New York Grand Central

Die New Yorker nutzen den Black Friday zu ausgiebigen Einkäufen

 

Ursprünglich ein Börsendesaster, ist der schwarze Freitag inzwischen ein wichtiges Marketingtool geworden. Lohnt sich die Aufregung und wo liegen die Stolperfallen? Am 25. Oktober 1929 crashte die New Yorker Börse und zahllose Menschen verloren ihr Geld, doch aus dem Unglückstag ist, nicht nur in den USA ein besonderer Verkaufstag geworden. Der Black Friday ist in den USA stets der Tag nach dem Erntedankfest, Thanksgiving, an welchem viele Leute frei haben und mit ihren Weihnachtseinkäufen beginnen. Im Jahr 2017 beispielsweise ist dies der 24. November.

 

Zahlreiche Händler, lokal und online bewerben nicht nur den schwarzen Freitag, sondern bereits die ganze Woche davor, Cyber Monday Week genannt, mit attraktiven Angeboten aus allen Bereichen. Und weil Jeder denkt, dass diese Angebote nur ein einziges Mal im Jahr so günstig zu haben sind, wird häufig unkritischer und schneller zugeschlagen, als es eigentlich angebracht wäre.

 

Sicherlich sind jedes Jahr eine Menge echte Schnäppchen unter den Angeboten, aber mindestens genau so viele Artikel sind technisch überholt, haben gravierende Schwächen oder sind einfach Ladenhüter, welche auf diese Weise trotzdem verkauft werden können. Aus diesem Grund ist große Sorgfalt geboten, beim Überprüfen der tatsächlichen Preise. Häufig wird der Abstand vom so genannten unverbindlichen Richtpreis bis zum Angebotspreis als Ersparnis gefeiert, obwohl den unverbindlichen Richtpreis praktisch niemand bezahlt. Die Laden,- oder Onlinepreise weichen auch an anderen Tagen erheblich von diesem Richtpreis ab, die angegebene Ersparnis ist also zumeist viel kleiner, als behauptet.

 

Kleine Schwächen inclusive

B&H New York

Das Ladengeschäft des New Yorker Onlinehändlers B&H wird am Black Friday besonders gut besucht

 

Bei Elektronik kommt es häufig vor, dass Produkte, die gewisse Schwächen haben oder recht alt sind, als Black Friday Angebote zu neuen Ehren kommen. USB-Speichersticks etwa, die noch mit USB 2 Schnittstelle arbeiten, sind drastisch langsamer als USB 3 Sticks oder so manche Digitalkamera, die vor drei, vier Jahren noch Bestmarken erreichte, aber inzwischen deutlich von mehreren Nachfolgemodellen überholt wurde, erlebt als Angebot eine Neugeburt. Das gilt nicht für alle Produkte, bei manchen Geräten ist das Vorgängermodell oft nahezu identisch mit dem aktuelleren Produkt und kann deshalb sorglos gekauft werden.

 

Keep Cool,- Don´t Panik

Auf jeden Fall sollte man sich, selbst wenn manche Online-Anbieter durch enge Zeitfenster Druck aufbauen wollen, stets genau prüfen, ob das jeweilige Produkt auch wirklich etwas taugt, ob die Kundenrezensionen und Tests gut sind und vor allem ob der angebotene Preis wirklich günstig ist. Dann kann man tatsächlich echte Schnäppchen machen und sollte dies auch tun, wenn man das Geld übrig hat und das produkt auch wirklich benötigt. Das macht viel Arbeit und man sollte sich auch überlegen, was die eingesetzte Zeit um all das zu überprüfen, die Ersparnis wert ist. Und letztlich darf man nicht in die Falle tapsen und Dinge kaufen, die man gar nicht braucht. Wie hat schon Henry Ford seinerzeit gesagt,- das am schnellsten verdiente Geld ist jenes, welches man gar nicht erst ausgibt.

 

 

Preise, welche einem die erste Seite der beliebtesten Suchmaschinen anzeigen, sind nicht immer die günstigsten, sondern einfach nur jene Preise, welche mit gekauften Anzeigen auf die erste Seite platziert werden. Hier lohnt es sich, etwas genauer zu recherchieren.

 

Einen guten, nicht immer ganz unparteiischen, aber weitgehend brauchbaren Überblick über einzelne Produkte findet man beispielweise auf den Bestenlisten der Zeitschrift Chip: http://www.chip.de/artikel/CHIP-Bestenlisten-Alle-Testsieger-im-ueberblick_12823667.html

 

Weitere Tipps für schlaue Einkäufe findet Ihr hier im Movie-College

 

 

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