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Lichtsteuerung 5000

 

Wie man mit Hilfe von Apps seine LED Leuchten schneller und komfortabler ansteuern kann. Seit LED Scheinwerfer und Leuchten über Blutooth Konnektivität verfügen, lassen sich eine ganze Menge Munktionen an Filmsets fernsteuern. Eine der bekanntesten Apps ist die Sidus-Link-App, die es sowohl kostenlos als auch in einer Pro Version gibt. Und natürlich gibt es sie sowohl für IOS als auch für Android Smartphones.

 

Professionelle DMX Vorbilder

Grundsätzlich gibt es in diesem Bereich ganz unterschiedliche Protokolle und Systeme. Bei professionellen Scheinwerfern sind dies häufig DMX / Art‑Net / RDM / Wireless. Die meisten professionellen LED‑Scheinwerfer werden über das standardisierte Protokoll DMX512 angesteuert. Auf dieser Basis kann ein passender Controller (ganz gleich ob ein Hardware‑Pult oder PC‑Software) unterschiedlichste Parameter wie Helligkeit, Farbtemperatur, Farbe, Sättigung, Dimming, eventuell auch Zoom bei Vorsatzlinsen oder anderes zentral steuern und für mehrere Lampen synchronisieren.
Gerade bei DMX kann es möglich werden, über eine entsprechende Verkabelung („Daisy Chain“) mehrere Scheinwerfer hintereinander anzuschließen. Damit das alles funktioniert muss man korrekte DMX‑Adressen wie eine „Startadresse“ sowie eine Kanal‑Zuordnung vergeben. Alternativ gibt es auch Geräte die per Netzwerk, zum Beispiel Art‑Net oder wireless DMX/RDM, angesprochen werden können.

Wer die Bedienung mit dem Smartphone liebt, und damit aber professionelle Leuchten mit DMX ansteuern möchte, die eigentlich kein Blutooth beherrschen, kann dies über passende Interfaces wie Art-Net / sACN dennoch tun. Apps wie Blackout, Luminair, Stagelight senden dann DMX-Daten über WLAN. Ein passendes Interface wie beispielsweise von ENTTEC, Luminex oder DMXking empfängt dann diese Signale und gibt sie als klassisches DMX512 an die Profileuchten weiter. Blackout DMX über WLAN (Art-Net) und Luminair Art-Net / sACN sind hier Standards geworden. DMX über App erfordert auf jeden Fall stabile Netzwerke zum Beispiel ein eigenes 5GHz-WLAN ohne Internetverbindung, manche Scheinwerfer können zu diesem Zweck ihr eigenes WLAN Netz generieren. Beispiele sind ARRI Orbiter über LiOS App / Web Control oder LumenRadio CRMX-Steuerung in Astera, ARRI oder Rotolight.

 

Apps

Leider geht es, was die Smarthope-Apps angeht, längst nicht so geordnet und standardisiert wie bei den DMX Systemen zu. In diesem Bereich funktioniert vieles über Bluetooth-Steuerung welche es erlaubt, die Leuchten ohne externen Controller direkt per Smartphone App zu steuern. Dabei verbindet sich die entsprechende App, beispielsweise die Aputure Sidus Link, Nanlink, Godox Light Appüber BLE (das bedeutet Bluetooth Low Energy) mit dem jeweiligen Scheinwerfer. Die Apps bieten dann die Steuerung von Helligkeit, Farbtemperatur, verschiedenen Effekten, abgespeicherten Szenen oder auch das anpassen an eine vorhandene Farbtemperatur (Picker) an.Über die Sinnhaftigkeit diverser Effekte wie "Blitz, Paparazzi, Feuerwehr, TV" lässt sich streiten. Manches ist auch einfach eine nette Spielerei. Für Partyszenen etc. sind die Farbeinstellungen sehr spannend, man kann praktisch jede Farbe im RGB Farbraum darstellen.

Da es keine verbindliche Norm gibt, kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Konkret bedutet dies, dass Leuchten wie die Aputure Light Storm mit der Sidus Link App, Leuchten wie die Nanlite Forza / PavoTube mit der Nanlink App und Leuchten wie die Godox SZ, TL oder M-Serie mit der Godox Light App zusammenarbeiten.

Wenn man die App heruntergeladen hat, muss man sie erst einmal einrichten. Dafür muss man dein neues Projekt anwählen und einen Suchlauf nach dem Scheinwerfer starten. Damit die App den Schweinwerfer aber erkennen kann, muss einerseits auf dem Smarthone Blutooth aktiviert sein und andererseits auch in dem Scheinwerfer Blutooth eingeschaltet sein. Das muss man aber bei einem solchen Scheinwerfer in der Regel nur einmal, beim ersten Benutzen tun. In der App wird dann der Scheinwerfer erkannt und gepaired. Hat man diverse Scheinwerfer, die man über die App kontrollieren möchte, kann es hilfreich sein, die Bezeichnung des Scheinwerfers jeweils individuell umzubenennen, dann ist es übersichtlicher, als wenn man irgendwelche kryptischen Codes verwalten muss. Eine weitere App zur Lichtsteuerung ist die LumenRadio CRMX App.

So bequem die Blutooth Apps auch sind,- ihre Reichweite ist sehr begrenzt. auf kurze Distanz funktionieren sie recht einfach um komfortabel (ca. 10 m) bei größeren Entfernungen wird das Signal dann aber schnell instabil. WLAN erlaubt deutlich mehr Reichweite und komplexere Szenarien mit vielen Scheinwerfern. Hier gibt es ebenfalls Hersteller-Apps (Nanlink, Godox), die dann auch Sets mit 2–10 Lampen steuern können.

Auf jeden Fall sind die Möglichkeiten der Lichtsteuerung inzwischen sehr viel komfortabler geworden und damit stehen uns auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung.

 

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