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Kylo Ren (Adam Driver) verfolgt Rey (Daisy Ridley) mit seinem Raumschiff (Disney 2019)

 

Star Wars 9 – DerAufstieg Skywalkers [engl. The Rise of Skywalker], die Movie-College Filmkritik zum Film...

Regisseur: J. J. Abrams
Drehbuch: J. J. Abrams, Chris Terrio
Musik: John Williams
Dauer: 144min

 

Inhalt

Das heiß erwartete Finale der Sequel-Trilogie, das zugleich den Abschluss der neunteiligen Skywalker-Saga darstellt, beginnt nicht lange nach den Ereignissen des Vorgängers. Der von Leia Organa (Carrie Fisher) geführte Wiederstand hat es – wenn auch deutlich angeschlagen - geschafft der „Ersten Ordnung“ zu entkommen und eine neue Basis einzurichten, als eine Nachricht des seit Episode 6 totgeglaubten Imperator Palpatine (Ian McDiarmid) die Bewohner der Galaxis erreicht. Darin kündigt der Sith-Lord eine allesvernichtende „Letzte Ordnung“ an. Kylo Ren (Adam Driver) sucht den Imperator auf und erhält den Auftrag Rey (Daisy Ridley) zu töten und den Orden der Jedi endgültig zu vernichten.

 

Von einem Spion in den Reihen der Ersten Ordnung erhalten die Rebellen schließlich einen Hinweis auf den geheimen Aufenthaltsort der Letzten Ordnung. Unsere Helden rund um Rey, Poe (Oscar Isaac), Finn (John Boyega), Chewbacca (Joonas Suotamo), BB8 und C3PO (Anthony Daniels) begeben sich auf die Suche nach einem mysteriösen „Sith-Wegweiser“, mit dessen Hilfe sie zu dem unauffindbaren Planeten gelangen können. Auf ihrer Odyssee müssen sie sich gegen eine Vielzahl von Gefahren behaupten, finden neue Verbündete und treffen auf alte Bekannte…

 

Kritik

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Rey (Daisy Ridley) verabschiedet sich von Leia (Carrie Fisher) (Disney 2019)

 

Star Wars Episode 9 – “Der Aufstieg Skywalkers” ist das große Finale der Sternensaga.

J. J. Abrams stand vor der schwierigen Aufgabe eine der größten Filmreihen aller Zeiten rund und schlüssig zu Ende zu erzählen und dabei auch die Fans zufrieden zu stellen. Wie es scheint ist ihm das aber auch recht gut gelungen. Er schafft es alle offenen Fragen zu beantworten und die Charakterentwicklungen der letzten Filme sinnvoll und nachvollziehbar abzuschließen.

 

Während man seiner Eposide 7 (Das Erwachen der Macht) noch zu große Ähnlichkeiten mit dem allerersten Star Wars (Episode 4 – Eine Neue Hoffnung) vorgeworfen hatte, geht Abrams hier einen neuen Weg, der besonders Fans, die sich gerne auch außerhalb der Filme mit dem Franchise beschäftigen, gefallen wird. Der Aufstieg Skywalkers befasst sich nämlich deutlich mehr mit den mystischen Seiten der Galaxie, als man es sonst von der Reihe gewohnt war. Dennoch muss man auf keinen Fall Experte sein, um im Kino Spaß zu haben. Der Film hält fast durchgehende eine hohe Spannung und bietet atemberaubende Bilder und fesselnde, abwechslungsreiche Kampfsequenzen.

 

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Kylo Ren (Adam Driver) im Kampf mit seinem Lichtschwert (Disney 2019)

 

Mit 144 Minuten ist Episode 9 etwa 10 Minuten kürzer als sein Vorgänger. Doch leider liegt darin auch eine seiner wenigen Schwachstellen. Abrams versucht zu viel Story in zu kurzer Zeit unterzubringen. Besonders in der ersten Stunde beschäftigt sich der Film mehr damit Exposition zu liefern und offen gelassene Fragen aus Teil 8 zu beantworten, als die tatsächliche Geschichte voranzutreiben. So wirken manche Passagen - insbesondere der Anfang - wie kurze Montagen, in denen schnell alles Wichtige abgearbeitet wird.

Besonders zu Beginn entsteht dadurch eine gewisse emotionale Distanz und es fällt schwer mit dem Film richtig warm zu werden. Man hätte sich durchaus mehr Zeit lassen können um richtig in die Geschichte einzusteigen und den Zuschauer abzuholen.

 

Auf filmischer Seite hat mir da der unter Fans eher umstrittene „Die letzten Jedi“ (Episode 8) besser gefallen. Dort waren Bildsprache und Ästhetik um einiges außergewöhnlicher. Der 9. Teil hält sich mit den ganz neuen Ideen dann doch deutlich mehr zurück – möglicherweise als Reaktion auf die erschreckende negative Haltung der Fans gegenüber Teil acht.

 

Ab der zweiten Hälfte zeigt sich dann aber endlich in vollem Umfang, was J. J. Abrams und Star Wars alles zu bieten haben. Die Story kommt langsam in Fahrt und offenbart dabei auch einige unerwartete Wendungen, ständig untermalt von der genialen Musik von John Williams. Im Finale bietet der Film einen ausgewogenen Wechsel zwischen Euphorie, Adrenalin, Nostalgie und der nötigen Emotionalität, die dem Ende der Skywalker-Saga gebührt.

 

Gesehen von Thomas Matula

 

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