Lichtführung

  • Neue hellere und stabilere LED Leuchten versprechen bessere mobile Ausleuchtung per Headlight oder im Set

  • Wie schafft man eigentlich Lichtstimmungen und realistische Licht/Schatten Situationen? Kurzerklärungen in Bildern

  • Lichtführung: Wie baut man eigentlich die Beleuchtung am Filmset für eine nächtliche Mondschein-Szene im Bett?

  • Wenn die Sonne zu hart ins Filmset leuchtet oder man einfach eine große Leuchtfläche braucht, sind Butterflys angesagt.

  • CinecAlle zwei Jahre bringt die Cinec professionelle Film,- und Medientechnik aus der ganzen Welt nach München

  • GlühbirneWeißes Licht kann recht unterschiedlich sein, Kameras reagieren besonders sensibel auf die feinen Farbnuancen

  • Das Verfahren ist nicht neu, doch die Umsetzung mit stark gebündelten Scheinwerfern ermöglicht stabile Lichtsituationen

  • Was der Molton beim Abdunkeln, sind die Frostrahmen beim Beleuchten,- sie schaffen weiches, flutendes Licht...

  • Es sind die kleinen Hilfsmittel, die Verbinder, die Klemmen, die Halterungen, welche viel Zeit beim Lichtsetzen sparen

  • Wer mit Licht an Filmsets arbeitet, sollte die verschiedenen Arten, Größen und Längen von Zapfen im Schlaf kennen. Ein Überblick

  • Wie macht man es am Besten? Welche Presets, welche Kameras? Was taugen welche Geräte?

  • LichtsetzungWas der lustige Name mit der Erzeugung lebendiger Ausleuchtung an Filmsets zu tun hat, erklären wir in unserem Lichtartikel...

  • AL MW 500Amarans AL-MW Minilicht überzeugt durch hohe Lichtausbeute und viele praxisnahe Features und kann bis 10 Meter Tauchtiefe überstehen.

  • LichtspiegelungFilmszenen können sehr natürlich, realistisch oder auch künstlich beleuchtet aussehen. Wie wird Licht lebendig?

  • Immer häufiger tauchen LED Schweinwerfer an Filmsets auf, was taugen sie und was muss man beachten?

  • Ohne Licht geht’s nicht

    Filmset

    Lichtstimmungen sind für Filmszenen enorm wichtig,- sie unterstreichen die Situation und die Emotionen der Filmfiguren

    Welche Geschichte Sie auch immer erzählen wollen, es ist das Licht, welches sie sichtbar werden lässt. So wie die Sonne die Welt zum Leben erweckt, bekommt ein Film erst durch das Licht Atem eingehaucht.

     

    Während die Pioniere des Films ganz direkt auf die Sonne angewiesen waren (nicht ohne Grund wurden die amerikanischen Stummfilm-Studios im sonnigen Kalifornien angesiedelt und Dekors unter freiem Himmel aufgebaut und bei uns in Europa Glashäuser als Studios gebaut), sind wir heute durch die technische Entwicklung in der Lage, großen Einfluss auf die Art und Anwendung künstlichen Lichts zu nehmen. In diesem Bereich des Movie-College werden Sie wichtige Grundlagen über natürliches und künstliches Licht erfahren.

     

    Erfahren Sie mehr über die Geräte, die Methoden und Tricks, Licht gezielt für die filmische Wirkung zu gestalten.

     

    Ausleuchten

    Wandlampen

    Die Lichtführung hat heute unzählige Instrumente zur Verfügung. Aufgrund der verbesserten Filmmaterialien (höhere Empfindlichkeit bei kleinerem Korn) bzw. verbesserter Sensoren in den Videokameras sind auch die erforderlichen Scheinwerfer kompakter geworden. Sogar LEDs können heute die Leistungen von Halogen- und HMI- Scheinwerfern erreichen.

     

    Sie liefern eine höhere Lichtausbeute, erzeugen weniger Hitze als frühere Versionen. Außerdem bieten sie konstante Farbtemperaturen und sind sogar (in Grenzen) in der Helligkeit regelbar.

     

    Die bewährten Gesetze der Lichtführung, mit denen auch schon vor 70 Jahren erfolgreich gearbeitet wurde, haben auch in der heutigen Zeit noch ihre Gültigkeit. Sie haben mit dem natürlichen Sehempfinden, mit der alltäglichen Erfahrung des Sonnenlichtes und kulturellen Gegebenheiten zu tun.

     

    Licht-Gestaltung

    Künstliches Licht- Eine Welt für sich

    Künstliches Licht - eine Welt für sich...

    Wer offenen Auges durch die Welt geht, das natürliche Licht beobachtet und analysiert, der kann auch erlernen, es am Set mit Scheinwerfern nachzubilden und seinen Ausdruck zu steuern (s. Lebendiges Licht). Oft genug sehen Filme, die für das Fernsehen produziert werden, recht flächig und hell aus.

     

    Das liegt daran, dass die Kameraleute bei Ausleuchten ängstlich mit den Kontrasten und der Dunkelheit umgingen. Sie haben vermutlich zu häufig von Produzenten und Redakteuren Beschwerden zu hören bekommen, die Darsteller seien ja kaum zu erkennen gewesen. Deshalb wird häufig alles gleichmäßig hell gemacht, auch wenn dabei jede Atmosphäre verloren geht. Im Kinofilm traut man sich viel mehr, Licht gehört dort selbstverständlich zur Filmsprache dazu.

     

    Die Wahl der Mittel

    LED Headlight

    LED Headlight

    Das Licht ist für den/die Kameramann/-frau wie die Farbe für Maler. Die Güte eines Filmes hängt ganz entscheidend von der Lichtgestaltung ab. Es lohnt sich unbedingt, hier tiefer in die Materie einzusteigen. Die neuen Entwicklungen in der Lichttechnik helfen bei der Lichtgestaltung ungemein, es wird immer leichter, die Lichtquellen klein und kompakt aufzubauen.

     

    Auf die Wahl des Equipments hat nicht zuletzt auch das Budget Einfluss. Selbstverständlich erklären wir an dieser Stelle den Umgang mit Profi-Equipment aller Art. Unter dem Menüpunkt Licht finden Sie zahlreiche Artikel zu Technik und Gestaltung.

     

    Doch nicht alles, was fein, klein und effektiv ist, kostet Unsummen. Mit etwas Geschick kann man sich auch für wenig Geld einen kleinen Licht-Park zusammenstellen, mit dem es sich drehen lässt. Selbst mit Reflektoren kann man bereits hervorragende Ergebnisse erzielen, auch ohne Licht-LKW. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

     

    Kapitel im Bereich Licht

     

    Natürlich finden Sie auch in anderen Abteilungen jede Menge technisches und gestalterisches Hintergrundwissen.

     

    Hier finden Sie unter Filmgestaltung, Kamera, Regie, Schauspiel,Ton und Postproduktionwichtige Basics.

     

     

     

  • Auch wenn es seltsam klingt: Licht setzen bedeutet genausoviel Schatten machen, wie Helligkeit zu verbreiten. Ein wenig Schatten-Knowhow im Überblick...

  • Wer mit Kameras fotografiert oder filmt wird sehr rasch schmerzlich feststellen, dass unser Auge doch weit mehr Helligkeitsunterschiede verarbeiten kann, als Filmmaterial oder Sensoren.

  • Licht setzen bedeutet nicht nur Helligkeit, sondern auch Abschattung, Abmilderung. Abdeckfahnen oder kurz Flags müsst Ihr unbedingt einsetzen!

  • So viele technische Details gehört es zu beherrschen, dass so mancher sich in diesen Kenntnissen verlieren kann, ohne das Wesentliche der Lichtsetzung jemals zu erfassen. Es geht im eigentlichen Sinn darum, zum jeweiligen Film eine emotional symbolische eigene Lichtführung zu entwerfen.Dabei sollten geschichtliche, kulturelle und psychologische Faktoren innerhalb des Settings berücksichtigt werden. Der Kern einer Geschichte sollte durch die Art und Farbgebung des Lichtes den Zuschauern näher gebracht werden.

  • Licht so zu setzen, dass es gestaltet ist und das Bild optimal zur Geltung kommen lässt, ist eine Kunst, die man erlernen kann...

  • Der Look und die Bildwirkung beim Film haben sehr mit den Kontrastverhältnissen der einzelnen Lichtquellen zu tun. Basics für Jeden zum 3-Punkt Licht

  • Man trifft ihn an nahezu jedem Spielfilmset an, jenen lichtdichten schwarzen Stoff, der den Drehtag zur Filmnacht werden lässt

  • Film benötigt Licht, doch muss es immer von Filmscheinwerfern stammen? Alles über Lichtquellen, die im Bild mitspielen dürfen...

  • Warum fasziniert uns die Zukunft im Film so sehr und wie hat sich das Genre seit der Erfindung des Films enwickelt?

  • Steven Soderbergh wirbt begeistert für seinen mit dem Smartphone gedrehten "Unsane". Sind Handys die Zukunft des Filmemachens?

  • Das praktische Hilfsmittel ist von Filmsets nicht mehr wegzudenken. Wie man sich den Styro-Reflektor selber baut

  • Fehler oder Gestaltungsmittel?

    Überbelichtung (over-exposure) ist ein technisches Phänomen, welches sich, je nachdem, worauf man Bilder aufnimmt, unterschiedlich auswirkt. Sie ist das Gegenteil von hohem Kontrastumfangoder HDR. In den meisten Fällen ist sie unerwünscht, auch, wenn sie durchaus gestalterisch eingesetzt werden kann. Man erkennt sie an einzelnen Partien oder gar ganzen Bildern, die fast weiß sind.

     

    Das analoge Phänomen

    Überbelichtete U-Bahn Station

    Die Normalität bekommt durch Überbelichtung etwas Ungewöhnliches.

    Bei der Aufnahme im photochemischen Prozess, also auf klassischem Filmmaterial, bedeutet Überbelichtung eines Negativs, dass die Lichtmenge, die während der Belichtungszeit (Kinofilm: 1/48 Sekunde) auf den Film auftrifft, den möglichen Dichteumfang übersteigt. Dann ist die maximale Schwärzung (Dichte) des Negativs erreicht, es ist einfach nur noch schwarz, schwärzer kann es nicht mehr werden. Das bedeutet, dass in diesen Teilen des Bildes keine weitere Differenzierung mehr möglich ist.

     

    Rettungsmöglichkeiten

    Wird der Film dann im Kopierwerk auf Positivfilm umkopiert, sind diese Stellen folglich weiß ohne jede Differenzierung. Erstreckt sich eine solche Überbelichtung auf den ganzen Film und nicht nur eine einzelne Einstellung (etwa weil man von der falschen Filmempfindlichkeit ausgegangen ist), kann man durch eine kürzere oder kältere Entwicklung im Kopierwerk den Schaden etwas begrenzen. Viel häufiger aber geschieht es, dass nur einzelne Bildpartien überbelichtet sind. Dies kann der Fall sein, wenn diese Partien im Motiv einfach außerhalb des Kontrastumfangs des Filmmaterials oder des CCD-Chips liegen. Bei Verwendung einer Belichtungsautomatik (mit der Profis eher selten arbeiten) kommt es auch vor, dass diese durch besonders viele dunkle Anteile im Bild zu falschen Messungen kommt und das Bild überbelichtet. In solchen Fällen muss man manuell durch die Belichtungskorrektur (z. B. zwei Blenden weniger) die Überbelichtung der hellen Bildpartien verhindern.

     

    Video-Überbelichtung

    In der Videokamera passiert bei der Überbelichtung Ähnliches, nur mit noch ungünstigeren Folgen. Bei Überbelichtung ist nicht nur die einzelne Photodiode betroffen, sondern durch Übersprechen auf nebenliegende Pixel auch der benachbarte Bereich. Wenn die Menge der auftreffenden Photonen auf eine Fotodiode im CCD-Chip zu hoch wird, droht ein Overflow, das gefürchtete Blooming. Um dies zu verhindern, werden sogenannte Drains, Ableitungen der überschüssigen Elektronen neben den Dioden eingebaut. Der Overflow-Drain sitzt entweder neben oder hinter den Photodioden und kann dafür sorgen, dass die Menge an Photonen, die auf die die Diode einwirken, stets unterhalb eines kritischen Levels bleibt.

     

    Gestalterisches Element

    2 Blenden

    Bereits zwei Blenden können weite Bereiche des Motivs in undifferenziertes Weiß verschieben.

    Doch es gibt auch Möglichkeiten, die Überbelichtung als gestalterisches Element zu verwenden. Etwa, wenn in einem Spielberg-Film die Außerirdischen hinter einer Türe lauern und bereits das Licht durch Schlüsselloch und Türspalt alles Übrige überstrahlt. Hier akzeptieren wir die Überbelichtung, das bloße Weiß, weil es sich verändert, flirrt, weil es eine Symbolwirkung hat und für Übernatürliches, in manchen Filmen gar Göttliches steht. Wird nur leicht überbelichtet, können die Aufnahmen etwas Leichtes, Duftiges bekommen, die Farben wirken leicht entsättigt, eine gewünschte Wirkung in romantischen oder historischen Sujets.

     

    Überbelichtung gibt uns auch die Möglichkeit, relativ normale Drehorte durch den Verlust an konkreten Informationen zu ungewöhnlichen Örtlichkeiten werden zu lassen. Dieser Effekt darf nicht verwechselt werden mit dem fotografischen High-Key-Stil, bei dem wir es zwar mit durchgehend hellen Bildpartien und wenig oder gar keinem Schatten zu tun haben, aber nie mit Überbelichtung. High-Key (z. B. Kubricks "2001") wird auch gerne für Klinikszenen verwendet oder aber auch in durchgestylten Werbe-, Mode- und Designwelten. High-Key will nicht Formen und Details herausmodellieren, sondern die Feinheiten wie z. B. Hautstrukturen etc. unterdrücken.

     

    Es findet eine Art Entindividualisierung statt, Menschen wirken beinahe wie Marmorstatuen. Doch während im High-Key in den hellen Bildbereichen noch minimal Zeichnung ist, haben wir es bei der Überbelichtung nur noch mit reinem Weiß zu tun. Besonders unerfreulich ist dieser Effekt, wenn er den Himmel betrifft. Ein Himmel gänzlich ohne Zeichnung erzeugt im Kino nur noch eine weiße Leinwand und im Fernseher dieses leere, technisch weiße Nichts.

     

    Planvoll erzeugen oder vermeiden

    Wer die Überbelichtung vermeiden will, sollte versuchen bei zu großem Kontrastumfang diesen zu reduzieren, also die zu hellen Stellen etwa durch ND-Folien abzusenken oder die zu dunklen Stellen durch Ausleuchten aufzuhellen. Eine sinnvolle Lichtgestaltung verhindert Überbelichtungen. Wer die Überbelichtung gestalterisch einsetzen möchte, sollte über Erfahrung verfügen oder sich diese durch entsprechende Tests verschaffen. Jedes Filmmaterial reagiert etwas anders, unterschiedliche Chip-Typen in den Videokameras können zu abweichenden Ergebnissen führen.

     

  • In der Realität wollen alle weiße Wände, im Film macht das beim Ausleuchten nur Probleme. Wie man trotzdem kontrastreich leuchtet...

  • Die Movie-College Workshops vermitteln Praxiswissen für die Film,- und Medienarbeit kompetent und leicht verständlich

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