Filmstudium

  • Ausbildung

    Wie kommt man eigentlich in Medienberufe, was muss man beachten, wo lauern Stolpersteine?

  • "Nirgendwo"

    Der erste lange Spielfilm von Matthias Starte läuft jetzt in deutschen Kinos an.

  • Akademie

    Lerngruppe 500 DSC04866Nur ein kleiner Teil der Menschen, die erfolgreich in der Medienindustrie tätig sind, hat eine Filmhochschule besucht. Dabei sind Filmhochschulen nicht der einzige Weg in die Medienbranche...

  • Akademie

    Bachelor Back 2000

     

    Die Movie-College Akademie ist die konsequente Weiterentwicklung der größten europäischen Online Filmschule. Seit 1999 haben die Online Seminare "Regie", "Drehbuch" und "Produktion" erfolgreich bewiesen, wie effektiv und nachhaltig E-Learning im Film,- und Medienbereich sein kann. Zahlreiche TeilnehmInnen aus der ganzen Welt haben die Seminare 1-3 erfolgreich abgeschlossen.

     

    Die Nachfrage nach qualifizierter Online- Lehre wuchs beständig. 2017 dann begann die Arbeit an der Akademie, Vorlesungen und Seminare leicht verständlich und zugleich anspruchsvoll zu produzieren. Diese werden ergänzt mit Hands-On Präsenzveranstaltungen.

     

    Aktives Lernen steht in der Movie-College Akademie im Vordergrund. Wissensmanagement, kreative Förderung und modernste Lernprozesse helfen Ihnen, Ihre Lernziele optimal zu erreichen. Wir bieten höchste didaktische Qualität und eine genaue Anpassung an Ihre Erfordernisse. Holen Sie sich das notwendige Grundwissen online und vertiefen dieses in Workshops gemeinsam mit Trainern und Coachs.

     

    Mehr Infos zur Akademie

    Informationen zur Einschreibung

     

  • Ausbildung

    Was sagen unsere User zu Fragen der Ausbildung im Filmbereich?

  • Baltic Filmschool Tallinn

    Zu den internationalen Filmschulen Europas, in denen man das Handwerk erlernen kann, gehört jene in Tallinn. Wir haben sie besucht.

  • Beijing Film Academy

    In China Film studieren? Die BFA ist die größte Filmakademie Asiens, wir haben sie uns angeschaut.

  • Bewerbung HFF München

    HFF Aussen 2000Jedes Jahr bewerben sich Hunderte an der HFF München. Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

  • Bewerbung HFF München 2

    HFF Gabelsberger 500Im zweiten Teil berichtet Dominik Leiner von seinem Kolloquium an der HFF München

  • Einschreibung

    Lerngruppe 500 DSC04866Die moderne Art, Film und Medien zu erlernen...

  • ENERC

    ENERC

     

    Studiengänge

     

    Die ENERC wurde 1965 gegründet und ist im Vergleich zu den anderen vorgestellten Filmschulen eine staatliche Universität. Das bedeutet vor allem eins: Die Studiengebühren entfallen. Dies macht die ENERC natürlich sehr interessant und vor allem für viele auch aus finanzieller Sicht eher zugänglich. Die Kehrseite der Medaille soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, denn logischerweise sind die Aufnahmebedingungen weitaus umfangreicher und es werden hohe Anforderungen an die Bewerber gestellt.

    Die ENERC bietet ein sehr differenziertes Studienangebot mit ausgezeichneten Spezialisierungsmöglichkeiten. Folgende dreijährige Studiengänge werden angeboten:

     

    1. Realización (Produktion eines Films)

    2. Producción (Finanzierung und Distribution Produktion)

    3. Dirección (Regie)

    4. Fotografía (Kamera)

    5. Sonido (Sounddesign)

    6. Montaje (Postproduktion)

    7. Guión (Drehbuch)

     

    Die ENERC als staatliche Einrichtung bietet – und dies ist ein sehr interessanter Punkt vor allem für Nicht-Studenten der ENERC – eine große Anzahl an frei zugänglichen Kursen, Seminaren und Projektarbeiten an. Dieses Angebot geht von der so genannten INCAA („Instituto nacional de cine y artes audiovisuales“) aus. Für den Großteil der Kurse sind keinerlei Zulassungsvoraussetzungen vorgesehen, eine rechtzeitige Anmeldung genügt somit.

    Die Kursdauer kann zwischen einigen Sitzungen bis hin zu ganzjährlichen Veranstaltungen variieren. Unter anderem finden sich Kurse zu folgenden Themen:

     

    Vermittlung von Techniken zur Erstellung von Filmkritiken

    Analyse argentinischer Filme der letzten 50 Jahre

    Einführung in den Animationsfilm

    Arbeitsmethoden eines Dokumentarfilmers

    Erstellung eines Drehbuches

     

    Dies ist nur ein Auszug der angebotenen Kurse. Da sich die angebotenen Veranstaltungen jedes Jahr ändern, empfiehlt es sich die aktuellen Informationen abzufragen. Fragen hierzu lassen sich am besten direkt mit der verantwortlichen Abteilung abklären: cefopro@enerc.gov.ar

     

    Ausstattung:

     

    Videokameras und  mehrere Filmkameras (sowohl 16mm als auch 36mm)

    Equipmentraum mit Lichteinheiten aller Stärken, Steadycam und Dolly

    Voll ausgestatte Schnitträume (Avid, Avid Media Composer 6.5)

    Soundstudio ausgestattet mit Pro Tools

    Eigenes Kino mit 110 Sitzplätzen

    3 großräumige Filmsets

    Sehr gut ausgestatte Bibliothek (über 45 internationale Filmzeitschriften abonniert)

     

    Der “Vor-Ort-Eindruck”

     

    Die ENERC befindet sich mitten im Mikrozentrum von Buenos Aires und ist keine zehn Minuten vom wohl bekanntesten Denkmal der Stadt - dem Obelisken - entfernt. Die Schule besitzt einen großen, zentralen Eingang durch welchen man in eine große Eingangshalle kommt. Die Geräumigkeit des Saales mit seinen Säulenfassaden hinterlässt eine beeindruckende Atmosphäre beim Besucher. Die Wände sind verziert mit vielen Filmpostern und lenken den Blick auch schnell auf das universitätseigene Kino, welches für Filmvorführungen aller Art, Vorlesungen und weitere Veranstaltungen genutzt werden kann.

    Die ENERC versteht sich laut dem Verantwortlichen des “departamento del alumnos” als kleine Edelschmiede der Filmschaffenden. So studieren im Moment kaum 500 Studenten an der staatlichen Einrichtung und jedes Jahr kommen pro Studiengang genau 10 Studenten neu dazu. Die strengen und langwierigen Auswahlverfahren sollen den Professoren helfen, von dem im Durchschnitt 800 Bewerbern pro Studiengang wirklich die besten herauspicken zu können. Wie genau dieser Auswahlprozess aussieht soll nun vorgestellt werden.

     

    Einschreibungsformalitäten und Preise

     

    Eins schon mal vorweg: Das Studium kostet keinen einzigen Peso.

    Da die Ehre solch eine Ausbildung zu genießen wirklich nur den Besten zuteil kommen soll, werden die Bewerber über ein dreistufiges Auswahlverfahren ausgewählt. Dieses setzt sich aus einem allgemeinen schriftlichen Teil (Allgemeinwissen) und einem darauf folgenden Kreativteil (Praktisches Arbeiten) zusammen. Wer die ersten beiden Hürden meistert, darf sich dann auf ein individuelles Gespräch mit den Professoren freuen. Diese entscheiden dann wer letztendlich auf der Filmhochschule aufgenommen wird oder nicht. Dabei stehen nur genau 10 Plätze pro Studiengang zur Verfügung und kein einziger mehr. Ausnahmen werden, wie mir gesagt wurde, anscheinend nicht gemacht.

    Folgende Unterlagen müssen ebenfalls noch bereitgestellt werden:

     

    Studentenvisum und nach Beginn des Studiums der DNI (Personalausweis)

    Titulo Secundario (vergleichbar mit einem “Highschool”-Abschluss) oder für alle ausländischen Studenten der Nachweis eines ähnlichen Abschlusses. Da die staatliche Universität sehr genau darauf achtet, ob auch wirklich der Titel des ausländischen Studenten äquivalent zum Título Secundario ist und entsprechende Klassen über Geografie, Geschichte und Literatur Argentinien auch wirklich besucht wurden, muss man sich mit folgenden Ämtern in Verbindung setzen:

     

    “Departamento de Validez Nacional de Títulos y Estudios” (Anerkennug von Schul- und Universitätsabschlüssen ausländischer Studenten) des “Ministerio de Educación de la Nación Argentina” (Bildungsministerium Argentiniens)

    Tel.: +54 11 4129-1317 / 1318 / 1319 oder unter www.me.gov.ar

     

    2 Ausweisfotos

    Kopie des deutschen Personalausweises

    Zertifikat über gesundheitlichen Zustand (vom Hausarzt)

    Ein einzelnes Auslandssemester für ausländische Studenten ist nur bei einem Abkommen zwischen den Studenten möglich. Das “Freemover” Programm wird nicht anerkannt.

     

    Fazit

     

    PRO: hohes Ausbildungsniveau, wenig Studenten, sehr gute Bereitstellung aller nötigen Mittel

    CONTRA: Erwerb des kompletten “Título Secundario” für die Bewerbung, schwieriges Auswahlverfahren

     

     
     
    Kontakt

    Escuela Nacional de Experimentación y Realización Cinematográfica

    Moreno 1199

    Microcentro (CP1091)

    Ciudad Autónoma Buenos Aires

    Argentina

    Tel.: (+5411) 4383-2622 oder (+5411) 4383-6432

    Fax: (+5411)6779-0997 /

     

    info@enerc.gov.ar

     
  • Film Lernen Jetzt

    Lerngruppe 500 DSC04866Angesichts geschlossener Unis, Hochschulen und Schulen schalten wir Teile des künftigen Akademie-Lehrangebots vorübergehend kostenlos frei.

  • Filmakademie Österreich

    Filmakademie Wien 1000Es gibt verschiedene Möglichkeiten in Österreich, Film zu studieren, doch die Filmakademie in Wien ist sicherlich die bekannteste Einrichtung

  • Filmland Österreich

     Filmschule oesterreich 500

  • Filmschoolfest

    Das große internationale Festival der Filmstudenten wurde mit einem spannenden Programm eröffnet

  • Filmschoolfest Gewinner 2019

    FSF19 Kinosaal 2 500 Am Samstag, den 23. November 2019 wurden Gewinner des 39.FILMSCHOOLFEST MUNICH in der HFF geehrt

  • Filmschulen

    HFF MünchenWelche Möglichkeiten gibt es eigentlich in Deutschland, Film und Medien zu erlernen oder zu studieren?

  • Filmschulen Argentinien

    Eine spannende Alternative zum heimischen Filmstudium sind die Filmhochschulen in Argentinien.

  • Filmschulen Großbritannien

    Das Studium an Londons Filmhochschulen ist recht teuer.

     

    University of Westminster

     

    Studiengänge im Bereich Film und Fernsehen: Contemporary Media Practice, Film and Television Production, Television Production

     

    Aufnahmebedingung für Bewerber aus dem Ausland sind ausreichende Englisch-Kenntnisse. So sollte man bei einem IELTS-Sprachtest eine Mindestpunktzahl von 6 Punkten haben.

     

    Bewerbung: Die Bewerbung für den Studiengang erfolgt online, bei der u. a. ein Motivationsschreiben erforderlich ist. Danach wird man zu einem Interview eingeladen, welches gewöhnlicherweise zwischen Dezember und April stattfindet. Mitzubringen ist ein Portfolio mit Arbeitsproben. Das Studium gliedert sich in drei Jahre und wird mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen.

     

    Studiengebühren: Das Studium ist nicht ganz günstig. An so gut wie allen Universitäten und Hochschulen in Großbritannien werden im Gegensatz zu staatlichen Einrichtungen in Deutschland relativ hohe Studiengebühren verlangt. An der University of Westminster beläuft sich die Gebühr auf £9,000.00 im Jahr.

     

    Adresse:309 Regent Street, London W1B 2HW, Großbritannien, Tel: + 44 (0) 20 7911 5000, Web: http://www.westminster.ac.uk/

     

     

    Metropolitan Film School

     

    Die MFS Teil der Met Film Group, welche neben der Schule auch Met Film Production und Met Film Post beinhaltet und somit komplett in die Film-Industrie integriert ist. Praktische Erfahrungen stehen hier besonders im Vordergrund. So arbeiten die Studenten in den meisten Kursen an eigenen Kurzfilmen und werden von Tutoren dabei unterstützt. Die Schule passt sich mit seinen Programmen sehr an den Bedürfnissen der Studenten an und so werden neben dem Bachelor- und Masterprogramm auch One-Year Programmes, Six-Month Programmes und Short, Part-time & Weekend Courses angeboten. 

     

    Aufnahmebedingung: Studenten aus dem Ausland müssen ausreichende Englisch-Kenntnisse vorweisen. Das kann anhand des SELT-, IELTS-, TOEFL- oder PEARSON-Tests erfolgen. Mindestalter: 18 Jahre, International Baccalaureate (vgl. Abitur) 

     

    Bewerbung: Neben einem auszufüllenden Bewerbungsbogen und einem Lebenslauf wird ein Essay zu bestimmten Fragestellungen verlangt. Das Essay soll in drei Sektionen unterteilt werden, indem in jedem Teil eine Frage mit bis zu 500 Wörtern beantwortet werden soll. Das gesamte Essay beläuft sich also auf 1500 bis 2000 Wörter. Wenn man damit überzeugen konnte, wird man zu einem Interview eingeladen; als Bewerber aus dem Ausland kann dies auch per Telefon oder Skype erfolgen. Nach ca. drei Tagen bekommt man Bescheid, ob man angenommen wurde oder nicht. 

     

    Studiengebühren: Die Kosten belaufen sich unterschiedlich und hängen ganz vom angestrebten Abschluss und Studiengang ab. So kann man mit Studiengebühren zwischen £800 und £25,000 pro Jahr rechnen. 

     

    Adresse: Ealing Studios, Ealing Green, London W5 5EP, Tel:  +44 20 8832 1933, E-Mail: info@metfilmschool.co.uk, Web: http://www.metfilmschool.co.uk/ 

     

     

    London Film School 

    London ist eine lebendige, kreative Stadt, die auch Filmemacher magnetisch anzieht.

     

    In dem zweijährigen Studienprogramm arbeitet ein Student an mindestens sechs Filmen mit und so entstehen pro Jahr insgesamt um 170 Filme. Die Filmschule ist sehr international ausgerichtet und so kommen rund 70 % der Studierenden aus dem Ausland. Als ausländischer Bewerber stehen die Chancen, angenommen zu werden also gar nicht mal so schlecht. Neben den normalen Studienangeboten werden außerdem Workshops angeboten, die an mehreren Abenden oder Wochenenden intensive praktische Lernerfahrungen bringen sollen.

     

    Studiengänge:MA Filmmaking, MA Screenwriting, MA International Film Business, PhD Film by Practice

     

    Aufnahmebedingungen: Auch hier werden neben den üblichen Unterlagen Arbeitsproben und Essays verlangt, variiert aber zwischen den Studiengängen. Wenn man damit überzeugt hat, wird man zu einem Interview eingeladen (Interview per Telefon oder Skype bei ausländischen Bewerben möglich).

     

    Studiengebühren: zwischen £8,000 und £12,000.

     

    Adresse:The London Film School, 24 Shelton Street, London WC2H 9UB, United Kingdom, Tel: +44(0) 207 836 9642, Web: http://lfs.org.uk/

     

  • Filmschulgeschichte

    War Deutschland immer schon gut aufgestellt mit Filmhochschulen, oder waren die Anfänge eher holprig?

  • Filmstudium an der ZHdK

    Wer in der Schweiz Film studieren möchte, findet an der staatlichen Kunsthochschule beste Bedingungen

  • FSFM Eröffnet

    Das internationale Festival der Filmhochschulen in München ist eröffnet und begrüßt wieder zahlreiche Filmemacher-innen aus der ganzen Welt

  • Happy Birthday HFF !

    Die HFF wird im Juli 50 Jahre alt, doch wider Erwarten findet man online sehr wenig über die Geschichte der Hochschule. Grund genug, daran etwas zu ändern...

  • HFF Jubiläumsparty

    Das war sicher ganz anders geplant... Pünktlich kurz vor Beginn der großen Party verdunkelte sich der Himmel, ein lautes Gewitter begann und Monsunartiger Regen setzte ein.

  • Interviews

    Beim 33. Festival der Filmhochschulen wurden wieder starke Filme prämiert.

  • Kolloquium HFF

    Der Traum vom Studium

    Sehr viele haben bisher den Traum von einem HFF-Studium geträumt, ohne dass er in Erfüllung ging. Auch ich musste bereits im vergangenen Jahr die Enttäuschung einer Absage hinnehmen und auf einen zweiten Versuch warten. Nach langem Hin und Her, ob denn die erneuten Mühen überhaupt sinnvoll sind, habe ich jedoch beschlossen, nicht locker zu lassen und mich ein zweites Mal für den Studiengang "Produktion" an der HFF zu bewerben. Natürlich wusste ich, dass auch diesmal viel Arbeit auf mich zukommen würde und die Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung nicht gerade vielversprechend sind. Dennoch blieb ich konsequent und sei es auch nur, um später sagen zu können, ich hätte alles in meiner Macht stehende versucht. Ich begann also erneut mit der Lösung der gestellten Aufgaben.

    Bewerbung

    Nach beinahe einem Monat intensiver Arbeit, einem zähen Ringen um jede "Schreibmaschinenzeile" und einem endlosen Verwerfen von Filmstoffideen war nun endlich das große Werk, das über meine Zukunft entscheiden sollte, fertig. Sprichwörtlich in der letzten Minute der Eingangsfrist habe ich höchst persönlich das Sekretariat der HFF betreten, um desillusioniert mit anzusehen, wie meine Mappe, als eine unter vielen, auf einen riesigen Stapel geschmissen wurde. In der Hoffnung, diese blaue Mappe nicht so bald wieder zusehen (oder am besten nie wieder) begann nun vom 31. März 2003 an das große Warten. Fortwährenden Fragen von Außenstehenden, wie lange es denn noch dauern könnte, begegnete ich inzwischen mit abgeklärter Routine und stets gleicher Antwort, dass vor dem Juli sowieso nichts zu erwarten sei.

     

    In Wahrheit zählte ich jedoch jeden Tag und malte mir abenteuerliche Storys aus, wie wohl meine Bewerbung angekommen sei. Um meine angespannten Nerven ein wenig zu beruhigen, begann ich bereits im Mai mit der Vorbereitung auf ein mögliches Kolloquium. Da ich jedoch nicht genau wusste, wie so eine Vorbereitung aussehen könnte, beschränkten sich meine Aktivitäten ausschließlich auf das aktuelle Geschehen, d. h. so viel wie möglich Filme sehen und täglich den Medienteil der großen Tageszeitungen studieren.

     

    Einladung zum Kolloquium

    Früher als erwartet und als erste Abteilung der HFF überhaupt, hat die Leitung für den Studiengang "Produktion" die Zusagen und Absagen versendet. Als ein Brief der Hochschule in meinem Briefkasten lag, bekam ich lediglich ein kleinlautes "Oh Gott" heraus. Hektisch riss ich den Umschlag auf und siehe da, ich war nach eingehender Prüfung der Bewerbung "zum weiteren Teil der Eignungsprüfung eingeladen". Da die Zusagen recht früh verschickt wurden, hatte ich bis zum Kolloquium sogar noch einen knappen Monat Zeit.

     

    Noch am gleichen Tag brachte ich meine Teilnahmebestätigung zur HFF, schließlich sollte es ja an solchen Banalitäten nicht scheitern. Als die erste Freude verflogen war, begann sich bei mir jedoch Ratlosigkeit breit zu machen. Was kann ich jetzt noch tun? Engagiert begann ich mir einen Plan zu machen, was denn ein guter HFF-Student an Wissen mitbringen sollte. Filmgeschichte, Kenntnisse aktueller Branchennews, wichtige Kontaktadressen und Ansprechpartner, ein breites Repertoire wichtiger Namen von Regisseuren und Schauspielern etc., einen Überblick über aktuelle Neuerscheinungen, praktisches Know-how usw.

     

    Je mehr Zeit verstrich, desto mehr machte ich mir über mögliche Detailfragen der Kommission Sorgen, die mich möglicherweise in eine ernste Bredouille bringen könnten. Trotz der Beschwichtigungen zahlreicher Freunde und Studenten, die bereits an der Filmhochschule studieren, war ich mir sicher, dass mich ein gnadenloses Kreuzverhör erwarten würde.

     

    Der große Tag

    Bewerbung

    Bereits beim Aufwachen lag mein Puls weit über normal. Trotz wenig Schlaf war ich früh auf den Beinen. Unnötiger Zeitdruck war an diesem Tag das letzte, was ich hätte gebrauchen können. Obwohl mein Kolloquiumstermin für 14.30 Uhr angesetzt war, betrat ich die Filmhochschule bereits eine Stunde früher. Dies erwies sich als die richtige Entscheidung,  da vor dem Kolloquiumsraum zwei Produktionsstudenten platziert wurden, die den Eingeladenen ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben sollten.

     

    So viel Entgegenkommen hatte ich bis dahin von der HFF nicht erwartet. Auf diese Weise verblasste inmitten des lockeren Gesprächs jegliche Anspannung und das Gefühl einer Prüfungssituation. Leider gewann ich in dieser Stunde auf dem Gang auch den Eindruck, dass die Prüfungskommission ebenso locker mit der Situation umgeht. Ständig erschien eine aufgeregte Sekretärin, die unbedingt eine Unterschrift einholen wollte.

     

    Im Nebenraum läuteten Handys, dessen Klingeltöne die HFF-Studenten bereits den Professoren zuordnen konnten. Ich hatte nach und nach das Gefühl, als wäre das Kolloquium nur eine Nebensächlichkeit im laufenden Betrieb. Spätestens hier wurde mir dann wirklich bewusst, dass ich die Vorbereitung viel zu ernst genommen habe.

     

    Das Gespräch

    Bewerbung

    Meine bildlichen Vorstellungen von einem Kreuzverhör entsprachen zunächst überhaupt nicht der tatsächlichen Sitzordnung. Statt einer gegenüberliegenden Platzierung waren die Tische zu einem Viereck zusammengestellt. An drei Seiten nahmen die Professoren der einzelnen Abteilungen Platz, die vierte Seite war für den hoffnungsvollen Anwärter reserviert. Die Leitung des Gesprächs übernahm Prof. Manfred Heid, Leiter des Studiengangs Produktion. Mit von der Partie waren darüber hinaus weitere vier Professoren und Dozenten der verschiedenen Abteilungen, sowie zwei Beisitzer.

     

    Entgegen meiner Kreuzverhörhypothese begann Prof. Heid mit einer kurzen Vorrede, statt gleich Schlag auf Schlag in das Gespräch einzusteigen. Doch auch im weiteren Verlauf überraschten mich die Fragen nur durch ihre Vorhersehbarkeit. So wurde ich u. a. nach meiner Motivation für diesen Studiengang befragt, wie ich mich auf die Ausarbeitung der schriftlichen Fragen vorbereitet habe, was ich für Filme produzieren würde, was ich tun würde, wenn mich die HFF nicht nimmt, für wen ich denn eigentlich Filme produzieren möchte usw. All die spezifischen Detailfragen, die mir im Vorfeld so großes Kopfzerbrechen bereiteten, blieben aus. Als einziger Stolperstein erwies sich im Nachhinein der Leiter der Spielfilmabteilung. Dieser war meinem Filmstoff gegenüber skeptisch, den er als zu intellektuell einstufte und dessen Erfolg er ernsthaft bezweifelte. Auch meine prompte und ausschweifende Rechtfertigung konnte ihn im Endeffekt nicht wirklich überzeugen.

     

    Trotz allem vergingen die 20 Minuten Kolloquium recht schnell, Prof. Heid nickte mir häufig zustimmend zu und ich verließ die lockere Gesprächsrunde mit einem guten Gefühl. Doch nur wenig später drängten sich mir Zweifel auf. Haben die Professoren in so kurzer Zeit einen richtigen Eindruck von mir gewonnen? Vor allem die Debatte um den intellektuellen Gehalt meines Filmstoffes hatte nach meiner Meinung einen zu großen Stellenwert im Gespräch, so dass ich letztlich im Licht eines publikumsfremden Produzenten stand. Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr Aspekte glaubte ich nun zu entdecken, die gegen mich ausgelegt werden könnten. Hätte, wäre, könnte... Am Ende hatte ich überhaupt keine Meinung mehr. Es begann wieder die Zeit des Wartens.

     

    Die Entscheidung

    Zu meiner Überraschung wurde mir bereits während des Gesprächs mitgeteilt, dass die Entscheidung über den Ausgang des Kolloquiums zwei Tage später telefonisch mitgeteilt wird. 48 Stunden und doch eine Ewigkeit, in der ich das Kolloquium mehrmals vor meinem geistigen Auge neu erlebte und gleichzeitig alle erdenklichen Vor- und Nachteile, alle möglichen Szenarien durchspielte. Am besagten Tag fasste ich mir schließlich ein Herz und wählte die angegebene Nummer. Es meldete sich die Sekretärin, ich nannte meinen Namen, sie wiederholte ihn und sagte trocken: "Sie sind leider nicht genommen! Wiedersehen."

     

    Mit einer Sekunde war ich nicht nur aus der Leitung geworfen worden, sondern auch aus dem Studiengang, meinen Träumen und allen anderen erdenklichen Szenarien. Von nun an hatte ich also mit einer Entscheidung zu leben, dessen Gründe nur vage nachvollziehbar waren und keine Begründung folgen ließen. Auch die schriftliche Absage einige Tage später ergab nicht viel mehr Aufschluss über Auswahlkriterien und Gründe der Ablehnung. Selbst bei einem Gespräch mit der Studienberatung wurde mir nur erläutert, dass ich "unter dem Durchschnitt" lag.

     

    Was sich aber hinter dem Begriff "Durchschnitt" verbirgt, wenn man ausschließlich Fragen zur eigenen Persönlichkeit gestellt bekommt, konnte mir nicht so recht beantwortet werden. Letzten Endes zeigt dies aber auch, dass sich die HFF durchaus der subjektiven Dominanz der Entscheidungen bewusst ist. Wie will man auch charakterliche Eigenschaften objektivieren? Dieser Trost kam für mich aber zu spät. Statt dessen durfte ich wenig später meine Bewerbungsmappe wieder in Empfang nehmen, die ich doch eigentlich nicht so schnell wieder sehen wollte.

     

    Bedenken und Ratschläge

    An der HFF angenommen

    Im Grunde genommen ist die Ungewissheit vor dem Kolloquium und die Kürze der gesamten Prozedur die Hauptgefahr bei der Bewerbung. Ohne zu wissen, was einen erwartet, muss sich jeder Bewerber anhand der gestellten Fragen schnell gegenüber der Konkurrenz etablieren und sich ins rechte Licht rücken. Nicht immer fließen daher sachliche Komponenten in die Entscheidung ein. Studenten der HFF sprechen, wenn man die Zusammensetzung der einzelnen Jahrgänge beobachtet, sogar von festgelegten Präferenzen der Professoren im Vorfeld des Auswahlverfahrens. D. h., mal werden eher jüngere unerfahrene Bewerber genommen, im nächsten Jahr wiederum ältere mit Berufserfahrung. Trotz dieser Unsicherheit kann ich dennoch jedem Bewerber einige Tipps geben, die man beim Kolloquium beherzigen sollte.

     

    Zunächst sollte man das Kolloquium auf keinen Fall mit einer Prüfungssituation verwechseln. Es geht weder um Faktenwissen, noch um zu lösende Aufgaben. Diese Prüfung erfolgte ja bereits mit der schriftlichen Bewerbung. Das Gespräch dreht sich vordergründig um den Anwärter, um beurteilen zu können, ob er in die Schule, zu den Kommilitonen bzw. zu den Professoren passt. Schließlich müssen die Dozenten ja vier Jahre tagtäglich mit den Studenten auskommen. Aus diesen Gründen ist es auch nicht ratsam, während des Kolloquiums aggressiv zu antworten. Wie bereits erwähnt, zählen vor allem Sympathiewerte. Daher sollte man die Kommission nicht als Prüfungsinstanz, sondern als Gesprächspartner auffassen. Bei all der Entspanntheit darf jedoch nicht die eigene unbedingte Motivation vergessen werden, die den unbändigen Willen, an der HFF studieren zu wollen, demonstriert.

     

    Ferner sollte man sich bei dem Auswahlgespräch genau überlegen, was man sagt, ohne jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Zum einen ist es sehr bedenklich, wenn man lange Denkpausen einlegt, bevor eine Antwort formuliert wird. Dies stärkt nicht gerade den Eindruck der Authentizität. Zum anderen darf man sich nicht durch unüberlegte Wortwahl und Thesen um Kopf und Kragen reden. Wer Thesen von sich gibt, die er bei Nachfrage nicht begründen kann, stärkt ebenso nicht gerade ein authentisches Bild von sich. Daher ist es vielleicht ratsam, sich im Vorfeld zu einigen Grundfragen gute und kreative Gedanken zu machen, wie z. B. weshalb man an der HFF studieren möchte. Den Rest besorgen gute Rhetorikfähigkeiten, die eigene Persönlichkeit, Selbstüberzeugung und Glück.

     

    In jedem Fall sollte man sich im Vorfeld noch einmal die eigene Bewerbung gut durchlesen. Auf diese Weise kann man besser erkennen, worauf die einzelnen Fragen der Professoren abzielen. Außerdem können im Gespräch jederzeit auch weiterführende Aspekte zu den schriftlichen Ausarbeitungen thematisiert werden. Wer sich dann an die gelösten Aufgabenthemen nicht genau erinnert, hat vergleichsweise schlechte Karten.

     

    Wie gesagt: Die Vorbereitung auf ein Kolloquium ist nur eine vage Komponente und entscheidet nur selten über Erfolg oder Misserfolg. Dazu spielen bei der Auswahl des erlesenen HFF-Kreises unvorhersehbare Einflussfaktoren wie Sympathiewerte, die richtigen Fragen, die allgemeine Stimmung und Glück eine zu große Rolle. Aufgrund dieser subjektiven Entscheidungen der Prüfungskommission sind daher ein sicheres Auftreten, starke Persönlichkeit und Schlagfertigkeit das oberste Gebot.

     

    Auch wenn man alle Ratschläge beherzigt und mit sicherem Gefühl aus dem Gespräch herausgeht, ja, selbst, wenn man angenommen wird, sollte man nie vergessen, dass die Aufnahmeverfahren stets einen gewissen Lotteriefaktor in sich tragen. Der sollte auch die eingeschriebenen Studenten davon abhalten, sich auf den Lorbeeren einer erfolgreichen Aufnahme auszuruhen. Strengt Euch bloß an, Leute, die spätere Branchenrealität ist das eigentliche Kolloquium, und da sind schon ziemlich viele begabungsfreie Absolventen durchgefallen.

     

  • Kurzfilm

    Wirtschaftlich eher unbedeutend, aber ungeheuer kreativ und wagemutig wird der Kurzfilm meistens unterschätzt

  • Maske

    HD oder 4K Kameras zeigen so viele Details, dass man ohne Maskenbildner am Set Schauspieler kaum drehen kann...

  • Medienhochschulen

    HFF MünchenWelche Möglichkeiten gibt es eigentlich in Deutschland, um neben Filmhochschulen sonst noch Film und Medien zu erlernen oder zu studieren?

  • Praktika

    Praktika sind eine wichtige Voraussetzung für Filmstudium und Berufserfahrung. Worauf muss man achten, was ist zu Bedenken?

  • Praktikum

    Allary-Film, Tv & Media und Movie-College bieten wieder Praktikumsplätze in München an.

  • Raumwelten Ludwigsburg

    Raumwelten2019 PanelSzenografie2 500Die kluge Zusammenführung der sich überschneidenden Elemente Szenografie, Architektur und Medien, war ein voller Erfolg.

  • Studium an der HFF

    HFF Gabelsberger 500Ein Regiestudent der Münchner HFF hat eine Reihe von Videos über die Bewerbung und Studium an seiner Hochschule produziert. Wie läuft die Bewerbung, wie ist das Studium?

  • Studium Frankreich

    Film studieren im Filmland Nummer 1 in Europa? Wir haben die wichtigsten Infos zusammengetragen

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