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Das ist schon schräg, dass Hersteller ihre Kameras oft nicht die volle Qualität intern aufzeichnen lassen können oder wollen. Hier helfen externe Recorder von denen es inzwischen glücklicherweise eine ganz ordentliche Auswahl gibt. Fotoapparate, die einen sogenannten Clean HDMI-Ausgang anbieten, also das volle Signal ausgeben, können mit Hilfe solcher Rekorder hochwertige Videoaufnahmen abspeichern. Preiswerte Lösungen sind etwa die Hyperdeck Shuttle von BlackMagic oder die Ninja Star bzw. Atomos Ninja 2 von Atomos, mit denen man auf SSDs bzw. CF Fast Karte aufnehmen können. Diese bieten allerdings keine Kontrollmöglichkeit der Aufnahme an. Hierzu müsste man einen zusätzlichen externen Kontrollbildschirm anschließen, damit man eine Playback-Funktion nutzen kann.

 

Diese Rekorder konnten Anfangs nur HD, später 2K, inzwischen auch 4K in 10 Bit Quantisierung bei 4:2:2-Farbabtastung oder auch in 4:4:4 aufzeichnen, entweder auf klassische 2,5 Zoll Festplatten oder entsprechende SSDs oder aber auf Flash-Speicherkarten, die allerdings sehr schnell sein müssen und damit nicht billig zu haben sind. Meistens können die Recorder neben dem Bild auch Ton aufzeichnen und besitzen hierfür auch separate Eingänge, Vorverstärker und Phantomspeisung für Mikrofone. Selbstverständlich besitzen diese Geräte dann auch eine Audio-Pegelanzeige und Regler um den Pegel auszusteuern.

 

Es war deshalb nur konsequent, dass die Zubehörhersteller dazu übergegangen sind, Kontrollmonitore und Recorder in einem Gehäuse miteinander zu verknüpfen. Bei BlackMagic sind dies die Video-Assist Systeme, bei Atomos der Ninja Blade oder Ninja Inferno oder Shogun Inferno oder bei Convergent Design Odyssey7Q, Apollo, bei Sound-Devices- Video Devices und Andere. Die Recorder mit integriertem Bildschirm besitzen zumeist einen Touchscreen, worüber man die meisten Voreinstellungen in den Menüs gut erreichen kann.

 

 

Das ist schon seltsam, die Unfähigkeit oder mangelnde Bereitschaft einiger Kamerahersteller, die vom Sensor ausgelesenen Daten in voller Qualität im Gerät selber aufzuzeichnen, hat eine ganze Industrie wachsen lassen, die sich mit der Behebung dieses Mangels beschäftigt hat. Firmen wie Atomos oder BlackMagic verdanken ihr Wachstum nicht zuletzt dieser Entwicklung.

 

Größe und Gewicht

Selbstverständlich sollte die Größe der Recorder auch in einem vernünftigen Verhältnis zur verwendeten Kamera stehen. Es macht wenig Sinn, einer Blackmagic-Pocket einen riesigen Recorder samt Display an die Seite zu stellen. Bei einer großen Kamera wie der Sony PMW F3, die auch nicht die volle Signalqualität intern aufnehmen kann, macht sich ein großer Bildschirm mit eingebautem Rekorder durchaus gut.

 

Vielleicht war es sogar der Erfolg dieser Dritthersteller, der dazu geführt hat, dass inzwischen auch die Kamerahersteller ihren Spitzenmodellen die interne Aufzeichnungsmöglichkeit hochwertiger Codecs oder gar RAW und einen großen Dynamikumfang spendiert haben.

 

Vorteile

 

Ganz nebenbei bringen die oft neueren Displays mehr Leuchtkraft auch bei Sonnenlicht mit, als die in den Kameras verbauten Displays, ein zusätzlicher Nebeneffekt.

 

Die Aufnahme der besseren Display/Recorder wird automatisch mit der Aufnahmefunktion der Kamera ausgelöst, es ist also kein getrenntes Auslösen einer Aufnahmefunktion notwendig.

 

Sehr beliebt sind auch die Recorder von BlackMacic mit der Bezeichnung "Video-Assist". Sie können auf zwei SD Slots aufzeichnen und besitzen jede Menge Kontrollanzeigen, wie Focus Peaking, Zebra, Histogramm oder Blue-Only, die helfen, das Bild optimal zu belichten. Zudem haben sie bei ihren Displays oft viel bessere Auflösungen als die verbauten Kamera-Displays. Sie bieten, wie im Fall der "Video-Assist" Reihe hochauflösende 1920 x 1080 Pixel auf 5 Zoll Bildschirmdiagonale oder beim "Video-Assist" 4K sogar 7 Zoll Bildschirmdiagonale.

 

Es gibt für besonders hochwertige Cinematic-Kameras auch Rekorder, die 4K in 4:4:4 aufzeichnen können, allerdings liegen die Preise dann um ein mehrfaches über den normalen 4:2:2 Recordern.

 

BlackMagic Video Assist

 

Schwachpunkte

Die beiden größten Schwachpunkte bei der Aufnahme mit externen Recordern sind die Kabelverbindungen und die Stromversorgung. Die oftmals sehr empfindlichen Micro-Hdmi Stecker an den Kameras sorgen, weil man im Drehalltag immer wieder auch gegen die Kabel stößt, rasch für Probleme. Es gibt aber Arretierungen, teilweise auch in Verbindung mit maßgeschneiderten Kamera-Cages, welche die Stecker ruhig stellen und damit diese Schwachstelle beheben. HD SDI Verbindungen sind da deutlich robuster.

 

Die Stromversorgung der Recorder muss oftmals mit eigenen Akkus sichergestellt werden, man hat also nicht nur mehr Gewicht an Bord, sondern auch noch ein weiteres Akkussystem zu pflegen.

 

All diese Probleme würden nicht auftauchen, wenn die Kamerahersteller gleich für die richtigen Aufzeichnungswege gesorgt hätten. Aber die behalten sie ja gerne den hochpreisigen Varianten ihrer Kameras vor. Andererseits erlauben uns die externen Recorder, preiswerteren Kameras hochwertige Videosignale zu entlocken.

 

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