige Produktionen finden dort ab und an einen Sendeplatz.

    Angekauft werden Programme größtenteils von internationalen Vertrieben, deshalb ist es sinnvoll, für den eigenen Film einen Vertrieb zu beauftragen. Leider ist die Wahl des „richtigen“ Vertriebes nicht ganz einfach. Die meisten Vertriebe arbeiten seriös. Doch es gibt leider auch manche Vertriebe, welche die in ihren eigenen Verträgen festgeschriebenen Regeln missachten.

    Man sollte also sehr genau recherchieren, welche Filme durch Ihren künftigen Vertriebspartner bisher mit welchem Erfolg verwertet wurden. Bitten Sie den Vertrieb, der Ihren Film übernehmen möchte, Ihnen eine Liste der von ihm vertretenen Filme zu schicken. Dann können Sie mit den Produzenten der vertretenen Filme Rücksprache über deren Erfahrungen halten. Hat der Vertrieb Ihren Film ordentlich präsentiert und beworben? Haben Sie regelmäßige Abrechnungen bekommen? Wurde regelmäßig bezahlt?

    Bestandteil jedes Vertriebsvertrages ist etwa die Verpflichtung des Vertriebes regelmäßige Berichte über Vertriebsaktivität und ggf. Verkäufe Ihres Filmes abzugeben. Üblich sind Regelungen, wonach im ersten Jahr der Vertriebsarbeit vierteljährlich, danach halbjährlich Berichte an den Produzenten geschickt werden. Darin steht etwa, welche Einkäufer oder TV-Sender mit welchem Ergebnis kontaktiert, welche Lizenzen für den Film vergeben wurden.

     

    Schwarze Schafe

    Erfahrene Produzenten kennen in der Regel die "schwarzen Schafe" der Branche. Es werden zwar keine schwarzen Listen geführt, aber in einem Gespräch kann man durchaus erfahren, welchen Ruf die eine oder andere Firma genießt. Merkwürdigerweise machen die unseriösen Vertriebe nämlich keine Unterschiede zwischen den einzelnen Filmen, die sie vertreiben. Wenn, dann betrügen die gleich alle Produzenten. Die Grundhaltung eines Vertriebs ist also relativ leicht über Erkundigungen in der Branche herauszufinden.

    Von Außen kann man diese dagegen kaum erkennen. Auch die weniger empfehlenswerten Vertreter ihrer Zunft sind ausgesprochen freundlich. Sie tragen teure Kleidung, sitzen in noblen Büros, verteilen aufwändige Werbebroschüren und strahlen vorzugsweise Erfolg aus. Und wenn sie voller Begeisterung Ihren Film in ihr Vertriebsprogramm aufnehmen wollen, wer kann da widerstehen?

    Ja und dann geht alles ganz schnell. Sie sollen ein digitales Masterband, vielleicht noch mit Normwandlung auf NTSC, Übersetzungen aller Kritiken, Dias, Fotos, eine Zugangsberechtigung beim Kopierwerk zum Originalnegativ (Lab-Access Letter), ein M&E Band (Internationale Tonfassung), Musiklisten etc. bereitstellen. Die Kosten nehmen Sie in Kauf, schließlich haben Sie einen internationalen Vertrieb, die Rückflüsse werden sich schon rechnen...

     

    ...aber

    Der beste Vertrag ist natürlich nur so gut wie der Charakter Desjenigen, mit dem man ihn schließt. Wer ahnt schon, dass die Regelung, Ihnen halbjährliche Abrechnungen über die Verkäufe und Erlöse zu senden, nur auf dem Papier steht. Vielleicht bekommen Sie sogar zu Beginn der Geschäftsverbindung noch eine Abrechnung, in der steht, es hat keine Erlöse gegeben. Sie werden nie erfahren, auf welchen Kabelstationen in den USA, Kanada, Australien oder vielleicht Korea Ihr Film gelaufen ist und welche Lizenzsummen dafür gezahlt wurden.

    Wer von seinem Sales Agent weder Abrechnungen noch Berichte bekommt oder gar Beweise für ungemeldete Verkäufe seiner Produktion vorliegen hat, sollte schleunigst die Notbremse ziehen!
    Das Positivste was Sie erreichen können ist vermutlich, irgendwann Ihre Rechte wieder zurückzuerhalten. Geld werden Sie vermutlich nie sehen. Und es ist bedauerlicherweise auch recht unwahrscheinlich, dass Sie Ihren Film danach einem anderen Vertrieb anvertrauen können, denn diese sind an Second- Hand Ware nicht allzu interessiert.

     

    Informationen zu den Vertrieben

    Diese bekommt man bei der

    German Films Service & Marketing GmbH

    Sonnenstraße 21
    80331 München
    Tel.: +49 (89) 599 787-0
    Fax: +49 (89) 599 787-30

    Adressen diverser, im Verband zusammengeschlossener Weltvertriebe findet man hier:

    http://www.vdfe.de/mitglieder.html

  • Vorbereitungen

    Kalkulationen folgen stets einer klaren Systematik, bei der zunächst Kosten, die vor dem eigentlichen Drehbeginn liegen, erfasst werden.

    Diese Kosten fallen in den so genannten „Development-Bereich“, das heißt der Produzent oder eine TV- Redaktion hat in Vorbereitung eines Filmes gewisse Investitionen im Voraus getätigt.

     

    Soll etwa ein Roman verfilmt werden, so müssen die Filmrechte an dem Stoff erworben werden, wird ein Drehbuch in Auftrag gegeben, muss der Autor/die Autorin bezahlt werden. Reisekosten zu evtl. Koproduzenten, für die Besetzung oder zu Verhandlungspartnern müssen ebenso übernommen werden, wie der Erwerb von Archivmaterial (bei historischen Dokumentationen) etc.

     

    Welche Positionen sind damit im Einzelnen gemeint?

     

    1. Vorkosten/Development

    An dieser Stelle können Sie Kosten, die vor dem Zeitpunkt der Kalkulation direkt projektbezogen angefallen sind, pauschal angeben. Reisekosten zum Beispiel, oder die Herstellung von Broschüren (Outlines) um das Projekt zu pitchen (vorzustellen). Auch die Präsenz auf Filmmessen oder bei Coproduktionstreffen fällt in diesen Bereich. Reisekosten für Casting können ebenfalls zu den Vorkosten gehören. In der Regel sollte dieser Wert aber nicht zu hoch ausfallen, und nicht mit den H.U. (Handlungskosten) verwechselt werden.

     

    2. Rechte und Manuskript

    An dieser Stelle werden etwa die Drehbuchrechte, die Kosten für Exposé und Treatment (die in der Regel auf den Gesamtpreis des Drehbuchs angerechnet werden), evtl. Kosten für dramaturgische Überarbeitungen oder neue Überarbeitungen des Buches (third, fourth draft..) kalkuliert. Auch ein Script Doctor fällt in diesen Bereich.
    Auch die Rechte für Musikkompositionen oder Archive werden hier berücksichtigt.

     

    3. Lizenzgebühren.

    Unterschätzen Sie nie die Lizenzgebühren. Wenn Sie beabsichtigen, Archivmaterial oder Musiktitel von Schallplatten zu verwenden, klären Sie vorab, welche Rechte Sie für welche Verwertung (TV, Kino, Kabel, Satellit, regional, weltweit etc.) benötigen, und welche Preise dafür verlangt werden. Historisches Bildarchivmaterial kann leicht Minutenpreise von 10-20.000 DM kosten, und selbst Fotos werden mit 500-1.000 DM pro Stück berechnet.

     

    4. Musikrechte.

    Ein Betrag von 30.000,- und mehr kann leicht für einen einzelnen Musiktitel draufgehen. Eine wunderbare Möglichkeit, aus Unwissenheit oder zu später Abklärung der Rechtesituation Lehrgeld zahlen zu müssen. Also: Vorsicht!

     

    Auch die Textrechte oder Komposition eines Musiktitels können teuer werden. Schon zahllose Produzenten sind da in die „Volkslieder“ – Falle getappt. Haben mal eben in einer Szene die Schauspieler ein altbekanntes Lied trällern lassen, was dann später das Budget mit nicht geplanten 20.000 Dollar belastet hat. Glauben Sie nicht? – Dann lassen Sie doch in ihrem nächsten Werk in einer Geburtstagsszene  “Happy birthday to you singen“!  Hinterher werden Sie´s glauben.

     

    Also: Sie sollten immer wissen, was Sie tun, oder besser nicht tun. Mit Rechten ist nicht zu spaßen! Sie sollten sich immer sicher sein, dass Sie die Rechte,  die Sie später verkaufen wollen, auch besitzen. Wenn nämlich nur ein einziges Bausteinchen Ihres Filmes nicht rechtlich abgeklärt ist, kann das Ihr Projekt ganz schön ins schleudern bringen.
    Mit Plattenverlagen etwa, kann man viel entspannter im Vorfeld verhandeln, wenn die betreffende Musik noch nicht fester Bestandteil der Endmischung ihres Films geworden ist.

     

    5. Umsetzung

    In CineCalc werden diese Positionen gleich zu Anfang der Kalkulation erfasst, schließlich fallen sie in der Regel auch früher als andere Kostenbereiche an, nämlich in der Entwicklungsphase des Projekts. Die entsprechende Übersicht sieht so aus:

     

  • Es ist nicht das erste Mal, dass Filmfirmen gegen Fans vorgehen, diesmal stört sich Warner Brothers an den Events der Harry Potter Fans

Workshops 2019

Viel Kreatives vor? Mit Movie-College Hands-On Workshops Filmlicht, Filmton/Location Sound, Kamera, Drehbuch u.v.a, kann man sein Knowhow spürbar verbessern und stärkere Filme machen.

 

26-10--2019 12:00 pm - 27-10--2019 16:00 pm

09-11--2019 12:00 pm - 10-11--2019 16:00 pm

30-11--2019 12:00 pm - 01-12--2019 16:00 pm