Preisträger

  • Gleich mehrere Fachjurys haben entschieden. Die Sieger beim DOK.fest 2018 stehen fest

  • Filmkunst in der 7-Seen-Stadt

    Von außen ein typischer Backsteinbau, im Herzen ein modernes Multiplex - das Capitol-Kino, Mittelpunkt des Filmkunst-Festivals

    Bereits 21 Jahre lang gibt es das Filmkunstfest Schwerin, ein Festival, welches sich nicht nur für den filmischen deutschsprachigen Nachwuchs interessiert, sondern auch den Blick auf die früheren Regisseure, Schauspieler und Macher der DEFA bewahrt hat. Ganz klar, dass hier Leute wie Manfred Krug oder in diesem Jahr Katrin Sass ("Goodbye Lenin) mit Hommagen geehrt werden. Ganz klar auch, dass man hier auch Filme zeigt, die sich mit DDR, Stasi und Kultur des ostdeutschen Filmschaffens beschäftigen.

     

    Zahlreiche Preise, wie der "Fliegende Ochse", der NDR Regiepreis, der Preis der DEFA-Stiftung, Publikumspreis und CineStar-Preis, locken attraktive Filme in den Wettbewerb. Auch ein Handyfilmwettbewerb spricht insbesondere den jüngeren filmischen Nachwuchs an.

     

    Ein wenig fühlt es sich an wie Hof, auch wenn Schwerin, die Stadt der sieben Seen, mehr als doppelt so viele Einwohner hat. Es ist eines dieser Festivals, wo sich die Filmvernarrten, die Kenner, die Macher auf Schritt und Tritt begegnen, vom Frühstück bis zur mitternächtlichen Diskussion, die Filmkenner Knut Elstermann mit leichter Hand gestaltet - kurzum: ein Festival, auf dem man viele Kolleg-inn-en kennenlernt, wieder trifft, wo es um den Film geht, ein Festival, bei dem es erfreulich uneitel zugeht, bei dem Newcomer und etablierte Filmschaffende ganz unverkrampft ins Gespräch kommen.

     

    Sonnig und zugleich von eisigem Wind gekennzeichnet, spürt man die Nähe der Ostsee, den Osten, sieht außerhalb der Stadt die kaum zersiedelten schönen Landschaften mit Baumalleen, wie man sie immer öfter auch in manchen Filmen des neueren deutschen Films findet. Leider laufen manche Filme ziemlich spät, will man danach noch mit den Machern diskutieren, braucht man schon eine gute Kondition.

     

    Eine Reihe spannender Filme hat es 2011 in den Spielfilm-Wettbewerb geschafft, darunter "Die Ausbildung", "Schlafkrankheit", Tag und Nacht" oder "Silberwald". Im Dokumentarfilm-Wettbewerb laufen Filme wie "Brasch", "Wadans Welt", "9 Leben" oder "Unter Kontrolle".

    Große Leinwände und gute Tontechnik erlauben es, die Filme als Kinoerlebnis zu betrachten.

    Die Länderreihe 2011 ist dem Filmland Israel gewidmet, welches mit zahlreichen Filmen vertreten ist. Auffallend sind die besucherfreundlichen Eintrittspreise, für 6,50 € kann man ins Kino gehen, Schüler und Studenten sogar für 4,50 €.

     

    Schwerin hat mit diesem Festival ein wichtiges Kulturereignis geschaffen, welches deutlich mehr mediale Beachtung verdient hätte. Außer dem NDR und lokaler Presse wird recht wenig über das Filmkunstfest berichtet.

     

    Zu den medialen Highlights gehört sicherlich das tägliche Festival-Magazin "Filmab", welches von Schülern erstellt wird, dessen Texte sich auf hohem sprachlichen und fachlichen Niveau bewegen. Kompliment.

     

    Preise und Ehrungen

     

    Spielfilmwettbewerb

    Der Fliegende Ochse – gestiftet vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern - dotiert mit 7.500 Euro geht an: „Über uns das All“ von Jan Schomburg, D 2011, 88 Minuten

    NDR-Regiepreis – gestiftet vom Norddeutschen Rundfunk - dotiert mit 5.000 Euro geht an: „Silberwald“ von Christine Repond, CH 2010, 90 Minuten

    Nachwuchsförderpreis – gestiftet von der DEFA-Stiftung geht an: „Vergiss dein Ende“ von Andreas Kannengießer, D 2011, 93 Minuten

    Capitol2

    Große Leinwände und gute Tontechnik erlauben es, die Filme als Kinoerlebnis zu betrachten.

    Nachwuchsdarstellerpreis – gestiftet von den Stadtwerken Schwerin - dotiert mit 2.500 Euro geht an: „Jasna Fritzi Bauer“ in dem Film „Ein Tick anders“ von Andi Rogenhagen, D 2010, 85 Minuten

    Preis für die beste Musik- und Tongestaltung – gestiftet von Studio Mitte, Berlin mit Unterstützung von Steinberg Media Technologies - dotiert mit Sachleistungen in Höhe von 5.000 Euro geht an: „Mein Prinz. Mein König.“ von Ciril Braem Tscheligi, D 2011, 78 Minuten – Ton: Benno Belke (Preisträger)

     

    Publikumspreis – gestiftet von der Schweriner Volkszeitung - dotiert mit 2.500 Euro geht an: „Die verlorene Zeit“ von Anna Justice, D 2011, 107 Minuten

    Preis Der CineStar – gestiftet von der CineStar-Gruppe/Greater Union GmbH & Co. KG - vergeben in Form einer Tournee durch die CineStar-Filmtheater - dotiert mit 2.500 Euro geht an: „Das System – Alles verstehen heißt alles verzeihen“ von Marc Bauder, D 2011, 90 Minuten

    Preis der Jury der deutschsprachigen Filmkritik in der FIPRESCI - undotiert geht an: „Die Ausbildung“ von Dirk Lütter, D 2010, 85 Minuten

    Lobende Erwähnung der Jury der deutschsprachigen Filmkritik in der FIPRESCI geht an: „Vergiss dein Ende“ von Andreas Kannengießer D 2011, 93 Minuten

     

    Dokumentarfilmwettbewerb

    Publikumspreis – gestiftet von RPV – Regionalpaket Vertriebsgesellschaft mbH - dotiert mit 2.500 Euro geht an:„Wadans Welt“ von Dieter Schumann, D 2010, 100 Minuten

     

    Kurzfilmwettbewerb

    Hauptpreis – gestiftet von der Landeshauptstadt Schwerin - dotiert mit 4.000 Euro geht an: „n‘gschichtn“ von Eva Becker, D 2011, 17 Minuten

    Preis für die beste Bildgestaltung – gestiftet von Hartmut Schulz/Artia Nova Film - dotiert mit 2.500 Euro geht an: „Rausch“ von Verena Jahnke, D 2010, 17 Minuten Kamera: Falko Lachmund (Preisträger)

    Preis Der Findling – gestiftet vom Landesverband Filmkommunikation e.V. des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Vergeben in Form einer Tournee durch die Kommunalen Kinos Mecklenburg-Vorpommerns geht an: „Der Stift und sein Sheriff“ von Florian Borkamp D/2010/14 Minuten

  • Das Filmschoolfestival München zeigt vom 18. bis 24 November wieder herausragende Filmhochschulfilme aus der ganzen Welt

  • Nach einer tollen Woche wurden am Samstagabend die Gewinner des 36. Filmschoolfests gefeiert.

  • Beim Münchner Filmfest wurden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Preise und Auszeichnungen verliehen

  • Der Gewinnerfilm der Berlinale 2018 sorgte für umstrittene Kritiken und Meinungen. Ein Beweis dafür, dass solche Filme dringend gebraucht werden.